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Fegefeuer der Eitelkeiten Taschenbuch – 1999

4.4 von 5 Sternen 36 Kundenrezensionen

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Nachdem Tom Wolfe in The Electric Kool-Aid Test, Radical Chic und Mau-Mauing the Flak Catchers die sechziger Jahre, und in The Right Stuff die kulturelle Kehrtwendung der Achziger definierte, glaubte niemand, daß er sich jemals wieder übertreffen könnte. 1987, als Fegefeuer der Eitelkeiten erschien, nannten die Literaten Wolfe ein "alterndes enfant terrible".

Aber er war nicht dabei, alt zu werden -- er war dabei, erwachsen zu werden. Fegefeuer der Eitelkeiten, eine pyrotechnische Satire auf das New York der achtziger Jahre, war nicht nur Wolfes bisher bestes Buch, es war das bestverkaufte Belletristikdebüt des Jahrzehnts -- eine auf wunderbare Weise realistische Studie einer unglaublich statusversessenen Gesellschaft, von den hitzigen Kombattanten der Süd-Bronx bis zum brodelnden Abschaum an der Spitze der Wall Street. Sherman McCoy, ein absurd-arroganter Investmentbanker (genannt "Master of the Universe", Wolfes brillante metaphorische Aneignung eines damals wichtigen Spielzeugs für Jungen), fährt in der Bronx mit seinem Mercedes einen Schwarzen an und flüchtet -- direkt in einen Alptraum, der bevölkert ist von bösartigen Liebhaberinnen, Ehefrauen, so dünn wie "gesellschaftliche Röntgenbilder", schleimigen Politikern, Revolverblattjournalisten und dantesken Bewohnern des "Rechts"-Systems. Hätten die Coen und Marx Brothers zusammen Der große Gatsby verfilmt, wäre Wolfes Fegefeuer der Eitelkeiten vermutlich dennoch komischer. Viele glauben, daß sein zweiter Roman A Man in Full tiefsinniger ist, aber Fegefeuer der Eitelkeiten läßt sich kaum noch übertreffen.

Auf jeden Fall sollten Sie den Film Fegefeuer der Eitelkeiten, eine faszinierende Katastrophe, die von den Genies Brian De Palma und Tom Hanks "verbrochen" wurde, mit The Right Stuff, einem der besten Filme der achtziger Jahre, zu vergleichen. --Tim Appelo -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Ein pralles Sittengemälde. (Der Spiegel)

Wie Updike verfügt Tom Wolfe über ein unerschöpfliches Reservoir an Witz und Fabulierfreude. Dem Leser fällt es schwer, sich von den Figuren des Buches zu verabschieden. Das New York der Reichen und der Minderheiten, der Siegreichen und der Verlierer. (FAZ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Tom Wolfe hatte schon eine überaus erfolgreiche Karriere als Journalist hinter sich, als er 1987 seinen eigentlichen ersten Roman veröffentlichte. Die Hauptrolle in diesem Buch spielt der sehr erfolgreiche Börsenmakler Sherman McCoy. Er ist erfolgreich, lebt in einer relativ glücklichen Ehe und kann sich nebenher noch eine Geliebte leisten. Doch diese wird ihm zum Verhängnis, als wir während einer Irrfahrt durch die New Yorker Bronx einen schwarzen Jungen anfahren. Dieses Ereignis wird das gesamte Leben von Sherman McCoy umkrempeln, denn nun beginnen sich alle für wichtig haltenden Gruppen, auf diesen Unfall zu stürzen. Dabei gehts nur nebenrangig um Gerechtigkeit für diesen Jungen, wichtigstes Ziel aller Beteiligten ist es, sich zu profilieren. Seien es nun Journalisten, die hoffen die Story ihres Lebens gefunden zu haben, oder Politiker, schwarz und weiß, die die Ereignisse für ihre politischen Propagandazwecke nutzen wollen. Eine Straftat, die man ohne Aufsehen hätte abhandeln können, wird zur Farce. Dadurch gelingt es Tom Wolfe meisterhaft, die amerikanische Gesellschaft zu sezieren und bloßzulegen. Dieser Roman ist ein New York-Roman. Man erkennt, dass Wolfe sich sehr viel Mühe gegeben hat, alles so genau wie möglich darzustellen. Man könnte dieses Buch auch als Reiseführer nutzen. Was sich in diesem Roman in New York abspielt, wird zum Spiegelbild einer amerikanischen Gesellschaft, die in den achtziger Jahren immer noch versuchte, die Kämpfe der verschiedenartigen politischen und kulturellen Gruppen in den Griff zu bekommen, aber eigentlich schon längst daran gescheitert war. Diese Konflikte waren längst von der Oberfläche verschwunden.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Taschenbuch
New York, Mitte der 1980er Jahre: Sherman McCoy hat alles, wovon viele nur träumen können. Er arbeitet als erfolgreicher Wall-Street-Broker. Er residiert in einer 3,5 Millionen Dollar teuren Park Avenue-Wohnung. Er ist verheiratet mit einer High-Society-Gattin, die nebenbei Ambitionen als Innenarchitektin hegt. Und er ist Vater einer kleinen Tochter, die natürlich auf eine Privatschule geht. Für den letzten Schliff seines Lebens sorgt Maria, eine gelangweilte promiskuitive Mittzwanzigerin, die einen 71-Jährigen geheiratet hat und sich bei Sherman holt, was sie zu Hause nicht erhält. Kurzum: Sherman kann alles, hat alles und ist ganz oben.
Der Höhenrausch findet ein abruptes Ende, als Sherman sich mit Maria in der Bronx verirrt. Hier kollidieren Welten, und zwar buchstäblich. Das Amour fou-Pärchen fährt einen jungen Farbigen an und begeht in Panik Unfallflucht. Für kurze Zeit scheint es, als sei nichts passiert. Sherman wahrt mehr oder weniger die Contenance, bis die Bronxer Staatsanwaltschaft und die Presse von der Angelegenheit Wind bekommen. Sie legen eine Schlinge um Shermans Hals und ziehen sie zu. Der junge Unterstaatsanwalt Larry Kramer wittert seine große Chance: den großen weißen Schuldigen. Ähnliche Hoffnungen hegt Peter Fallow, der alkoholabhängige Journalist: Er sieht die Story, den Scoop ... den Pulitzer-Preis für investigativen Journalismus. Sherman McCoys Stern hingegen ist im Sinken begriffen. Und Morddrohungen sind angesichts dessen, was ihn erwartet, bei weitem nicht das größte Übel.
Tom Wolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten" gilt als moderner Klassiker. Bissig und amüsant schildert Wolfe den sukzessiven Untergang eines Yuppies.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Wall-Street-Broker Sherman, 39, besitzt eine Wohnung in der Park Avenue, hat eine Frau, eine Tochter und eine Geliebte, die ihrerseits mit einem dreimal so alten widerlichen notgeilen Bock verheiratet ist. Sie verirren sich im Sportwagen Shermans in der Bronx und fahren einen jungen Schwarzen an, der daraufhin ein Jahr im Koma liegt und dann stirbt. Sherman wird ausgeforscht und vor Gericht gestellt. Schmierige Reporter, publicitygeile Staatsanwälte, Drogendealer, die jedem ihre Seele verkaufen, der dafür zahlt, eine betrügerische Immobilienmaklerin, 'Freunde', die sich abwenden, sobald es dem Protagonisten dreckig geht, Anwälte und ähnliche Landplagen, ein Prediger mit penetrantem Sendungsbewußtsein, unausstehliche Parties in der New Yorker Upper Class, etc. Die Wahrheit scheint überhaupt niemanden mehr zu interessieren, jeder darf auf den angeblich Schuldigen einprügeln, wie es ihm gefällt, die Angelegenheit bekommt eine Eigendynamik, die nicht mehr zu bremsen ist. Handlungsstränge verlaufen scheinbar ins Leere, werden aber unvermutet wieder aufgenommen, überraschende Wendungen machen die Geschichte fesselnd und abwechslungsreich, gleichzeitig handelt es sich um eine (gesellschafts-)kritische Milieustudie von großer Tiefe. Das Ganze über 925 spannende Seiten - große Leistung!Lesen Sie weiter... ›
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