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Feedback: Wie Rückkopplung unser Leben bestimmt und Natur, Technik, Gesellschaft und Wirtschaft beherrscht Taschenbuch – 1. Dezember 2015
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Feedback wird im breiteren Sinne als Rückkopplung verstanden, nicht nur als verbale Rückmeldung. Rückkopplung ist das Rückführen der Wirkung auf die Ursache – und die verblüffenden Effekte sind in allen Lebensbereichen anzutreffen.
Der Wissenschaftsautor Jürgen Beetz spricht Sie als Leser direkt an und entdeckt mit Ihnen
- Geschichten des Alltags mit merkwürdigen Feedback-Effekten,
- die Selbstbezüglichkeit und die daraus entstehenden Widersprüche,
- die Eigenschaften komplexer dynamischer vernetzter Systeme,
- das Wesen der Rückkopplung, das aus diesen Bedingungen hervorgeht,
- Rückkopplungseffekte in der Technik, der Natur, der Gesellschaft, der Politik, der Wirtschaft ... und im Rest der Welt,
- das „mächtigste Konzept der Welt“, die Evolution.
Sie verstehen, was passiert, wenn die Wirkung zur Ursache wird. Rückkopplung bestimmt unser Leben. Sie scheint oft im Verborgenen zu wirken. Wir bemerken sie erst, wenn sie ihr Werk schon getan hat. Manchmal voller Zufriedenheit, wenn sie stabilisierend war, aber oft mit Schrecken, wenn sie sich in einem „Teufelskreis“ aufgeschaukelt hat. Noch weniger ahnen wir, wie schwer sie oft zu durchschauen oder gar zu beherrschen ist. Aktuelle Krisen mit oft hochkomplexen Rückkopplungen führen uns das täglich vor Augen. Nach der Lektüre dieses Buches sehen Sie genauer hin.
Stimmen zum Buch
„Ein wichtiges Buch, das ein zentrales Element kreativer Entwicklungen in Natur und Gesellschaft in all seinen Facetten beleuchtet.“
Prof. Dr. Bernd-Olaf Küppers, Friedrich-Schiller-Universität Jena
„Dieses Buch beschreibt sehr anschaulich, dass Systeme in Natur, Technik und Gesellschaft ohne Feedback nicht – oder nur sehr ineffizient – funktionieren könnten. Eszeigt, dass Rückkopplung ein zentrales Prinzip darstellt, das das Verhalten von Systemen zum Besseren (bei falschem Gebrauch aber auch zum Schlechteren) verändern kann. Es ist deshalb eminent wichtig, die Bedeutung und das Potential dieses Prinzips zu erfassen. Dies ermöglicht dieses Buch in leicht lesbarer Weise.“
Prof. Dr. Jörg Raisch, Technische Universität Berlin, Fachgebiet Regelungssysteme, Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme- Seitenzahl der Print-Ausgabe392 Seiten
- SpracheDeutsch
- Erscheinungstermin1. Dezember 2015
- Abmessungen15.49 x 2.26 x 23.5 cm
- ISBN-103662470896
- ISBN-13978-3662470893
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
“... moralisches Buch! Voller überraschender, origineller und humorvoller Ideen ... übersichtliche Kapiteleinteilung mit einführenden Überschriften, aussagekräftigen Unterkapiteln und Zwischenüberschriften, die die Lesbarkeit erhöhen. Umfangreiches Literatur- und Stichwortverzeichnis. Gut auch: für Schnelleser eine Zusammenfassung am Kapitelende ...” (in: Jürgen Beetz, beetzblog.blogspot.de, 4. Februar 2016)
“... Eine uneingeschränkt empfehlenswerte – geistig fordernde – Lektüre für alle ...” (Dr. Gerfried Pongratz, in: wissenbloggt.de, 18. Februar 2016)
“... Einige Zeichnungen, Diagramme und Tabellen tragen ebenfalls zum Verständnis bei ... Der Autor erklärt komplexe Zusammenhänge mit didaktisch klug gewählten Beispielen sehr anschaulich und verständlich. Eines der wenigen Bücher, bei deren Lektüre man lernt, ohne es zu merken. Ein sehr empfehlenswertes Buch ...” (in: thalia.de, 7. August 2016)
Rezension
“Vorweg möchte ich feststellen, dass es ein ganz großartiges Buch ist. Es behandelt ein eminent wichtiges Thema ausgesprochen spannend und in flottem Stil. Ich bin begeistert - und werde das Buch demnächst gleich nochmals lesen! … Der Text drückt an vielen Stellen eine umfassende Bildung aus, die den jüngeren Generationen nicht mehr zuteil wird, weil die Curricula so verflacht (worden) sind, dass sie ohne weiteres durch Wikipedia-Lernen etc. ersetzt werden können.”(Prof. Josef H. Reichholf, Honorarprofessor der Technischen Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt)
“Das Prinzip der Rückkopplung findet man in vielen Bereichen der Natur und Technik. Rückkopplungen sind Teil von natürlichen und technischen Prozessen und sowohl in Form von Materie als auch Informationsfluss zu beobachten. In Kombination mit „feedforward“ wird häufig ein gutes Gesamtverhalten erreicht. Der Autor hat viele Beispiele untersucht und in einem weit gespannten Bogen dargestellt. Zu dieser interessanten Entdeckungsreise sind nun die Leser eingeladen.” (Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Rolf Isermann)
Buchrückseite
Feedback wird im breiteren Sinne als Rückkopplung verstanden, nicht nur als verbale Rückmeldung. Rückkopplung ist das Rückführen der Wirkung auf die Ursache – und die verblüffenden Effekte sind in allen Lebensbereichen anzutreffen.
Der Wissenschaftsautor Jürgen Beetz spricht Sie als Leser direkt an und entdeckt mit Ihnen
- Geschichten des Alltags mit merkwürdigen Feedback-Effekten,
- die Selbstbezüglichkeit und die daraus entstehenden Widersprüche,
- die Eigenschaften komplexer dynamischer vernetzter Systeme,
- das Wesen der Rückkopplung, das aus diesen Bedingungen hervorgeht,
-Rückkopplungseffekte in der Technik, der Natur, der Gesellschaft, der Politik, der Wirtschaft ... und im Rest der Welt,
- das „mächtigste Konzept der Welt“, die Evolution.
Sie verstehen, was passiert, wenn die Wirkung zur Ursache wird. Rückkopplung bestimmt unser Leben. Sie scheint oft im Verborgenen zu wirken. Wir bemerken sie erst, wenn sie ihr Werk schon getan hat. Manchmal voller Zufriedenheit, wenn sie stabilisierend war, aber oft mit Schrecken, wenn sie sich in einem „Teufelskreis“ aufgeschaukelt hat. Noch weniger ahnen wir, wie schwer sie oft zu durchschauen oder gar zu beherrschen ist. Aktuelle Krisen mit oft hochkomplexen Rückkopplungen führen uns das täglich vor Augen. Nach der Lektüre dieses Buches sehen Sie genauer hin.
Stimmen zum Buch
„Ein wichtiges Buch, das ein zentrales Element kreativer Entwicklungen in Natur und Gesellschaft in all seinen Facetten beleuchtet.“
Prof. Dr. Bernd-Olaf Küppers, Friedrich-Schiller-Universität Jena
„Dieses Buch beschreibt sehr anschaulich, dass Systeme in Natur, Technik und Gesellschaft ohne Feedback nicht – oder nur sehr ineffizient – funktionieren könnten. Es zeigt, dass Rückkopplung ein zentrales Prinzip darstellt, das das Verhalten von Systemen zum Besseren (bei falschem Gebrauch aber auchzum Schlechteren) verändern kann. Es ist deshalb eminent wichtig, die Bedeutung und das Potential dieses Prinzips zu erfassen. Dies ermöglicht dieses Buch in leicht lesbarer Weise.“
Prof. Dr. Jörg Raisch, Technische Universität Berlin, Fachgebiet Regelungssysteme, Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer SystemeDer Autor
Jürgen Beetz studierte nach einer humanistischen und naturwissenschaftlichen Schulausbildung Elektrotechnik, Mathematik und Informatik an der TH Darmstadt und der University of California, Berkeley. Bei einem internationalen IT-Konzern war er als Systemanalytiker, Berater und Dozent in leitender Funktion tätig. Von ihm sind im selben Verlag „1+1=10: Mathematik für Höhlenmenschen“ sowie „E=mc²: Physik für Höhlenmenschen“ erschienen.
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Jürgen Beetz studierte nach einer humanistischen und naturwissenschaftlichen Schulausbildung Elektrotechnik, Mathematik und Informatik an der TH Darmstadt und der University of California, Berkeley. Bei einem internationalen IT-Konzern war er als Systemanalytiker, Berater und Dozent in leitender Funktion tätig. Von ihm sind im selben Verlag „1+1=10: Mathematik für Höhlenmenschen“ sowie „E=mc²: Physik für Höhlenmenschen“ erschienen.
Produktinformation
- Herausgeber : Springer Spektrum; 1. Aufl. 2016 Edition (1. Dezember 2015)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 392 Seiten
- ISBN-10 : 3662470896
- ISBN-13 : 978-3662470893
- Abmessungen : 15.49 x 2.26 x 23.5 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1,310,731 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 4,330 in Populärwissenschaft (Bücher)
- Nr. 7,336 in Physik (Bücher)
- Nr. 47,721 in Management (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Jürgen Beetz studierte nach einer humanistischen und naturwissenschaftlichen Schulausbildung Elektrotechnik, Regelungstechnik, Mathematik und Informatik an der TH Darmstadt und der University of California, Berkeley. Bei einem internationalen IT-Konzern war er als Systemanalytiker, Berater und Dozent in leitender Funktion tätig.
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Spitzenrezensionen
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Das 378 Seiten umfassende Buch gliedert sich in 11 Haupt- und zahlreiche Unterkapitel, die "beginnend bei Situationen des Alltags" in das Thema Rückkopplung als "Ursprung von allem" sowie Rückkopplung als Grundelement sämtlicher evolutionärer Prozesse einführen und weiterführend die Verschränkungen und Wechselbeziehungen mit den Prinzipien der Selbstbezüglichkeit (zyklische Prozesse), der Selbstorganisation und Emergenz (das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile) sowie von Ursache-Wirkung-Systemen tiefgründig beschreiben. Neben Rückkopplung in der Technik widmen sich ausführliche Kapitel der Rückkopplung in der Natur (besonders in der Evolution), im Sozialleben, in Psychologie, Politik und Geschichte wie auch in der Wirtschaft. Rückkopplung "im Größten und im Kleinsten", vom Universum bis zu Elementarteilchen und Quanteneffekten, wie auch die (Zitat: "wagemutige") Vermutung "Feedback ist der Ursprung von allem und führt zu einer endlosen Kette der Entwicklung" beschließen die Ausführungen zu einem in seiner Bedeutung nicht überschätzbaren Prinzip: Rückkopplung bei der Entstehung der Welt (des Universums) bis zu deren voraussichtlichem Ende, Rückkopplung in allen Bereichen des Lebens bis in unzählige feinste Verästelungen, Rückkopplung in nahezu unüberschaubaren Wechselwirkungen und mit oftmals nicht vorhersehbaren Folgen.
Da die übergroße Themenvielfalt des Buches mit den dazugehörenden Beispielen, Erläuterungen und aufgeworfenen Fragen eine umfassende Darstellung an dieser Stelle nicht einmal annäherungsweise ermöglicht, nachstehend nur einige dem Rezensenten wesentlich erscheinende Kernaussagen:
' Rückkopplungen kommen überall in technischen, biologischen, geologischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Systemen vor, die Prinzipien der Kybernetik gelten in allen Lebens- und sonstigen Bereichen im gesamten Universum. Die Welt ist nicht linear-kausal, sondern besteht aus einem komplexen Netzwerk von rückgekoppelten Wirkungen und Rückwirkungen.
' Je nach Art und Richtung der zurückgeführten Größe kommt es zur Selbstverstärkung der durch das System bedingten Prozesse (positive Rückkopplung; aufschaukelnd, kann zu "Teufelskreisen" führen) oder zu deren Abschwächung, bzw. Selbstbegrenzung (negative Rückkopplung; dämpfend, stabilisierend).
' Selbstbezüglichkeit ist der Kern der Rückkopplung, zyklische Sprüche sind deren sprachlicher Ausdruck; Beispiele: "Die Lebewesen verändern die Umwelt verändert die Lebewesen; die Wirklichkeit formt das Modell formt die Wirklichkeit; die Ursache erzeugt die Wirkung erzeugt die Ursache". Selbstbezüglichkeiten können allerdings auch Paradoxien - alle Kreter lügen, sagt der Kreter Epimenides - erzeugen.
' Einfache Regeln erzeugen bei Rückkopplung komplexe und oftmals nicht mehr vorhersagbare Systeme. Aus einfachen Systemen kann mit Rückkopplung sowohl Ordnung, wie auch Chaos entstehen.
' Lineare, monokausale Systeme sind selten, es überwiegen komplexe, vernetzte, dynamische, rückgekoppelte Systeme, meist in Regelkreisen (Wirkung beeinflusst die Ursache); die Frage, wer oder was zuerst da war, ist bei Regelkreisen sinnlos.
' Evolution (physikalisch, chemisch, biologisch, kulturell) als mächtigstes Prinzip der Welt enthält - neben Vererbung, Mutation, Selektion - als gleich wichtigstes Wirkelement Rückkopplung; diese befähigt Lebewesen u.a. zur Selbstorganisation und Regelung ihrer Prozesse.
' Leben ist durch 3 Eigenschaften gekennzeichnet (differenzierte Systeme - Stoffwechsel, Selbstproduktivität und Mutabilität - Veränderbarkeit), die im Zusammenspiel mit Rückkopplung Emergenz erzeugen, wobei Letztere als Entstehung neuer Systeme aus vorhandenen Komponenten (Materie, Energie, Naturgesetze) definiert wird ("mehr ist anders").
' Die Dynamik komplexer rückgekoppelter Systeme wird oft nicht verstanden, bzw. kann nur schwer, oder gar nicht, durchschaut werden; dies führt u.a. in Sozial- und Wirtschaftssystemen zu Aufschaukelungen und Verwerfungen. Vermeintlich einfache Lösungen komplexer, vernetzter, Probleme sind meist falsch und Eingriffe in diese Systeme erweisen sich überwiegend als gefährlich.
' Intelligenz entsteht durch Rückkopplung von Denken und Wirklichkeit, Lernen ist ein perfekter Rückkopplungseffekt mit einem Regelkreis aus Erwartung und Erfahrung, auch Spracherwerb beruht auf Rückkopplungsprozessen. Das gesamte menschliche Weltbild entsteht durch Rückkopplung plus selektiver Wahrnehmung (Mustererkennung: richtig oder vermeintlich richtig); "Erkenntnis" hat sich evolutionär in Rückkopplungsschleifen entwickelt.
' Rückkopplung ist das Grundprinzip des sozialen Zusammenlebens, wie auch des individuellen Verhaltens; die "Theory of Mind" ("Theorie des Geistes", die Fähigkeit von Lebewesen, Vorstellungen von den Gedanken von anderen zu entwickeln) besteht aus einer Vielzahl von Rückkopplungsschleifen. Korrigierende - negative - Rückkopplungen fördern Erkenntnisse, positive verstärken (u.U. auch realitätsferne) Meinungen.
' Rückkopplungsprozesse spielen auch in der Psychologie und im Sozialleben eine sehr wichtige Rolle. Der Mensch kommt ohne plausible Kausalitätszusammenhänge nicht aus; dies kann dazu führen, dass durch Rückkopplungen aus eklatanten Widersprüchen stimmige Geschichten gesponnen werden.
' In den sozialen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen unserer Welt existieren Rückkopplungsprozesse ohne Ende, kein einziges geschichtliches Ereignis verläuft oder verlief linear und hat nur eine Ursache und eine Wirkung, man hat es immer mit komplexen, vernetzten Strukturen und vielfältigen Rückkopplungskreisen zu tun. Wesentlich dabei ist, zwischen positiver und negativer Rückkopplung zu unterscheiden.
' Die Welt ist in Hierarchien geschichtet, zwischen deren Ebenen Wechselwirkungen bestehen, Hierarchien wachsen durch Differenzierungen zu komplexen Systemen, die deterministisch bestimmt sind und trotzdem chaotisches Verhalten zeigen können.
Im Hinblick auf (aktuelle) Probleme und Nöte der Menschheit besteht nach Ansicht des Autors eines der Hauptprobleme darin, dass wir Menschen auf komplexe Systeme Erfahrungen anwenden, die wir mit einfachen Systemen gesammelt haben - was meist schiefgeht: "Der Mensch ist die einzige Art, die aktiv zu ihrer eigenen Vernichtung beiträgt... Wir stehen - erstmalig in der menschlichen Geschichte - an einem globalen Wendepunkt, einem Kipp-Punkt, der über die Zukunft unserer Art entscheidet. Ewiges Wachstum ist unmöglich, ebenso wie die Beherrschung immer komplexerer Systeme.... Diese theoretischen Erkenntnisse zeigen heute ihre praktischen Konsequenzen: instabile Prozesse. Die Sensibilität dafür zu erhöhen war Ziel dieses Buches" (S. 358).
Ein Buch, das - mit persönlicher Note des Autors - weite Horizonte eröffnet und in seiner Themenverschränkung mit vielen Wissensgebieten wie auch mit aktuellen sozialen, gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Erscheinungen tiefe Einsichten - nicht nur zum Thema "Feedback" - vermittelt. Manche Ausführungen und die Vielzahl der Beispiele mögen eiligen Lesern vielleicht etwas zu lang oder zu üppig geraten sein, die Teilzusammenfassungen am Ende jedes Kapitels sowie eine Gesamtzusammenfassung und eine Box mit den wichtigsten Aussagen und Thesen zum Thema "Feedback" am Ende des Buches kompensieren z.T. eventuell vorher übersprungene Einzeldarstellungen. Eine uneingeschränkt empfehlenswerte - geistig fordernde - Lektüre für alle, die zu den Fragen "warum die Welt so ist wie sie ist und wie wir darauf reagieren können" mehr wissen möchten!
(Für die Fairness des Autors spricht, dass er neben der Darstellung des Themas aus naturalistischer Weltsicht auch einen Theologen ["....am Anfang stand göttlicher Geist...."] zu Wort kommen lässt (S. 350)).
Sein Buch ist in elf Kapitel gegliedert. In den ersten vier Kapiteln werden rückgekoppelte Prozesse alltagspraktisch erläutert, es wird die Problematik des gerichteten Kausalitsätdenkens in den Begriffen von Ursache und Wirkung an cyclischen Prozessen verdeutlicht und in der Rück- und Selbstbezüglichkeit dieser Prozesse sogleich auch die vielfach angelegten Paradoxien aufgezeigt, die die Logik straucheln lassen. Weiter wird über den Begriff von Systemen, deren Selbstorganisation und ihren „Emergenz“-sprung und ihren so erreichten qualitativen „Mehrwert“ berichtet. „Mehr ist ( nicht nur mehr, sondern ) anders“. Im vierten Kapitel werden rückgekoppelte Regulationen und ihre äußerst bedeutsame unterschiedlichen Dynamik erläutert. Winzige Änderungen in der Geschwindigkeit eines Wachstumsprozesses können für das Erreichen einer dynamischen Stabilität eines Systems gravierende Folgen haben. Eine langsame oder auch schnelle, zeitweise übersteuernde Einpegelung kann in ein nicht mehr beherrschbares deterministisches Chaos entarten. Beide Zustände sind möglicherweise nur durch einen geringfügigen Unterschied der Wachstumsrate getrennt. In den Kapiteln fünf bis neun wird Rückkoppelung auf dem Feld von Technik, Natur, Gesellschaft und Psychologie, Politik und Geschichte sowie Wirtschaft erläutert, um schließlich in den beiden letzten in einer großen Gesamtschau Makro- und Mikrokosmos in den Blick zu nehmen und die Perspektive auf die Geschichte des Universums auszudehnen. Urknall-Theorie, expandierendes, sich abkühlendes Universum, Gravitation und kritische Masseverdichtung, Kernfusion und erneute Explosion, Stabilisierung von Planetenbahnen, Selbstorganisation der Materie zu diversen chemischen Elementen und Verbindungen und weiter zu organischen Kleinstlebewesen mit den Eigenschaften eines Stoffwechsels, einer Selbstregulation und der Reproduktionsfähigkeit. Eben eine Geschichte von allem !
Wo bleibt da die Rückkopplung ? Am klarsten ist mir das im fünften Kapitel geworden. Da werden rückgekoppelte technische Regelmechanismen etwa einer Heizung, die eine bestimmte Raumtemperatur garantieren soll, differenziert und wir erfahren, dass es 2-Punkt-Regler, proportionale Regler, differenzierende und integrierende gibt. In allen anderen Bereichen von der Biospähre über die soziale Organisation bis zur Wirtschaft sind die Verhältnisse ungleich komplexer und unübersichtlicher. Da interagieren verschiedene Systeme und es gilt Wechselwirkungen zu beschreiben oder gar zu beherrschen. Ist der Begriff Rückkoppelung hilfreich und erhellend wenn es etwa um menschliche Kommunikation geht und das Phänomen der verschiedenen Appellebenen und Konnotationen ? Natürlich gibt es auch hier Verstärkung und Dämpfung. Aber der „Regelkreis“ funktioniert sehr unzureichend oder gar nicht wie endlose Diskussionen und Talkrunden und Auseinandersetzungen bezeugen.
Die größte Schwäche, die mit einigem Wohlwollen auch als Stärke gesehen werden kann, ist die Überfülle der Themen und Stichpunkte. Eine gedrängte Übersicht der aktuellsten Befunden aus Kybernetik, Automatisierung, KI, Biologie, Klimaforschung, Psychologie, Astrophysik, Spieltheorie. Es nimmt kein Ende. Das Weglassen und die Fähigkeit zur Verdichtung sind nicht die Stärken des Autors. Zur Entschädigung für die erdrückende Fülle der berichteten Effekte und Zusammenhänge werden dieselben in einen ebensolchen Reichtum von Anekdoten und „Wie sag' ich's meinem Kinde-Geschichten“ eingebunden. Die kommen weitschweifig, ambitioniert und betulich daher und erinnern oft mehr an die Chemiestunde in der „Feuerzangbowle“ als an ein gutes Sachbuch.
Bei dem offensichtlichen Bemühen des Autors, soviel Stoff wie möglich zu verarbeiten und zum Ausgleich den Text mit „unterhaltenden“ Anekdoten und Kasuistiken zu sättigen, bleiben die Qualitäten guter populärwissenschaftlicher Literatur auf der Strecke. Es kommt selten zu einem Fluss und einer über längere Zeit spannenden und stringenten Darstellung. Einen kleinen Ausgleich stellen die löblichen Zusammenfassungen am Ende der Kapitel dar. Wenn der Autor auf der letzten Seite in einer Box nochmals Kernthesen und Aussagen zum Feedbackmechanismus zusammenfassen will, so wundert es nicht, dass er es mit zehn Thesen nicht bewenden lassen kann. Er braucht einunddreißig. Deutlicher könnte seine Dampfplauderei und Überambition nicht illustriert werden.
Natürlich kann man mit Anstrengung und Disziplin auch durch diesen Text gelangen und Wissenswertes auffischen. Dass lineare Systeme und monokausale Prozessen selten sind und komplexe, dynamische Systeme überwiegen. Dass Evolution zwar nicht ungerichtet, aber dennoch ohne Ziel ist. Was es mit dem Infinite-Monkey-Theorem auf sich hat und dass Zebras durch ihre Streifung der Tsetse-Fliege ein Schnippchen schlagen.
Insgesamt für mich eine sehr zwiespältiges Lesevergnügen. Ein großes und spannendes Thema wird auf Teufel komm raus in bemüht unterhaltsame Anekdotenhäppchen heruntergebrochen und bekommt so bisweilen Jugendbuchcharakter in seiner Betulichkeit und treuen Übersetzung auch der geläufigsten Fremdwörter. Hier sollte der Autor dem Leser mehr zutrauen, auch mal eine längere anekdotenfreie Herleitung und Argumentation wagen und es nicht übertreiben mit seinem Bemühen, den Leser da abzuholen wo er vermeintlich steht.





