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Faschistische Ideologie: Eine Einführung Taschenbuch – 23. August 2019
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe136 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberVerbrecher
- Erscheinungstermin23. August 2019
- Abmessungen12.1 x 1.5 x 17 cm
- ISBN-103957323126
- ISBN-13978-3957323125
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Verbrecher; 1. Edition (23. August 2019)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 136 Seiten
- ISBN-10 : 3957323126
- ISBN-13 : 978-3957323125
- Originaltitel : FASCISM - A READER'S GUIDE
- Abmessungen : 12.1 x 1.5 x 17 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 388.621 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 147 in Italienische Politik (Bücher)
- Nr. 188 in Französische Politik (Bücher)
- Nr. 575 in Faschismus (Bücher)
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Zeev Sternhell, ein Jude, Holocaustüberlebender und Israeli hat ein solches Buch vor Jahrzehnten geschrieben und mehrfach überarbeitet. Er ist mit dem Ergebnis weiterhin nicht zufrieden. Deshalb sind zusätzliche Quellen eingefügt worden.
Zunächst: Hier wird der Faschismus abgehandelt, nicht der Nationalsozialismus. Viele Forscher sind der Ansicht, dass der Nationalsozialismus eine besonders grausame Spielart des Faschismus darstellt. Das Besondere am Nationalsozialismus ist sein biologischer Determinismus. Obwohl der gewöhnliche Faschismus zum Rassismus und zum Antisemitismus neigt, beruht die Ideologie des Faschismus nicht auf dem biologischen Determinismus. Deshalb wird hier entsprechend Zeev Sternhell der Nazismus nicht unter dem Faschismus abgehandelt. Die Übernahme des Nationalsozialismus in den Faschismus würde der Übersichtlichkeit derart schaden, dass keine Systematik erkennbar wäre.
Die Zahl der seriösen, nachvollziehbaren Erklärungen des Faschismus ist „überschaubar“, ganz im Gegensatz zur Sinnflut der Abhandlungen über Sozialismus und Marxismus. Der Marxismus beruht auf angenommenen historischen und gesellschaftlichen Fakten, die gewöhnlich unzutreffend sind, weshalb sein Untergang à priori feststeht. Der Faschismus hingegen stützt sich auf Gefühle, die schwer oder gar nicht zu widerlegen sind.
Mussolini ist der erste Faschist, dessen Politik sich halbwegs durchsetzt. Er übernimmt 1922 die Macht in Italien, die er zwei Jahre später als faschistischer Diktator festigt. Nach Mussolini ist der Faschismus die Lehre der Einheit von Denken und Handeln. Sinnloses Geschwätz wie unter Kommunisten/Sozialisten und manchen Demokraten ist verpönt und wird nicht toleriert. Nationalismus ist die Liebe zum Land, Sozialismus die Liebe zum Volk. Der Faschismus ist sowohl Nationalismus, als auch ein nicht-marxistischer Sozialismus. Daraus wird verständlich, warum viele enttäuschte Sozialisten (Kommunisten) – nicht nur in Deutschland nach der „Machtergreifung“ - zum Faschismus wechseln und überzeugte Faschisten werden. Die meisten zum Faschismus konvertierte Sozialisten kommen aus Frankreich und Großbritannien.
Die Krise der bürgerlichen Demokratie (Liberalismus) gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird zur Chance für den Sozialismus und für den Faschismus. In Deutschland siegt der Faschismus und übernimmt mit der Zeit viele (ehemalige) Mitglieder sozialistischer Parteien. Viele einstige Kommunisten werden in die SA aufgenommen, welche nach dem gescheiterten Röhm-Putsch an Bedeutung verliert. Ab dem Ersten Weltkrieg gewinnt in Deutschland die völkische Ideologie die Oberhand, die bereits seit Jahrzehnten existiert. Dies führt zum Aufstieg des Nazismus - trotz der starken Verbreitung und der Anerkennung von Geistes- und Naturwissenschaften in Deutschland. Denn Aufklärung gilt damals (wie heute) als eine Sicherheit gegen Faschismus. Deshalb ist es zum Erhalt der Demokratie imminent wichtig, dass Aufklärung auf Tatsachen basiert und nicht auf Glaubensbekenntnisse, was bis zum Fall der Mauer im Osten Deutschlands nicht der Fall ist. Wissenschaftliche Thesen bedürfen der ständigen Überprüfung. Die Einschränkung und das Verbot, wissenschaftliche Thesen zu überprüfen, indem die Überprüfung auf der Ebene einer religiösen Leugnung gehoben wird, ist ein sicherer Schritt in Richtung Faschismus. Nicht nur islamische Staaten, die jegliche wissenschaftliche Erkenntnisse verbieten, die nicht dem Koran entsprechen, agieren faschistisch. Zunehmend mehr mitteleuropäische Christen und Atheisten bevorzugen ein faschistisches Vorgehen, um ihr Verständnis von Naturwissenschaft und Klima durchzusetzen. Einzelne europäische Staaten übernehmen die Forderungen der Straße, um wiedergewählt zu werden und Steuererhöhungen zu erzwingen.
Der Wiedergeburt des Nationalismus in Deutschland zum Anfang des Ersten Weltkrieges ist ohne die bereits vorhandene und weit verbreitete völkische Ideologie nicht erklärbar. Die völkische Ideologie ist in großen Teilen der Bevölkerung fest verankert, insbesondere bei den Gebildeten des (Groß)Bürgertums. Dies ist erstaunlich, da echte Wissenschaft zur Demokratie und nicht zum Faschismus führt, denn echte Wissenschaft ist liberal, also demokratisch. Wahrscheinlich reicht Aufklärung nicht aus, eine Resistenz gegen Faschismus zu erzeugen.
Unterschiede zwischen Sozialismus, Liberale Demokratie und Faschismus:
Anarcho-Syndikalisten entwickeln sich im Laufe der Zeit zu Faschisten.
Bonmot der demokratischen Sozialisten: Die freie sozialistische Revolution wird im Jahr 3000 ausbrechen.
Faschistische Ideologie, Ansichten und Tatsachen:
Der Klassenkampf wird zum Kampf der Nationen uminterpretiert. Viele Sozialisten werden Faschisten, darunter Mussolini. Der Faschismus ist totalitär und Resultat des Versagens der liberalen Staatskunst, eine Revolte der jungen Generation: Niemand opfert sein Leben für 30 Sitze im Parlament! Faschisten und Kommunisten kämpfen gemeinsam gegen Bürgerliche. Ein Monarchist ist kein Faschist, da konservativ, statt brutal. Der Faschismus ist die erste Umweltschutzbewegung des 20. Jahrhunderts! Der Faschismus ist eine Bewegung und keine Partei! Im Faschismus ist der Mensch integraler Teil eines organischen Ganzen. Der Staat ist alles, der Einzelne ist nichts (Nordkorea, SU unter Stalin, Hitlerdeutschland).
In einer Demokratie werden laut faschistischer Lehre die Menschen nicht überzeugt, sondern manipuliert. Die bürgerliche Gesellschaft ist die Folge der mittelalterlichen Ständeordnung. Empathie hat Vorrang vor dem Denken. Intellektualismus erzeugt Individualismus und verdrängt die Urinstinkte des Menschen. Faschismus ist die Überwindung der Banalität der bürgerlichen Welt. Die politischen und wirtschaftlichen Misserfolge des Marxismus führen zwischen beiden Weltkriegen zur Verbreitung des Faschismus. Die Planwirtschaft wird im Faschismus nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus praktischen Erwägungen eingeführt. Die Legislative dient im Faschismus nur der Überwachung der Exekutive. Der Faschismus kennt keine Gewaltenteilung. (Bis heute gibt es im postfaschistischen Deutschland keine echte Gewaltenteilung!)
Nation statt Proletariat! Folge: kein Proletariat => keine Klassen => kein Marxismus => keine Revolution => keine Klassenkämpfe mehr! Der moderner Sozialismus führt zum Faschismus. Faschismus versteht sich als autoritäre Demokratie, totalitär, jedoch nicht notwendigerweise rassistisch.
Die Schwäche der bürgerlichen Rechten führt in Spanien zum Faschismus. Die Wiege des Faschismus ist Frankreich. Faschismus entsteht in Frankreich durch eine links-rechts Querfront. Neue Ökologie: Antirationalismus mit Kulturpessimismus und Gewalt mündet in Faschismus!
Zusammenfassung:
Wir leben in Europa nicht in einer postfaschistischen, sondern in eine präfaschistischen Ära. Die Übergänge von Demokratie zum Faschismus sind fließend. Der sich ausbreitende Ökologismus kennt viele Eigenschaften, die zum Faschismus führen werden. Vielleicht ist es schon zu spät.
Wer nicht aus der Geschichte lernen will, wird gezwungen, sie zu wiederholen.
Sternhells Essay ist eine herausragende Einführung in die Ideologie des Faschismus. Es ist die leicht verständliche Sprache, die sich einem Szientismus verwehrt, die es den Leser*innen einfach macht, in dieses schwierige, weil emotionale Thema vorbehaltlos einzusteigen. Es ist eine gelungene Einführung, weil es wesentliche Elemente der Faschistischen Ideologie benennt und in den (historischen) Zusammenhang stellt. Von der Faschistischen Ideologie als Geburt der intellektuellen Krise nach 1890, der Verschmelzung von Nationalismus, Sozialismus und Anti-Liberalismus, dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, dem Konzept des Neo-Sozialismus und nationalistischem Sozialismus bis hin zum Totalitarismus als eschatologischem Heilsversprechen.
Faschismus ist dabei nicht der völkische Nationalsozialismus, der vielmehr eine bestimmte Ausprägung faschistischer Ideologie war. Der Nationalsozialismus spielt im Essay von Sternhell keine Rolle. Und das ist auch gut so, würde es doch zu sehr auf historische Spezifika verengen, die die neue Rechte gelernt hat (öffentlich) zu verneinen. Die faschistische Ideologie hingegen, durchdringt die Reden und Einstellungen der Neuen Rechten.
Faschismus als Vernichtungsideologie
Die faschistische Ideologie schafft eine Welt mit festen Prinzipien, „befreit vom Zweifel und gereinigt von fremden Einflüssen“. Ein Wesenselement von Verschwörungstheorien: die Befreiung vom Zweifel, die Entlastung von der Anspannung der Ambivalenz. Der Zwang zur Eindeutigkeit, alles Differenzierende negierend und damit die Realität wie sie ist, verweigernd. Der Faschismus ist nicht nur Anti-Intellektuell und Anti-Rational, er ist Anti-Faktisch, er ist eine Gegenrealität, in der alles möglich und denkbar erscheint, in der es keine Gegensätze gibt, weil alles nivelliert und banalisiert wird. Das Orwellsche Zwiedenk oder Doppeldenk ist Strukturmerkmal faschistischer Wahrnehmung. Faschismus ist die Revolte gegen Verstand und Anstand, gegen Moral und Aufklärung, gegen die Werte der bürgerlichen Gesellschaft und der Demokratie. Und was nicht verleugnet oder zynisch umgekehrt werden kann, muss vernichtet werden, muss aus der Realität ausgelöscht werden.
„Zum Kult des Krieges und der physischen Gefahr gesellten sich die Verehrung der Brutalität der Stärke und der Sexualität und natürlich die Verachtung für jeden, der an vernünftige Argumente und die Gültigkeit von Statistiken glaubte.“
Hier finden sich die Kategorien der F-Skala wieder. Der Faschismus-Skala wie sie Fromm, Adorno, Frenkel-Brunswik u.a. entwickelten, um die Autoritäre Persönlichkeit zu erforschen. Sternhells Essay ist keine philosophische Einführung, sondern eine sozio-historische Grundlegung, deren empirische Validität sich zum Beispiel in den Arbeiten der Frankfurter Schule wiederfindet aber auch in unzähligen neueren Studien zum Autoritären Charakter, in Rechtsextremismusstudien oder den großartigen Arbeiten zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in den „Deutschen Zuständen“ von Heitmeyer.
„Faschismus bedeute Stärke, Bereitschaft zum Dienen, zum Gehorsam, Autorität, Selbstverleugnung.“
Es fehlt Sternhell also keineswegs an Aktualität. Er beschreibt historische Prozesse und zugleich paradigmatische Strukturen. Faschismus als Krisenideologie, die jederzeit wieder aktualisiert werden kann. Und wie wir gegenwärtig sehen, auch aktualisiert wird.
Faschismus als Krisenideologie
Noch ist es nicht zu spät die Prozesse aufzuhalten. Noch hat die Rechte nicht den Schulterschluss zu den Faschisten abgeschlossen. Sternhell beschreibt dies am Ende des Essays eindringlich und es muss uns eine Warnung sein. Denn wenn zu den gegenwärtigen weltweiten Problemen eine ernstzunehmende Krise tritt, dann kommt wieder die große Chance des Faschismus als sinnstiftende und rettende Ideologie. Dann wird die vermeintliche Schwäche des alten Systems, der liberalen und sozialen Demokratie, zur monokausalen Ursache des Übels ausgemacht. Und man darf sich da nichts vormachen. Faschismus heißt Krieg. Immer und unausweichlich. Und auf genau diesen Krieg bereiten sich weite Teile der neofaschistischen Rechten bereits vor. So unglaublich es klingt, aber der Löschkalk liegt bereit.
Es ist dringend an der Zeit wieder ernsthaft über Faschismus zu reden. Nicht als Kampfbegriff in politischen Auseinandersetzungen, sondern als begriffliches Werkzeug zur Analyse gegenwärtiger Veränderungen. Zeev Sternhells Einführung in die Faschistische Ideologie kann dabei, dank dem Verbrecher Verlag, wieder als Pflichtlektüre gelten.
Zeev Sternhells „Faschistische Ideologie“ wurde erstmals 1976 als Essay veröffentlicht und ist nun in überarbeiteter Neuausgabe beim Verbrecherverlag erhältlich.



