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Der Fangschuß Gebundene Ausgabe – 26. Juni 2004

3.4 von 5 Sternen 18 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es war fünf Uhr früh. Es regnete. Erich von Lhomond,
der vor Saragossa verwundet und dann auf
einem italienischen Lazarettschiff behandelt worden
war, wartete am Bahnhofsbüfett von Pisa auf den Zug
nach Deutschland. Trotz seiner vierzig Jahre war er von einer
entschiedenen, in ihrer harten Jugendlichkeit gleichsam
versteinerten Schönheit. Französischen Ahnen, einer baltischen
Mutter und einem preußischen Vater verdankte er seine
hellblauen Augen, seine hohe Gestalt, sein anmaßendes
sparsames Lächeln und jenes Hackenschlagen, das ihm jedoch
durch seinen gebrochenen bandagierten Fuß einstweilen
unmöglich gemacht wurde. Es war die Dämmerstunde,
in der schöne Seelen zu Bekenntnissen und Verbrecher zu
Geständnissen neigen und in der selbst schweigsame Menschen
gern Geschichten erzählen oder Erinnerungen auskramen,
um nicht einzuschlafen. Erich von Lhomond, der
stets hartnäckig auf der rechten Seite der Barrikade geblieben
war, gehörte zu jener Art Männern, die 1914 zu jung
waren, als daß sie die Gefahr anders als nur oberflächlich
kennengelernt hätten, und die sich dann in den europäischen
Wirren der Nachkriegszeit aus innerer Rastlosigkeit
und aus dem doppelten Unvermögen, zu genießen
oder zu verzichten, in Glücksritter verwandelt hatten, jederzeit
bereit, irgendeiner halbverlorenen oder halbgewonnenen
Sache ihre Dienste anzubieten. Er hatte sich an den
verschiedenen Bewegungen beteiligt, die schließlich in Mitteleuropa
Hitler an die Macht brachten. Man hatte ihn im
Gran Chaco und in der Mandschurei gesehen; und ehe er
in Francos Dienste trat, hatte er ein Freiwilligenkorps kommandiert,
das in Kurland gegen die Bolschewiken gekämpft
hatte. Sein verletzter und wie ein Wickelkind bandagierter
Fuß lag schief auf einem Stuhl. Während er sich unterhielt,
spielte er zerstreut mit seiner altmodischen goldenen Arm-
banduhr, die so übertrieben groß und geschmacklos war,
daß man den Mut, sie am Handgelenk zu tragen, beinahe
bewundern mußte. Er hatte den Tick, von Zeit zu Zeit mit
der flachen rechten Hand, an der er einen schweren Siegelring
trug, auf den Tisch zu schlagen. Dann klirrten jedesmal
die Gläser, seine beiden Kameraden fuhren zusammen,
und der pausbäckige, kraushaarige italienische Kellner hinter
dem Büfett fuhr aus dem Schlaf. Er mußte mehrmals seine
Erzählung unterbrechen, um mit schneidender Stimme
einen einäugigen Droschkenkutscher anzufahren, der alle
Viertelstunden, triefend wie eine Dachrinne, hereinkam,
um ihn zu einer nächtlichen Fahrt nach dem "schiefen
Turm" aufzufordern. Einer seiner Zuhörer benutzte diese
Störung, um einen neuen "schwarzen Kaffee" zu bestellen.
Man hörte ein Zigarettenetui klappen und sah, wie der
Deutsche, der plötzlich ganz müde und erschöpft zu sein
schien, seine endlose und eigentlich nur ihm selber geltende
Beichte unterbrach und sich mit hochgezogenen Schultern
über sein Feuerzeug beugte.
"Die Toten", heißt es in einer deutschen Ballade, "reiten
schnell" - die Lebenden tun's manchmal auch. Nach
fünfzehn Jahren erinnere ich mich nur dunkel an die wirren
Episoden jenes Bürgerkrieges gegen die Bolschewiken,
den wir in Livland und Kurland führten und der wie eine
tückische Krankheit oder ein halb erloschenes Feuer fortwährend
wieder aufflammte. Jede Gegend hat übrigens ihren
eigenen Krieg, der, wie ihr Roggen und ihre Kartoffeln,
ein Produkt des Landes ist. Ich habe die zehn ereignisreichsten
Jahre meines Lebens dortselbst mit Kommandieren zugebracht,
in jenem verlorenen Winkel, dessen russische, lettische
oder deutsche Ortsnamen keinem europäischen oder
sonstigen Zeitungsleser irgend etwas sagen. Birkenwälder,
Seen, Rübenfelder, kleine unsaubere Städtchen, verwanzte
Dörfer, wo unsere Leute manchmal ein Schwein zum Abstechen
fanden; alte Herrenhäuser, die drinnen geplündert
und draußen zerkratzt waren von Kugeln, die den Besitzer
und seine Familie getötet hatten; jüdische Wucherer, die von
der Gier nach Geld und von der Angst vor den Bajonetten
hin und her gerissen wurden; Armeen, die sich auflösten in
Abenteurerbanden, von denen jede mehr Offiziere als Soldaten
besaß neben der üblichen Anzahl von Narren, Propheten,
Spielern, anständigen Leuten, braven Burschen, Trotteln
und Trinkern. Was die allgemein übliche Grausamkeit
betraf, so hatten die roten Henker, lauter höchsterprobte
Letten, eine Kunst des Folterns ausgebildet, die der großen
mongolischen Tradition entschieden Ehre machte. Die sogenannte
"Marter der chinesischen Hand" war ausschließlich
für Offiziere reserviert wegen ihrer weißen Handschuhe, die
übrigens bei dem Zustand von Elend und Erniedrigung, in
dem wir alle lebten, längst legendär geworden waren. Damit
man einen Begriff von der raffinierten Erfindungsgabe
menschlicher Bosheit bekommt, will ich nur soviel sagen,
daß dem Patienten die abgezogene Haut seiner eigenen
Hand um die Ohren geschlagen wurde. Ich könnte noch andere,
schrecklichere Einzelheiten berichten; aber das sind
Dinge für Sadisten und neugierige Gaffer. Die schlimmsten
Beispiele von Brutalität haben meist nur die Wirkung, den
Zuhörer noch etwas mehr zu verhärten; und da das menschliche
Herz sowieso schon die Weichheit eines Steines besitzt,
so halte ich es für überflüssig, mich in dieser Richtung noch
weiter zu bemühen. Unsere eigenen Leute waren sicherlich
nicht weniger erfinderisch, während ich selber mich in den
meisten Fällen mit einem einfachen Todesurteil zu begnügen
pflegte. Grausamkeit ist ein Luxus für Müßiggänger,
wie Rauschgifte und seidene Hemden. Auch in der Liebe
bin ich, nebenbei bemerkt, fürs klassisch Einfache.


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

TOP 1000 REZENSENTam 19. Mai 2015
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. März 2008
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am 10. Juli 2006
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 19. Juli 2004
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