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Mascha ist ein junges Mädchen, das die Freundschaft zu ihrem 20 Jahre älteren Bekannten Sergej seit Jahren pflegt. Doch eines Tages merken beide, dass sie eine Zuneigung füreinander hegen. Mascha heiratet Sergej, zieht mit ihm aufs Land und geht nur gelegentlich nach Petersburg, um die Gesellschaft rund um den Adel zu genießen. Sie merkt jedoch, dass die Liebe, die sie mit ihrem Mann früher erlebte, nicht mehr die selbige ist und verzweifelt. Mascha bekommt einen Sohn, doch das Mutterglück währt nur kurz an, bald fühlt sie sich wieder einsam und vergessen, da ihr Leben sich ihrer Meinung nach vollkommen geändert hat...

Ein sehr kurzer und bündiger Roman des Autors von "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina". Der Text wurde im 19. Jahrhundert in einer Zeitschrift abgedruckt und erlangte von Kritikern eine gute Bewertung. Der schärfste Kritiker jedoch war Tolstoi selbst und er fand immer etwas zum Verbessern an seinen Werken. Diese Ausgabe von Fischer-Klassik enthält nebst "Familienglück" unter anderem noch Anmerkungen, eine editorische Notiz, ein Nachwort zur Ausgabe und Daten zu Leben und Werk. Der Roman ist sehr einfühlsam geschrieben, er überzeugt vor allem durch die prächtige und bunte Atmosphäre der Frühlingsdüfte- und lüfte und den miteingesponnen Gefühlen von Mascha, die als Ich-Erzählerin fungiert. Das Buch umschreibt die verschiedenen Glücksphasen in einem Leben: die Verliebtheit, Sehnsucht, Liebe, Eifersucht, Verfremdung, Mutterglück, älter werden etc. Das alles ist darin verpackt und soll in Frage stellen, was nun Glück im menschlichen Leben wirklich bedeutet.

Ich finde der Roman ist eine nette Lektüre für zwischendurch, doch wirklich ganz umgehauen hat es mich nicht, denn obwohl viel Drama und Leid in der Gefühlswelt Maschas herrscht, fehlte mir noch etwas mehr davon. Nichtsdestotrotz bin ich vollauf begeistert von Tolstois Schreibstil und werde meine Zeit beim Lesen noch weiteren Werken von ihm widmen. Zudem finde ich die Übersetzung dieses Werkes ziemlich gelungen.

~Bücher-Liebhaberin~
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Wunderschön beschreibt Tolstoi diese zarte Liebesgeschichte. Am Beginn steht nur ein freundschaftliches, von gegenseitiger Sympathie getragenes Verhältnis zwischen dem 36 jährigen Sergej Michajlyc und der 17 Jahre alten Tochter eines verstorbenen Nachbarn. Diese erzählt das Geschehen rückblickend aus einer späteren Lebensphase. Zwischen den beiden entwickelt sich zögernd und allmählich eine tiefere Zuneigung und andere Gefühle, die beide zunächst zu verleugnen suchen. Gefühle können jedoch nicht stillgelegt werden und so ist sich die junge Frau bald ihrer Liebe sicher, und sie fragt sich zugleich bange, ob der andere die gleichen Gefühle für sie hegt.

Der Altersunterschied zwischen den beiden bewirkt, dass der lebenserfahrene Mann zögert, weil er die Schwierigkeiten voraussieht, die dann auch tatsächlich eintreten. Schließlich siegen jedoch die Gefühle über den Verstand.

Mich berühren die Beschreibungen der glücklichen Stunden am Abend, die Freude des Liebespaares, der reine Genuss des Daseins und das reine Glück unbeschwerter Tage auf dem Lande. Wunderbare Tage werden hier erzählt, Tage, wie sie jeder schon einmal unbeschwert und glücklich erlebt hat, ohne Schwülstigkeit oder Sentimentalität. Als Leser ahnt man, dass es sich ' unabhängig vom weiteren Verlauf der Geschichte ' allein wegen solcher Stunden lohnt, zu leben.

Dies Glück lässt sich jedoch nicht festhalten. Tolstoj beschreibt die eintretenden Enttäuschungen in der Ehe. Während der Mann ein ruhiges Glück auf dem Lande erstrebt, will die junge Frau Abwechslung und gesellschaftliche Anerkennung. Die Geschichte erzählt von den notwendigen Wandlungen der Liebe. Die junge Frau muss schmerzhaft erkennen, dass die Phase der ersten Verliebtheit irgendwann verdrängt wird von einer abgeklärteren, ruhigen Liebe, die sich auch auf die gemeinsame Sorge um den Haushalt und die Kinder richtet.

Tolstoj erzählt in dieser kleinen Geschichte seiner mittleren Schaffensperiode, das kein Glück der Welt bleibt und wie das ewige Liebespiel der Geschlechter und die anfängliche hochfliegende Schwärmerei füreinander abgelöst wird durch die gemeinsame Sorge fürs Leben. Jeder kennt das, jeder weiß das, aber wer kann es so schön erzählen wie Tolstoi.

Neben diesem Motiv der ehelichen Liebe und unterschiedlicher Lebensbedürfnisse zweier Menschen erzählt Tolstoi von einem zwar prekären und gefährdeten, aber gleichwohl glücklichen einfachen und ruhigen Leben, das um Ehe und Familie kreist.

Ich sehe in dem Buch keine ungerechtfertigte Abrechnung mit den sinnlosen und leeren Zerstreuungen, die die Gesellschaft zu bieten hat, und auch keine Idealisierung des einfachen, ländlichen Lebens oder der Ehe. Er verschließt ja nicht die Augen vor den Nachteilen, der Langeweile und Eintönigkeit des einfachen Lebens. Tolstoi und mit ihm viele andere erkennen in einer solchen Lebensform nun einmal eine tiefe Wahrheit menschlicher Existenz.

Ein kurzes Nachwort erhellt den biographischen Hintergrund der Erzählung.
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am 29. Januar 2011
In einer wunderschönen bibliophilen Ausgabe hat der Dörlemann Verlag diesen kleinen Roman von Lev Tostoj neu herausgebracht. 1859 erschienen nimmt das Werk schon die grandiose und empfindsame Beobachtungsgabe des einzigartigen Dichters vorweg.

Man vertieft sich sogleich in eine Geschichte, in der es um Sommer, Landleben, Gutbesitz und die Sehnsucht der Protagonistin Marja Aleksandrovna geht, dem langweiligen Landleben zu entkommen. Ihre Eltern sind verstorben, und Katja, die ehemalige Gouvernante, ist ihre einzige Gesprächspartnerin. Hoch erfreut registriert Masa, wie sie genannt wird, die Ankunft ihres viel älteren Vormunds Sergej Michajlyc. Natürlich hält er gebührenden Abstand, kann sich aber dem Zauber des jungen Mädchens auf Dauer nicht entziehen. Eine zarte Liebe entbrennt zwischen den beiden. Masa ist überglücklich, mit der schnell anberaumten Hochzeit mit ihm ihrem perspektivlosen Landleben zu entkommen. Mit ihren überschwänglichen und romantischen Gefühlen wird der erste Teil der Erzählung überschwemmt. Ihr Eheleben erscheint in ihren Augen in einem einzigen Glanzlicht. Natürlich hält diese schwärmerische Phase der ersten Liebe dem langweiligen Landleben mit ihrem älteren Ehemann nicht stand. Überdrüssig und melancholisch strebt sie innerhalb kürzester Zeit schon nach mehr Geselligkeit. Im winterlichen Petersburg ist sie beseligt vom Glück des Erfolgs, auf den großen Bällen mit ihrer makellosen Schönheit Bewunderung hervorzurufen. Kurzweilige und oberflächliche Geselligkeit feiern hier in der großen Stadt Triumphe. Auf diese Weise werden die unterschiedlichen Neigungen der beiden Partner sichtbar. Sergej ist einerseits eifersüchtig und andererseits der leichten Unterhaltung nicht zugänglich.

Tolstoj arbeitet in diesem kleinen Roman seine Vorstellungen von Liebe, Glück und Beziehungen zwischen Mann und Frau heraus. Dass seine Ehe Vorbild für diesen Roman war, liegt auf der Hand. Auch der Dichter war viel älter als seine hübsche junge Frau, die mit ihren Hoffnungen und Vorstellungen von einer gleichwertigen Partnerschaft, wie man in ihrem Roman '"Eine Frage der Schuld'" nachlesen kann, zutiefst enttäuscht wurde.
Lev Tolstoj zeigt einmal mehr sein Können als psychologischer Beobachter, denn keine Liebe übersteht auf Dauer romantisch- schwärmerische Anfangszeiten. Die raue Wahrheit bricht sich Bahn, und die Entfremdung zwischen dem Paar nimmt ihren Lauf. Tolstojs einfühlsame Beobachtungen markieren bereits in dieser frühen Erzählung sein Talent als außergewöhnlicher Dichter. Hinreißende Naturerscheinungen verbunden mit Lebenslust und einer schwärmerischen Begeisterungsfähigkeit wechseln mit Melancholie und Abschiedsgedanken und markieren das Ende einer hoffnungsfrohen und erwatungsvollen Jungmädchenerwartung.

Eine wunderbare Einführung in das Werk Tolstojs ist mit diesem kleinen Büchlein gelungen. L.Tolstoj nimmt mit der Figur der Masa die großen Gestalten seiner Romane "'Krieg und Frieden"' und '"Anna Karenina"' vorweg.

Von der Aufmachung her und in der Übersetzung von Dorothea Trottenberg ist dieses Büchlein ein passendes Geschenk für jede Gelegenheit.
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am 30. Dezember 2004
Als ausgesprochener Liebhaber klassischer russischer Literatur war es natürlich ein Muss für mich, die Neuübersetzung dieses Romans zu lesen. Und vorab: die Übersetzung ist wirklich gelungen, der Text lässt sich leicht und flüssig lesen und gleichzeitig spürt man, dass die Übersetzerin der von Tolstoi beabsichtigten Sprachwirkung - eine der weiträumigen russischen Landschaft entsprechende, gemächlich dahin fließende Erzählung - möglichst nahe kommen möchte.
Der Inhalt des Romans dürfte allerdings nur noch den ausgesprochenen Liebhaber russsicher Literatur begeistern. Die Geschichte der Mascha - als ursprünglich gelangweilte junge Frau, deren Vergnügungsstreben letztlich zu einem inneren Scheitern ihrer Ehe führt - erinnert in wesentlichen Zügen an Effi Briest und ist vielleicht deshalb nicht mehr ganz zeitgemäß. Auch im Vergleich zu den großen Werken Tolstois wie „Krieg und Frieden" oder „Die Auferstehung" besitzt der Roman doch lange nicht die Intensität russischen Lebens. Wer jene Werke gelesen hat, wird in „Familienglück" nichts gravierend Überraschendes und Neues finden - dies sollte aber den Liebhaber klassischer, russischer Literatur nicht schrecken.
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am 15. August 2010
In einem Punkt, aber nur in diesem einen(!), möchte ich meinem Vorgänger-Rezensenten Recht geben: wer inhaltlich Spannung und viel Bewegung erwartet, der wird bei der Lektüre dieses Romans vielleicht enttäuscht sein.
Aber - sprachlich finde ich dieses kleine Buch von Leo Tolstoi zutiefst beeeindruckend! Phänomenal, wie hier Tolstoi es versteht, die intensive Gefühlswelt einer jungen Frau - natürlich in der damaligen russischen Zeit - in Sprache zu fassen! Kleinste zwischenmenschliche Begebenheiten finden virtuos ihren Niederschlag in Worten, dass man als Leser/in stellenweile glaubt, das alles selbst zu empfinden oder ähnlich schon einmal empfunden zu haben.
Fantastisch, wie es Tolstoi gelingt, die zwangsläufige und komplizierte Wendung von der vollkommenen Verliebtheit der zwei Protagonisten hin zur "normalen" Liebe in Sprache zu kleiden. Und das scheint mir das Wesentliche dieses kleinen Romans: unabhängig davon, in welcher Zeit diese Geschichte abläuft, diese Gefühls-Veränderung und darum geht es Tolstoi ja m.E.in erster Linie, lässt sich auf jede heutige Liebe zwischen zwei Menschen übertragen und hat damit an Aktualität nichts eingebüßt.
Darum mein Urteil: unbedingt lesen! Ein wunderbares Buch der leisen, aber umso intensiveren Töne!
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am 25. August 2015
Ich weiß gar nicht, was ich immer noch schreiben soll, um meine Zufriedenheit mit Amazon-Buchkäufen auszudrücken. Es klappt so gut wie immer, nach Preis und Leistung.
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