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Der Fall Heine Taschenbuch – 1. Juni 2000

4.3 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marcel Reich-Ranicki, Professor, Dr. h. c. mult., geboren 1920 in Wloclawek an der Weichsel, ist in Berlin aufgewachsen. Er war von 1960 bis 1973 ständiger Literaturkritiker der Wochenzeitung ›Die Zeit‹ und leitete von 1973 bis 1988 in der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹ die Redaktion für Literatur und literarisches Leben. 1968/69 lehrte er an amerikanischen Universitäten, 1971 bis 1975 war er Gastprofessor für Neue Deutsche Literatur an den Universitäten Stockholm und Uppsala, seit 1974 Honorarprofessor in Tübingen, 1991/92 Heinrich Heine-Gastprofessur an der Universität Düsseldorf. Von 1988 bis 2001 leitete er das ›Literarische Quartett‹. Ehrendoktor der Universitäten in Uppsala, Augsburg, Bamberg, Düsseldorf, Utrecht und München. Goethepreis des Jahres 2002

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Zum Heinrich-Heine-Jahr ist in Deutschland viel Sekundärliteratur erschienen, darunter vieles, was dem sensiblen, aber auch streitbaren Dichter kaum gerecht wird. Reich-Ranickis Buch - eine Sammlung von Aufsätzen, die er über Jahre zu Heinrich Heine geschrieben hat - ist der mit Abstand beste Beitrag über Heinrich Heine. Warum? Es ist das einzige Buch, das ich kenne, das der Persönlichkeit Heines gerecht wird und in dem Einfühlungsvermögen in die äußerst schwierige Situation des gesellschaftlich diskriminierten Juden, der seine polemische Ironie einsetzte, um auf erlittene Verletzungen zu reagieren, bewiesen wird. In diesem Sinne auch ein persönliches Buch (und keine Biographie, wo gezählt wird, wie oft Heine welches Wort benutzt hat).
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Marcel Reich-Ranicki, der jüdische Autor, lässt keinen Zweifel daran, dass er Heine als gesellschatlich künstlerisches Produkt der antijüdischen Ebene des 19.Jh. begreift. Sublimierung von jüdischem Schicksal. Die Emanzipation der Juden zwar zwischenzeitlich auf dem Papier vorhanden, aber die Realität war gänzlich anders. Heine als Jude hineingeboren in die erste Generation beginnender Emanzipation. Die Taufe aus taktischen Gründen, brachte nicht die gewünschte, gesellschaftliche Akzeptanz. Er war somit zwischen beiden Stühlen als nicht akzeptierter, getaufter Christ und "abtrünniger" Jude.
Heine, der zetilebens antijüdischer Schikiane ausgesetzt war, in Paris seine Heimat vor der preussischen Zensur fand.
Reich-Ranicki sieht Heine als Aufklärer, ein kritisch polemischer Geist, vom Rang eines Klassikers.
Zentral die Entprovinzialisierung deutscher Dichtung wie seit Goethe und Schiller nicht mehr, so der Autor.
Heine ein permanentes Ärgernis für jede autoritär nationalistische Struktur, der Widerspruchsgeist in Reinkultur.

Resümee des Rezensierenden:
Heine war das Gegenteil des Untertans, so wie viel später von Heinrich Mann in seinem Roman beschrieben. Damit musste er anecken in einer Gesellschaft, die antijüdische Gesinnung über viele Generationen gespeichert hatte, das Gegenteil von liberal war. Heines Kunst als kompensatorisches Werk intellektueller, auch polemischer Art. Heine dachte, litt, liebte, agierte als Produkt der Tiefenstruktur des 19 Jh. .Auch die jahrelange Auseinandersetzung um die Namensgebung der Uni seiner Geburtsstadt Düsseldorf, ein Paradebeispiel, dass sich an Heine lange die Geister schieden. Professorale Mentalebenen war noch lange nach dem Kriegsende 1945 gegen Heine eingenommen. Diese nazistisch parfümierte Mentalität bestimmte noch lange die Gemengelage.
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Format: Taschenbuch
Das Buch ist wirklich nur zu empfehlen, Reich-Ranicki schreibt sehr flüssig und schön was einem das Lesen zum Genuss werden lässt. Ich hatte kaum Heine gelesen vor diesem Buch und muss sagen durch das was Ranicki erzählt und von Heine schildert fühle ich mich ihm verbunden als hätte ich einen Seelenverwandten gefunden. Seit dem sammle ich Heine mit großer Begeisterung.
Im Allgemeinen ist es so, das Ranicki sich gelegentlich wiederholt, was er jedoch am Ende des Buches damit rechtfertigt, dass die Texte in verschiedenen Jahren entstanden. Etwas irritierend ist Ranickis permanente Erinnerung daran das Heine Jude war, wodurch Ranicki vieles vom Menschen Heine nimmt und es auf den Glauben oder die Religionszugehörigkeit schiebt was ich schade finde. Es mag eine wichtige und große Rolle gespielt haben aber eben nicht nur.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen ! Viel Spaß beim schmökern, aber vorsicht man verspürt danach den unbändigen Drang Heine lesen zu müssen ;)
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Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT am 18. Juli 2016
Format: Taschenbuch
Für viele ist er ein Euphemismus, ein überschätzter Kandidat auf den Posten eines großen deutschen Dichters. Die Ignoranz, sie ist schnell bei der Hand, wenn der Name Heinrich Heine in Literatenkreisen fällt. Dann wird gemäkelt: zu geringer Wortschatz, zu parfümiert, zu heiter, zu einfach, zu sehr Sing-Sang und die schrägsten Reime.

Marcel Reich-Ranicki gelingt es bereits in den ersten Sätzen seines Einleitungsessays den wahren Charakter, die wahre Schönheit und Vortrefflichkeit, die Einzigartigkeit und umfassende Pionierleistung von Heine hervorzuheben, was nicht einmal ein Kunststück ist, denn dieser Dichter war ein Unikum, ein widersprüchliches und leuchtendes. Die einzelnen Verdienste und Qualitäten von Heine werden in den vier Aufsätzen dieses Bandes immer wieder erwähnt, betont und veranschaulicht und auch wenn das Büchlein nicht als „Einführung“ in das Werk von Heine taugt, machen sie Lust darauf, die verschiedenen Teile seines Werks zu erforschen.

Gerade die drei letzten Texte werfen aber auch noch ein weiteres Kapitel der Person Heines auf und forschen nach den Wurzeln, den Antrieben seines Wirkens als Weltliterat, Kritiker und erotisch-sinnlicher Dichter. Eine große Rolle spricht Reich-Ranicki hier Heines emanzipiertem Judentum zu, ja macht es sogar zum Dreh- und Angelpunkt seiner geistigen Biographie. Im Zuge dieser Theorie gelingen viele Einblicke in Heines Persönlichkeit und es scheint am Ende gar nicht mehr so verwegen, Heine als Dichter der nie gefundenen Heimat, als ewig Unassimilierten zu sehen, der die Abweisung der Gesellschaft in seinen Liebesgedichten verarbeitet hat.

Um von Heine begeistert zu sein, muss man ihn selbst lesen. Aber um eine Ahnung dieser Begeisterung zu bekommen und auch ein bisschen mehr Background zu haben, lohnt es sich, diese gesammelten Aufsätze von Reich-Ranicki zu lesen.
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