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Kommentar: 1. Aufl. Pp. Halle (Saale) : Mitteldt. Verl., 2006. 302 S. ; 22 cm Remittendenexemplar , Kanten evtl. etwas bestoßen, als Mängelexemplar gekennzeichnet, vorrätig, schneller und zuverlässiger Versand garantiert . modAnOn 9783898123488
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Fahrschein bis Minto. Erzählungen aus Indien und Amerika Gebundene Ausgabe – Illustriert, 1. September 2006

5.0 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Gebundene Ausgabe, Illustriert, 1. September 2006
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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sohrab Homi Fracis, Jahrgang 1958, geboren und aufgewachsen in Bombay, siedelt 1985 in die USA über. In seiner neuen Heimat arbeitet er zunächst als Computerprogrammierer, ehe er an der University of North Florida Englisch studiert und anschließend dort zehn Jahre Literatur und Creative Writing unterrichtet. Der Erzählband »Fahrschein bis Minto« ist sein literarisches Debüt, für das er im Jahr 2001 als erster indischer Autor den renommierten Iowa Short Fiction Award erhält. Fracis lebt und arbeitet als Autor in Jacksonville/Florida.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Immer schön im Takt

Es war noch Zeit, dachte Miss Davar, als sie aus dem Fenster ihres Wohnzimmers spähte, und rückte ihre perlgraue Brille auf der knochigen Nase und hinter den Ohren zurecht, die vom widerspenstigen, grauen Haar versteckt waren. Wegen des Lichts musste sie blinzeln und noch war nichts von dem Jungen der Commissariats zu sehen, und so zog sie den Vorhang zu und ging zurück zu ihrer Tasse Tee und den Zitronentörtchen. Der Tee, eine feine Mischung aus dem Hause Brooke Bond, hatte ein klein wenig seiner Temperatur an das schon warme Zimmer abgegeben, in dem es um den unmerklichen Bruchteil eines Grades heißer geworden sein musste. Die Törtchen von Horseshoe waren kleine Zuckerbomben, doch sie weckten die Erinnerung an jene Morgen, als Vater noch lebte und das Geld nie auszugehen schien. Sie zog eine schrumpelige Stelle ihres Hauskleides straff, ließ wieder los und sah zu, wie der bedruckte Stoff erneut knitterte. Zu spät, um es jetzt noch zu bügeln. Nach der Unterrichtsstunde mit Zubin Commissariat würde sie ein anderes Kleid anziehen; dem Jungen würden ein paar Falten mit Sicherheit nicht auffallen.
Ohnehin kümmerte es sie heutzutage weniger, wie sie aussah - sie war zu alt für kleine Eitelkeiten. Und viel zu eigenbrötlerisch. Meine Güte, wie herrlich doch alles gewesen war, bevor die Briten abgezogen waren; danach war es mit dem ganzen Land bergab gegangen. Kaum einer schaute mehr auf zu den Parsen. Weit entfernt davon, in den Adelsstand erhoben zu werden, trieben andere Inder zuweilen sogar ihren Spaß mit ihnen. Oy, Bawaji, kem Bawaji. Es war so ärgerlich. Und so falsch von Vater, damals ihr ganzes Geld (größtenteils Mutters Erbe) nach und nach auszugeben und ihr gegenüber mit keinem Wort zu erwähnen, dass es zur Neige ging. Nach all den Jahren, in denen sie bei ihm geblieben war und niemanden geheiratet hatte - auch dann nicht, als Jamshed Wacha und Rusi Masani sich als so leidenschaftliche, derart großzügige und anständige Jungs gezeigt hatten. Es ärgerte sie, wenn sie daran dachte, wie Vaters nichtswürdige Freunde aus dem Parsi Gymkhana mit langen Gesichtern in den Türmen des Schweigens aufgetaucht waren, nachdem sie ihm jeden Abend an den Spieltischen sein Geld aus der Tasche gezogen hatten. Der alte Edulji Bharucha, der sich unaufhörlich von Vater und den anderen Geld lieh, es nie zurückzahlte und seine Schulden mit ins Grab nahm, als sie versucht hatte, sie wieder einzutreiben. Alles war so erniedrigend: Rusis Einladung zu seiner Hochzeit (als wenn sie jemals hingegangen wäre - wie sehr hatte sie sich in jener Nacht in den Schlaf geweint), oder ihm und Armaiti in die Arme zu laufen, bei Konzerten oder zu anderen Anlässen, wo sie mit ihren wunderbaren Kindern und inzwischen sogar Enkelkindern auftauchten und fröhlich drauflosplauderten. Oh, hallo Nergis. Kinder, sagt guten Tag zu Tante Nergis. Die alte Hindujungfer Tante Nergis.
»Meine Güte, Nergis«, sagte Vera dann, und riss sich von ihrer eigenen fröhlichen Kinderschar los, um ihrer alten Freundin aus der Klosterschule eine Minute Gesellschaft zu leisten. »Wie gut ihm sein Alter steht. Weißt du noch, wie hoffnungslos verliebt er damals in dich war? Rosen, Pralinees, Bücher, was nicht alles?«
»Das ist ewig her, Vera.« Sie setzte ihre gleichgültigste Miene auf. »Nur du denkst noch daran.«


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am 21. November 2006
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 1. November 2006
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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