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Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist | Der Bestseller zum Erreichen einer offenen Geisteshaltung für Ansichten und Urteile, die nur auf soliden Fakten basieren Kindle Ausgabe
| Hans Rosling (Autor) Finden Sie alle Bücher, Informationen zum Autor und mehr. Siehe Suchergebnisse für diesen Autor |
Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Es gibt immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch.
Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht, wie der geniale Statistiker und Wissenschaftler Hans Rosling erklärt. Wer das Buch gelesen hat, wird
• ein sicheres, auf Fakten basierendes Gerüst besitzen, um die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist
• die zehn gängigsten Arten von aufgebauschten Geschichten erkennen
• bessere Entscheidungen treffen können
• wahre Factfulness erreichen – jene offene, neugierige und entspannte Geisteshaltung, in der Sie nur noch Ansichten teilen und Urteile fällen, die auf soliden Fakten basieren
- SpracheDeutsch
- HerausgeberUllstein eBooks
- Erscheinungstermin6. April 2018
- Dateigröße31981 KB
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Hans Rosling, geboren 1948 in Uppsala, gestorben im Februar 2017, war Professor für Internationale Gesundheit am Karolinska Institutet und Direktor der Gapminder-Stiftung in Stockholm. Er war zudem Gründungsmitglied von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Schweden und Mitglied der Internationalen Gruppe der Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Zusammen mit seinem Sohn Ola Rosling und seiner Schwiegertochter Anna Rosling Rönnlund gründete Hans Rosling die Gapminder-Stiftung.
Anna Rosling ist die Schwiegertochter von Hans Rosling und Mitbegründerin der Gapminder-Stiftung.
Ola Rosling ist der Sohn von Hans Rosling und Mitbegründer der Gapminder-Stiftung.
Hans Freundl, geb. 1957, übersetzt Sachbücher aus dem Englischen, u.a. von David Graeber, Nelson Mandela und Bob Woodward.
Hans-Peter Remmler, geb. 1957, übersetzt Sachbücher aus dem Englischen und Spanischen, u.a. von William Drozdiak und Neil deGrasse Tyson. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Buchrückseite
»FACTFULNESS ist ein Buch, das Hoffnung macht.« BARACK OBAMA Die Tests des genialen Statistikers und Wissenschaftlers Hans Rosling haben es vielfach belegt: Viel zu viele Menschen haben ein völlig verzerrtes, meist allzu düsteres Bild von der Welt. Diese Sichtweise beeinflusst nicht nur ihr Denken, sondern auch ihr Handeln – und zwar nachteilig. Doch Rosling zeigt: Fakten helfen. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie • ein sicheres, auf Tatsachen basierendes Gerüst zum Verständnis der Welt besitzen • bessere Entscheidungen treffen können • nur noch solche Ansichten teilen und Urteile fällen, die auf soliden Fakten basieren »Eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe.« BILL GATES
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: perfect.Von der Marke
Bücher Neuerscheinungen
Produktbeschreibung des Verlags
Hans Rosling hat es so eindringlich gezeigt wie niemand zuvor:
Wenn wir Menschen Fragen über den Zustand der Welt beantworten sollen, liegen wir regelmäßig falsch – egal, ob es um das Bevölkerungswachstum, den Anteil der Menschen in extremer Armut oder die allgemeine Schulbildung von Mädchen geht. Selbst Schimpansen, die ihre Aussagen per Zufall treffen, liefern mehr richtige Antworten als Nobelpreisträger, Investmentbanker und andere Entscheidungsträger. Woran liegt das? Roslings Erkenntnis: Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht. Zusammen mit seinen Mitautoren Anna Rosling Rönnlund und Ola Rosling entwirft er ein revolutionäres Programm, mit dem wir endlich zu den Fakten zurückkehren und die Welt so sehen können, wie sie tatsächlich ist – und nicht, wie wir glauben, dass sie ist.
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|---|---|---|
| Factfulness | Wie ich lernte, die Welt zu verstehen | |
| Erscheinungstermin | 30.08.2019 | 27.09.2019 |
| Themen | Der Leitfaden | Die Autobiografie |
Produktinformation
- ASIN : B077K69VX2
- Herausgeber : Ullstein eBooks; 11. Edition (6. April 2018)
- Sprache : Deutsch
- Dateigröße : 31981 KB
- Text-to-Speech (Vorlesemodus) : Aktiviert
- Screenreader : Unterstützt
- Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
- X-Ray : Nicht aktiviert
- Word Wise : Nicht aktiviert
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 480 Seiten
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12,565 in Kindle-Shop (Siehe Top 100 in Kindle-Shop)
- Nr. 3 in Philosophie & Technikkritik (Kindle-Shop)
- Nr. 4 in Verschiedenes Naturwissenschaften & Technik
- Nr. 18 in Philosophie & Technikkritik (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Hans Rosling, geboren 1948 in Uppsala, gestorben im Februar 2017, war Professor für Internationale Gesundheit am Karolinska Institutet und Direktor der Gapminder-Stiftung in Stockholm. Er war zudem Gründungsmitglied von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Schweden und Mitglied der Internationalen Gruppe der Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Zusammen mit seinem Sohn Ola Rosling und seiner Schwiegertochter Anna Rosling Rönnlund gründete Hans Rosling die Gapminder-Stiftung.
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Kundenrezensionen
Rezension aus Deutschland vom 14. Februar 2022
Spitzenbewertungen aus Deutschland
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Das ist ein sehr hoher Anspruch. Wenn der Autor diesem Anspruch gerecht werden kann, umso besser. Lassen Sie uns schauen, auf welche Art er das versucht.
Zu allererst lässt er jeden Leser spüren, wie sehr seine subjektive Wahrnehmung von der "Realität" abweicht. Das tut er sehr geschickt, indem er die Leser Prozentzahlen aus irgendwelchen Statistiken erraten lässt. Er gibt sogar noch die passende Hilfestellung per Multiple-Choice. Das Ergebnis ist immer dasselbe, nicht nur ein bisschen daneben, sondern komplett daneben. Und, wie weit man daneben liegt, hängt vom Bildungsgrad ab. Die Akademiker schneiden am schlechtesten ab, die "Schimpansen", die die Aufgabe nur mit blindem Zufallsankreuzen bewältigen, haben die besten Hitraten. Je höher der IQ, desto stärker scheint die Wahrnehmung der Welt verzerrt zu sein! Das ist er erste Eindruck! Das ist doch sehr seltsam und bedarf einer Klärung.
Keine dieser Prozentzahlen kann man überprüfen, man bekommt nie die vollen statistischen Daten zu Gesicht. Hm. Seltsam. Dann fragt man sich, wo die Statistiken denn herkommen? Auf Seite 41 findet man endlich die Antwort, sie kommen von der Weltbank und von der UNO. Was macht der Autor? Er guckt sich die Welt nur durch die Weltbank-Brille und UNO-Brille an, alle anderen Informationsquellen lässt er weg. Hm. Sehr bedenklich. Er läuft mit Super-Scheuklappen durch das Leben, und hofft trotzdem damit erkennen zu können, wie die Welt wirklich ist. Kann das gelingen, wenn man die meiste Information ignoriert?
Der Autor macht auch keinerlei Anstrengungen die Vertrauenswürdigkeit dieser beiden Datenquellen zu überprüfen. Auf Seite 41 steht, ich zitiere: "Ich verwende gewöhnliche Statistiken, die von der Weltbank und den Vereinigten Nationen erstellt werden. Diese sind unumstritten. Diese Tatsachen stehen nicht zur Diskussion. Ich habe Recht, und Sie haben Unrecht." Hm. So einfach geht das! Diese Daten werden einfach als richtig deklariert! Doch, genau das muss man hinterfragen, einfach damit man nicht aus Garbage-In, Garbage-Out-Schlüsse zieht. Die Arbeitsfelder der Weltbank kenne ich noch nicht und habe auch nicht die Zeit um das zu recherchieren. Ich beschränke mich deshalb auf die UNO. Vor der Lektüre dieses Buches dachte ich, das Haupt-Business der UNO wäre Friedenssicherung. Nun sieht es eher so aus, als wäre die UNO so eine Art Weltamt für Statistik. Sie hat für jeden Hennenpubs eine Statistik und zwar für jedes Land. Schon alleine die Datenerhebung muss Unmengen Geld gekostet haben. Und wenn viel Geld im Spiel ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für Unkorrektheiten an. Auch Fragen, wie man aus einem Land mit totalitärem Regime korrekte Statistik-Daten bekommt, bleibt unbeantwortet. Warum sollte ein afrikanischer Diktator, der gerade mit seinem Nachbarstaat Krieg führt, korrekte Daten abliefern, z.B. wieviele Mädchen die Grundschule besuchen? Vor allem dann, wenn der Diktator an Gleichberechtigung gar nicht interessiert ist!
Vielleicht sollten wir nochmal einen Schritt zurückgehen und uns fragen, wie wir wahrnehmen? Wir haben dazu unsere 5 Sinne, sehen zuerst was in unserer Familie passiert, bei unseren Verwandten und Freunden, in unserer Stadt, an unserem Arbeitsplatz, und inzwischen zu einem sehr hohen Maß durch die Medien (Radio, TV, Internet). Wir wissen aus Erfahrung, dass unsere Sinne nicht fehlerfrei arbeiten, sie können uns in manchen Situationen auch täuschen. Und wenn viel Information auf uns hereinprasselt, kann es auch durch Überlastung ebenfalls zu Fehlfunktionen kommen. Es wäre also geschickt, wenn wir für die Wahrnehmung ein Gütemaß finden könnten, das zum Ausdruck bringt, wie korrekt oder realistisch die Wahrnehmung ist.
Bei den physikalischen Messgrößen benutzen wir dazu Messmittel. Das sind Hilfsmittel, die unsere Sinne erweitern und oft auch viel präziser funktionieren. Man kann mit einem Voltmeter die Spannung einer Autobatterie messen. Mit unserer Originalausstattung (Zunge) können wir nur ein vages Kribbeln spüren. Ein Voltmeter kann dagegen den Spannungswert locker auf 0.1 Promille genau ermitteln. Je nach Messgröße und Messgerät kann die erreichbare Genauigkeit sehr unterschiedlich sein. Eine Küchenwaage für 7,99€ kann die Masse eines Apfels nur auf 10g genau bestimmen, was ungefähr einer Genauigkeit von 5% entspricht.
Welches Messmittel setzt der Autor ein, um die Qualität unserer Wahrnehmung der Welt zu messen? Er macht das mit einer statistischen Datenerhebung. Das mag auf den ersten Blick plausibel und vernünftig erscheinen. Wenn man die Zahlen einmal hat, an denen kann man nicht mehr herumdeuteln! Viele Menschen messen den Zahlen einen objektiven und unverrückbaren Wahrheitsgehalt bei. Sie werden in aller Regel nicht mehr hinterfragt. Aber zurück zu unserem eigentlich Problem. Mit welcher Genauigkeit kann man, per statistischer Datenerhebung, herausfinden, wie die Welt wirklich ist? Geht das überhaupt? Und wenn ja, mit welcher Genauigkeit? Oder etwas anders formuliert: Wie gut kann man, mittels statistischer Datenerhebung, messen oder irgendwelche objektiven Aussagen machen?
Um das Potential von Statistiken abschätzen zu können, sollten wir jetzt einen Ausflug zur SWR Mediathek (swrmediathek.de) machen und dort das Video "Wenn Zahlen lügen" vom 10.08.2017 ansehen. Dort macht ein Professor mit seinen Studenten ein sehr interessantes Experiment. Die Studenten sollen sich Fragen ausdenken und dann auf dem Markplatz eine Umfrage durchführen. Nach der Datenerhebung soll untersucht werden, welche Erkenntnisse man daraus ziehen kann! Wie gesagt, die erhobenen Rohdaten sind zu 100% echt. Was soll/kann man aus den langen Zahlenkolonnen ableiten? Da kommen locker ein paar Kilobyte Roh-Daten zusammen, wo man keineswegs sofort erkennen kann, was darin verborgen ist. Die Aufgabe, die Daten zu sichten, übernehmen die Studenten. Jeder für sich. Und was ist das Resultat: Bei n-Studenten kommen n-verschiedene Ergebnisse heraus, die sich sogar teilweise widersprechen. Und man staune, jeder Student kann seine Aussage an Hand der Roh-Daten belegen! Hm. Da ist Vorsicht angebracht. Wir müssen erkennen, der Vorgang des Datensichtens ist kein objektiver, sondern ein extrem subjektiver Vorgang. Damit ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet, mit nur wenigen Tricks: Selektieren, gruppieren, mitteln, spezielle Arten der Darstellung kann man beliebige Eindrücke erzeugen. Man kann beliebige Dinge aus den Roh-Daten herauslesen, oder aber auch hineininterpretieren! Das Schlimme daran ist, dass man dabei nicht einmal lügen muss, denn die Roh-Daten bleiben ja unverändert, und kaum einer wird es merken!
Kein Mensch würde mit einem Voltmeter, das so eine eingebaute subjektive Interpretiereinheit hätte, eine Spannung messen. Nur der Autor macht das immer so, hat das sogar zu seinem Lebensinhalt gemacht. Hm. Sehr bedenklich.
Was kommt aus so einer Datenerhebung, mit anschließender Auswertung, typischerweise heraus? Hinter jeder Statistik steht ein Auftraggeber, der bereit ist, sehr viel Geld auszugeben. Da sollte man sich stets fragen: Was ist sein Motiv? Was will er damit erreichen? Die Datenauswertung wird von Menschen gemacht, die Geld verdienen müssen. Und diese Leute sind beruflich umso erfolgreicher, je besser sie die Vorstellungen des Auftraggebers in den Roh-Daten entdecken können. Nur dann bekommen sie weitere Aufträge. Der Auftraggeber gestaltet sich seine Sicht der Welt und lässt sich das per Statistik belegen. Mehr ist das nicht.
Es gibt, außer den Tricks im Video, noch weitere, z.B. die Art der Fragestellung. Auf Seite 15 fragt der Autor: "Wie viele der einjährigen Kinder auf der Welt sind gegen irgendwelche Krankheiten geimpft?". Vielleicht ahnen sie es schon, da kommt eine super-schöne Zahl heraus, es sind nämlich 80%. Die Wirkung auf den Leser ist: Besser als ich gedacht habe, um diese Sache brauche ich mich nicht mehr zu kümmern, alles im grünen Bereich! Aber was bedeuten denn nun die 80%? Ist das ein guter oder schlechter Wert? Hm. Sehr befremdlich. Der Autor, ein Arzt, lässt das unkommentiert. Hier hätte er mindestens die Auswirkung auf den Gesundheitszustand der Kinder, oder deren Kindersterblichkeit, betrachten müssen. Die Kinder könnten alle gegen Kinderlähmung geimpft sein, und trotzdem alle an Pocken oder sonstigen Krankheiten sterben. Die Aussagekraft von so einer Statistik ist 0, das ist reine Schönfärberei.
Ich möchte Sie nicht mit weiteren Beispielen dieser Art langweilen. Habe, trotz dieser methodischen Unzulänglichkeiten, das Buch fertig gelesen. Wollte wissen, ob der Autor wenigstens die Auswirkungen des Klimawandels erkennt? Er tut das tatsächlich, aber erst auf Seite 285, und nur zu einem gewissen Grad, immerhin. Andere, durchaus sehr ernste Gefahren, z.B. die eines Asteroideneinschlags (sind einige nach NASA-Liste) ignoriert er völlig, hat er ja auch nicht auf seinem Radar!
Der Autor versucht, seine rosa (subjektive) Wahrnehmung, als die (objektive) Wirklichkeit zu verkaufen und wiegt seine Leser in falscher Sicherheit, alles sei in Wirklichkeit besser als unsere Wahrnehmung. Er verleitet seine Leser zur Passivität (alles halb so schlimm!). Wenn dadurch, die dringend notwendigen Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstosses auch nur um einen Tag verzögert werden, dann hat der Autor, mit seinem Buch, der Menschheit einen Bärendienst erwiesen!
Der Autor hat einen herablassenden, wiederholenden Stil („Ich konnte nicht glauben, dass XYZ, die das eigentlich wissen sollten, so ahnungslos waren“ kommt ca 10x im Buch vor).
Der Welt geht es also gut - wenn Mann nur die verdrehten (man könnte sagen: willentlich täuschend formulierten) Statistiken des Autors anschaut. 95% der Experten und der Bevölkerung wissen also nicht, dass ein Großteil der Welt heute ein „mittleres“ Einkommen vorweist? Tja, wenn man Einkommen ab 2$/Tag (also 50€/Monat!!) als „mittleres Einkommen“ bezeichnet, dann mag das stimmen. Der Autor behauptet, die Leute würden folglich übermäßig schwarz sehen - dies liegt aber nur daran, dass sie der (fragwürdigen) Definition von mittlerem Einkommen nicht folgen bzw diese schlicht nicht kennen.
Absurd wird es, wenn der Autor über die „Facts“ zum Bevölkerungswachstum spricht. Selbiges geht nämlich zurück und im Jahr 2070 wird es nicht mehr Kinder auf der Welt geben, als heute. Jeder, der dies nicht „weiß“, wird von Autor als minderbemittelt hingestellt. Dass es sich dabei um eine PROJEKTION und nicht um einen „FACT“ handelt, lässt der Autor unter den Tisch fallen. Diese Projektion mag stimmen - muss aber nicht. Es ist eben nur eine Vorhersage - niemand kann die Zukunft mit Sicherheit wissen!
Aber eine differenzierte Betrachtung ist dem Autor zu komplex. Man könnte auch vermuten, dass er als Mediziner einer mathematisch fundierten Abhandlung einfach nicht gewachsen ist. Aber das ist natürlich nur Spekulation - Spekulation wie man sie von der ersten bis zur letzten Seite in diesem unsäglichen Buch findet.
„Zum ersten Mal in der Geschichte liegen Daten zu fast jedem Aspekt der globalen Entwicklung vor. Und dennoch lassen wir uns von unseren dramatischen Instinkten und den Medien, die uns mit diesen ködern, weiterhin zu einer fast hysterischen Weltsicht verleiten.“ (Seite 131)
Es werden 10 Instinkte angesprochen, die uns Menschen zu Missinterpretationen verleiten.
Die Weltbevölkerung hat das natürliche Gleichgewicht erreicht. Die Zahl der Eltern steigt nicht mehr und diese haben durchschnittlich nur zwei Kinder. Um 1900 hatte die Welt 1 Milliarde Bewohner und im Jahr 2000 6 Milliarden. Die Welt hat bevölkerungstechnisch ihr Gleichgewicht erreicht. Die weitere Steigerung ist nur noch ein Nachklingen. Durch die bessere gesundheitliche Versorgung werden Menschen älter.
Im Kapitel "Der Instinkt Angst" wird ausgeführt, dass Angst ein natürlicher Instinkt in einfachen Verhältnissen ist. In der entwickelten Welt ist er aber nicht mehr angebracht. Aber: „Die Medien können der Versuchung nicht widerstehen, unseren Instinkt der Angst zu befeuern. Die größten Schlagzeilen sind oft die, die mehr als eine Art von Angst auslösen." (Seite 133) Die Zahl der, bei Naturkatastrophen Umgekommenen hat sich in den letzten 100 Jahren um das Vierfache reduziert. Die Medien spiegeln aber ein Bild wider, als nehme das zu.
Das ist nur eines der vielen Beispiele in diesem Buch, das zeigt, dass wir anders urteilen, als es in der Realität der Fall ist.
Das wirtschaftliche Gewicht in Europa und den USA wird nur mehr 20 Prozent ausmachen. Der Schwerpunkt verlagert sich nach Asien, wo auch die höchsten Zuwachsraten sind. Nicht wie intuitiv angenommen in Afrika. Eine mit Zahlen unterlegte Vision ist es auch, dass in 50 Jahren Afrikaner in Europa als Touristen und nicht als Migranten ankommen werden.
Von Frauenaktivisten wird nicht zur Kenntnis genommen, dass 50 Prozent der Mädchen einen Zugang zum Schulwesen haben. Genauso viele (in manchen Ländern sogar mehr Mädchen) als Buben. Rosling rechnet mit falschen Statistiken und deren Verwendung ab.
Amerika hat international als betrachtet hohe Ausgaben im Gesundheitsbereich, aber keine wirklich hohe Lebenserwartung. Dies liegt am fehlenden Sozialversicherungssystem. Die Reichen leisten sich zu viele Arztbesuche und die Armen zu wenige.
CO2 Emissionen sind anders als wir aus den Medien erfahren: Kanada hat doppelt so viele als China. 80% der Menschheit hat Zugang zur Elektrizität.
Der Autor sieht aber auch die Probleme der Welt und fasst sie in fünf globalen Risken zusammen:
* globale Pandemie - der Ausbruch von sich rasch verbreitenden Seuchen wie es die Spanische Grippe war.
* Finanzkollaps - in unserer stark vernetzten Welt viel umfassender
* Dritter Weltkrieg - gerade in der heutigen Politik wieder mit viel Risiko behaftet
* Klimawandel - trotz Besserungen immer noch eine drohende Gefahr
* extreme Armut - sie hat sich zwar von 85% der Weltbevölkerung im Jahre 1800 auf 50% 1966 und 9% 2017 reduziert, aber in manchen Gebieten ist sie noch intensiv Es gäbe - so der Autor - noch eine sechste, die wir noch nicht kennen.
Die Anzahl der älteren Menschen nimmt in den hoch entwickelten Ländern nicht mehr zu. Es wird Schweden genannt, wo 20% der Einwohner älter als 65 Jahre sind und in 50 Jahren weiterhin 20% sein werden.
Im Anhang werden viele Beispiele von relevanter Entwicklung aufgezeigt.
In einem Nachwort erfährt man als Leser, dass der Autor nach Fertigstellung des Manuskripts zu diesem Buch an Krebs gestorben ist. Es war sein zusammengefasstes Lebenswerk, das sein Sohn und dessen Frau weiterführen.









