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Fabian. Die Geschichte eines Moralisten Taschenbuch – 1. Februar 1989

4.6 von 5 Sternen 78 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

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Erich Kästner kennen viele nur als Autor von Kinder- und Jugendbüchern. Dass er auch zeitkritische Romane geschrieben hat, wissen die wenigsten. Der Roman Fabian entstand 1931 und beschreibt den moralischen und geistigen Verfall inmitten schwieriger politischer Verhältnisse. Für Kästner gehen in dieser Zeit politischer und moralischer Verfall der Gesellschaft Hand in Hand.

Fabian ist ein arbeitsloser Germanist, der durch die Großstadt Berlin zieht auf der Suche nach Arbeit, auf der Suche nach Kontakten. Wir erleben mit, wie er Menschen trifft, die ihn kaufen wollen, wie sich seine Freundin prostituiert, um Schauspielerin zu werden. Sein bester Freund begeht Selbstmord wegen einer lächerlichen Bemerkung. Ein Erfinder tritt auf, der seine Erfindungen, die Arbeitsplätze vernichtet haben, zurücknehmen will, was nicht geht. Die Stadt ist in Auflösung begriffen, die Menschen leben wie in einem Irrenhaus, einem hoffnungslosen, unbarmherzigen Labyrinth.

Fabian ist ein Außenseiter, ein Moralist, seine Waffe ist die Beobachtung, die Distanz, die durch sarkastische Bemerkungen hergestellt wird. Sein Anspruch besteht darin, zuzusehen, "ob die Welt Talent zur Anständigkeit hat". Kästner stellt dem Moralisten Fabian, ein Mensch übrigens, der moralisch integer ist, ohne dass ihm dies als Lebensentwurf bewusst ist oder er den Zeigefinger erhebt, menschliche Korrumpierbarkeit, Gewissenlosigkeit und Anpassung entgegen. So finden sich im Buch eine ganze Reihe von wirklich gelungenen satirischen Spitzen, wie z.B. eine Tombola, bei der Nahrungsmittel verlost werden oder eine Pöbelei von Menschen als Abendunterhaltung. Kästners Beschreibungen der Menschen sind bissig und schonungslos. Charakteristisch für die Moral der Menschen ist das Verhalten des Redakteurs Müntzer, der etwas unterstützt, an das er nicht glaubt und dessen Falschheit er durchschaut. Von Müntzer heißt es, dass er sein Gewissen chloroformiert hat.

Fabian ist ein Roman mit vielen wirklich gelungenen zeitkritischen Beobachtungen, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Schließlich steht im Zentrum von Kästners Gesellschaftskritik die menschliche Schwäche, die Lethargie, genau um die Falschheit der Verhältnisse zu wissen, aber nichts dagegen zu tun -- und diese Kritik hat auch heute nichts von seiner Berechtigung verloren. --Christoph Steven

Pressestimmen

Verrohung der Welt, Kälte der Gesellschaft, Trägheit der Menschen, dies alles spiegelt sich im meisterhaften und zeitlos aktuellen Roman des großen Moralisten und Humanisten Erich Kästner. Dass sein ›Fabian‹ trotz alledem nicht aufgibt, ist in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft begründet. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich habe das Buch für die 13. Klasse bestellen müssen, in der wir dieses als Klassenlektüre behandelt hatten. Das Buch an sich ist ganz interessant und kein allzu schwerverdaulicher Schinken, jedoch hat es mich persönlich inhaltlich nicht sonderlich angesprochen.

Wenn man aber mal bekannte Werke von deutschen Literatururgesteinen zur Allgemeinwissensbildung lesen möchte, würde ich es empfehlen: Es wird einen nicht vom Hocker hauen, aber man kann es locker mal an einem gemütlichen Abend durchlesen und sich ein paar Gedanken - auch über sich selbst - machen.
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Format: Taschenbuch
Kästner hat 1931 ein Buch mit 24 kritischen und teilweise satirischen Texten geschrieben. Aufgemacht ist jedes Kapitel mit drei Überschriften, die den Leser ein wenig an Zeitungsüberschriften erinnern. Der junge Fabian schildert seine sehr abenteuerlichen Erlebnisse in der Stadt Berlin und mit den Menschen etwa um das Jahre 1930.
Die Erstausgabe des Buches hatte den Titel: "Der Gang vor die Hunde!" Es ist die Geschichte eines Moralisten und Kästner legt den Finger in die Wunden. Er zeigt die teilweisen grotesken Auswüchse der Verhaltensweisen der Menschen, die damals von Massenarbeitslosigkeit geplagt und in sehr unsicheren Zeiten lebten. Nach fast 80 Jahren ist man heute schon erstaunt über so "aktuelle" Gedanken, die ich etwas verkürzt wiedergebe:
"Die Kaufkraft der Massen hat die galoppierende Schwindsucht. In Amerika verbrennt man Getreide und Kaffee, weil sie sonst zu billig würden. In Frankreich jammern die Weinbauern, daß die Ernte zu gut gerät. Stellen Sie sich das vor! Die Menschen sind verzweifelt, weil der Boden zu viel trägt! Zu viel Getreide, und andere haben nichts zu essen. Wenn in so eine Welt kein Blitz fährt, dann können sich die historischen Witterungsverhältnisse begraben lassen."
...."Abwarten und Tee trinken, denkt man, und so schreitet die öffentliche Gehirnerweichung fort, daß es eine Freude ist."
.... "Wir gehen an der seelischen Bequemlichkeit aller Beteiligten zugrunde. Wir wollen, daß es sich ändert, aber wir wollen nicht, daß wir uns ändern."
.... "Der Blutkreislauf ist vergiftet. Und wir begnügen uns damit, auf jede Stelle der Erdoberfläche, auf der sich die Entzündungen zeigen, ein Pflaster zu kleben.
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Format: Taschenbuch
Möge das Komitee zur Verfolgung literarisch Ungebildeter mich teeren und federn, aber mit Erich Kästner habe ich bis zur Lektüre dieses Buches eigentlich nur Kinderbücher (oder vielleicht auch vermeintliche Kinderbücher) wie "Das fliegende Klassenzimmer" und "Pünktchen und Anton" oder "Das doppelte Lottchen" verbunden. Als ich dann aber dieses Buch zu meinem Geburtstag geschenkt bekam (der zufälligerweise, wie Kästners auch, der 23. Februar ist) wurde das Präsent mit den Worten begleitet: "Lies das mal, der Kästner hat auch sehr ernsthafte Sachen für Erwachsene geschrieben".
Was soll ich sagen (bzw. schreiben), ich war überrascht. Fabian ist ein zynisch-distanzierter junger Akademiker, der in den Wirren der späten Weimarer Republik mit fast hemmungslosem Sittenverfall konfrontiert wird, seinen Job verliert und die hohe Arbeitslosigkeit am eigenen Leib erfährt. Fabian lernt in einer etwas bizarren, leicht (ich betone leicht) kafkaesk anmutenden Szene, eine Frau in seinem Alter kennen - die zufälligerweise ihm direkt gegenüber wohnt. Gerade dieser Handlungsstrang ist voll von Witz und surrealen Momenten - letztere tauchen aber auch immer wieder in anderen Szenen auf. So etwa in einem Kapitel, das in der Originalausgabe zensiert worden war. Fabian hat zu diesem Zeitpunkt noch eine Anstellung. An einem Arbeitstag taucht der Direktor der Firma bei Fabian und seinem Kollegen auf, und fängt nach einigen Sätzen an, sich auszuziehen; er zeigt seinen Mitarbeitern seine Bauchnarben. Surreal wird diese Darstellung durch die völlige Normalität mit der die drei Charaktere dieses Verhalten betrachten und darauf eingehen.
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Format: Taschenbuch
Erich Kästners Buch „Fabian" von 1931 trägt den Untertitel „Die Geschichte eines Moralisten". Der Moralismus, den Kästner hier entwirft, unterscheidet sich so gänzlich von dem, was auch heute noch vielfach darunter verstanden wird.
Wesentlicher Bestandteil des konservativen Moralismus war stets die Restriktion der menschlichen Sexualität. Davon kann bei Kästners Buch freilich keine Rede sein. Kästner selbst äußert sich im Anhang wie folgt: „Durch Erfahrungen am eignen Leibe und durch sonstige Beobachtungen unterrichtet, sah er (der Autor) ein, dass die Erotik in seinem Buch beträchtlichen Raum beanspruchen musste ... ihm lag außerordentlich daran, die Proportionen des Lebens zu wahren, das er darstellte. Sein Respekt vor dieser Aufgabe war möglicherweise ausgeprägter als sein Zartgefühl." Kästner wendet sich ausdrücklich gegen „Sittenrichter" jeglicher Façon. Und im Verlauf des Buches sind die für den tragischen Helden tröstlichen Momente insbesondere die, in denen er erotische Erfüllung erleben darf.
Moral ist nach Meyers Taschenlexikon definiert als „Gesamtheit von verbindlichen sittlichen und ethischen Normen, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren; Bereitschaft, sich einzusetzen". Diese Bereitschaft zeichnet den Titelhelden aus: Er setzt sich ein für Schwächere, für Toleranz und Menschlichkeit, gegen Falschheit, gegen ideologische Erstarrungen und somit letztlich auch und gerade gegen die Moralapostel seiner Zeit.
Die Zersetzung eines Moralbegriffs, der zum ideologischen Grundgerüst der rückschrittlichen Kräfte gehörte, konnte nicht ohne Widerspruch bleiben.
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