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Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin Taschenbuch – 14. April 2004
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In seinem neuesten Buch untersucht Maser die Zeitgeschichtsschreibung über Hitler, Stalin ihre Regime und Hinterlassenschaften und stößt dabei auf Fälschungen und Irrtümer von namhaften deutschen und ausländischen Hitlerbiografen, Chronisten und Historikern.
Zahlreiche Beispiele dokumentieren, wie nachweisbare historische Fakten verändert und in ein vorgegebenes Raster eingepasst wurden. Legenden, Mutmaßungen und Behauptungen, in denen historische Ereignisse teilweise sinnverkehrt verzerrt wurden, werden aufgeführt und den tatsächlichen historischen Sachverhalten gegenüber gestellt.
Die Aufdeckung der „angepassten Fakten“ ist ebenso verblüffend, wie der sich daraus ergebene Erkenntnisgewinn.
Wird man künftig in der Geschichtsschreibung Korrekturen anbringen müssen?
- Seitenzahl der Print-Ausgabe480 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberOlzog
- Erscheinungstermin14. April 2004
- ISBN-103789281344
- ISBN-13978-3789281341
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Produktinformation
- Herausgeber : Olzog; 1., Edition (14. April 2004)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 480 Seiten
- ISBN-10 : 3789281344
- ISBN-13 : 978-3789281341
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 964.050 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 132.005 in Politik & Geschichte (Bücher)
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Es ist eines seiner besten Bücher.
Mit diesen Sensationen und Legenden räumt Maser kräftig auf: Hitler als Homosexueller, Hitler als Abkömmling von Juden, Hitler als Milliardär, Hitlers Fixiertheit auf Aberglauben, Hitler als Tagebuchschreiber, Hitler als Liebhaber seiner Nichte Geli Raubal, Hitler als jugendlicher Herumtreiber in Wien u.a.m. Maser widerlegt alle diese Legenden kenntnisreich, so daß man umgehend die wahren Hintergründe erfährt, was dazu beiträgt, den "Menschen Hitler" kennenzulernen. Was ins Rampenlicht tritt, ist kein Schwarz-Weiß-Bild, sondern ein Bild mit sehr vielen Grautönen, die aber keineswegs eine Verharmlosung des Diktators bewirken.
Großer Raum nimmt der Vergleich zwischen dem deutschen und dem sowjetischen Diktator ein. Eine historische Neuigkeit ersten Ranges liegt in der Interpretation des Gemäldes aus der Ermitage vor, das Molotow anläßlich seines Staatsbesuches in Berlin am 12./13.11. 1940 im Namen Stalins überreichte. Es zeigt in Anlehnung an das apogryphe Buch "Tobit" den jungen Tobias, wie er seinen erblindeten alten Vater Tobit heilt. Hitler sollte durch die Botschaft dieses Gemäldes ebenfalls im Sinne Stalins sehend gemacht werden, sich nämlich vertrauensvoll unter seine "Patronanz", gewissermaßen als Juniorpartner begeben. Für Hitler bedeutete das Bild jedoch eine krasse Herausforderung. Statt einer Unterwerferung wählte er den Krieg und begann kurz darauf seine Vorbereitungen für den Feldzug vom Juni 1941. Das sich heute im Privatbesesitz befindliche Gemälde ist ein historisches Dokument ersten Ranges.
Ein weitere aufschlußreiche Quelle betrifft die nunmehr vorliegende Zahl der polnischen Opfer von Katyn und an anderen Mordstätten vom April 1940, die um ein Vielfaches höher als bisher publiziert liegen. Reiches Dokumentenmaterial liegt über die sowjetischen Aufmarsch- und Angriffspläne 1941 vor. Auch wenn für den letzten Offensivplan von Mitte Mai 1941 kein Angriffsdatum genammt wird, so belegen doch die Befehle von Generalstabschef Schukow an die Hauptquartiere der vier westlichen Militärbezirke, daß sämtliche Vorbereitungen gegen Deutschland und seine Verbündeten bis spätestes Mitte Juli 1941 abgeschlossen sein sollten. Stalin mußte für diesen grandiosen Aufmarsch von rund 5 Mill. Mann sein grundsätzliches Einverständnis gegeben haben, denn Schukow hätte sonst nie gewagt, eine so gravierende Maßnahme auf eigene Faust zu befehlen. Außerdem erhielten diese Befehle die Weisung, zu gegebener Zeit auf Befehl des Oberkommandos Angriffsschläge zu führen. Wozu hätte Stalin obendrein eine Polnische Befreiuungsarmee aufstellen lassen?
Andere spannende Details beziehen sich auf die sogenannten "Erinnerungen" von Albert Speer, die in vielen Fällen nicht den damalige Wissensstand des Autors, sondern opportunistische Kritiken und Urteile enthalten, die seiner damaligen Einstellung widersprechen. Auch wird die Mitwisserschaft Speers an der Judenvernichtung bestätigt. Zum "Holocaust" bringt der Autor ebenfalls viele aufregende Details.
Wer sich in Sachen Zeitgeschichte nicht an diversen "Tatsachenberichten" leichtsinnig orientieren will, sollte zum vorliegenden Buch greifen. Man erfährt Fakten und Hintergründe, in denen mehr Spannung lebt als in manchem historischen Roman.
Werner Maser, profunder Kenner der Geschichte des NS-Regimes und insbesondere der Biografie Adolf Hitlers, hat sich in seinem neuesten Werk die beiden Unpersonen des 20. Jahrhunderts - Hitler und Stalin - nicht direkt vorgenommen. Stattdessen zerpflückt er mit akribischer Detailtreue das über die Jahrzehnte seit 1945 gewachsene Bild der beiden Diktatoren in der Geschichtsschreibung, wobei der Schwerpunkt des Autors wenig überraschend auf dem Bild Hitlers liegt. Gerade für jüngere Leser, die Geschichte oft häppchenweise und oft nur aus dem Fernsehen kennen, dürfte die Lektüre des Buches wohl das Ende mancher bereits verinnerlichter Legenden bedeuten. Angefangen von dem alten Märchen, Hitler habe in Wahrheit Schicklgruber geheißen, spannt Maser den Bogen über die gesamte Biografie des späteren Diktators. Die erfundene Beziehung des jungen Hitler zu einem jüdischen Mitschüler, angeblich eine Ursache für Hitlers Antisemitismus, muss ebenso den Tatsachen weichen wie der ebenso erfundene Aufenthalt Hitlers 1912/13 in Liverpool. Auch unbequeme Tatsachen lässt Maser nicht beiseite. So kritisiert er die Auffassung des Germanisten Joseph Peter Stern, der die Bombardierung englischer Städte mit Hitlers „monomanischem Vernichtungswahn" erklärt. Maser hält sich dagegen an die Fakten: Erst zwei Wochen nach den Angriffen der Royal Air Force aufs Ruhrgebiet, die unter Bruch der völkerrechtlichen Bestimmungen erfolgten, habe Hitler entsprechende Gegenmaßnahmen angeordnet.
Wie schnell historische Fakten und geschichtliches Denken überhaupt der Sensationslust der Presse und einem vorgefassten Geschichtsbild zum Opfer fallen können, zeigte 1983 der Fall der gefälschten Hitler-Tagebücher, die das Magazin „Stern" veröffentlichte. Dass man bei der Illustrierten die Wahrheit womöglich gar nicht so genau wissen wollte, begründet Maser mit Verweis auf die zweitrangigen Gutachter, die seinerzeit die „Echtheit" der Kujau-Schöpfungen bestätigten. Man müsse sich schon fragen, warum das Magazin keine wirklichen Fachleute gefragt habe. Schließlich war schon 1983 bekannt, dass Hitler nach 1935 kaum noch mit der Hand schrieb und seit Januar 1943 an einer schweren Schüttelneurose litt, die es ihm manchmal nicht einmal mehr erlaubte, seinen Namen zu schreiben...
Wie in den Printmedien, so verfährt man gern auch im Fernsehen, sofern die Quote stimmt. Das zeigen seit den 90er Jahren besonders drastisch die Sendungen des ZDF-„Geschichtspapstes" Guido Knopp, dem Maser ein eigenes Kapitel widmet. Schnelle Schnitte und grelle Bilder ersetzen zunehmend die Darstellung der historischen Tatsachen, von sachlich fundierter Analyse ganz schweigen. Nach dem Motto „Fakten stören nur" wird den Zuschauern in einer Weise Geschichte vermittelt, die womöglich ins Medienverständnis von Unterhaltungsredakteuren passt, nicht aber ins Geschichtsverständnis eines Historikers. Es ist wohltuend, dass es mit Werner Maser in der weitgehend stromlinienförmigen Publizistik der Gegenwart einen Autor gibt, der der Häppchen-Geschichtsschreibung die Nüchternheit der Fakten gegenüber stellt. Dass er das auch noch auf gut lesbare Weise tut, macht sein neuestes Buch zu einer der empfehlenswertesten Neuerscheinungen dieses Jahres.
Torsten Schleicher