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Der Euro: Von der Friedensidee zum Zankapfel Hardcover – 19 Oct. 2015
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- Print length560 pages
- LanguageGerman
- PublisherCarl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
- Publication date19 Oct. 2015
- Dimensions16.3 x 4.3 x 23.4 cm
- ISBN-103446444688
- ISBN-13978-3446444683
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Product description
Review
"Ein kenntnisreiches, anregendes Buch." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 04.10.15
"Noch nie zuvor dürften die Geschichte, die Funktionsweise und die Dysfunktionalitäten der europäischen Einheitswährung so genau beschrieben worden sein wie in diesem Werk (...)" Christian Ortner, Wiener Zeitung Online, 23.11.15
"Der Ökonom warnt in seinem hervorragenden und zumindest auch für interessierte Laien verständlichen Buch eindringlich vor dem beschrittenen Weg in eine Schulden- und Transferunion." Tibos Pésza, Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 28.11.15
Book Description
About the Author
Product details
- Publisher : Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; 1st edition (19 Oct. 2015)
- Language : German
- Hardcover : 560 pages
- ISBN-10 : 3446444688
- ISBN-13 : 978-3446444683
- Dimensions : 16.3 x 4.3 x 23.4 cm
- Best Sellers Rank: 503,155 in Books (See Top 100 in Books)
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- Customer reviews:
About the author

Hans-Werner Sinn, geboren 1948, hat wie kein anderer die wirtschafts- und sozialpolitischen Debatten der letzten drei Dekaden geprägt.
Lange war er Professor für Volkwirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Präsident des renommierten ifo Instituts. Auch nach seinem altersbedingten Ausscheiden gilt er als einflussreichster Ökonom hierzulande, arbeitet wissenschaftlich, hält Vorträge und ist begehrter Interviewpartner der Medien.
Sinn erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Ehrendoktorwürden und Preise aus dem In- und Ausland und ist Autor vieler Fachartikel und Bücher, von denen mehrere zu Bestsellern wurden.
Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und einen Enkel.
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Jede grenzüberschreitende Kreditgewährung, Schuldentilgung, Wareneinkauf usw. verursacht netto unter dem Strich gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der nationalen Notenbanken welche als Guthaben oder Schuld gegen die EZB resp. das Eurosystem ausgewiesen werden und nicht fällig gestellt werden können.
Gewährt ein deutscher Investor einer griechischen Firma einen Kredit resultiert eine Targetforderung der griechischen Notenbank gegen die deutsche Notenbank resp. das Eurosystem; wird der Kredit getilgt oder Waren aus Deutschland importiert resultiert umgekehrt eine Targetforderung der D Bundesbank gegen das Eurosystem. Werden Kredite an Griechenland getilgt und nicht erneuert besteht Kapitalflucht, und kommen Importüberschüsse dazu dann türmt sich bei der D Notenbank netto eine hohe Targetforderung auf welche nichts anderes ist als öffentliche Substitution der geflohenen Privatanleger zwecks Finanzierung des südeuropäischen Leistungsbilanzdefizits. Diese Auswirkungen ergeben sich aus der simplen Tatsache, dass Geld nichts anderes als eine sofort täglich fällige zirkulierende Verbindlichkeit ist, welche durch die nationalen Notenbanken in Eigenregie idR gegen Sicherheiten geschöpft wird.
Das ist alles nichts neues, genau dasselbe war zu beobachten im Fixkurssystem von Bretton Woods wie Sinn betont. Da während der 60er Jahre die Bundesbank die Kursparität mit Aufbau von hohen Dollardevisenreserven sicherstellen musste haben die Amis mit ihrer Auslandseinkaufstour massive Importüberschüsse generiert. Zitat H.W. Sinn: "was damals die Bestände an US Dollar und US Schatzwechsel bei den europäischen Notenbanken waren, das sind heute die Targetforderungen der Kernländer des Eurogebiets gegen das Eurosystem. Die Aussengeldbestände, die in D und F auf diese Weise in Umlauf kamen, waren von exakt der gleichen Natur wie die Aussengeldbestände, die seit der Krise aus den GIPSIZ Ländern in den Rest der Eurozone wanderten". Im Gegensatz zur Währungsunion erhielt die Bundesbank im Fixkurssystem jedoch marktfähige Forderungstitel.
Ferner: "Diese Sicht der Dinge wird den Vertretern der deutschen Exportindustrie vielleicht nicht gefallen; natürlich kann es ihnen egal sein, wo das Geld herkommt, das sie erhalten.."...."Die Bundesbank erhielt ihre Forderungen ohne eigenes Zutun durch die Kontoüberziehung anderer Notenbanken"....und weiter eine bemerkenswerte Aussage von Sinn S. 135/136: "Exportüberschüsse nützen deutschen Arbeitnehmern im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung nicht wirklich, .. die Exportüberschüsse kennzeichnen keinen positiven Nettoeffekt zugunsten der deutschen Arbeitnehmer." Hört Hört.
Wie konnten aber die Südeuropäer weitere Targetverbindlichkeiten aufbauen nachdem die privaten Anleger vorerst geflohen waren? - Durch Herabsetzung der Pfänderqualitäten bei der Vergabe neuer Refinanzierungskredite durch die nationale Notenbank unter Unterbietung der Marktzinsen. Eigene Staatsanleihen die bereits als Schrott geratet wurden durften von den Geschäftsbanken als Sicherheit hinterlegt werden. Im Rahmen der ELA Kredite verfügten die Südeuropäer somit über einen eigenen Kassenautomaten zur Finanzierung von Lebensstandard und Handelsdefizit, überdies ermöglichte es eine weitere gigantische Kapitalflucht reicher Griechen. Nur eine Zweidrittelmehrheit im EZB Rat hätte das verhindern können, diese Sperrquote konnten die Nordeuropäer aber nicht aufbringen.
Das es anders geht zeigt Prof. Sinn anhand der Situation in den USA wo auch immerhin 12 regionale District - FED Notenbanken existieren, diese sind aber nicht identisch mit den Gliedstaaten. Staatspapiere der Gliedstaaten dürfen nicht aufgekauft oder verpfändet werden sondern nur solche der Bundesregierung. Es entstehen ebenfalls Targetforderungen, jedoch nicht wegen Unterbietens des Kapitalmarktes über die Notenpresse. Sodann müssen die Targetsalden jährlich durch Hingabe erstklassiger Wertpapiere getilgt werden. Ein Bailout von Bundesstaaten finanziert durch lokale Refinanzierungskredite und besichert durch Staatspapiere mit Schrottstatus ist undenkbar.
S. 337: "Man hat entgegengehalten, Massnahmen zur Begrenzung der Target-Salden könne man nicht ergreifen, weil dann das Eurosystem kollabieren würde. Die Salden seien geradezu nötig für einen reibungslosen Zahlungsverkehr, und deswegen müsse alles so bleiben, wie es ist. Wenn diese Auffassung richtig wäre, hätte das US System schon lange zusammenbrechen müssen. Tatsächlich existiert das Geldsystem der USA nun schon geraume Zeit, weil es die Möglichkeit der Selbstbedienung über das Zahlungsausgleichssystem zwischen den Distrikten nicht bietet und stattdessen starke Beschränkungen für lokale Refinanzierungsgeschäfte auferlegt." .. Die Geduld von H.W. Sinn ist wirklich bewundernswert.
Zu all diesen Machenschaften kommen dann die fiskalischen Rettungskredite zur Rettung französischer, deutscher und anderer Banken noch obendrauf. Prof. Sinn seziert das ganze verbrecherische Eurokonstrukt nach Strich und Faden und legt dar wie unter Ausschaltung aller elementarer marktwirtschaftlicher Prinzipien Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Das hier durch die neoliberalen Euroturbos zur Anwendung gebrachte zentralplanerisch sozialistische Waffenarsenal zwecks Bevorteilung ihrer Klientel sprengt jede Vorstellungskraft.
Zur Abrundung der Sichtweisen auf das ganze Debakel sind auch die Bücher von Stiglitz und Varoufakis zu empfehlen.
Bereits der Titel des Buchs ist Programm, so wurde die Implementierung des Euro von Deutschland als der Meilenstein einer Friedensidee betrachtet, wobei die Peripheriestaaten eher einen Eintritt in eine Haftungsgemeinschaft und Transferunion, also die pekuniären Vorteile, im Blick trugen.
Interessanterweise ist das Eurofinanzsystem gerade so gestaltet, dass jedes Mitgliedsland eine Stimme im Rat besitzt, was die Krisenstaaten in die komfortable Lage versetzt, Beschlüsse zu Ihren Gunsten lenken zu können. Haftungstechnisch ist jedoch die Größe oder Einwohnerzahl eines Landes ausschlaggebend (z.B. Deutschland 27%), welches im Falle von Abschreibungen oder eines Schuldenschitts in diesem Verhältnis an den Kosten beteiligt wird.
So löste der erfahrene Zinsvorteil (Zinskonvergenz) in den Anfangsjahren der neuen Währung, einen Wirtschaftsboom, durch massiven Kapitaltransfer, in den Peripheriestaaten aus. Jedoch wurden die Zinsersparnis und die Wirtschaftsleistung rein konsumptiv genutzt und führten bedingt durch gewaltige Lohnsteigerungen, nach dem Eintritt in die Wirtschaftskrise, letztlich zur Wettbewerbsunfähigkeit.
Austeritätsmaßnahmen, wie im Falle Grichenlands, rufen längst vergessen geglaubte zwischenstaatliche Resentiments hervor, wohl wissend, dass die Anspielung auf die deutsche Vergangenheit als taugliches Druckmittel Verwendung finden kann. So hat der politische Friede immer nur so lange Bestand, wie er durch Transferleistungen und Kredite unterlegt ist.
So befinden sich die Krisenstaaten in der "Eurofalle", denn zur Widererlangung der Wettbewerbsfähigkeit sind die Anpassung der Lohnstückkosten notwendig, da die Möglichkeit der Abwertung der eigenen Währung, im Währungsverbund nicht mehr besteht.
Gleichzeitig würde dies zu einer gewaltigen Rezession mit überbordender Arbeitslosigkeit führen, was deshalb politisch nicht gewollt ist.
So tritt zwischenzeilich die EZB auf den Plan und gewährt den Schuldnerstaaten eine Flut von Liquidität, wohl wissend, dass damit Probleme nicht gelöst, sondern lediglich in die Zukunft verschoben werden, also Zeit gekauft wird.
Die mehr als 33.000 ! verschiedenen, von der EZB akzeptierten Pfänder, über welche sie bereits den Überlblick verloren zu haben scheint, und deren Qualitätsanforderungen stetig abgesenkt und verändert wurden, gestatten es den nationalen Banken, nahezu unbegrenzt Kredite von den eigenen Notenbanken zu erhalten. Darüber hinaus leistet die EZB über ihre Anleihekaufprogramme (OMT und QE) mittlerweile eine direkte Stattsfinanzierung, was ihr explizit per Rechtsverordnung untersagt ist.
Der Autor geht bei der Ananlyse des Istzustandes, seiner Entstehung und Auswirkungen derart ins Detail, dass sämtliche Schlussfolgerungen und Verdikte einer absoluten Logik unterligen.
Letztlich liefert Hans-Werner Sinn, auf der Grundlage des zuvor Erarbeiteten, konstruktive Vorschläge zur Überwindung der Problembereiche und letztlich der Etablierung eines funktionierenden Eurosystems.
Meine Hochachtung vor der Leistung die zur Erstellung diese brillanten Werks notwendig war.

