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Ethik der Geldproduktion. Edition Sonderwege (Edition Sonderwege bei Manuscriptum) Gebundene Ausgabe – 20. September 2007

3.4 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Der zerknitterte 50-Euro-Schein auf dem Umschlag strahlt schon nichts besonders Vertrauenerweckendes aus. Der Eindruck täuscht nicht: In seinem Buch «Die Ethik der Geldproduktion» lanciert der in den USA und Frankreich lehrende deutsche Ökonom Jörg Guido Hülsmann einen Generalangriff auf das staatliche Geldmonopol, der in der Tat Vertrauen erschüttern kann. Hülsmann ist ein radikaler Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie, deren moderne Hauptexponenten von jeher in unterschiedlicher Radikalität meinten, dass das staatliche Monopol auf die Geldproduktion den Geldmarkt verzerre, Inflation begünstige und den Schuldenstaat befördere. Am besten, man privatisiere sie. Alles dies legt Hülsmann auch überzeugend dar. Aber als ob dies noch nicht genug sei, legt Hülsmann noch etliches zu. Hier wird das Buch in der Tat zu einer spannenden und überaus gewinnbringenden Lektüre auch für jene, die dem Pessimismus des Autors nicht immer folgen möchten. Hülsmann vertieft nämlich seine Thesen historisch. Da geht es um die Entstehung des Papiergeldes im England des 17. Jahrhunderts, um Beispiele, die zeigen, dass selbst die Bindung an den Goldstandard staatliche Manipulationen nie ausschloss, oder um das Spezifische der amerikanischen Freiheitstradition im 18. und 19. Jahrhundert, die sich lange Zeit auf demokratischem Wege gegen die Zentralisierung des Geldsystems zur Wehr setzte. Staatliches Geld, so der Schluss, verderbe freiheitliche Institutionen und führe zur Verlängerung von Kriegen durch Schuldenmacherei. Dieses Plädoyer gegen das staatliche Geldmonopol macht in der Tat nachdenklich. (Neue Zürcher Zeitung 8. Januar 2008)


Kundenrezensionen

3.4 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Die meisten modernen Werke der Geldtheorie behandeln die Mechanismen und die Politik der modernen Geldschaffung. Dabei wird ein Aspekt völlig vernachlässigt: Die Ethik der Geldproduktion. Guido Hülsmann widmet sich diesem so wichtigen und vernachlässigten Aspekt. Er untersucht die Ethik des Geldes und des Bankwesens.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Der erste Teil analysiert und bewertet die Geldproduktion im freien Markt. In diesem Zusammenhang widerlegt Hülsmann auch bekannte utilitaristische Argumente, die für eine staatliche Geldproduktion eintreten. Eine Geldmengenausweitung zur Stabilisierung des Preislevels, aus Angst vor Horten und Deflation, zur Erleichterung des Wirtschaftswachstumgs oder zur Bereitstellung billiger Kredit an die Unternehmer ist, wie Hülsmann zeigt, weder notwendig noch wünschenswert.

Im zweiten Teil erscheint dann der Staat bei der Analyse der Inflation. Dabei werden besonders die Folgen der Inflation und der Dynamik von staatlichen Eingriffen in das Geld- und Bankwesen behandelt. Es zeigt sich, dass das staatliche Geldmonopol ethisch nicht zu rechtfertigen ist. Interessant sind auch die von Hülsmann dargelegten moralischen und spirituellen Folgen der Inflation. So wird in einem inflationären Umfeld die Beschäftigung mit Geld und den Finanzmärkten immer wichtiger und nimmt mehr Zeit der Menschen in Anspruch. Die Gesellschaft wird materialistischer.

Das Werk schließt mit einer Geschichte der monetären Systeme von 1871 bis zum heutigen Tage ab. Hülsmann setzt damit Murray Rothbard Geschichte fort und arbeitet dabei auch die Anreize und Tendenzen heraus, die dem heutigen Geldsystem inne wohnen.
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Im Gegensatz zu anderen Büchern zum Thema Geld(politik ) wird hier nicht nur die wirtschaftswissenschaftliche Seite behandelt, sondern auch die ethische. Dazu werden einerseits das Naturrecht und andererseits die Österreichische Schule (ÖS) der Volkswirtschaftslehre als Grundlage der Beurteilung benutzt:

+ Ethik: Aristoteles / Bibel -> Scholastik (Thomas v. Aquin) -> katholische Sozialethik / Naturrecht
+ Wirtschaftswissenschaften: Scholastik -> Schule von Salamanca -> ÖS

Das Naturrecht besagt, dass jeder Mensch von Natur aus (bzw. von Gott gegeben) die Rechte auf Leben, Freiheit und Eigentum hat. Eingriffe in das Privateigentum würden u. a. gegen die Zehn Gebote verstoßen. Die ÖS bietet eine Volkswirtschaftslehre auf realistischer Basis, befürwortet das Privateigentum und lehnt staatliche Eingriffe als kontraproduktiv ab.

Im Anschluss an eine Beschreibung, wie das Geld auf dem freien Markt entstanden ist, wird die so genannte "natürliche Geldproduktion" erläutert. Diese benutzt natürlich vorhandenes Geld, nämlich Silber oder Gold. Staatliche Regulierungen bestehen nicht. Missbrauch wird dadurch minimiert, dass das Geld von betrügerischen Herstellern gemieden wird und diese bestraft werden. Ein Verstoß gegen das Naturrecht liegt nicht vor, deshalb ist auch moralisch nicht zu beanstanden. Diese Art der Geldproduktion ist auch das, was die ÖS empfiehlt.

Der Staat führte Schritt für Schritt sein eigenes Geld ein:

- Monopol: Verbot anderer Anbieter von Geld
- Teilreserven: Banken dürfen ein Mehrfaches der Einlagen verleihen
- Papiergeld: Das Geld ist ohne eigenen Wert
- Zentralbank: zwecks Regulierung des Bankwesens bzw.
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Prof. Hülsmann zeigt sich in diesem Buch als profunder Kenner des Geldwesens. Dabei behandelt er das Thema Geld nicht nur aus ethischer Sicht, wie der Titel andeuten könnte, sondern das Buch birgt ebenso messerscharfe ökonomische Analysen aus Sicht der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre'.
Prof. Hülsmann zeigt in diesem Buche auf, wie Geld am freien Markt wirkt und wie es am freien Markt entstanden sein kann. Daneben zeigt er, wie die Staatsregierungen es Schritt für Schritt verstanden haben das Geldwesen in Staatshand zu überführen, also ein staatliches Geldmonopol zu begründen.
Er verwirft in seiner brillanten Analyse das staatliche Geldmonopol. Prof. Hülsmann zeigt, dass die Ängste vor "Horten" (dem Grundübel bei Keynes) und "Deflation" unbegründet sind. Die Standardargumente der Anhänger des staatlichen Papiergeldmonopols, dass

- eine wachsende Wirtschaft auch eine wachsende Geldmenge benötigt, um das Preisniveau stabil zu halten - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik das Wirtschaftswachstum fördert - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik nötig sei, um Unternehmungen/Betriebe mit billigen Krediten zu versorgen;

werden von Prof. Hülsmann trefflich als nicht notwendig und/oder schädlich widerlegt. Schädlich, weil solche Maßnahmen falsche Signale aussenden und zu fehlerhaftem Verhalten der wirtschaftlich handelnden Akteure führen. Die beiden zutiefst zentralplanerischen Eckpfeiler des staatlichen Geldmonopols - staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld und staatliches Zinsdiktat (Geldpolitik der Zentralbanken) - sind für Prof.
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