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Erschütterung: Über den Terror Gebundene Ausgabe – 1. März 2016

4.7 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Gila Lustigers Essay "Erschütterung" gehört zu den Büchern der kritischen Aufklärung. Es ist ein unaufgeregtes und einsichtsvolles Plädoyer für eine unkriegerische Integration. Mit einem Wort: höchst lesenswert.«, Kölner Stadt-Anzeiger, Michael Braun, 01.04.2016

»Die in Paris lebende Schriftstellerin hat gerade ein Buch über die Anschläge vom 13. November geschrieben: 'Erschütterung'. Dann kam Brüssel.«, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Anabelle Hirsch, 27.03.2016

»An der Oberfläche übt man sich in Normalität, doch in Frankreich herrscht noch immer der Ausnahmezustand. Die Gesellschaft ist tief erschüttert, meint Gila Lustiger.«, 3sat "Kulturzeit", 22.03.2016

»Die Bilder des Anschlags auf Paris im vergangenen November sind noch im Kopf. Die Toten des November-Attentats in Paris sind begraben, aus den Schlagzeilen verschwunden. Und dennoch haben sie das ganze Land verändert: Frankreich – eine ‚verwundete Nation‘. An der Oberfläche übt man sich in Normalität, doch in Frankreich herrscht noch immer der Ausnahmezustand. Die Gesellschaft ist tief erschüttert, meint Gila Lustiger. Sie will in ihrem Essayband 'Erschütterung' die Ursachen, vor allem aber die Folgen des Terrors ergründen.«, ARD "Titel, Thesen, Temperamente", Brigitte Kleine, 20.03.2016

»Leicht gemacht hat sich die aus Frankfurt stammende Schriftstellerin ihre Antworten nicht. Sie hat systematisch recherchiert und nachgedacht, um das Rätsel zu lösen. […]. Lustiger hat ihren Essay eben erst abgeschlossen, weshalb sie auch noch den Strom der Flüchtlinge nach Deutschland und die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln reflektieren konnte. Eine Frage dieses erhellenden und hellsichtigen Buches lautet denn auch: 'Kann Deutschland aus den Fehlern Frankreichs lernen?'«, Rhein-Main-Zeitung, Hans Riebsamen, 16.03.2016

»Mit ihrem Essayband 'Erschütterung' versucht die Schriftstellerin Gila Lustiger ihre persönliche Erfahrung mit den Terroranschlägen in Paris zu verarbeiten.«, Radio Bremen, Christine Gorny, 15.03.2016

»Dieser Terror sollte uns allen Angst machen. Zuerst, im Jänner 2015, haben die Anschläge auf die Redaktion der Zeitschrift 'Charlie Hebdo‘ und einen jüdischen Supermarkt Entsetzen ausgelöst. Dann, am 13. November 2015, ist bei den Anschlägen in Paris die ganze Zivilgesellschaft angegriffen worden. Doch Gila Lustiger ist überzeugt: Die Franzosen lassen sich nicht einschüchtern.«, Salzburger Nachrichten, Helmut L. Müller, 12.03.2016

»Gila Lustiger, eine deutsche Autorin jüdischer Herkunft, lebt seit fast 30 Jahren in Paris. Sie ist fassungslos, dass die Attentäter Franzosen sind: junge Männer, in Frankreich aufgewachsen und zur Schule gegangen.«, arte Metropolis, Carola Wittstock, 04.03.2016

»Doch es sind weniger Informationen und Analysen, die Gila Lustigers Buch interessant machen. Es sind vielmehr ihre persönlichen Beobachtungen und Selbstbeobachtungen im vom Terror gezeichneten Pariser Alltag. […]. Gila Lustigers Buch über den Terror liefert keine schnellen Antworten, es stellt vor allem Fragen. Und genau darin liegt seine Stärke. Es ist ein Essay im Wortsinn, der Versuch, die emotionale Erschütterung durch den Terror zu überwinden, denkend, schreibend und auch lesend.«, WDR 5 "Scala", 03.03.2016

»Lustigers Essay 'Erschütterung' […] behandelt unter anderem den Zusammenhang zwischen Terror und sozialen Problemen. Sie selbst sei nach den Anschlägen im November ‚live-ticker-süchtig‘ gewesen, sagte die deutsche Autorin, die seit fast 30 Jahren in Frankreich lebt Die Medien fütterten die Menschen mit immer angeblich neuen und wichtigen Erkenntnissen, damit sie sich sicher fühlten. Stattdessen brauche es wieder mehr Bereitschaft zur Reflexion. ‚Bevor man Antworten findet, muss man versuchen, die richtigen Fragen zu stellen.«, Deutschlandradio Kultur, Kirsten Klümpner, 02.03.2016

»Kaum etwas hat Frankreich in den vergangenen Jahrzehnten so massiv geprägt wie die Terroranschläge in Paris Anfang und Ende des vergangenen Jahres. Auch Gila Lustiger, eine deutsche Schriftstellerin, die seit vielen Jahren in Paris lebt, befasst sich jetzt in ihrem jüngsten Buch mit der Aufarbeitung dieser Ereignisse. In 'Erschütterung. Über den Terror' versucht sie, nicht nur den Ursachen auf den Grund zu gehen, sondern beschäftigt sich vor allem mit der Frage, was der Terror mit uns und aus uns macht.«, ORF ZIB 2, Eva Twaroch, 02.03.2016

»Gila Lustiger ist in ihrem großen Essay 'Erschütterung. Über den Terror' dem nachgegangen, was der vielfache Tod, der Umgang der Medien mit dem Horror, mit ihr und den Menschen anstellt.«, Frankfurter Rundschau, 01.03.2016

»Ihr Essay ist weder Medien- noch Politikerschelte. Ausgehend von persönlichen Beobachtungen und Gesprächen nähert Lustiger sich vielen gesellschaftlich umstrittenen Themen an. […]. Manchmal, schreibt sie, wolle man ‚einfach verstummen‘. Doch ihr Text ist ein Plädoyer für das Gegenteil: für Debatten und Austausch, für Bildung und Erziehung – ohne Angst. Denn, so Lustiger: Es 'muss weitergedacht werden.'«, Aachener Zeitung (kna), Paula Konersmann, 01.03.2016

»Die Autorin betrachtet die die TäterInnen mit ähnlicher Einfühlsamkeit wie die Opfer, doch lässt hier die Opfer noch einmal lebendig werden.«, EMMA, Margitta Hösel, 01.03.2016

»Aber [ Gila Lustiger] bleibt offen und diskussionsbereit, bietet größere Zusammenhänge statt einfache Erklärungsmuster und legt auch eigene Zweifel und Unsicherheiten bloß, die andere mittels Dogmatismus beunruhigend einfach aus dem Weg räumen. Die Betrachtung französischer Zustände bietet Anknüpfungspunkte auch für eine deutsche Debatte. 'Erschütterung' ist ein kluges Zeitdokument, dessen bedachte Argumentation sich wohltuend vom populistischen Geschrei dieser Tage abhebt.«, literatourismus.net, Sophie Weigand, 01.03.2016

»Gila Lustigers Buch über den Terror liefert keine schnellen Antworten, es stellt vor allem Fragen. Und genau darin liegt seine Stärke. Es ist ein 'Essay' im Wortsinn.
Der Versuch, die emotionale 'Erschütterung' durch den Terror zu überwinden, denkend, schreibend und auch lesend.«, SWR 2 Kultur, Kathrin Hondl, 29.02.2016

»Wer wissen will, was uns bevorsteht, sollte Gila Lustigers Buch 'Erschütterung- Über den Terror' in die Hand nehmen. Die Tochter des bekannten jüdischen Historikers Arno Lustiger begann nach den Attentaten des 13. November in Paris emsig zu recherchieren, aus 'Erschütterung', wie sie schreibt, um zu verstehen, was in Frankreich vorgeht.«, Achse des Guten, Vera Lengsfeldt, 26.02.2016

»Die Autorin schildert ihre Gedanken zum Flüchtlingsproblem und fragt nach den Ursachen des Terrors. Dabei zieht sie erstaunliche Schlüsse.«, Märkische Allgemeine, Karim Saab, 25.02.2016

»Für Gila Lustiger sind die Menschenrechte weder teilbar noch verhandelbar - sie gelten für die Ausgegrenzten ebenso wie für die Opfer des Terrors. Sie schreibt darüber mit so guten Argumenten und literarisch so überzeugend, dass man ihrem Buch ganz viele Leser wünscht.«, Nürnberger Nachrichten, Harald Loch, 25.02.2016

»Analytische Schärfe ist das eine - Temperament das andere. 'Erschütterung' ist wie mit beschleunigtem Puls geschrieben, das Buch ist ein emotionaler Essay - eine allzu verständliche Reaktion auf eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.«, Bonner General-Anzeiger, Dietmar Kanthar, 24.02.2016

»Ein Text über das Leben im Ausnahmezustand und Lustigers persönliche Analyse der gesellschaftlichen Gründe und Folgen des Terrors.«, Deutschlandfunk "Kulturfragen", Änne Seidel, 22.02.2016

»Es ist ein Text über das Leben im Ausnahmezustand zu Lustigers persönlicher Analyse der gesellschaftlichen Gründe und Folgen des Terrors.«, Deutschlandfunk, Änne Seidel, 21.02.2016

»Es ist ein ›Essay‹ im Wortsinn, ist der Versuch, die durch den Terror ausgelöste emotionale ›Erschütterung‹ zu überwinden im Alltag der Millionenstadt an der Seine, denkend, schreibend oder eben auch lesend. Es entfacht weniger wegen seiner Informationen und Analysen. Es ist gut!«, Gießener Allgemeine, 11.11.2016

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gila Lustiger wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1987 lebt sie als freie Autorin in Paris. Ihr erster Roman, »Die Bestandsaufnahme«, erschien 1995, dann 1997 »Aus einer schönen Welt«. Mit »So sind wir «(2005), einem Familienroman über die Geschichte der europäischen Juden, stand sie 2005 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. 2011 erschien ihr Roman »Woran denkst Du jetzt«, 2015 ihr hellsichtiger und vielgelobter Gesellschaftsroman »Die Schuld der anderen«, der wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, und Anfang 2016 ihr preisausgezeichneter Essay »Erschütterung«, in dem sie sich mit den Gründen und Folgen der Terrorattentate in Frankreich auseinandersetzt.


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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
'Frankreich ist im Krieg', sagte Präsident François Hollande nach den Terroranschlägen vom 13. November in Paris. Musste er unbedingt das gleiche Vokabular benutzen wie die Terroristen? fragt Gila Lustiger, die geborene Frankfurterin, die seit 28 Jahren in Paris lebt. Ihre Antwort: Die französische Politik war mit ihrem Latein am Ende, nachdem linke wie rechte Regierungen an der Integration perspektivloser, frustrierter junger Bürger gescheitert waren, nachdem aus Söhnen und Töchtern der Republik 'Verlierer der Republik' geworden waren, Opfer der Globalisierung, Ausgestoßene der Moderne.

'Es war zu erwarten gewesen', sagten fast alle Bekannten Lustigers nach den mörderischen Attentaten. Schon vor zehn Jahren hätte man ahnen können, was auf Frankreich zukommt, wenn Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung in den Vororten der urbanen Zentren nicht bekämpft würden. Lustiger ruft in Erinnerung, wie 2005 die Gewalt in der Banlieu eskalierte, als Jugendliche unzählige 'Sinnbilder des Wohlfahrtsstaates' zerstörten, darunter 70 Bibliotheken. Sie hat in den deindustrialisierten Trabantenstädten von Paris recherchiert, in denen reine Trostlosigkeit herrscht, und beschreibt in ihrem Essay, wie im Laufe der Jahrzehnte Milliarden von Euro in mittlerweile 16 Förderprogramme für Problembezirke investiert wurden, ohne an der sozialen Misere, die auch ein Erbe des Kolonialismus ist, viel zu ändern. Heute gelten 750 Stadtviertel, in denen bis zu fünf Millionen Menschen leben, denen es an Respekt für ein Gemeinwesen fehlt, das ihnen nicht mit Respekt begegnet, als 'sensibel'.

Für Lustiger ist Terror die radikalste Integrationsverweigerung.
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Format: Gebundene Ausgabe
Schon im Januar 2015 wurde Paris mit den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo und den Hyper Cacher schwer getroffen. Aber die Attentate am 13. November gingen viel stärker noch in das Bewusstsein der Franzosen ein, denn dieses Mal traf es die normale Bevölkerung, Menschen, die sich am Freitagabend amüsieren wollten, die ein Konzert besuchten und in Bars saßen, Menschen, die keine Schuld auf sich geladen und doch den Zorn von Terroristen auf sich gezogen hatten. Die deutsche Autorin Gila Lustiger hat diesen Abend und die folgenden Tage miterlebt und ihre Erschütterung in einem Essay festgehalten. Dabei spielen auch die Jugendkrawalle aus dem Jahr 2005 eine wesentliche Rolle, waren diese doch Vorläufer dieser Attentate, ebenso wie die zunehmende Anzahl an antisemitisch motivierten Einzeltaten.

Auf das Buch wurde ich durch eine Veranstaltung mit der Autorin aufmerksam, in der sie zum einen auszugsweise vorlas, zum anderen aber auch noch einmal spontan in Worte fasste, weshalb sie dieser Abend so sehr persönlich getroffen hat. Gewalt und Bedrohung im Alltag sind ihr nicht fremd, immerhin hat sie einige Zeit in Jerusalem gelebt und als Jüdin ist sie insbesondere mit den Facetten sublimer und offener Feindseligkeit vertraut. Man merkte ihr sowohl bei der Lesung wie auch im Buch an, dass die Tage im November sie persönlich stark berührt haben. Dieser sehr persönliche Ton, wie auch die offenen Beschreibungen ihrer Gefühle zwischen Verzweiflung, Unverständnis und Aktionswille, machen ganz wesentlich den Essay aus.
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Format: Gebundene Ausgabe
Gila Lustiger hat in den Nachwirkungen der schrecklichen Anschläge in Paris 2015 ihre Gedanken rund um das Thema des jihadistischen Terrorismus in sehr interessanter und lesenswerter Art und Weise zu Papier gebracht und bemüht sich darin, dem Thema mit Vernunft, Verstand und Argumenten zu begegnen. Dies ist sehr wohltuend zu lesen, weil an vielen Stellen die Debatten zum Terrorismus doch oft sehr emotional, unsachlich und oftmals sogar mit Schaum vor dem Mund geführt werden.

Die Autorin beansprucht hierbei keinesfalls allgemeingültige Erklärungen zu liefern, aber sie wirft viele interessante Fragen und Aspekte auf, über die es sich ernsthaft nachzudenken lohnt. So greift es eindeutig zu kurz, die Jihadisten in die dämonische Ecke irrationaler Spinner zu stellen. Vielmehr müssen sich Politik und Gesellschaft die Frage stellen, wie es so weit kommen konnte, dass in westlichen Ländern aufgewachsene Jugendliche und junge Männer so unglaublich empfänglich für eine derart menschenverachtende, krude und einfache Ideologie sind.

Lustiger nimmt hier die etablierten Parteien Frankreichs in die Verantwortung, weil diese völlig dabei versagt haben, den jungen Menschen in den Banlieus echte Zukunftsperspektiven zu bieten. Sie verwehrt sich aber auch entschieden gegen die Instrumentalisierung des Problems durch Rechtspopulisten und Rechtsextremisten und hierbei ist ihr auch absolut zuzustimmen, denn diese sind lediglich die Kehrseite der Ideologiemedaille und haben keine Lösungen zu bieten, die auch nur annähernd Fortschritt bedeuten würden.
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