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Am Ende war die Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 14 Taschenbuch – 2. November 2009

3.5 von 5 Sternen 135 Kundenrezensionen

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Der unaufhaltsame Abstieg des zwölfjährigen Joe Campbell beginnt, als seine psychisch labile und bis dato alleinerziehende Mutter Glory ihn und seine Geschwister in die Obhut seiner Tante Kendra Osborne gibt. Denn die lebenslustige Kendra, die glaubt, ihren Alltag trotz des unverhofften (und ungewünschten) Kindersegens nicht umstellen zu müssen, ist mit der neuen Aufgabe hoffnungslos überfordert. Die Folgen sind schrecklich: Joels kleinerer Bruder gerät ins Visier einer Straßengang, seine ältere Schwester versinkt im Drogensumpf. Beim Versuch, sie zu retten, macht Joel einen verhängnisvollen Fehler: Er lässt sich ein auf den zwielichtigen Dealer The Blade, der ein grausames, mörderisches Spiel mit ihm spielt. Und als Joel die Gefahr erkennt, ist es bereits für alle zu spät.

Am Ende war die Tat der US-amerikanischen Bestseller-Autorin Elizabeth George (Keiner werfe den ersten Stein., Wo kein Zeuge ist) ist ein ganz und gar ungewöhnlicher Roman des Krimi- oder Thriller-Genres. Denn sein Titel ist Programm. In Am Ende war die Tat steht das scheinbar unerklärliche Verbrechen -- der Mord an der schwangeren Frau von Chief Inspector Lynley, der Joel als vermeintlichen Täter letztlich jede Zukunft raubt -- nicht als kriminalistischer Appetithappen am Anfang des Romans, sondern als Konsequenz einer verfehlten Erziehung ganz am Schluss.

Dem entsprechend setzt George diesmal alles daran, die Tat psychologisch zu erklären -- und schafft dabei ein erzählerisch dichtes Werk, das weniger durch seinen Thrill als vielmehr durch die fulminant beschriebene, ausweglose Geschichte der Campbell-Geschwister besticht. Wer Am Ende war die Tat liest, braucht diesmal also weniger starke Nerven als vielmehr ein emotional hartgesottenes Gemüt. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

"Elizabeth George übertrifft alle – ihr Stil ist überwältigend!" (Wall Street Journal)

"Spannend und beklemmend realistisch." (Brigitte)

"Ein dunkler, aufwühlender Roman über Verzweiflung und Rache." (Booklist)

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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Gleich eins vorneweg: Der neuste Roman "Am Ende war die Tat" von Elisabeth George ist kein Chief Inspector Lynley Roman - auch wenn er sich auf die Geschehnisse um den Tod Lynleys Frau Helen im Vorgängerroman "Wo kein Zeuge ist" bezieht. Hier hat der Verlag Blanvalet mit seiner Einbandbeschreibung schlichtweg falsche Erwartungen geweckt.

Mit "Am Ende war die Tat" hat Elisabeth George sich auf ein gänzlich anderes Terrain begeben und keinen klassischen Kriminalroman geschrieben, sondern eine erschreckende und total erschütternde Millieustudie der sozialen Unterschicht Englands. George erzählt die tragische Geschichte des 12-jährigen schwarzen Joel mit karibischen Wurzeln, dessen Vater ein unbeteiligtes Opfer einer Schiesserei zweier rivalisierender Banden wurde und dessen Mutter als psychisches Wrack in einer Klinik untergebracht ist. Als seine Oma, bei der er, seine ältere Schwester Ness und sein jüngerer Bruder Toby aufwächst, ihn bei seiner Tante Kendra abliefert und das Weite sucht, beginnt ein Teufelskreislauf an dessen Ende die Ermordung von Helen Lynley steht.
Elisabeth George gelingt es mit einer unglaublichen Tiefe und Detailgenauigkeit das Schicksal von Joel fast wie eine Biographie zu beschreiben. Dabei ist sie nie effekthascherisch, überzogen oder verspielt. So unbegreiflich geradlinig das Schicksal von Joel ist, so geradlinig, schnörkellos und doch warmherzig und anrührend ist die Story angelegt. Als Leser sieht man plötzlich die Welt aus Joel's Augen und versteht, was da um ihn herum und damit auch mit ihm passiert. Und seine Tat sieht man plötzlich aus ganz anderen Augen, als beim Lesen von "Wo kein Zeuge ist".
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Format: Taschenbuch
Wer sich bisher um den zumindest polarisierenden Roman und Milieustudie "Am Ende war die Tat" von Elisabeth George rumgedrückt hat und der Preis für die Hardcover-Version zu hoch war, der sollte jetzt unbedingt zuschlagen. Und er sollte sich gleich darauf einstellen: "Am Ende war die Tat" ist kein Chief Inspector Lynley Roman - auch wenn er sich auf die Geschehnisse um den Tod Lynleys Frau Helen im Vorgängerroman "Wo kein Zeuge ist" bezieht. Es ist ein komplett eigenständiges Werk, dass lediglich den berühmten Mord an Helen zum Anlass nimmt. Wer sich darauf einlässt, der wird mit einem absoluten Meisterwerk belohnt.

Mit "Am Ende war die Tat" hat Elisabeth George sich auf ein für sie gänzlich neues Terrain begeben und keinen klassischen Kriminalroman geschrieben, sondern eine erschreckende und total erschütternde Milieustudie der sozialen Unterschicht Englands. George erzählt die tragische Geschichte des 12-jährigen schwarzen Joel mit karibischen Wurzeln, dessen Vater ein unbeteiligtes Opfer einer Schiesserei zweier rivalisierender Banden wurde und dessen Mutter als psychisches Wrack in einer Klinik untergebracht ist. Als seine Oma, bei der er, seine ältere Schwester Ness und sein jüngerer Bruder Toby aufwächst, ihn bei seiner Tante Kendra im wahrsten Sinne des Wortes ablädt und das Weite sucht, beginnt ein Teufelskreislauf an dessen Ende eine Verzweiflungstat, nämlich die Ermordung von Helen Lynley, steht.

Elisabeth George gelingt es mit einer unglaublichen Tiefe und Detailgenauigkeit das Schicksal von Joel fast wie eine Biographie zu beschreiben. Dabei ist sie nie effekthascherisch, überzogen oder verspielt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Nein, dies ist kein Lynley / Havers Roman. Wie man sich angesichts dieser Tatsache betrogen oder enttäuscht fühlen kann ist mir schleierhaft - insbesondere wenn man das Buch "blind" kauft und dann seine diesbezüglichen Erwartungen nicht erfüllt sieht.

Wenn Elizabeth George eines kann, dann glasklare und einprägsame Charaktere schaffen, denen man sich nicht entziehen kann oder mag.

Joel ist zwölf. Mit Bezeichnungen wie "Looser", "Proll", "Sozialfall" wäre man schnell bei der Hand, würde man nicht detailliert erfahren, welche Biographie dieser Zwölfjährige, sein jüngerer Bruder Toby und die ältere Schwester Ness zu dem gemacht haben, was sie zu sein scheinen.

Eine Mutter, die nicht präsent sein kann, da sie in einer psychiatrischen Klinik lebt, ein Vater, der auf offener Straße vor den Augen seiner zwei Söhne erschossen wurde, eine Großmutter, die machtlos, überfordert und mutlos ist, sowie deren Mann, der in den Kindern entweder nur Störenfriede oder Lustbeschaffer sieht.

Schon bevor die drei Kinder von der Großmutter bei ihrer Tante Kendra abgeladen werden, haben sie viel mehr durchgemacht, als sich ein Mensch alleine vorzustellen vermag.

Kendra, in den Vierzigern, geschieden, allein lebend findet ihre Nichte und die beiden Neffen eines Tages vor ihrem Hause und wird von einer Minute zur anderen in eine Fürsorge- und Mutterrolle gedrängt, der sie trotz aller Mühe nicht gerecht werden kann.

Elizabeth George beschreibt das Leben auf der Straße. Das Leben desillusionierter, herumgestoßener Kinder, deren Weg vorprogrammiert zu sein scheint.

Es ist eine beklemmende Geschichte. Kein Krimi. Kein Thriller.
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