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Am Ende des Schweigens: Kriminalroman Taschenbuch – 14. März 2011

4.0 von 5 Sternen 237 Kundenrezensionen

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Die Sonne scheint warm und freundlich auf Stanbury House im Südwesten Yorkshires. Doch in dem Feriendomizil, das mehrere deutsche Freunde seit Jahren genießen, ist nichts mehr wie es war. Die Vögel sind vor Schreck verstummt. In einer abscheulichen Bluttat wurden mehrere der Freunde niedergemetzelt. Jeder der Verbliebenen kann es gewesen sein, jeder hat ein Motiv.

Spannung und gute Unterhaltung gehen Hand in Hand, wenn es sich um Werke von Charlotte Link dreht. Das ist auch in diesem Roman, der nun in gekürzter Hörbuchfassung vorliegt, nicht anders. Sechs CDs lang, in einer Gesamtdauer von ca. 450 Minuten, trägt Mariele Millowitsch in der Regie von Thomas Krüger den Text vor. Beide verlassen sich auf das Wort und verzichten auf Geräusche und Musik. Der knappe Begleittext gibt Hinweise zu Inhalt, Autorin und Sprecherin. Es hätte dem Vortrag gut getan, wenn zumindest einige Soundeffekte die Eintönigkeit des Vortrags aufgelockert hätten.

Millowitsch ist um eine angemessene Vortragsweise bemüht, bleibt aber in einer Gleichförmigkeit des Vortrags stecken. Häufig verfällt sie der gleichen Satzmelodie. Sie ist stets bemüht, die wichtigen Schlüsselbegriffe auch deutlich herauszuheben und irritiert doch gerade durch dieses andauernde Betonen den Zuhörer. Eine sorgfältigere Regie hätte ihr zumindest beim Finden des angemessenen Sprachgestus und bei der korrekten Aussprache des Englischen behilflich sein können. So dominiert beim Vorlesen die Angespanntheit in Millowitschs Stimme, und die macht es schwer, die jeweiligen Charaktere und ihre eigene jeweilige Gestimmtheit zu unterscheiden. --Anne Hauschild -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Die Meisterin der Täuschungen heißt Charlotte Link. Die Wiesbadenerin schreibt so gut und so britisch, dass selbst ihre englische Kollegin MInette Walters vor Neid erblassen würde! (SWR) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Gebundene Ausgabe
Der neue Roman von Ch. Link ist spannend, ohne Zweifel. Man ist als Leser gleich mittendrin im Geschehen: in englischer Urlaubsidylle verbringen drei deutsche Ehepaare die Osterzeit, doch nichts stimmt. Jeder schleppt eine Menge Probleme und Aggressionen mit sich herum, aber niemand spricht wirklich mit dem anderen.
Leider überfordert den Leser zunehmends die geballte Ladung an unterschwelliger und ausgelebter Gewalt sowie die Fülle an Problemen, nichts bleibt aus: der berufliche Ruin Leons, die bedrückenden Sorgen eines Teenagers, die Besessenheit des Versagers Philipps, mehr über seinen Vater zu erfahren, die Hörigkeit der schönen Geraldine an Philippe etc.
Irritierend sind die Klischées und Eigenschaften, mit denen die Protagonisten völlig unnötig ausgestattet werden: Tim,der Psychotherapeut, wird von Anfang an überaus unsympathisch und schleimig dargestellt, seine Charakterisierung steigert sich dann in der Entlarvung als Sadist, der seine eigene Frau als Versuchsobjekt benutzt und misshandelt hat. Es wimmelt nur von extremen Personen, sogar kleinere Rollen wie die Verkäuferin des Dorfladens, der Rezeptionistin und des Kommissars werden mit negativen Elementen ausgestattet, nichts bleibt im Normalbereich. Ausser der Person Jessicas.
Einerseits aufschlussreich, andererseits auch wieder zu viel Detailinformationen bringen die verschiedenen Tagebuchaufzeichungen und Projektbeschreibungen: was man sonst sich selber als Leser 'zusammenreimt', wird einem hier schwarz auf weiss präsentiert (Tims Papiere).
Ein spannender Roman, in gelungener Kulisse, sprachlich sehr treffend, dessen aggressive und teils verborgene Dynamik (Evelin) bisweilen nicht nachvollziehbar ist.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe bereits viele Bücher von Charlott Link gelesen und fand sie nahezu alle brilliant, aber ich muss sagen, dass der Roman "Am Ende des Schweigens" neben der Sturmzeit-Trilogie eines von Links besten Büchern ist.
Drei befreundete Pärchen nebst Kindern (insgesamt 9 Personen) verbringen jede Ferien zusammen auf einem Landsitz in Yorkshire. Zunächst muss man sich ein wenig zurechtfinden, wer mit wem zusammen ist, wer mit wem befreundet und wie dieses Personen-Gerüst zusammenhängt. SChon allein die Charakter-Beschreibungen, die einem ein sehr genaues Bild über jede einzelne Person vermitteln, sind spannend und äußerst präzise geschildert. Man fühlt sich schon nach einigen Seiten als "daneben stehender Beobachter", hat sich völlig in Ort, Zeit und Geschehen integriert. Als dann das unfassbare die Idylle noch mehr bröckeln lässt, als sie es ohnehin schon war, wird's richtig spannend. Man kann das Buch jedenfalls nicht aus der Hand legen.
Link ist meiner Meinung nach ein wirklich meisterhafter Psycho-Thriller gelungen - obwohl man meinen könnte, das Thema Freund- und Feindschaft sowie Mord seien bereits oft genug schriftstellerisch verarbeitet worden, ist dieses Buch dank Links erzählerischem Talent einfach einzigartig.
Wer Psycho-Thriller mit ausführlichen Charakterbeschreibungen mag, muss dieses Buch einfach gelesen haben!
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Von Ein Kunde am 30. August 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Mir ist das Buch, als das bisher Beste von Charlotte Link empfohlen worden. Aber dem kann ich mich nicht anschließen. Ich fand die Rosenzüchterin wesentlich gehaltvoller. Dennoch ist es atemberaubend spannend zu lesen, man fliegt nur so über die Seiten.Die Geschichte von drei Ehepaaren, die ihren Urlaub seit Jahren in einem englischen Landhaus verbringen, scheinpaar miteinander befreundet, aber eigentlich mehr ungesund miteinander verflochten mag den Leser schon zu fesseln. Allerdings fand ich das Ende nicht so wahnsinnig überraschend und manchmal haben mich die hobbypsychologischen Einschübe ein wenig gestört. Charlotte Link lässt wirklich nichts aus. Rebellierender Teenager, misshandelte Ehefrau, schlappschwänziger Ehemann, frustrierter Versager...man hat alle Varianten der psychologisch leicht gestörten Mittelschicht beisammen. Fragt sich nur, wer genug gestört ist, um ein Massaker zu begehen? Wer aufmerksam genug liest, dem ist das schon lange vor dem Ende klar, aber eigentlich geht es darum gar nicht so, denn es ist schon interessant zu verfolgen, wie die einzelnen Personen mit dem gewaltsamen Ereignis in ihrem Leben umgehen, aber genau da gibt es auch einige Schwachstellen im Buch. Manches wirkt einfach ein wenig zu konstruiert. Menschen bleiben eben Menschen und verhalten sich nicht Lehrbuch gemäß. Alles in allem macht es abert durchaus Spass "Am Ende des Schweigens" zu lesen. Es gibt bessere Bücher in diesem Herbst aber eindeutig viel mehr schlechtere!
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Format: Taschenbuch
Mein erstes Buch dieser Autorin. Bislang hatte ich sie immer als klassische "Frauen-Buch-Autorin" eingeschätzt, um so erstaunter war ich, dass sich beim Lesen vor mir ein bunter, literarischer Teppich mit differenzierten Charakterdarstellungen und gelungenen Spannungsbögen entrollte! Sicherlich - die Geschichte von drei deutschen Paaren in einem entlegenen englischen Ferienanwesen klingt ein wenig abstrus, aber das Leben geht nun einmal hin und wieder ungewöhnliche Pfade...

Die Darstellung der Patricia gelingt der Autorin ganzbesonders gut. Solche Menschen gibt es tatsächlich und sie schaffen es immer wieder, andere Charaktere in ihrer Entwicklung und ihrer Kreativität zu behindern und nur sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Im Auftritt der Patricia hat Charlotte Link ihre stärksten Szenen.

Mehr als 600 Seiten sind gerade auf Reisen immer wieder eine große Herausforderung. Der Drang, zu wissen wie es weitergeht, lässt den Konsumenten aber immer wieder zu diesem Buch greifen. Die Lektüre ist schnell bewältigt und anders als bei vielen anderen Büchern, ertappt man sich auch noch nach ein paar Tagen, wie man noch einmal die Gedanken in Richtung des Buches schweifen lässt. Ein untrügliches Zeichen für ein gutes Buch.

Abschließend kann man sagen, hier handelt es sich um ein Stück wirklich gut gemachter Unterhaltung, deren Psycho-Anteil hin und wieder ein wenig zu gewichtig ausfällt, die aber nie ins Langweilige abtriftet und mit jeder Seite zum Weiterlesen animiert. Und "nur" Frauen-Lieratur war das ganz sicher nicht...
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