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Elsa ungeheuer Gebundene Ausgabe – 26. Februar 2013

4.1 von 5 Sternen 50 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Astrid Rosenfeld wurde 1977 in Köln geboren. Nach dem Abitur ging sie für zwei Jahre nach Kalifornien, wo sie erste Berufserfahrungen am Theater sammelte. Danach begann sie eine Schauspielausbildung in Berlin, die sie nach anderthalb Jahren abbrach. Eine Zeitlang hat sie in diversen Jobs in der Filmbranche gearbeitet, unter anderem als Casterin. Ihr Debütroman ›Adams Erbe‹ erschien 2011 und schaffte es auf Anhieb auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis. Astrid Rosenfeld lebt als freie Autorin in Berlin.


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Von Gospelsinger TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 24. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Karl und Lorenz Brauer haben gerade erst ihre Mutter verloren, die schon lange psychisch gestört war und nun vom Balkon gesprungen ist. Ihr Vater Randolph Brauer weiß vor lauter Trauer kaum noch, dass er für zwei Söhne und eine Ferienpension verantwortlich ist.
Nur die Haushälterin Frau Kratzler und der Dauergast Herr Murmelstein, genannt das Murmeltier, kümmern sich um die acht und zehn Jahre alten Jungen. Während Frau Kratzler sich um das Seelenheil der Jungen sorgt, erzählt ihnen das Murmeltier seine erotischen Erinnerungen als Gute-Nacht-Geschichten.
Und dann tritt Elsa in das Leben der Brüder. Die Elfjährige wird von ihren Eltern nicht auf eine Weltreise mitgenommen, sondern zu ihren Verwandten in die Oberpfalz geschickt. Keinen erstaunt das, denn dieses Kind mit seinen Streichholzarmen ist frech, benimmt sich seltsam, trägt unmögliche Kleidung und will sich nicht einfügen.
Der achtjährige Karl ist von der ersten Minute an von Elsa fasziniert, und auch Lorenz freundet sich mit ihr an. Zusammen verbringen sie einen ganz besonderen Sommer voller Verrücktheiten. Aber dann bricht der Ernst des Lebens über sie herein.
Lorenz verarbeitet später die Kindheitserlebnisse als Maler in seinen Bildern. Aber er muss feststellen, dass die Kunstszene einem Haifischbecken gleicht und die Rachegefühle zweier Frauen eher über den Fortgang einer Karriere entscheiden, als das Talent des Malers.
Karl hat es weitaus schwerer, Elsa zu vergessen, denn beim Abschied haben sich ihre Wangen berührt. Erst, als er mehr über die Hintergründe der damaligen Ereignisse erfährt, kann er die Vergangenheit loslassen.
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Format: Gebundene Ausgabe
In „Elsa ungeheuer“ erzählt Astrid Rosenfeld die Geschichte der Brüder Brauer, deren Leben von sonderbaren Eseln und skurrilen Gestalten geteilt wird. Da wäre Mutter Hannah zu nennen, die sich ihre rosa Unterhose über den Kopf zieht und vom Balkon springt. Die Herzjesu flüsternde Kratzlerin, eine Haushälterin, die immer schon da war und für die Jungs die älteste Frau der Welt ist. Oder Herr Murmelstein, ein ehemaliger weltreisender Rammler, der besuchsweise bei ihnen um Erkenntnis ringt. Noch in der Kindheit tritt die kratzbürstige Elsa in ihr Leben.

Das burschikose Auftreten des extravagant gekleideten Mädchens fordert die beiden Jungen heraus, die Zuneigung und Ablehnung gleichermaßen für sie empfinden. Natürlich verbirgt sich hinter ihrer Aufsässigkeit, neben der offensichtlichen Vernachlässigung der Eltern ein Geheimnis. Bis die Jugend zu Ende geht, die Wahrheit ans Licht tritt und die Enge der Oberpfalz, den unendlichen Möglichkeiten der internationalen Kunstszene weicht vergehen viele Jahre und das Trio wird durch Elsas Fortgehen endgültig gesprengt. Und Lorenz Brauer entwickelt sich zum Shootingstar des Malerolymps, der nächste Jackson Pollock, ein neuer Neo Rauch, zumindest scheint es so. Ein Weg auf den ihn sein Bruder Karl koksend begleitet, bis er einsieht auf die Weise keine Geister loswerden zu können.

Was mir an dem Roman gefallen hat? „Elsa ungeheuer“ ist lebensprall. Es wird gekokst, gevögelt, geprügelt, gemalt, gesoffen, geliebt und philosophiert, was das Zeug hält.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nach "Adams Erbe" waren meine Erwartungen an das zweite Buch der Autorin gross, was vielleicht eine etwas ungünstige Ausgangslage ist.
Tatsächlich bin ich mit diesem Roman nicht glücklich geworden, auch wenn es einiges gab, was durchaus lesenswert war. So weiss die Autorin gut mit der Sprache umzugehen und viele Aussagen sind durchaus das, was man gemeinhin als Weisheiten bezeichnen könnte. Aussagen, die von einem lebensklugen älteren Menschen eher zu erwarten wären als von einer vergleichsweise jungen Autorin.
Andererseits schwächelt der Roman an dem Bemühen, die dargestellten Figuren besonders schillernd, aussergewöhnlich daherkommen zu lassen. Dabei wird des Guten meines Erachtens zu viel getan, was der Überzeugungskraft der Charaktere abträglich ist. Dies trifft vielleicht weniger auf Karl zu ("Fetti" in der Kindheit, getriebener Kokser in der Jugend, ewiger Untertan der Königin Elsa), dafür um so mehr auf die Titelfigur Elsa, die in ihrer Darstellung nicht richtig stimmig werden will. Dieses schon in der Kindheit eigenwillige, fast unbändige Mädchen schafft es nicht, dem Missbrauch des Onkels auch nur das Geringste entgegenzusetzen? Lässt sich kurzerhand vom Schlachter ehelichen und nach Texas abtransportieren?
Dann ist da das skurrile "Murmeltier", herzensguter Freund und Retter der drei Kinder, der ihnen Erotisches, ja wüste Zoten, als Gutenachtgeschichten auftischt. Auch er ist eher etwas zu schrill gezeichnet. Das gilt auch für die launisch-herrische Irina, Mäzen und unberechenbare Alte, die das Schicksal ihrer Protegés nach Gutdünken beeinflusst, bis hin zu deren gnadenlosem Untergang.
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