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Eleganter Unsinn: Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen Taschenbuch – 1. September 1999
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Taschenbuch, Ungekürzte Ausgabe
"Bitte wiederholen" | — | 39,72 € |
| Taschenbuch, 17. August 1999 | 49,95 € | — | 49,95 € |
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe349 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberBeck
- Erscheinungstermin1. September 1999
- ISBN-103406452744
- ISBN-13978-3406452741
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Produktbeschreibungen
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In diesem Buch dokumentiert der Urheber seinen "Scherz". Neben einem gründlichen Kommentar zu dem Artikel, der hier freilich nicht fehlt, liefern die Autoren eine eingehende Diskussion wichtiger postmoderner Theoretiker, die ausgiebig in der Naturwissenschaft gewildert haben. In Einzelkapiteln wird aufgeschlüsselt, wie fahrlässig Lacan, Kristeva, Deleuze und Guattari, Virilio, Baudrillard und andere mit Axiomen der Mathematik und Physik umgehen.
Beispiel: Heisenberg. Dessen Unschärferelation besagt unter anderem, daß bei der Beobachtung eines Teilchens der Beobachtungsvorgang in den Vordergrund rückt. Oder anders: Naturwissenschaftliches Beobachten bringt nicht ein Naturbild hervor, sondern "ein Bild unser Beziehung zur Natur" - ein Ergebnis, daß von der poststrukturalistischen bzw. konstruktivistischen Theorieavantgarde vielfach zur metaphorischen Grundlage einer metaphysischen Skepsis gegenüber Konzepten wie Identität, Existenz und Wahrheit gemacht wurde.
Sokal und Bricmont richten sich im kleinen also gegen den Mißbrauch der Naturwissenschaften als Metaphernlieferant. Dahinter steht die Abneigung gegen den uneingeschränkten Relativismus, den die postmoderne Theorie verherrlicht: alles ist beobachterabhängig, Wissenschaft ist Text, die Wahrheit subjektiv. Eleganter Unsinn ist deshalb vor allem eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem philosophischen Skeptizismus von Hume und Descartes bis Popper, Kuhn und Feyerabend. Es ist eine nüchterne, klarsichtige Bestandsaufnahme der jüngsten Wissenschaftgeschichte mit dem Versuch, den Streit zwischen den "zwei Kulturen" Natur- und Geisteswissenschaft argumentativ zu schlichten. --Nikolaus Stemmer
Produktinformation
- Herausgeber : Beck; 1. Edition (1. September 1999)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 349 Seiten
- ISBN-10 : 3406452744
- ISBN-13 : 978-3406452741
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 623,656 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 6,519 in Moderne & Postmoderne (Bücher)
- Nr. 88,973 in Film, Kunst & Kultur (Bücher)
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Das Buch behandelt das Ausgangsmaterial dieser Parodie. Die Texte der Postmodernen Vordenker Jaqcues Lacan, Julia Kristeva, Luce Irigaray, Bruno Latour, Jean Baudrillard, Gilles Deleuze und Felix Guattari sowie Paul Virilo. Es werden längere Passagen aus ihrem Werk samt Anmerkungen der beiden Autoren präsentiert. Ich habe Mathematik und Physik studiert. Es verschlägt einem den Atem mit welcher Unverfrorenheit diese angeblichen Intellektuellen Größen in ihren Werke mit willkürlich ausgewählten Zitaten und Schlagwörtern aus diesen Gebieten um sich werfen. Es ist offensichtlich, dass sie von der Sache nichts verstehen. Es gibt auch keinen wie immer gearteten Zusammenhang mit ihrem eigenen Fachgebiet. Es ist schlicht und einfach intellektuelle Hochstapelei. Besonders bizarr wird es, wenn selbst ein richtiger Gedanke auf Grund von fehlender Fachkenntnis und mangelnder intellektueller Redlichkeit vergurkt wird. Es ist unbestritten, dass die Forschung in der Physik und - wenn auch in abgeschwächter Form - jene der Mathematik von gesellschaftlichen Machtverhältnissen beeinflusst wird. Das Forschungsgeld bestimmt die Forschungsrichtung. Das heißt nicht, dass deswegen die Forschungsergebnisse selbst falsch sind. Die Atombombe soll möglichst effektiv explodieren. Das tut sie nur, wenn die dahinterstehende Theorie richtig ist. Aber es gäbe auch Dutzende andere Forschungsrichtungen die wissenschaftlich gesehen genauso interessant wären.
Und was macht Luce Irigary daraus? Die Hydrodynamik ist im Verhältnis zur Festkörperphysik unterentwickelt, weil das Feste mit Männern, mit dem männlichen Phallus, und das Flüssige mit dem weiblichen, der Vagina, der Menstruation, in Verbindung stehen. Die männlichen Physiker haben Angst vor dem Weiblichen. Aus diesem Grund haben sie um die Hydrodynamik einen möglichst weiten Bogen gemacht. Das tut - wenn man nur ein bisserl Ahnung von der Sache hat - richtig weh. Die Theorie der Hydrodynamik - die Navier-Stokes-Gleichung - wurde von Claude Navier bereits 1822 geschaffen und von George Stokes weiter ausgearbeitet. Diese Gleichung und ihre Anwendung gehört zu dem am besten erforschten Gebieten der Mathematik und Physik. Man wird in den Pantheon der Mathematik aufgenommen, wenn man die Frage, ob diese Gleichung im dreidimensionalen immer eine Lösung hat, klärt. Zusätzlich erhält man noch 1 Million $ bar aufs Handerl. Aber es ist z.B. die Berechnung der Aeordynamik einer Raumkapsel beim Wiedereintritt in die Erdathmosphäre ein extrem kompliziertes Problem. Es treten nicht nur Turbulenzen auf, sondern es geht durch die Erhitzung ein Teil der atmosphärischen Grenzschicht in den Plasmazustand über. Die Vorstellung Raumfahrt-Wissenschafter würden sich mit dieser Frage nicht intensiv beschäftigen, würden lieber die Raumkapsel verglühen lassen, weil ihnen vor diesem "weiblichen Problem" graust, ist einfach nur Jenseits von Dumm und Dämmlich (Ich bringe dieses Beispiel weil ich einige Jahre in der Raumfahrt-Forschung gearbeitet habe). Luce Irigary hätte - bevor sie diese Behauptung aufstellt - einfach ein Lehrbuch zur Hydrodynamik durchblättern können. Sie muss es ja nicht verstehen, aber sie hätte sich auf diese Art und Weise überzeugen können, dass einige Fragen der Hydro- und Aerodynamik wirklich kompliziert sind und es nicht aus Jux und Laune der Wissenschafter auf diesem Gebiet noch weisse Flecken gibt. Aber irgendetwas auch nur auf elementare Weise empirisch zu überprüfen, gehört nicht zum methodischen Kanon der Postmoderne. Beim Studium dieser Texte weiss man nicht recht, ob man angesichts dieser vollen Ladung von aufgeplusterter Dummheit Lacen oder Weinen muss. Die Parodie ist hingegen ein Gustostückerl feinster und amüsanter Ironie. Als Mathematiker gefällt mir folgende Stelle besonders:
"Das zweite Beispiel (für die enge Verflechtung von Mathematik und Atomindustrie C.D.) ist Laurent Schwartz 1973 erschienenes Buch über Radon-Maße. Dieses Werk ist zwar fachlich interessant, aber, wie der Titel deutlich macht, ganz und gar geprägt durch die Befürwortung der Atomkraft, die seit Anfang der 60er Jahre für die französischen Wissenschafter charakteristisch ist. Leider war die französische Linke - vor allem, aber beileibe nicht nur die PCF - traditionell ebenso begeistert von der Atomenergie wie die Rechte".
Sokal liefert der Postmodernen Schickeria alles was sie hören will. Inklusive ihr Naserümpfen über die traditionelle Linke und verarscht sie zugleich. "Radon-Maße" haben überhaupt nichts mit dem radioaktiven Element Radon zu tun. Sie sind nach dem Begründer dieser mathematischen Theorie, Johann Radon, benannt. Es dürfte selbst einen postmodernen Schwätzer schwer fallen zwischen Radon-Maßen und Atomkraftwerken einen Zusammenhang her zu stellen. Sokal hat unzählige derartige Fallen eingebaut. Als Mathematiker biegt man sich vor Lachen wenn man die Stelle liest. Aber man kann noch verstehen, dass die Herausgeber hereingefallen sind. Es gibt aber zahlreiche andere Fallen bei denen Sokal zurecht anmerkt "Das war riskant, weil eigentlich sollten das auch ein Sozialwissenschafter merken". Sie haben nichts gemerkt.
Interessant war auch die Reaktion von Social Text als Sokal die Parodie in einem Folgeartikel aufklären wollte. Ein besonders beliebtes Schlagwort der Postmoderne ist der Diskurs. Es wird den Naturwissenschaften die Verweigerung dieses Dikurses vorgeworfen.
Dieser Beitrag wurde mit dem Hinweis, er entspreche nicht den wissenschaftlichen Kriterien der Zeitschrift, abgelehnt. Offensichtlich sind sie nur an einem Diskurs interessiert, in dem alle dieselbe postmoderne Meinung haben.
Sokal war mit seiner Demaskierung der Postmodernen Hochstapelei jedoch nicht der Erste. Eine sehr amüsante Kritik ist Camille Pagilas MIT-Vorlesung aus dem Jahr 1991. Paglia hat auf ihre Art - "rauh, schrill und anstößig" den "french rot" in der Luft zerrissen.
Siehe dazu auch meine Besprechung von: Camille Paglia: Sex, Kunst und Medienkultur: Der Krieg der Geschlechter.
Das Buch 'Eleganter Unsinn' von Alan Sokal und Jean Bricmont ist ein zutiefst 'bagonalistisches' Buch (sollten die Autoren jemals etwas über Bagonalismus erfahren haben).
'Eleganter Unsinn' ist eine 'Abrechnung mit dem imposanten Jargon und der arroganten Gelehrsamkeit der postmodernen Philosophie, die ein erschreckendes Faktum verbergen: Der Kaiser ist nackt!'.
Eigentlich geht es im Buch darum, wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften missbrauchen, um die Leute zu beeindrucken, die sich auch gleich massenweise davon beeindrucken lassen. Letzteres zur Folge wäre die Drangsalierung des Geistes und die weitere Verblödung der Massen.
Die Frage ist ' welche sozialneidische Aufwieglereivereinigung davon profitiert?
Die 'Koryphäen' prallen in ihren Veröffentlichungen und Vorträgen mit Wissen, von dem sie peinlich wenig besitzen. So quasi prangern die Verursacher des Buches alle die Wichtigtuer an, die viel reden und nichts dabei sagen. Obwohl wir, ausgerechnet an dieser Stelle, die Sache ein wenig zu knapp behandeln, nehmen wir dennoch die Autoren und ihr Werk sehr ernst und beim Wort. Alles weitere steht im diesen mutigen ' leider nur antiquarisch zu beschaffenden Buch ' worin einem Zusammenhänge und aufgeführte Zitate geduldig erklärt werden. Andersrum würde man diese auch mit zwei Universitäten kaum verstehen.
