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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
230
4,2 von 5 Sternen
Dragon Age: Origins (Uncut)
Plattform: PC|Version: Standard|Ändern
Preis:9,99 €+ 5,00 € Versandkosten


am 11. August 2016
Eines der besten Spiele überhaupt!! Die Story ist toll und die Entscheidungen, die man trifft, haben zur Abwechslung mal tatsächlich Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte! Die Gefährten kann man sich auch aussuchen und eine Beziehung zu ihnen aufbauen (wobei sogar angezeigt wird, wie sie zum eigenen Charakter stehen). Insgesamt ein überaus gelungenes und empfehlenswertes Spiel!
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am 17. November 2011
Das Spiel hat Spaß gemacht, jedoch ist die Story teils verwirrend und die Zauberei ist kein Vergleich zu der in Baldurs Gate 2. Ferner verlieren Schurken im Spiel völlig an Sinn. Sicherlich sind die Videoszenen toll gemacht, aber sonst?

Daher 3 von 5
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am 6. Dezember 2013
Ich hab DAO im Mai 2010 gekauft, war so begeistert das andere Spiele erstmal "Pause" hatten und spiele es immer noch ab und an.

Die Geschichte / Story ist spannend aufgebaut, die Grafik sowie Effekte können sich auch sehen lassen, die Handhabung ist gut umgesetzt und somit bin ich sehr zumindest zufrieden. Habe DAO auch anderen Spieler weiter empfohlen.

Gesamt bekommt das Game 5 Sterne und viel Spaß beim Spielen.
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am 5. Dezember 2009
Ich schreibe nicht oft eine Rezension, aber wenn, dann habe ich etwas wichtiges zum Objekt zu sagen.
Und dieses Spiel verdient die Mühe, eine Rezension zu schreiben.

Kurz dazu, was Dragon Age Origins ist.
Es handelt sich um ein PC-Rollenspiel (RPG), indem man die Rolle eines Kriegers, Magiers oder Schurken/Barden übernimmt und mittels drei weiterer Gehilfen (die man allesamt selbst steuern kann) eine wirklich spannende und fesselnde Geschichte erlebt. Es ist keine freie große Welt, sondern vergleichbar mit vielen kleinen Instanzen(aus WoW), Gebieten. Es ist ein absolut, reines Singleplayerspiel und kann Offline alleine durchgespielt werden. Insgesamt ist es von der Spielart vergleichbar mit World of Warcraft, Baldurs Gate oder auch Neverwinter Nights.

Nun zum Wichtigen

Systemvorraussetzungen
Trotz offizieller Aussagen! Das spielt läuft auf einem XP Prof SP3, 2 GB RAM 800 MHz, Athlon 64-bit 2,6 GHz und Asus GeForce 7900GTX auf zweithöchster Detailstufe mit 4fach AnisotroperFilterung und 2fach AntiAlising sehr flüssig und sieht sehr, von anderen Games gewohnt, schön aus. Bei mir nicht überragend, aber gut.
Kritikpunkt: Ich muss schon ca. 10-15 Sekunden beim toten Gegner stehen bleiben, bis es "glitzert", heißt, bis ich die Beute aufnehmen kann.
(Das geht bei meinem Kumpel mit besserem PC sofort)

Was gibt es wichtiges über das Spiel zu erzählen?

1. Eine gute, fesselnde und spannende Story, die man durch Dialoge beeinflussen kann. Dein Charakter kann freundlich oder böse sein und auch so antworten. Manchmal verbaut es Dir Türen, manchmal öffnet es welche. Dieses Feature geht soweit, dass ich regelmäßig vor meinem (nicht abbrechbaren) Dialog sitze und mir überlege: "Ja, wie antworte ich jetzt? Wie entscheide ich? Mach ich ihn tot und sicher mir das Wohlwollen von König X, der mir wiederrum bei meinem Hauptanliegen hilft, oder lass ich ihn am Leben und bekomme unerwartete Hilfe in Form von XYZ oder eine wertvolle Rüstung. Kann ich König X vielleicht noch anders überreden?"
Weiterhin haben Deine Entscheidungen Auswirkungen auf die Loyalität Deiner Gruppenmitglieder. Entscheidest Du immer unmenschlich, grausam oder böse, verlassen Dich wohlmöglich Gruppenmitglieder, die durch und durch gut gesinnt sind.
Dieser Gedankengang verdeutlicht die Tiefe des Features, dass man Entscheidungen fällen muss. Es gibt auch Fähigkeiten in dieser Richtung, die der Charakter erlernen kann. So kann man "Einschüchtern" bzw. "Überreden" erlernen, für welches die Charaktereigenschaften "Stärke" und "Klugheit" wichtig sind. Dann hast Du in Dialogen mehr Möglichkeiten zu antworten und kanst versuchen einen Story-Charakter von etwas zu überzeugen oder ihn zu etwas zwingen.
Die Qualität der Geschichte, liegt in etwas auf dem Niveau von Baldurs Gate oder Neverwinter Nights. (Jeder hat ja eh seine Vorlieben und würde jetzt widersprechen oder zustimmen. Ich sage ja nur, dass es keine 0815-Geschichte ist.)

Das Spiel ist insgesamt sehr Dialoglastig. Es gibt Phasen reiner Erkundung und Kampfes und es gibt Phasen in denen man viel Kommunizieren muss und Entscheidungen fällen muss. Es wechselt sich sehr angenehm ab. Insgesamt würde ich es aber zu 60% dem Dialog-Bereich zuordnen. Diese Dialoge sind aber wie gesagt abwechslungsreich, und fordern eine Entscheidung und ein Verhalten, weshalb es kein "Durchklicken" ist. Viel zu lesen hat man meist auch nicht. Alle Dialoge sind vertont und lassen sich mit Maus und Tastatur bedienen.

2. Dein Charakter hat Eigenschaten, Talente, Zauber und kann durch das Sammeln von Erfahrung aufsteigen. So ähnlich wie beim Spiel World of Warcraft.
Das erledigen von Aufgaben für verschiedenste Gruppierungen und das töten von Monstern bringt Dir Erfahrungspunkte. Hast Du genug für ein Level zusammen, steigts Du auf und kann jeweils 3 Eigenschaftspunkte wie Stärke, Konstitution oder Geschicklichkeit usw. vergeben, als auch die nächste Stufe eines Zaubers erlernen, sowie manchmal ein Talent, wie "Kampfausbildung", "Kräuterkunde" oder "Giftherstellung" steigern.
Die Eigenschaftspunkte wirken sich direkt auf Deinen nächsten Kampf aus, so bringen Dir 3 Konstitutionspunkte genau 15 Lebenspunkte. Das Prinzip ist bekannt.
Bei den Zaubern ist es anders als bei WoW. Jeder neue "Zauberpunkt" bringt Dir auch fast immer wirklich einen neuen Zauber oder eine neue Nahkampffähigkeit. Manchmal sind die nicht so hilfreich, aber die Fähigkeit, die durch diese Fähigkeit in der Auswahlliste freigeschaltet wird, ist dann oft sehr gut. Es bestehen also Abhängigkeiten zwischen den Fähigkeiten. Insgesamt kann man aus einer Fülle von Fähigkeiten wählen, so dass man sich schon am Anfang gut überlegen muss, wofür man seine Punkte ausgibt. Alles wird nicht klappen. Als Beispiel gibt es Schildschläge mit Schaden und Betäubungseffekt, Eis-Orkane, Feuerbälle oder Blitze. Man kann Einschläfern, Desorientieren, jemanden verstärken oder auch verfluchen oder sich verwandeln oder etwas beschwören und noch vieles mehr...
Die Talente sind sehr nützlich, deshalb kann man die nicht mit jedem Level-Up steigern. In den Talente sind auch die Berufe versteckt. Spielt man bis zum Schluss, bekommt man zwei Talente bis auf die Maximalstufe vier und hat dann noch ein paar Punkte über. Es empfielt sich, bei jedem Gruppenmitglied andere Talente zu steigern, damit man nicht überall dasselbe hat.
Ja, richtig. Man steigert auch seine Gruppenmitglieder. Jedes hat einen eigenen Erfahrungsbalken, eine Talente, zauber und so weiter.

3. Gruppeninventar. Du hast am Anfang 60 oder 70 Taschenplätze. Jeder in Deiner Gruppe kann darauf zugreifen. Wundumschläge (Verbände) zum Beispiel hast Du einmal im Inventar, musst sie aber jedem Gruppenmitglied einzeln auf seine Aktionsleiste legen. Gegenstände können gleichzeitig von allen Gruppenmitglieder benutzt werden. Die Taschenplätze kannst Du erweitern in dem Du bei manchen Händlern neune Rucksäcke kaufst. Da bekommst dann immer zehn Plätze hinzu, kostet aber Souvereigns(Gold). Und Gold ist nicht soo reich gesähnt. Du musst viel viel sammeln, jede Kiste aufmachen und alles verkaufen, um an Geld zu kommen. Die Quests natürlich nicht zu vergessen.
Du musst auch alle Deine Gruppenmitglieder selbst ausrüsten. Wenn Du ein neues Gruppenmitglied bekommst, dass geschieht durch spontane Aktionen, durch Quests und durch die Storyvorgaben, dann hat dieses neue Mitglied schon eine relativ gute Rüstung. Du kannst ihm aber gefundene oder gekaufte Rüstung und Waffen aus dem Gruppeninventar anlegen. Du tust gut daran, allen eine gute Rüstung zu verpassen, denn Du steuerst ja alle und alle kämpfen mit Dir/für Dich.

4. Du findest immer Deinen Questort. Dragon Age Origins hat keine freie große Welt. Wenn Du eine Aufgabe übernimmst und das nächste Mal an einem vorgegeben Ort einen Ort/ein Gebiet verlässt, erhälst Du eine Karte auf der Einträge sind. Je nach angenommenen Quests hast Du bestimmte Einträge freigeschaltet, wo Du hinreisen kannst(Klick drauf, Ladezeit). Manche Orte sind von der Story vorgegeben, manche erscheinen nur, wenn Du die Quest hast.
Das bedeutet, dass man oft Laden muss, die Gebiete danach aber nicht klein sein müssen, aber auch nicht so groß wie in WoW. Bei meiner PC-Konfiguration(siehe oben), dauert das Laden schon so seine 20-30 Sekunden. Manchmal nervig, aber die Sucht nach dem Spiel macht es erträglich. Dafür das man keine freie Welt hat, kann ich es halt auch noch auf gehobenen Details spielen.

5. Deine einzelnen Gruppenmitglieder, egal ob gerade in Deiner aktiven Gruppe von vier Personen oder im Lager lagernd, haben Dir gegenüber eine gewisse Loyalität. Gespräche und die "richtigen" Antworten steigern diese Loyalität. "Falsche" Antworten oder Fragen können diese aber auch senken. Gibt man sich Mühe, steigt die "Gruppenmoral" und einzelne Mitglieder bekommen dauerhafte Boni. Durch Geschenke aus dem Inventar, kann man Mitgliedern eine Freude bereiten und die Loyalität steigt ebenfalls. Mag Dich ein Gruppenmitglied, kannst Du mit ihm auch andere Gespräche führen, als sie vorher möglich waren, so erfährst Du Stück für Stück mehr von Deinen Gefährten.

6. Charaktertiefe
Deine Begleiter haben allesamt eine eigene Story und Motivation. Jeder ist aus einem anderen Grund in Deiner Nähe. Mal weil sie mit Dir die Welt retten wollen, mal weil Du sie im Kampf bezwungen hast oder aus einem Gefängnis befreit hast. Läufst Du durch die Welt, unterhalten sich auch Deine Gruppenmitglieder untereinander. Sehr witzige Dialoge kommen da zustande und Du fühlst Dich, als sei diese Gruppe echt, diese Leute echt. Bioware hat sich viel einfallen lassen, um wirklich interessante und lustige Gefährten zu kreiren. Regelmäßig muss ich herzhaft lachen, weil der Humor der verwendet wird, wirklich tiefründig ist und es sehr schwer ist, solchen Humor zu erzeugen. Bioware hat das sehr gut drauf und ich kann nur meine unverhohlene Begeisterung äußern, wass die Ideen und die Umsetzung einer tollen Gefährtengruppe betrifft. Dieses Feature ist für mich das herausstechenste an diesem Spiel. Wunder Dich also nicht, wenn Du plötzlich von einem männlichen Gefährten umworben wirst und entscheiden musst, wie Du Dich ihm gegenüber verhälst. Natürlich tuscheln auch die anderen über Dich/Euch :) Eifersucht kann aufkommen...

7. Gameplay-Abwechslung
Nicht nur, dass man sowieso immer vier Charaktere gleichzeitig spielt. Bei mir meistens eine Magierin, einen Tank, einen Zweihandkrieger und einen Schurken. Nein, manchmal wird man durch Quests gezwungen einen Einzelnen auszuwählen und mit diesem eine Aufgabe zu erledigen. Es ist auch nicht immer nur knüppeln, knüppeln, knüppeln, sondern man muss Rätsel lösen, man muss Wege auslosten, man muss die richtigen Charaktere auf die richtigen Gegner schicken. Spielt man nicht auf Leicht, so verursachen Fähigkeiten die Schaden in einem Bereich und nicht auf einen bestimmten Gegner machen, auch Schaden an den eigenen Gefährten. So kommt Stellungsspiel ins Spiel. Die Pausetaste ist Gold wert. Man macht Pause und klickt durch seine Gruppenmitglieder. Bei jedem kann man entscheiden, was er als nächstes machen soll. Dann lässt man die Aktion laufen und macht wieder Pause. Je nachdem wie schwer der Gegner ist. Eine Dreiergruppe "weißer" gegner erledige ich ohne Pause, drei "orange" Gegner gehe ich da gezielter an. Sterben maximal drei Deiner Gefährten, so stehen sie nach erfolgreichem Kampf wieder auf und haben dauerhaften Wunden, wie -10% Konstitution. Durch bestimmte Items oder einem Aufenthalt im "Lager", können diese Wunden geheilt werden. Sterben alle, musst Du vom letzten Speicherpunkt starten. (Speichern kann man fast immer, es sei denn man ist im Kampf oder im Dialog)

8. Verhalten im Kampf einstellen
Man muss nicht immer Pause machen und allen neue Befehle geben. Es gibt ein geniales Feature in Dragon Age Origins, bei dem man jedem Gruppenmitglied vorgeben kann, wie es sich Verhalten soll, wenn man es nicht selbst steuert. Und das ziemlich detailliert. Jedes Mitglied hat je nach Level und Talentfertigkeit eine bestimmte Anzahl von "Taktikplätzen". Ein Taktikplatz kann man als "automatisches Verhalten" erklären. Diese sind nach dem Prinzip "Wenn...dann" aufgebaut. Beispielsweise kann man einem Nahkämpfer sagen, dass wenn ein Ziel weniger als 25% Gesundheit hat, dass dann ein "Kritischer Schlag" erfolgen soll, der meist das Ziel tötet. Oder man sagt der Heilerin, dass wenn ein Gruppenmitglied weniger als 10% Leben hat, dass dann ein spezieller Schutzzauber gewirkt werden soll. Oder dass wenn ein Ziel einen Zauber wirkt, dass dann ein Unterbrechungsschlag kommen soll. Oder das Ziele in weiter Entfernung eingeschläfert werden sollen oder oder oder. Es gibt sehr detaillierte Möglichkeiten das Verhalten von Gruppenmitgliedern, wenn man sie nicht selbst steuert und es macht sehr viel Spaß auszuprobieren, wie gut die Gruppe auch ohne persönliches Einschreiten kommt.
Manko dabei.
Man steuert IMMER genau einen Charakter und wenn man ihn selbst steuert, führt er seine eingestellten Taktiken nicht aus. Ich habe das gelöst, indem ich immer den Tank steuere, der sowieso nicht viel zu tun hat. Man kann ja im Kampf zwischen den Gruppenmitgliedern hin und her wechseln.

Kritikpunkte
Einge wenige Kritikpunkte habe ich, die auch so wichtig sind, dass ich sie der Kritik zu diesem durch und durch guten Spiel nicht vorenthalten kann.

Wirklich unschön ist das Zukaufen von zusätzlichen Quests. Man trifft In-Game Personen die Hilfe brauchen. Für diese Personen kann man durch die Funktion "Onlineinhalte herunterladen" Aufgaben absolvieren und tolle Rüstungen, Geld oder auch neue Gruppenmitglieder erhalten. Eine Quest hat man durch Kauf des Spiels frei, die anderen müssen mit EA-Punkten bezahlt werden. Und die EA-Punkte sind meiner Meinung nach happig teuer. 1800 Punkte kosten 17 Euro. Und für 500 Punkte bekommt man eine zusätzliche Quest. Lohnen tut sich das In-Game schon, denn man erhält möglicherweise Dinge oder außergewöhnliche Gruppenmitglieder, die Spaß machen oder einen echt weiterbringen. Insgesamt finde ich es aber zu teuer. Das sei ja jedem selbst überlassen. Stören tun diese Dinge jedoch nicht. Man kann auch ohne das Spiel durchspielen.

Die Charakterübersicht hat einen riesigen Makel. Für Nah oder Fernkämpfer werden korrekte Schadensanzeigen angeboten(DPS). Für Magier fehlt dies. Jegliche Zauberkraftboni oder überhaupt die Schadensanzeige von Zaubern fehlt.

Einmal angenomme Quests können nicht abgebrochen werden. Aus WoW war ich gewohnt, erst einmal alles anzunehmen. Hier ist das nicht sinnvoll. Man sollte sich die Zeit nehmen VOR Annahme der Quest zu lesen was die von einem wollen. Manchmal ist das gar nicht so erstrebenswert die Quest zu machen. Gibt zwar Geld und Erfahrung, aber möglicherweise schadet es euerer Gesinnung.

TIPPS fürs Spielen
- Nehmt einen Schurken in die Gruppe der sehr schnell, sehr hohe Schlösser knacken kann. Das bringt euch bares Geld, gute Rüstungen und die Möglichkeit, manche Questgegenstände schneller zu finden.

- Entscheidet euch, was euer Charakter gut können soll und fördert gezielt, erstmal diese Fähigkeiten. Sonst habt ihr einen Allrounder, der mit keiner Fähigkeit besonders "durchschlagend" ist.

- F5 ist Schnellspeichern (F9 Schnellladen). Vor Dialogen und Türen immer speichern. Manchmal ist man überrumpelt von der nächsten Situation und wollte es eigentlich anders machen. Oder man möchte aus Interesse wissen, wie es weitergehen würde, wenn man anders entschieden hätte.

- Nutzt die Taktikoptionen. Es macht irre Spaß die Gruppe "alleine" kämpfen zu lassen und zu sehen, wie sie klarkommt. Ich habe Stunden mit der Einstellung der richtigen Taktik für die einzelnen Charaktere gebraucht.

- Sprecht mit euren Gefährten, fragt sie aus. Macht euch Freunde oder auch Feinde :)

So das wars von mir zu Dragon Age Origins.
Das Spiel ist sein Geld Wert. Man bekommt eine tolles, tiefes und technisch gutes Spiel, dass auch noch auf zwei Jahre alten Rechner gut läuft(Ladezeiten mal außen vor). Die Story, das Dialogsystem und die tiefen Gefährtencharaktere machen für mich das Spiel aus. Bei dem Rest vermisst man eigentlich Nichts, was man von solchen Spielen gewohnt ist. (Auch eine tolle Bonus-Rüstung beim Sammeln einer speziellen Drachenschuppe ist ebenfalls dabei.) Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der im Speziellen eine gute Story in einem gutem RPG sucht und nicht durch zahlreiche Dialoge gelangweilt wird. Es ist für mich seit Neverwinter Nights das packenste RPG das ich gespielt habe. Und durch meine umfassende Erfahrung mit RPGs oder insgesamt Computerspielen, bedeutet es schon etwas, wenn ich mich dazu entscheide, Sonntags um neun auszustehen, um ein Spiel zu spielen.

Eins noch. Selbst meine Frau, die rein gar nichts spielt und nur ebay und iTunes am PC verwendet, fand das Spiel so gut, dass sie sich beim Spielen neben mich gesetzt hat und zugeguckt hat, weil es, wie sie sagt, "wie ein Film" ist. Wenn das nichts heißt...
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am 9. November 2009
Ich liebe klassische Part-RPGs. Egal ob The Bard's Tale, DSA, Dragon Wars, Champions of Krynn, Wizardry, Baldur's Gate, Icewind Dale oder Neverwinter Knights, usw. alle diese Spiele und noch einige mehr habe ich mit Begeisterung gespielt. Spiele wie Gothic 1-3, Risen, Morrowind oder Oblivion sind ja auch ganz nett, machen mir aber nicht halb so viel Spaß.

Nun zu "Dragon Age: Origins" (Das Folgende bezieht sich auf die englische Version):
Ich habe das Spiel am Samstag erhalten und es hat mich für den Rest des Wochenendes an den Bildschirm gefesselt. Es begann schon mit der Einführung meines Charakters, die mich echt umgehauen hat. Dies führte dazu, dass ich nachdem ich eine Weile mit meinem ersten Charakter gespielt hatte, noch 5 weitere Charaktere erstellt habe, um die 6 verschiedenen Einstiegssequenzen durchzuspielen. Es ist wirklich unglaublich wie wunderbar all diese Geschichten erzählt sind und wie gut selbst Charaktere entwickelt sind, die vermutlich im weiteren Verlauf keine große Rolle mehr spielen werden.
Auf einige NPCs, die man in diesen Einstiegsequenzen kennenlernt, trifft man aber auch apäter nochmal. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich mit meiner Magierin an eine bestimmte Stelle komme, die ich mit meinem ersten Charakter bereits passiert habe. Der Wiederspielwert ist allein schon aufgrund dieser Begebenheiten ungewöhnlich hoch für ein lineares Rollenspiel. Hierzu tragen auch die interessanten Gefährten bei, die sich immer wieder miteinander unterhalten oder streiten und auch bei einigen Dialogen "ungefragt" ihren Senf dazu geben. So kann sich durchaus einiges ändern wenn man sich an bestimmten Stellen für eine andere Zusammenstellung der Begleiter entscheidet.

Die Grafik ist sicherlich nicht atemberaubend wie einst bei Oblivion, aber sie ist auch bei mittlerer Detailstufe nicht hässlich.

Der Sound gefällt mir hervorragend. Die Dialoge sind, zumindest im Englischen (die Deutsche Fassung kenne ich nicht), fantastisch vertont und die Musik ist ebenfalls großartig und unterstriecht wunderbar die emotionale Geschichte.

Das Gameplay ist ähnlich wie das, was man aus Baldurs Gate oder NWN2 kennt. An die Kamerasteuerung musste ich mich erst noch etwas gewöhnen, aber mittlerweile ist das gar kein Problem mehr.

Noch ein paar Anmerkungen zu einigen Kritikpunkten, die hier genannt wurden:

Gefallene Helden stehen nach dem Kampf wieder auf:
Das stört mich persönlich nicht. Mittlerweile ist das Standard bei Part-RPG. Früher musste man zum Tempel oder sonstigen Heiler rennen zwecks Wiederbelebung, heute gehen die Helden stattdessen nur kampfunfähig und lebensgefährlich verletzt zu Boden, so dass sie nur sterben, wenn am Ende keiner mehr steht, der ihnen helfen kann. Ob es so ideal ist, dass sie sich doch recht schnell von selbst regenerieren ist ne andere Frage. Immerhin sorgen die Verletzungen dafür, dass Helden, die zu Boden gingen, anschließend nicht voll bei Kräften sind, sondern mit verschiedenen Mali zu kämpfen haben.

Rasten/Essen nicht nötig:
Das Essen war bisher nur in wenigen Rollenspiel überlebenswichtig (z.B. DSA). Das war zwar realistisch, aber etwas nervte es doch immer wieder Rationen zu kaufen für den Fall, dass die Jagd nicht erfolgreich war. Das Rasten dient in den meisen RPGs, neben der Heilung primär um die Zaubersprüche wieder "aufzufüllen". Da man sich bei DAO für ein anderes Magiesystem entschieden hat, als das von D&D entfällt das hier. Auch damit kann ich ganz gut leben.

Dynamische Tag/Nacht-Wechsel fehlen:
Ist für mich ne nette Spielerei, die sicherlich Atmosphäre schaffen und die Spielwelt lebendiger erscheinen lassen kann, aber bei DAO tragen die Story und die Charaktere sehr viel mehr dazu bei diese Welt mit Leben zu füllen, als es ein Tag/Nacht-Wechsel je könnte.

Begrenztes Inventar:
Das ist in der Tat etwas störend, aber zum Einen gibt es im Spiel Items, die zusätzliche Inventarplätze bringen und zum anderen war ich bisher noch nicht in der Situation, dass ich etwas rumliegen lassen musste, weil ich das meiste sowieso schnell wieder verkaufe. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn es von vornherein eine Möglichkeit geben würde gewisse Dinge zu lagern. Gerade für die Gegenstände, die man fürs "Crafting" benötigt.

Versteckte Zusatzkosten:
Darüber hätte ich mich aufgeregt, wenn es nur ein halbes Spiel gewesen wäre. Aber DAO ist ein vollwertiges umfangreiches, um nicht zu sagen episches Spiel, das für viele Stunden Spielspaß bietet. Von daher finde ich den "Added Content" zum dazu kaufen nicht so schlimm. Natürlich kann man sich daran stören, dass dieser Added Content sich zum Teil auf das Hauptspiel auswirkt, aber für mich persönlich erhöht das nur den Wiederspielwert zu einem späteren Zeitpunkt.
Bedenklich ist die Praxis dagegen bezüglich des Weiterverkaufs des Spiels, da ein Gebrauchtkäufer den heruntergeladenen Added Content nicht mit übernehmen kann.

Noch eine Anmerkung (Ich weiß nicht ob dies auch auf die deutsche Fassung zutrifft):
Dieses Spiel ist definitiv ein Spiel für Erwachsene. Die Gewaltdarstellung ist explizit und Blut fließt reichlich. Aber auch Story und Dialoge sind nicht immer für Minderjährige geeignet.

Fazit:
Für mich "bisher" das beste Spiel, das ich je gespielt habe. Die Geschichte wird grandios erzählt und ist absolut fesselnd. Bei keinem anderen Spiel habe ich jemals so mit den Charakteren mitgefiebert. Es gab Momente, da hatte ich fast Tränen in den Augen. Besonders gut gefällt mir, dass nicht alles schwarz und weiß, gut und böse ist, sondern dass es Graustufen gibt.

Ich werde die Rezension ggf. aktualisieren, wenn mir im weiteren Verlauf, noch Dinge auffallen.
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am 6. November 2009
Also, um allen hier eine solide und nicht beeinflusste Rezension abzugeben, die sich nicht weiter mit überteuerten Preisen von Drittanbietern oder Sinn und Unsinn von zusätzliche Inhalten beschäftigt, leg ich mal los.

Zu allererst muss man sagen, dass es ein grundsolides Singleplayer Rollenspiel ist, das durch seine Atmosphäre und durch die Interaktion mit seinen Gefährten und Gefährtinnen lebt. Jeder der Mitstreiter in diesem Spiel hat einen eigenen Charakter, eigene Tiefe und verhält sich seinen Idealen entsprechend. Alistair zum Beispiel ist ein frommer Mensch, wenn er auch mit bissigen Kommentaren nicht geizt, Morrigan, die Zauberin, hingegen ist es lieb und recht wenn man jedem der nicht ihrer Meinung ist einfach aus dem Weg räumt. Allein dafür verdient dieses Spiel gute bis sehr gute Bewertungen, da es diese Tiefe der Charaktere selten bis in keinem anderen Spiel dieser Kategorie zu finden gibt. Erst recht, wenn sich die Entscheidungen des Spielers dynamisch auf die Charaktere und deren Loyalität auswirkt, denn nun muss man sich wirklich vorher überlegen, WEN man in die Gruppe aufnimmt und WIE man mit anderen Charakteren interagiert. Nicht nur deshalb ist der Wiederspielwert enorm hoch, sondern auch, da man aus 6 verschiedenen Origins wählt, die einem einen anderen Start in die Geschichte geben.

Weiterhin muss man sagen, das das Kampfsystem, so "alt" es auch sein mag, immernoch bestens funktioniert, bis auf einige Aussetzer der K.I der Gefährten in engeren Räumen, aber das kann man verschmerzen. Auch, dass die Grafik nicht auf dem "neusten" Stand ist, ist Ansichtssache. Man hätte sie an einigen Stellen polygonlastiger machen können, ja, aber dennoch sollte man nicht vergessen, dass es bei Spielen, die eine wirklich echte, packende und mitreißende Story haben auch gerne grafische einbußen in Kauf zu nehmen sind. Das heißt nicht, dass die Grafik schlecht ist, im Gegenteil. Die Charaktere sind liebevoll animiert, so dass man wirklich ihre Gemüthslage erkennen kann, ebenso die wunderschön schimmernden Rüstungen und nicht zu vergessen die wundervoll inszeniertzen Zwischensequenzen die eine wahre cineastische Pracht sind und einen wirklich beeindrucken, ebenso wie die "finishing moves", bei denen das Spiel dann in Zeitlupe schaltet und eine Sequenz abspielt, die den Gnadenstoß prächtig zur Geltung kommen lässt.

Natürlich gibt es auch bei diesem Spiel ein paar Mängel. Das Waffenarsenal ist zum Beispiel nicht sonderlich groß, es sind vielleicht 4-5 verschiedene Waffen in einer Kategorie zu finden, die man zwar mit Zaubern oder Runen versehen kann um das Aussehen noch etwas anzupassen, allerdings hat man schnell alle Waffen gesehen. Auch, dass die Spielwelt nicht frei erkundbar ist, wie z.B bei Drakensang oder Risen, kann man als Mangel bezeichnen, muss man aber nicht. Die Linearen "Level" dieses Spiels fügen sich nahtlos ein sowohl in die Geschichte als auch in den Spielfluss. Es ist ein lineares Spiel, ja, aber die packende Story, die Entscheidungen die der Spieler trifft und nicht zuletzt der Einfluss und die Tiefe der Mitstreiter machen dieses Spiel zu einem wahren ROllenspiel Meilenstein. Nicht umsonst sind sich Spielezeitschriften einig, dass es wohl das beste Rollenspiel 2009 ist, wenn nicht sogar für etwas länger, denn die Download Inhalte die es gibt, und geben wird, werden noch für einiges mehr an Spielzeit und Überraschungen sorgen. Dazu muss man sagen, dass sie kostenpflichtig sein können aber nicht müssen. Dazu sei noch gesagt, dass man sich die Download Inhalte NICHT herunterladen muss, um ein vollwertiges Spiel zu erleben, denn Dragon Age: Origins bietet auch ohne "Zusätze" eine Spielzeit von etwa 40-50 Stunden.

Aus meiner Sicht ein hervorragendes Spiel, das jeder Rollenspielfan der ersten Stunde haben muss! Aber auch andere sollten sich den Genuss dieses Spiels nicht entziehen ;)
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am 8. Januar 2010
Als dicke Spatzen Anfang des letzten Jahres Releasetermine von den Dächern pfiffen, war bereits zu erahnen, dass Piranha Bytes Risen und BioWares Dragon Age: Origins (DA:O) den Titel des besten RPG anno 2009 unter sich ausmachen würden. Nun, um es nicht unntötig spannend zu machen: Sieger nach Punkten - Dragon Age: Origins! Ein klarer K.O. scheppert anders, aber am Urteil gibt's nichts zu rütteln. Wartet mit dem Applaus, bis ihr gehört habt, weshalb das deutsche Rollenspiel nennenswerte Chancen hatte und der vermeintliche Favorit ordentlich einstecken musste.

1. Zur Grafik und Steuerung

Wenn der weitgereiste Abenteurer von heute prahlerisch von seinen Heldentaten berichtet und Dritte mit seinen persönlichen Screenshot-Alben langweilt, wird er jene aus BioWare-Spielen sicher gekonnt überblättern. Werke der Spielschmiede glänzten allzeit mit anderen Vorzügen als dem der Grafik. Etwas fürs Auge servierte stattdessen die Konkurrenz mit Oblivion, Gothic 3 oder Two Worlds, wobei es vorerst auch bleiben wird. Kanadas Rollenspielgötter waren in DA:O löblich um eine detailreiche Darstellung der Gesichter bemüht, sonst jedoch abermals nachlässig. Sowohl Animation als auch Schärfe alles anderen lassen zu wünschen übrig. Scrollt man mithilfe des Mausrads in die isometrische 2D-Ansicht, reist man gar in der Zeit zurück. Abgefahren? Wohl kaum! Neverwinter Nights 2 mag ein Klassiker sein, ist aber auch gut drei Jahre alt und humpelte in dem Belang schon damals. Mittels schwacher Grafik wollte ich nicht daran erinnert werden. Annehmbar wird es wieder, wenn man in eine halbschräge Verfolgerperspektive wechselt. Dann jedoch gilt es, die Steuerung umzustellen. Da die Party ständig im Bild steht, ist ein Rechtsklick mit der Maus auf den Boden nur noch unter Umständen möglich. Also müssen die WASD-Tasten her, was das Anklicken einzelner Gegner, einen Zwei-Meter-Qunari vor der Linse, natürlich nicht einfacher macht. Kurzum: Dem Spieler bleibt die Wahl zwischen chicer Grafik und Übersicht, beides gibt's nicht. Nicht jede Einstellung ist mit jeder Steuerung kombinierbar.

2. Die Stimmung: Von vielem inspiriert ...

Schon im August 2008 - ein dicker Promoter lud auf der Games Convention zum Schnupperkurs - hatten die Macher gestehen müssen, sich schamlos an allem ein Beispiel genommen zu haben, was das Fantasy- und Rollenspiel-Genre in den letzten zehn Jahren erleuchtet hat. So erinnert die unterirdische Zwergenbinge Orzammar in ihrer ringförmigen Anordnung nicht zufällig an die in Drakensang, die triste, apokalyptische Stimmung und die plappernde Hintergrundkulisse durchaus an The Witcher und das Scharmützel im ersten Akt ganz klar an den Ansturm Isengarts auf Rohans Refugium im zweiten Teil des Herrn der Ringe. Wer Augen und Ohren offen hält, stolpert noch über viele weitere Referenzen dieser Art. DA:O kupfert dennoch nicht anstandslos ab, sondern versucht sich stattdessen an einer respektvollen Ode an die fulminanten Einfälle der geschätzten Kollegen. Als Spieler sieht man sich lediglich zaghaft an alte Reisen erinnert. Die Glaubwürdigkeit der Welt bleibt also trotz Potpourri-Zügen gewahrt.

3. Der Inbegriff eines Rollenspiels

DA:O ist ein prächtiges Rollenspiel geworden, das der Beschreibung seiner Art in vielerlei Hinsicht alle Ehre macht: Individuelle Charaktererstellung, ein dem angepasstes, ureigenes Vorspiel zum eigentlichen Plot und Möglichkeiten, die eigenen Geschicke und die Darstellung zu beeinflussen, bis in den Epilog hinein. Speziell die Entscheidungsgewalt verleiht dem Begriff "Wiederspielwert" Flügel. Wenigstens vier verschiedene Stellen narrativ tragender Bedeutung würde ich in einem zweiten Durchgang gänzlich anders bewältigen. Mein Blutmagier war, seiner Zauberkunst angemessen, nämlich eher opportunistisch veranlagt und meuchelte im Zweifelsfall auch kleine Kinder ...

Das Besondere an den Entscheidungsmomenten: Nicht selten wird hier sprichwörtlich die Wahl zur Qual. Antworten eindeutiger Gesinnung, bei denen ganz klar ersichtlich ist, wofür sich der Held in strahlender Rüstung und wofür sich dunkle Gemüter entscheiden müssten, sind nicht immer zur Hand. Gewissenskonflikte, der Vorzug des kleineren Übels und nachträgliches Rätseln ob der Richtigkeit des eigenen Handelns heben das zwischenmenschliche Mit- und Gegeneinander auf eine neue Stufe. Just das ist das Leben. Auch hier entpuppt sich das Spiel als eines für Erwachsene. Ich kann mich an keines erinnern, bei dem ich mir bei der Auswahl meiner Erwiderungen so viel Zeit gelassen habe, weil ich schlicht unsicher war. Immer wieder riskierte man nämlich nicht nur, eine unbedeutende Nebenrolle zu opfern, sondern mitunter gar einen Begleiter, der einem schon richtig ans Herz gewachsen war. Die kleine Hexe mit lila Lidschatten erweist sich nämlich nicht nur besonders ... ähm, dankbar ..., sie packt auch ruck zuck die Koffer, wenn man ihr den Beischlaf verweigert.

Beispielhaft ist DA:O nicht zuletzt in puncto Heroik und Pathos. Gewaltige Massenschlachten, bis zu den Knien in Blut badende Wächter der Menschen, Elfen und Zwerge, Drachen mit der Flügelspannweite einer Antonow An-225 - die Drehbuchautoren zogen wahrlich alle Register, um eine Geschichte zu erzählen, wie sie kleine Jungs lieben. Und das nicht nur im Ganzen. Man wartet auf ein bewegendes Ende nicht unbedingt bis zum Schluss, sondern erlebt immer wieder eines, wenn man eine Binnenhandlung abgeschlossen hat. Flimmert dann das verdiente Rendervideo über die Mattscheibe, scheint alles Leid und jedwede Anstrengung dieses Kapitels wie weggewischt.

4. Zur Skillung und Konfiguration

Eines vorweg: Es gibt keine Level-Grenze mehr, wie noch in anderen Spielen BioWares üblich. Dennoch bleibt wenig Platz für Experimente. Gerade Krieger kämpfen meist sehr spezialisiert - entweder beidhändig, mit der Zweihandwaffe oder mit Schild und Schwert. Genau wie es sein sollte ...

Die Herausforderung: Die Kämpfe laufen taktisch auf höchstem Niveau, was gleichwohl bedeutet, dass alle Partymitglieder strategisch ideal konfiguriert sein sollten, wenn man das Gemetzel nicht alle zwei Sekunden unterbrechen möchte, um jeden einzeln zu steuern. Von sich aus verwenden sie Fähigkeiten, Tränke und Zauber nämlich nicht. Diese Anweisungen lassen sich in einem extra Karteireiter nach dem IF - THEN-Muster in einzelnen Taktikfeldern festhalten.

Das Problem: Wie viele dieser Slots einem Charakter zur Verfügung stehen, wird unter anderem vom Attribut Klugheit bestimmt. Um auf die Vielzahl an nützlichen Fähigkeiten und Zaubern auch zurückgreifen zu können, möchte man logischerweise möglichst viele Taktikfelder freischalten. Also muss auch der dumme Zwerg in dicker Rüstung regelmäßig klüger werden, obwohl er das Attribut abseits dessen gar nicht benötigt und es auch stereotypisch untypisch ist. Der Kleine ertränkt jeden sinnigen Gedanken normalerweise in Litern starken Biers. Bei mir hätte er am Ende trotzdem locker seine Dissertation schreiben können.

5. Die kleinen Ärgernisse

Klar, gab es die! Was wäre ein Spielchen ohne ...? Das meiner Ansicht nach Größte ging mir auch bis zum Abspann immer wieder einmal auf die Nerven: In der Zusammenstellung der Party sind dem Spieler viele versteckte Grenzen gesetzt. Und es bleiben nur drei Plätze neben dem eigenen, die es zu stopfen gilt.

Einer davon muss schon einmal an einen Schurken vergeben werden, sofern man nicht selbst einen mimt. Nur ein solcher vermag es, Truhen und Kisten mit Schlössern im Spiel zu öffnen. Und öffnen muss man sie. Das Gold ist derart knapp bemessen, dass jeder noch so rostige Dolch eingesammelt und verhökert werden muss, um sich ab und zu etwas leisten zu können. Vom Rest der Truppe ganz zu schweigen. Wenn der Hauptcharakter aus seiner Rüstung herauswächst, darf sie der Zwerg weitertragen. Klamottenmanagement wie bei den Weasleys. Das Wirtschaftssystem Dragon Age's empfand ich als übertrieben realistisch: Viel Arbeit, wenig Bares und nicht einmal Geld für ein Würstchen auf die Hand. Auf die Robe meiner Träume sparte ich mehr als dreißig Stunden reiner Spielzeit. Das sind Wartezeiten wie im Sozialismus ...

Mindestens ein weiterer Platz geht zudem an einen Magus mit einem Abschluss in Geistheilkunde. Ohne geht es meiner Meinung nach schon auf normalem Schwierigkeitsgrad nur schleppend voran. Der Schaden, den die Gruppe einstecken muss, ist derart enorm, dass Massenheilung Pflicht wird. Wollte man alles mit Verbänden auffangen, kämen die Betroffenen zum einen zu nichts anderem mehr, als sich die anzulegen, und würden zum anderen derart viel davon verbrauchen, dass nur noch mehr Gold für Zutaten dafür draufgänge.

Bleibt nur ein frei zu vergebener Posten übrig. Der wiederum gebührt vorzugsweise jemandem, der einem eine Subklasse beibringen kann, auf die man es abgesehen hat. Beispiel: Spielt man selbst einen Schurken und möchte im späteren Verlauf zum Assassinen werden, bietet es sich an, den "experimentierungsfreudigen" Elfen der Runde einzupacken, der sich seinerseits auf's lautlose Abmurksen versteht. Das lehrt er nämlich nur, wenn man genügend Einfluss auf ihn hat und der lässt sich nicht ausschließlich durch Geschenke manipulieren. Also nimmt man ihn mit, heuchelt Verständnis und hofft auf sein Wohlwollen. Gott gib, dass es nicht mehr bedarf ...

Summa Summarum: Es bräuchte einfach einen weiteren Platz in der Gruppe.

Beklagenswert sind ferner die modischen Optionen für Magi. Zwei verschiedene Roben-Modelle in unterschiedlichen Farben sind einfach armselig wenig, um den eigenen Charakter auch klamottentechnisch zum Ausdruck zu bringen. Versteht mich nicht miss, mir genügt ein Kleidchen, aber ich will es persönlich aussuchen dürfen. Für ein "Haupsache warm!" bin ich nicht Pragmatiker genug.

6. Fazit

Was Dragon Age: Origins Risen voraus hat, ist vor allem eine anständige zweite Hälfte, die der ersten qualitativ ebenbürtig ist. Dass man in BioWares Erzählung Verstärkung erhält, relativiert sich mit dem Umstand, dass die fast vorbestimmt mitgeschleppt werden muss. DA:O glänzt mit einer stattlichen Spieldauer von mehr als sechzig Stunden, vorausgesetzt man bemüht sich um das Gros der Nebenquests, und einer besonders aufwändig vorangetriebenen Haupthandlung, in die offensichtlich viel Liebe zum Detail und Geduld geflossen ist. Ich hatte Rollenspiele in den Fingern, die mich mehr gefesselt haben, möchte dieses hier aber nicht missen und daher jedem Fan des Genres ausdrücklich den Kauf ans Herz legen. Das Geld ist, gemessen an der Spielzeit, vortrefflich angelegt.
88 Kommentare| 46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2009
Habe das Spiel direkt am Tage des Releases bei der Konkurrenz gekauft.. Mitlerweile habe ich die einleitende Geschichte sowie das erste Dorf durchgespielt und wollte kurz meine Erfahrungen kundtun:

Das Feeling beim Spielen erinnert mich sehr an Mass Effect. Scheinbar wurde auch die gleiche Engine verwendet. Die Landschaften sind teilweise leider sehr undetailliert, teilweise (v.A. in Innenräumen und Dörfern) aber auch ganz hübsch.. Mit Drakensang kann es aber leider nicht mithalten. Teilweise erinnern die Areale sogar an World Of Warcraft und sind def. nichtmehr zeitgemäß.

Unabhängig davon macht das Spiel aber einfach richtig Spass. Die Charakterentwicklung ist unglaublich komplex, die Kombination verschiedener Charaktere in der Party führt teilweise zu amüsanten Effekten und erhöht den Wiederspielwert.. Die Story ist sobald eine anfängliche "das ist ja wie Herr der Ringe" Hemmschwelle gebrochen wurde auch spannend und abwechslungsreich.. Nebenquests gibt es oft an zentralen Stellen. Diese wirken leider (zu meinem bisherigen Stand des Spiels) etwas aufgesetzt und langweilig "gehe dort hin und töte die bären | wölfe | räuber". Waffen und Rüstungen gibt es reichlich und diese lassen sich ebenfalls in versch. Weisen upgraden. Rezepte und Bauanleitungen können gelernt werden. Charaktere lassen sich zudem spezialiseren.

Einige weitere positive und negative Punkte:

- Das EA Bezahlcontent mitlerweile so einbaut, dass man sogar aus einem Dialog mit einem Charakter zum Kauf des Contents animiert wird finde ich eine ziemliche Frechheit...
- Große Teile des Spiels fühlen sich bisher wie ein gelenkter Film an. Es wird SEHR viel geredet.
- Die Charaktere in den Orten sehen meiner Meinung nach oft sehr ähnlich aus.. Scheint auch der neuste Trend zu werden...
- Ich vermisse den Charme der alten Baldurs Gate / Icewind Dale Spiele. Irgendwie habe ich trotz allem das Gefühl dass weniger "Liebe" in dem Spiel steckt
- Das literweise spritzende Blut hätte man dezenter halten können. Für mich sorgt das nicht wirklich für Atmosphäre
- Ich hätte lieber ein charakterbezogenes Inventar und die alten Obergrenzen beim Tragegewicht. So ist das Inventar a) zu klein und b) unübersichtlich. Mit Rucksäcken die man bei Händlern kaufen kann lässt es sich aber erweitern.

Alles in Allem macht das Spiel wirklich Spass und ich werde es sicherlich durchspielen, vielleicht sogar mehrfach. Die alternativen Intro-Stories finde ich ebenfalls nett. Erinnert mich hier etwas an Fable 2. Zum Kauf kann ich auf jedenfall RPG Fans raten, allerdings sollte man nicht allerhöchste Erwartungen haben. Baldurs Gate 1 + 2 faszinieren mich trotz veralteter Grafik immernoch fast mehr...

Die EA Produktpolitik ist zudem ein Punkt bei dem sich jeder selber fragen muss, ob man den Trend zu Bezahlinhalten bei Spielen unterstützen sollte
11 Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2015
Dragon Age...ich hatte mir dieses hier (erster Teil) auch tatsächlich als erstes bestellt - und fand das Spiel für nen RPG einfach klasse. Habe es auch mit mehreren Charakteren durchgespielt und sicherlich einige Stunden damit zugebracht. Während der Publisher den zweiten Teil versaut hat (was mich dazu veranlasst hat, den dritten Teil erst gar nicht mehr zu kaufen) sollte eben dieser zweite Teil nicht von Origins abhalten - denn Origins ist eine ganz andere Welt und jeden Cent wert!
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am 10. Mai 2015
Schönes Spiel, mit toller Storyline, gut ausgearbeiteten Charakteren, ausgewogenen tüftlerischem Kampfsystem und einem stimmigen Gesamtkonzept. Es macht einfach Spass, die auswirkungen seiner Entscheidungen beobachten zu können und mit seinen Gefährten durch die Lande zu ziehen und sie kennen und lieben zu lernen.
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