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  • El Cid
  • Kundenrezensionen



am 15. Oktober 2016
Ohne Zweifel einer der besten (Monumental-)Filme aller Zeiten! Statt einer steifen Filmbiografie hat man die schillerndsten Lebensabschnitte des einen Campeador in poetisch-schwärmerischen Bildern auf die Leinwand gebracht. So endet das Spektakel mit dem triumphalen Ende der zweijährigen Belagerung des maurischen Valencia anno 1094. Natürlich ist er nicht makellos; die schauspielerisch Leistungen sind eher zurückhaltend. Die sonst so zauberhafte Sofia Loren hat nur wenige herausragende Momente. Heston tut sich hie und da damit schwer, der Cid zu sein, so dass oft hollywoodianische Schmierenkrimi-Mimen daherkommen. Trotzdem ist die Kineastik unfehlbar. Was für grandiose Totalen aus der Sierra de Guadarrama!

Normalerweise bin ich nicht einer, der sich über die Bildqualität einer Blu-ray beklagt, aber diesmal muss ich doch zugeben, dass ich etwas enttäuscht davon bin. Wenn ich mir andere 'Re-Masterings' anschaue, dann hat man hier wohl noch nicht alles gegeben. (Restaurationen und Redigitalisierungen kosten viel Geld, aber das darf ein solcher Streifen auch kosten.)
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am 14. Mai 2017
Der Film selbst ist toll. Ein absoluter Klassiker. Die Bildqualität ist nicht gut. Von einer alten 35mm Filmkopie abgetastet aber unbearbeitet. Laufstreifen sind zu sehen, unruhiger Bildstand. - Schade!
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am 8. April 2016
Also, der Film : El Cid auf Blu-ray ist topp. Das Bild ist ausgezeichnet,die Dialoge wunderbar
verständlich und der Ton für einen Film dieses Alters akzeptabel.
Wer Historienfilme liebt, ist mit diesem Film gut beraten !!
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am 11. Juni 2009
DVD FASSUNG REVIEW:

Bildqualität:

Die Bildqualität ist wahrhaftig absolut atemberaubend, diese hier vorliegende restaurierte Fassung wirkt als währe der Film vor kurzem erst gedreht worden und kann lachend mit Kingdom of Heaven mithalten.
Schärfe wie Farbe sind perfekt, jedoch kommt es doch ein bis zweimal zu minimalen unschärfen welche aber kaum auffallen.

Aufgrund des Alters des Films (1961) würde ich dem Bild eine Bewertung von 10 von 10 Punkten geben da es wirklich, ich meine wirklich der reinste Wahnsinn ist und vieles zum vollen Genuss des Klassikers beiträgt. Erst jetzt erkennt man erst die vielen Details welche zuvor kaum wahrgenommen worden waren.

Der Ton:

Tja, wie das Bild so auch der Ton, der Englische ist großartig, rauschfrei, ohne Verunreinigungen, besonders die fantastische Musik von Miklos Rozsa ( Ben Hur ) ist wuchtig präsent wie nie. Die deutsche Spur ist etwas schwächer aber trotzdem noch hervorragend, ab und zu rauscht es schwach, aber sonst ist sie perfekt.

Meine Wertung 9,5 von 10 da die Deutsche Synchron etwas schwächer ist, aber trotzdem sehr gut.

Die Extras:

.)Ein volles Audikommentar von Bill Bronston dem Sohn von Samuel Bronsten ( Produzent ) und dem Historiker Neal Rosendorf sind sehr schön und interessant.
.) Ein Radiointerview von Charlton Heston & Sophia Loren
.) Bild Gallerien
.) Filmographien

Disk 2

.) Making Of ( Sehr interessant und lang )
.) Samuel Bronsten Feature ( Produzent )
.) Anthony Mann Feature ( Regie )
.) Mikos Rozsa Feature ( Musik )
.) Restoration Feature
.) Trailer Gallery

Einfach Großartige sehr gute und viele Extras!!! 10 von 10 Punkten !!!

Der Film:

Der Film selbst ist meiner Meinung nach einer der besten Monumentalfilmen aller Zeiten, die Mittel mit welchen der Film gedreht wurde ist unerreichbar und wird es auch immer bleiben, schon alleine die Statisten sind so zahlreich wie nirgendwo sonst, Tausende und aber Tausende von Statisten wurden bei den Schlachten und Belagerungen eingesätzt. Heutzutage gibts sowas nur noch mit Computanimation ala Kingdom of Heaven da es mit Statisten zu aufwändig währe, aber gerade durch diese Massen an echten Menschen bekommt der Film einen ganz besonderen Realismus wie kein Anderer.

Besonders auch Legende Charlton Heston ( Ben Hur, Die 10 Gebote, Die Normannen kommen, Planet der Affen, Omega Man, Soylent Green ) gibt wie immer eine superbe Darstellung und entwickelt sich vom tugendhaften Königssohn zum bärtigen Herresführer, von Rodrigo Diaz de Vivar zu EL CID.

Sophia Loren glänzt wie immer und Herbert Lom als Bösewicht Ben Yussuf ist einfach fabelhaft, alle Anderen Darsteller machen ihre Sache ebenfalls sehr gute besonders auch John Fraser als Prinz Alfonso.

Besonders auch die Charakterentwicklung ist einmalig!

Dazu kommt eine der besten Filmmusiken überhaupt von Miklos Rozsa der schon Ben Hur seinen Stempel aufdrückte.

Mit einer Lauflänge von knappen 188 Minuten ist der Film auf jedenfall Abendfüllend und wird jeden Ritterfan fesseln.

Im Vergleich auch zur bereits erschienenen deutschen Fassung ist der Vergleich 1000 zu 1, Bild wie Ton sind nicht zu vergleichen, auch die Overture, der Titel, das EntrÁcte wie auch der Epilog sind nun endlich Original!

Mit einem Budget von knappen 7 Million Dollar, spielte der Film alleine in Amerika 21 Million ein und wurde ein Weltweiter Erfolg, dem Filme wie der Fall des Römischen Reiches und 55 Tage in Peking folgten, doch keiner reicht annährend an El Cid!!!

Den Film kann ich eigentlich nur JEDEN ans Herz legen, er ist wirklich fantastisch voller atemberaubender Kameraeinstellungen die die Weite und Pracht Spaniens festhalten, dazu die bombastischen Schlachten, besonders auch die Kämpfe um Valencia sind wundervoll und am großen Flachbildschirm Augenweidend. Von Schnee bis Sturm, von pastoralem Alleinritt zu Herresmärschen, von Scheune zu Festung, von Tunier bis Schlacht, alles was einem Ritterfan ans Herz liegt ist in diesem Film, es ist ein wahres Meisterwerk und um viekles besser als Kingdom of Heaven, Troja oder Spartercus.

PFLICHTKAUF FÜR ALLE FILMFREUNDE!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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am 4. September 2009
EL CID, der Ritter voller Tapferkeit, Ehrgefühl, Stolz und Mut. Diese Tugenden braucht er wenn er gegen Mauren, Almoraviden, streitende Königskinder, Verräter etc... und für seine Liebe kämpfen muss. Nur Charlton Heston konnte solchen übermenschlichen Gestalten Leben einhauchen. Keiner sah jemals besser hoch zu Ross mit Schwert, Kettenhemd und Lanze aus. Und wer könnte seine große Liebe Jimena besser spielen als die göttliche Sophia Loren. Die wenig rühmliche Tatsache, dass sich EL CID auch als Raubritter betätigt hatte wurde aber mal ausgeklammert. Schön sind die Bilder der prachtvolle Burgen, Massenszenen und Landschaften in Spanien. Eine Wohltat für gestresste Augen. Selten wurde das dunkle Mittelalter schöner und edelmütiger gezeigt. Von Schauspieler bis zur Musikuntermalung, es scheint alles zu passen. Man fiebert mit EL CID und seiner Donna Jimena einfach mit und wartet gespannt auf die nächsten Szenen. Wer auf Schlachten und Ritterkämpfe mag, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Hier wurde noch nichts mit Computergrafik künstlich in den Hintergrund projiziert. Alles ist ordentlich inszeniert und als Zuschauer taucht man leicht in diese mittelalterliche Welt mit all den wunderbaren Kostümen und detail reichen Ausstattungen ein. Alles dies erlebt noch einmal seinen Höhepunkt bei der Schlacht um Valencia.

Die DVD bietet den Film in ungekürzter Fassung mit Ouvertüre, Intermission und Exit-Musik. Das Bonusmaterial ist reichlich: Von Audiokommentar, Dokus, Trailer etc .... alles dabei. Ärgerlich ist, dass keine Untertitel den Weg auf die DVD gefunden haben. Das Bonusmaterial hat UT aber leider der Film selbst keine. Die Bild-/Tonqualität ist einmalig und in so guter Verfassung habe ich den Film noch nie gesehen. Die DVD und der Film ist ein Triumph für alle Fans von Monumentalen Epen.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Februar 2014
[Vorsicht, Spoiler!]

In Anthony Manns monumentalem Historiendrama “El Cid” aus dem Jahre 1961 läßt sich mit Fug und Recht der Kulminationspunkt seines Werkes sehen. Nicht nur, weil Mann nach diesem Film keine ähnlich bedeutenden Werke mehr vollendete, sondern auch im Hinblick auf die Thematik des Filmes. In seinen Western ging es vornehmlich um Menschen, die, von ihrer Umwelt und deren Problemen unbeeindruckt, ihre eigenen Ziele verfolgten, wie beispielsweise Jeff Webster in „The Far Country“ (1954) oder Howard Kemp in „The Naked Spur“ (1953), und die erst wieder lernen mußten, etwas für andere zu empfinden, oder aber um Außenseiter wie Glyn McLyntock, der in „Bend of the River“ (1952) sich gegen ein böses Alter ego behaupten muß, um schließlich von den braven Siedlern akzeptiert zu werden, oder Link Jones, der sich in „Man of the West“ (1958) unversehens von seiner Vergangenheit – in Gestalt seiner alten, verbrecherischen Familie – eingeholt findet und der im Kampf gegen sie mehr und mehr von ihrer rücksichtslosen Brutalität in seine Seele zurückkehren läßt.

In Rodrigo de Bivar (Charlton Heston), der wegen seiner Tapferkeit und Großherzigkeit von einem ehemaligen Feind den Ehrennamen El Cid verliehen bekommen hat, scheinen all diese Männer ihre Erlösung gefunden zu haben, denn El Cid erwirbt sich durch seine Mischung aus Tapferkeit, Ehrgefühl und Barmherzigkeit nicht nur die Sympathie und das Vertrauen des spanischen Volkes, sondern er macht sich auch in einem besonderen Maße um die Gesellschaft, in der er lebt, verdient. Auf dem Weg zu seiner Hochzeit gerät Rodrigo in den Konflikt zwischen christlichen Spaniern und muslimischen Sarazenen, die von dem eroberungslustigen afrikanischen Herrscher Ben Yussuf (Herbert Lom) gegen die Spanier aufgewiegelt worden sind. Als er sich weigert, zwei gefangene muslimische Fürsten aufzuhängen, muß er sich wegen Verrates vor dem König verantworten, wobei sein greiser Vater ihn gegen den Schwertträger des Königs verteidigt. Rodrigo sieht sich gezwungen, die Ehre seines Vaters wiederherzustellen, und tötet den Schwertträger in einem Duell. Hierdurch allerdings setzt er sein privates Glück aufs Spiel, denn der Besiegte war der Vater seiner zukünftigen Braut Chimene (Sophia Loren), und der Sterbende nimmt seiner Tochter das Versprechen ab, seinen Tod zu rächen. Als der König stirbt, entbrennt zwischen den beiden Prinzen Sancho (Gary Raymond) und Alfonso (John Fraser) ein tödlicher Streit um die Herrschaft, bei dem der prinzipientreue Rodrigo keiner Seite seine uneingeschränkte Loyalität bezeugt. Als Alfonso von einem in Ben Yussufs Diensten stehenden Intriganten und auf Betreiben seiner Schwester Urraca (Geneviève Page) hinterrücks getötet wird, demütigt Rodrigo den Prinzen Sancho, als er ihn bei seiner Krönung zwingt, öffentlich auf die Bibel seine Unschuld zu beschwören. Rodrigo fällt in Ungnade, doch bringt seine Verbannung Chimene dazu, ihrer nie erloschenen Liebe zu dem Helden nachzugeben. Allerdings kann es für die beiden das von ihnen erträumte Leben privaten Glücks nicht geben, denn angesichts der aus Afrika drohenden Gefahr sammelt sich eine große Gefolgschaft von Rittern um Rodrigo, die mit ihm zusammen Spanien von den Eroberern befreien wollen. Schon bald bringt El Cid sein großer Erfolg in einen erneuten Konflikt mit dem spanischen König.

Seine eigenen Lebensentwürfe zugunsten der gesellschaftlichen Verpflichtung zurückzustellen und dabei allen Versuchungen zu widerstehen, ist das große Hauptthema von „El Cid“, und durch die meisterhafte Umsetzung dieses Themas gelingt es Mann, eine der großen Schwierigkeiten zu umgehen, die das Genre des Monumentalfilmes oftmals beeinträchtigen, nämlich die Spannung zwischen der Darstellung der historischen Epoche einerseits und des privaten Lebens andererseits. Hiermit meint der Rezensent nicht in erster Linie das „Moses, you adorable fool“-Syndrom, das dann entsteht, wenn ein minderbegabter Drehbuchschreiber versucht, den sprachlichen Duktus vergangener Epochen zum Leben zu erwecken, und er dabei in unfreiwilliger Komik versinkt, sondern die Gefahr, die handelnden Figuren distanziert wirken zu lassen oder über die Entfaltung von antikem Gepräge aus den Augen des Zuschauers zu drängen. In „El Cid“ verschränken sich die Sphäre des Privaten und des Öffentlichen nahtlos. So wird Rodrigo auf dem Weg zu seiner Braut in die politischen Wirren eingesogen – der unsichtbare Erzähler kündigt dies Nebeneinander dadurch an, daß er Rodrigo als „a simple man who became Spain’s biggest hero“ bezeichnet. Die großen privaten Opfer, die er zum einen der eigenen Familienehre, zum anderen aber dem Geschick seines Landes bringt, werden angedeutet, wenn Rodrigo mit einer sanften Geste die Pfeile der Angreifer aus einem riesigen hölzernen Kreuz bricht und sich das Kreuz auf die Schulter lädt, um es aus den brennenden Trümmern mitzunehmen. Das Nebeneinander von Privatem und politischer Sendung bringt der Priester folgendermaßen auf den Punkt: „You did take the shortest road, my son. Not to your bride, but to your destiny.“ Die religiöse Symbolik setzt Mann glücklicherweise spärlich ein; beispielsweise finden wir sie in einer Schlüsselszene, in der Rodrigo einem Leprakranken zu trinken gibt, der ihn mit den Worten charakterisiert: „Who else could humble a king and would give a leper to drink from his own pouch?“ Diese christusgleiche Mischung aus Mut und Barmherzigkeit wird unterstrichen durch die drei Kreuze, die hinter dem Leprakranken aus dem Sand aufragen und die an Golgatha erinnern. Meisterhaft ist auch das Geschick Manns, durch Stimmungsumschwünge die beiden Sphären nebeneinanderzustellen: So folgt auf die Szene, in der Rodrigo und Chimene in trauter Zweisamkeit ihre Liebe in einem bescheidenen Stall [!] genießen, der Moment, in dem Rodrigo ins Freie tritt, wo Heerscharen von Gefolgsleuten seiner warten.

Doch Rodrigo ist nicht immer unbeirrt in seinem Beharren auf dem ihm vom Schicksal zugewiesenen Weg. Die Belagerung Valencias will er abbrechen, als er die Nachricht erhält, König Sancho halte seine Frau mit ihren Zwillingstöchtern im Kerker gefangen. Mann fängt Rodrigos nagende Zweifel und seine Ratlosigkeit gekonnt durch eine Szene ein, in der der Held die Worte „Am I not a man, too? May I not sometimes think of my wife?“ ausstößt und orientierungslos in einem Kreis aus Belagerern herumreitet. Am Ende jedoch obsiegt in Rodrigo sein Gefühl der Verpflichtung gegenüber Spanien, und so bringt er denn, im Einverständnis mit seiner Frau, das große Opfer, das von einer der atemberaubendsten Kamerafahrten der Filmgeschichte und betäubenden Orgelklängen Miklós Rószas stilsicher in Szene gesetzt wird.

Ein weiteres Kennzeichen der Könnerschaft Manns ist es, daß er nicht auf simple Gegensätze setzt, indem er etwa die Sarazenen unterschiedlos als die Bösen und die Christen als die Guten zeichnet. So ist einer der treusten Gefährten Rodrigos der von ihm zu Anfang der Handlung großmütig verschonte Muslim Moutamin (Douglas Vilmer). Ein kleiner Höhepunkt des Filmes ist die Stelle, an der sich Rodrigos Armee und die Sarazenen unter Moutamin, nur durch einen Fluß getrennt, kampfbereit gegenüberstehen und beide Männer ihr Schwert in den Sand stecken, durch die Furt aufeinanderzugehen und sich die Hände reichen. „We have so much to give to each other – and to Spain“, sagt Rodrigo später beim Anblick der zusammen feiernden Männer der unterschiedlichen Religionen. Und so bewirkt auch die Großmut Rodrigos bei vielen, allerdings nicht allen seiner Feinde einen Lernprozeß: Nicht nur Graf Ordóñez (Raf Vallone), der anfangs aus Liebe zu Chimene einen schauerlichen Verrat an seinem Nebenbuhler begeht, wird zum Guten bekehrt, sondern auch der König ändert, beschämt durch die moralische Standhaftigkeit Rodrigos, sein Verhalten.

Nicht nur thematisch, auch visuell trägt „El Cid“ eindeutig die großartige Handschrift Anthony Manns: Man denke nur an den Kampf auf Leben und Tod zwischen den beiden Prinzen direkt vor der Gruft ihres toten Vaters – alles hier ist schwarz und finster, wie in den besten Noirs Manns – oder an die Szene, in der Alfonso gemeuchelt wird und tiefster Donner eines Gewitters den Soundtrack dominiert. Erwähnt sei an dieser Stelle auch das erste Auftreten des Schurken Ben Yussufs: Größenwahnsinnig verkündet der ganz in Schwarz gehüllte Fürst, er wolle alles erobern, „first Spain, then Europe, then the whole world“. Dabei reckt er seinen Arm prophetisch in die Kamera, und in einem Freeze-Frame erscheint in einer Überblendung die ach so schmale Meerenge von Gibraltar. Wer das einmal gesehen hat, wird es so leicht nicht wieder vergessen.

Über diesen Film könnte man noch so Vieles schreiben, doch bereits jetzt dürfte klar geworden sein, daß Anthony Mann mit „El Cid“ einen Grad der Meisterschaft erreicht hat, an den er mit seinem ebenfalls empfehlenswerten, ungleich desillusionierteren, aber weniger erfolgreichen „The Fall of the Roman Empire“ (1964) nicht mehr würde anknüpfen können. Wer beim Genre Monumentalfilm eingedenk gestelzter DeMille’scher Bibelschinken gequält die Augen verdreht, sei unbesorgt: „El Cid“ spielt in einer ganz, ganz anderen Liga.
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am 21. August 2009
Nachdem ich mir vor Jahren die DVD-Veröffentlichung von "ems" bzw. "Black-Hill" zugelegt habe, deren Qualität mich eben nicht gerade vom Hocker riss (aber besser als nix), jetzt ein neuer Versuch mit der von "Koch-Media" veröffentlichten "El Cid DeLuxe Edition".
Während ich das soeben eingegangene Päckchen von Amazon mit angehaltenem Atem öffnete, dachte ich an die Zeit, in der ich noch als Filmvorführer den Film in Supertechnirama 70mm, Anfang der 60er, vorgeführt habe. Fast ein Jahr spielten wir den Film vor ausverkauften Plätzen. Noch heute kriege ich direkt Herzklopfen, wenn ich daran denke, mit wieviel Engagement wir dieses filmische Ereignis präsentierten und mit welcher Begeisterung die Besucher nach dreieinhalb Stunden das Theater verließen.
Mit zittrigen Händen nehme ich die DVD aus der Box und lege sie unverzüglich in den Schacht des Players, lasse die Jalousien runter, werfe den Projektor an und lasse die Overtüre von Miklos Rosza in Dolby 5.1. erklingen. Und was ich dann in den nächsten drei Stunden auf meiner 3 Meter-Bildwand abspielte, war einfach umwerfend.
Obwohl ich "El Cid" seit jenen 60er Jahren mehrfach im TV und von besagter ems/Black Hill - DVD gesehen habe, stellte sich beim Abspiel der "DeLuxe-Edition" erstmals wieder das Erlebnis-Gefühl jener Jahre ein: Grandioser Film, grandiose Stars, grandiose Regie, grandiose Musik, grandiose Extras, grandiose Restauration, grandiose DVD. Kurz: "EL CID in dieser Version ist der Hammer und läßt keine Wünsche offen!"
Danke Koch-Media für diese Referenz-DVD.

Eineinhalb Jahre später: Inzwischen bin ich auch auf Bluray umgestiegen und ehe ich mich versah, nimmt meine BR-Sammlung auch schon wieder eine ganze Schrankreihe ein.
Einer der ersten Filme auf BR war natürlich "El Cid" und diese Version schlägt die DVD (inzwischen verkauft) in Bezug der Bildqualität noch um einige Längen.
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am 22. April 2006
Meiner Meinung nach gehört "El Cid" in der Liste der besten Monumentalfilme ganz nach oben. Neben überragender handwerklicher Filmemacherkunst, was Drehbuch, Ausstattung und Aufnahmen angeht, besticht der Film mit einem hervorragenden Soundtrack und starken Hauptdarstellern.

Wenngleich der Film mit einer guten Portion Hollywood-Pathos aufwartet, ist die Darstellung der historischen Figur des Rodrigo Díaz de Vivar nach heutigem Forschungsstand authentischer als das jahrhundertelang von der christlich geprägten Welt bemühte Bild des "furchtlosen Kreuzritters". Denn obwohl der "Cid" für die spanische Krone gegen den aus Afrika einfallenden Emir Yusuf ibn Taschfin kämpfte, war er kein religiöser Fanatiker und war mit verschiedenen maurischen Fürsten verbündet oder in Freundschaft verbunden.

So ist wahrscheinlich, dass der "Cid" tatsächlich das Ideal vertrat, was das Drehbuch in beeindruckender Manier darstellt: Das ritterliche Ideal als von pseudo-religiöser Hass-Doktrin befreit, und auf Wahrheit, Treue und Aufrichtigkeit ausgerichtet.

Spoiler: Das Ende des Films basiert auf einer Legende und ist historisch nicht zu untermauern. Zweifellos brennt sich aber die letzte Szene, als der Cid, bereits tot, in voller Rüstung und aufs Pferd gebunden an der Spitze seines Heeres die Feinde im wahrsten Sinne des Wortes ins Meer treibt, unauslöschlich ins Gedächtnis ein und gehört für mich zu einer der - GEILSTEN - Szenen der Filmgeschichte.

Fazit: Für Fans von Monumentalfilmen und solchen, die es werden wollen ein Muss.
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am 31. März 2012
Dieses 3-Disc Set hat positive und negative Seiten so viel ist und auch der Film kann man geteilter Meinung sein. Positiv finde ich unter anderem, dass eben die Overtüre, Intermission und Exit Music enthalten sind (und nicht wie im TV geschnitten) und da gibt es schon Miesepeter die den Film zerreisen, weil er zu lange ist und schwarze Balken zeigt (wie ich in einer Rezension schon gelesen habe: hallo?).

Mir persönlich gefällt es, wenn es zu einem Monumentalen Film, welches ja etwas grosses sein soll, eine "musikalische" Einstimmung gibt.

Positiv:
- der Film sieht restauriert nun sehr schön aus.
- Die bonus Disc enthält interessante, deutsche untertitelte Extras zur Entstehung des Films
- Der Englische Track ist natürlich kräftiger und hat mehr Hintergrundkulisse als die deutsche Version. Aber andererseits, immerhin ist deutsche Version auch 5.1 Surround und nicht Mono wie sie meist auf DVD oder Blu-Ray uns vorgelegt weden.
- tolle Schauspieler, nicht nur Charlton Heston und Sophia Loren. Sind vielleicht nicht deren besten Filme/Rollen aber bieten immerhin mehr Schauspiel als in heutigen Filme. Auch die in den Nebenrollen besetzte Darsteller sind toll.

Negativ (für mich)

- Für den Film keine Untertitel, weder deutsch noch englisch, sollte ich mir den Film mal auf Englisch ansehen wollen und Hilfe benötigen sollte.
- Die Copy-Disc ist nutzlos für mich / brauch ich nicht. Welcher Filmliebhaber guckt sich einen solchen Monumental-Streifen auf einem mobilen Gerät? Nun gut, wers mag/wers braucht.
- ist nach meinem persönlichen Geschmack schwächer als "Ben Hur"... ok, das ist jeder Film :-D

Fazit: mag für heute Sehgewohnheit natürlich arg ruhig/langsam zu sein aber bietet wirkliche Schauwerte (ohne Digitale Bildergänzung) und einen wirklichen tollen Score von Miklos Rozsa (war auch für "Ben Hur" zuständig!!!!)
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am 21. Juli 2015
An sich habe ich kein Problem, ältere Filme mit Farbstich und Verschmuzungen des Negativs mir anzuschauen, aber das hier ist eine Frechheit von "Koch Media." Angesichts der Tatsache handelt es sich auch nur um Cinemascope 2,35:1 und nicht um Super Technirama 70. Habe die blu-ray mit der DVD verglichen. Stellenweise Säuberung des Negativs, ansonsten kann man sich auch die DVD Version anschauen. Der Ton ist genauso grottenschlecht.
Vor einiger Zeit hat "Koch Media" die blu-ray "55 Tage in Peking" herausgebracht. Bild: HD Remastered, super klar und Ton in Stereo angepasst, ok. Bildformat: 2,25:1, Super Technirama 70.
In diesem Sinne
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