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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen
Eitle Liebe: Wie narzisstische Beziehungen scheitern oder gelingen können
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 5. Januar 2017
Dieses Buch von Frau Wardetzki war das erste, welches ich vor über einem Jahr zum Thema Traumaheilung nach einer Beziehung mit einem Mann mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung gelesen habe. Inzwischen sind es nahezu 30 weitere geworden, sowie viele Fachartikel, Forendiskussionen und Austausch mit Experten. Ich darf sagen, dass es mir trotz der auch damals bereits umstrittenen Meinung der Autorin, es kämen immer 2 Narzissten in einer Beziehung zusammen, die ich sehr ernst genommen hatte, gelungen ist, weitestgehend zu heilen und mich den Ursachen der Anfälligkeit für diese Beziehung zu widmen. Denn das ist der eigentliche Weg, nicht nur zur Heilung des psychischen Missbrauchs sondern dem eines Lebens, besser als zu jeder Zeit vor dieser weltsichtverändernden Erfahrung. Doch zuvor benötigt jeder Betroffene und jede Betroffene (selbstverständlich gibt es auch Frauen mit dieser Persönlichkeitsstörung, man hört nur hierzulande weniger Männerstimmen, die das thematisieren) dringend Aufklärung, und verlangt auch verzweifelt danach, eben das zu verstehen, was kaum zu verstehen ist.

Die Autorin liefert natürlich hilfreiche Inhalte und bis zu einem gewissen Grad auch Aufklärung in ihrem Buch. Aber sie macht sich eines Fehlers schuldig, den ich im Umgang mit Betroffenen für äußerst gefährlich halte.

Neben einer oft stark ausgeprägten Fähigkeit zur Empathie, einer spürbaren Lebensenergie und anderen gemeinsamen Faktoren, ist den Überlebenden ("survivor" - Begriff aus dem englischsprachigen Raum zum Thema entlehnt) von narzisstischem und auch soziopathischem Missbrauch oft die Tendenz, den Fehler bei sich zu suchen, gemein. Genau das ist nicht zuletzt auch ein Grund, von Ihnen 'auserwählt' worden zu sein. Spätestens mit Beginn der Phase der Devaluation in einer solchen Beziehung wird er/sie durch die Narzissten & Co zusätzlich dahingehend indoktriniert, die Ursache aller Probleme zu sein und diese Bestrebungen fallen auf sehr fruchtbaren Boden! Dies ist typischer Bestandteil der dazugehörigen Gehirnwäsche und Destabilisierung, welche mit subtilsten Methoden psychischen und emotionalen Missbrauchs voll bewusst und sehr effektiv ausgeübt wird.

Gerät nun ein solcher, am Rande des Abgrunds stehender Überlebender an einen Therapeuten, welcher ihm mitteilt, er selbst habe dieselben Muster, dieselbe Störung... ist das für dessen Heilungsprozess unter Umständen fatal!

Meiner Überzeugung nach, ist es nur der Tatsache zu schulden, dass es in Deutschland vergleichsweise wenig brauchbares Lesematerial, Therapeuten und generell Bewusstsein über Narzisstische PS und Anti-Soziale PS (ehemals Psychopathie genannt, nach der amerkanischen DSM-5 wird der Bergiff nun aber vermieden) gibt, dass Frau Wardetzki ihren Ansatz, es träfen stets 2 Narzissten aufeinander, so noch verbreiten kann. Ich formuliere das bewusst so scharf, da ich es für schlichtweg unverantwortlich halte, diese These über Jahre und über durchaus zugängliche Fachliteratur hinweg so aufrechtzuerhalten. Es wäre die Pflicht der Autorin, welche letztendlich ja auch Traumaopfer therapiert, die nicht selten ohne jegliche Lebenskraft sind, sich ein umfassendes Bild von von den Forschungsergebnissen, Studien und Erfahrungen anderer Autoren zu machen, von erfahrenen Experten zu lernen und sich weiterzubilden. Es nicht zu tun und eine solche These eingleisig auch heute noch nach aussen zu tragen ist nicht nur falsch, sondern verantwortungslos, nicht hilfreich und im schlimmsten Fall auch zerstörerisch für die Opfer.

Mein aktueller Stand: Während es durchaus die Beziehungs-Konstellation zweier Narzissten gibt, also den 'klassischen' oder auch den 'verdeckten' (sehr verallgemeinernd ausgerdückt: eine Art schüchterne Variante des klassischen, aber eher vordergründig) in Verbindung mit dem "Inverted Narcissist" (Begriff von Sam Vaknin entlehnt, bekennender Narzisst und Aufklärer der Opfer), so ist das doch die absolute Ausnahme, keinesfalls die Regel. Ein Co-Dependenter "Inverted Narcissist" zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er/sie ausschließlich Beziehungen mit krankhaften Narzissten sucht, sie benötigt, um sich tatsächlich überhaupt selbst fühlen zu können, gewissermaßen aufblühen zu können, gerne den unzumutbaren Bedarf des Ns an Aufmerksamkeit & Co deckt und vor allem selbst auch nur über geringe Empathiefähigkeit verfügt. Für die meisten Partner von Ns gilt dies allerdings ganz und gar nicht: Sie erwachen nur langsam aus der Starre des initialen Betäubungsprozesses, der sich meist auch physisch manifestiert hat, um mit Entsetzen festzustellen, dass Sie getäuscht wurden, aber nun mental gelähmt sind. Oft fehlt ihnen an diesem Punkt die Kraft, zu gehen. Aber von Einvernehmen und Aufblühen kann hier keine Rede sein.

Auch sollte man sich vor diesem Kontext vor Augen halten, dass unsere Terminologie hier auf sehr wackeligen Beinen steht. Eine Unterteilung in ‚Narzissten‘ und ‚Nicht-Narzissisten‘ beeinflusst unsere Wahrnehmung auf eine idealisierende Weise. Wir sollten uns beim Gebrauch der Begriffe bewusst sein, dass letztlich alle Persönlichkeitsstörungen ebenso wie nicht-pathologisierte Persönlichkeiten letztlich auf einem Kontinuum angesiedelt sind. Sonst wäre tatsächlich alles sehr einfach und die Welt schwarz und weiß. Tieferen Einblick und auch weitere, interessante Erklärungen für mögliche Co-Abhängigkeiten und deren Entstehungsgeschichte bietet hier Pete Walker mit einem Standardwerk zu Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen mit „Complex PTDS: From surviving to thriving“.

Es gibt viel gute und hilfreiche Literatur, die diesen Punkt und sehr viel mehr, insbesondere den Heilungsprozess beleuchtet, häufig leider nur in englischer Sprache, bitte nochmals überprüfen, evtl sind Überstzungen vorhanden. Ich kann u.a. sehr empfehlen:
- "Healing from hidden abuse", S. Thomas LCSW
- "Woman who love psychopaths: Inside the relationships of inevitable harm with psychpaths, sociopaths & narcissists", S. L. Brown M.A.
- Etwas irreführender Titel, aber hilfreiches Buch: "Becoming the narcissist's nightmare: How to devalue and discard the narcissist while supplying yourself", S. Arabi
(Und auf deutsch gäbe es "Wie schleichendes Gift, Christine Merzeder und "Die Masken der Niedertarcht" von der französischen Psychoanalytikerin Marie-France Hirigoyen.)

Einen Stern habe ich bisher noch nie vergeben. Ich tue es, weil dieses Thema einfach zu wichtig ist und durch soziale und auch durch medienbeeinflusste Entwicklungen wohl immer mehr Anteil in unser aller Leben haben wird, als dass wir es als seltenes Drama unter einigen wenigen abtun könnten. Das ist tatsächlich ein gefährlicher Irrtum. Narzsissten und verwandte Persönlichkeitsstörungen begegnen jedem von uns persönlich (!): nicht nur in Liebesbeziehungen, sondern auch am Arbeitsplatz, in der Familie (Eltern, Kinder, Geschwister), unter Freunden und den Partnern unserer Freunde oder unserer Kinder. Sie manipulieren uns und wenn es sich ergibt auch ihre Psychiater sehr erfolgreich. Nur wenn wir dem Thema Aufmerksamkeit zollen, die unvorstellbaren Strategien des Missbrauchs, Ziele und Beweggründe kennenlernen, können wir uns und andere schützen.

An alle, die direkt betroffen sind oder waren: Bitte haltet durch! Die Arbeit der Aufarbeitung lohnt sich sehr viel mehr, als wir uns vorstellen können, wenn wir am Anfang der Reise stehen. Der Schock eines solchen nicht wiklich zu beschreibenden Erlebnisses ist auch eine unglaublich große Chance im Nachhinein!
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am 19. März 2017
Vieles wird im Buch erklärt und verständlich gemacht. Wirklich ein gutes Buch zum Nachvollziehen mit klaren Anregungen zur Reflexion und Erkenntnis ..Auch über die eigenen narzisstischen Elemente.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 24. November 2009
Die Diplompsychologin Dr. Bärbel Wardetzki setzt sich in diesem Buch mit narzisstischen Beziehungen auseinander, die sie als eitle Liebe bezeichnet. In narzisstischen Beziehungen haben nicht selten beide Partner einen narzisstischen Defekt, wobei der eine Partner ihn grandios überhöht und der andere minderwertig und depressiv auslebt. Solche Partner brauchen sich, um sich gegenseitig zu bestätigen. Die Autorin fokussiert Narzissten, aber auch Komplimentärnarzissten, dabei erklärt sie, was Menschen dazu motiviert, sich über die Maßen selbstbezogen zu verhalten und wie das Gegenüber sich gegen die daraus resultierenden destruktiven Verhaltensweisen wappnen kann.

Glücklich, nährend, erfüllend und dauerhaft befriedigend sind narzisstische Beziehungen selten. In narzisstischen Beziehungen begegnen sich zwei Menschen mit einem verletzten Selbst. Dies führt zu charakteristischen Konflikten wie Entwertung und Erhöhung des anderen und der eigenen Person, die Angst vor Nähe, aber zeitgleich vor Einsamkeit hat, den Wunsch besitzt zu verschmelzen und die Furcht sich darin zu verlieren, das Gerangel um Macht, das Ungleichgewicht in der Begegnung und das Streben nach einem idealen Bild von sich und seinem Gegenüber, wie die Autorin auflistet.

Dr. Wardetzki definiert eingangs den Begriff der narzisstischen Beziehung sehr ausführlich, um in der Folge aufzuzeigen, wie die Persönlichkeit von Menschen geformt ist, deren Liebesbeziehungen scheitern. Narzissmus sei primär keine Krankheit, so die Autorin, sondern kann auch als gesunder oder positiver Narzissmus im Sinne von gesundem Selbstwertgefühl begrüßenswert sein. Es geht im Buch um die Überwertigkeit, darum, wenn Narzissmus als Regulation des Selbstwertgefühls genutzt wird, bzw. Narzissmus als Rückzug auf sich selbst, als Schutz und Abwehrhaltung gegen das Zusammenbrechen des Selbstwertgefühls, gegen das Gefühl wertlos zu sein eingesetzt wird.

Die Autorin verdeutlicht, dass die Art wie Menschen auf Zurückweisung ihrer Liebe reagieren zeigen kann, wie stark oder fragil ihr Selbstwertgefühl ist. "Im schlimmsten Fall stürzen sie in ein schwarzes Loch, verlieren den Boden unter den Füßen, fühlen sich als Mensch zurückgewiesen, unwichtig, nicht liebenswert und ihr Hass ist teilweise grenzenlos."

Es gibt also einen Punkt, an dem der positive Narzissmus in dysfunktionalen umschlägt. Diesen gilt es auszuloten. Menschen, die nur auf sich selbst fixiert sind und versuchen durch Größenfantasien, Perfektionismus, Besonderssein, das Verleugnen oder Umdefinieren enttäuschender Erfahrungen ihr Selbst in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Ursache hierfür ist mit großer Wahrscheinlichkeit Selbstwertmangel, der mit der Selbstüberhöhung ausgeglichen werden soll. Narzissten also sind nach diesem Verständnis Menschen, die Probleme habe ihr Selbstwertgefühl zu regulieren und sich in überhöhten Größenfantasien oder in die Verschmelzung mit einem idealisierten Partner zu retten versuchen.

Dr. Wardetzki fasst zusammen, dass der offene Narzisst charakterisiert ist durch: Dominanzstreben, Misstrauen, Arroganz, Aggressivität, Egozentrismus, Überheblichkeit und geringe Wahrnehmung der Reaktion anderer. Der verdeckte Narzisst hingegen ist sehr empfindlich, gehemmt, depressiv, voller Scham und Gefühle der Demütigung.

Die Psychologin bietet einen Fragebogen an, damit man feststellen kann, wie man sich in Beziehungen fühlt und verhält. Der Fragebogen dient dazu sich Verhaltensmuster klar zu machen.

Narzisstischen Liebesbeziehungen fehlt: die Sorge um den anderen, die Neugier für den anderen und sein Leben, Empathie und Einfühlung in die Gefühle und Bedürfnisse des anderen, optimale Distanz zwischen Partner, Dankbarkeit, Achtung und Wertschätzung.

Narzissten können aufgrund ihres mangelnden Selbstwertgefühls den Partner nicht als eigenständiges Individuum wahrnehmen, sondern nur als "narzisstisches Objekt", als Erweiterung des eigenen Selbst, als etwas, das das eigene Selbst erhöht und schmückt.

Dr. Wardetzki führt weiter aus: "Im Fall der Erniedrigung wird der andere abgewertet und mit einem kritischen, gnadenlosen Blick beurteilt. Der Fokus liegt dabei auf dessen Schwachstellen, nicht auf seinen Stärken. Am Ende wird klar:>>Ich bin besser, schneller , schöner, liebenswerter etc. und dadurch mehr wert als du<<. Und das verschafft ein Gefühl von Selbstwert."

Die Psychologin wartet mit einem kleinen, erhellenden Leitfaden zum Aufspüren narzisstischer Verstrickungen auf, den man sich genau durchlesen und ehrlich beantworten sollte. Sehr gut auch ist ihre Betrachtung der beiden verletzten inneren Kinder, die in fataler Beziehung zueinander stehen und die Hinweise, wie man mit diesen inneren Kindern arbeit. Es folgen eine Fülle weiterer Fakten zum Thema Narzissmus und narzisstische Beziehungen. Dr. Wardetzki zeigt, wie man seinen eigenen Wert vom narzisstischen Gegenüber abkoppelt und dadurch möglicherweise eine Beziehung mit einem Narzissten leben kann.

Ein kluges Buch.
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am 27. Februar 2016
Ich gehe mit der Autorin so gar nicht konform, dass es einen Narzissten und Conarzissten gibt. Auch nicht, dass schon vorher Beziehungsprobelematiken aufgetaucht sind (unter anderen Partnern).
Dieses Buch verhöhnt meiner Meinung nach die Opfer. Ich bin selber Psychotherapeutin, ich habe weder eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung noch habe ich vorher unerfüllte Beziehungen gehabt oder ähnliche Problematiken erlebt. Binallerdings an einen Menschen mit Narzisstischer Störung gelangt.
Auch Verschmelzungstendenzen habe ich bislang in Beziehungen nicht gezeigt oder habe meinen Partner nicht mehr als Individuum wahrgenommen... Alles dies wird aber in Beziehungen zwischen, sagen wir es mal ganz offen 2 Narzissten ( denn nichts anderes stellt der Conarzissten dar) von Frau wardetzki vertreten. Es ist wie das verhöhnen des Opfers, die Schuldzuschreibung bei beiden zu gleichen Teilen suchen. Dieses trifft aber gerade nicht in allen Beziehungen zu Narzissten zu. Und Frau wardetzki Macht es sich sehr einfach, nach dem Prinzip "gleich und gleich gesellt sich gern" zu agieren....
Selbstverständlich trägt jeder für sein Glück die Verantwortung. und selbstverständlich gehören zu Beziehungen immer 2. im Falle des Narzissten läuft der Hase allerdings etwas anders.
Es gibt meiner Meinung nach niemanden der vor einem Narzissten gefeit wäre. Trotz meiner psychotherapeutischen Ausbildung und einer damals stabilen Lebenssituationen und einen stabilen Selbstwert, konnte dieser Mensch einen immensen Schaden anrichten. Ich habe es geschafft mich noch rechtzeitig selber aus dieser Beziehung lösen zu können. (Ich rate allerdings betroffenen dazu sich Hilfe zu holen, da Ein Großteil der Narzissten die Trennung nicht so einfach hinnimmt).
Da die Beziehung mich so mitgenommen hat, habe ich irgendwann einen Therapeuten aufgesucht. Dort lernte ich, anders als Frau W. es verkaufen möchte, mich von dem Bild "beide Partner tragen den selben Anteil" zu lösen. Ein Narzisst ist krank und hat nur geringe Chance auf Heilung, (zumindest lehrte man es mich einmal so). Diese Krankheit muss man anerkennen und man sollte sich überlegen, ob man mit dieser Andersartigkeit und Komplexität der Erkrankung zurecht kommt. Ich nehme gerne als Beispiel das Bild der Querschnittslähmung. Ein Narzisst ist emotional an vielen Punkten gelähmt. Sie werden von ihm in den wenigsten Fällen das bekommen was sie wünschen. Dazu wird er ihnen die Energie Stück für Stück aussaugen und in einem Moment der Schwäche ihr ego unterminieren. Dennoch ist der Narzisst kein Monster. Und ein Wesen mit Gefühlen und Ängsten, allerdings drehen diese sich um ihn selbst.
Haben sie mit alle dem kein Problem und gelingt ihnen eine einigermaßen Konstante Kommunikation mit dem Narzissten, dann hat auch eine Partnerschaft eine Chance... Zögern Sie nur einen Moment oder gelingt ihn keine Konstante jüund tragfähige Kommunikation aufrecht zu erhalten, dann gehen Sie besser. Und lösen Sie sich von dem Gedanken auch ein Narzisst zu sein, oder wie es Frau W. beschreibt, ein Conarzisst.
Ich muss gestehen, dass ich mich sehr über das Buch geärgert habe...
Es gibt bessere Bücher, die vor allem wirklich unter der Rubrick Fachliteratur laufen... Dieses ist eher der Versuch noch mehr Geld in die Kasse einer ohne hin ziemlich abgehobenen Therapeutin zu spülen, die den Blick fürs Wesentliche schon längst verloren hat.
Ich bin froh damals an einen kompetenteren Therapeuten geraten zu sein, der mich mit meinen Anfang 40 gut durch diese Gewässer geführt hat.
Heute stehe ich mit Mitte 40 wieder in einer sehr erfüllenden Beziehung und möchte anderen Mut machen, dass sie dieses auch Erlangen werden. scheuen Sie sich nicht Unterstützung zu holen! Es ist nicht ihr Fehler!
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am 11. August 2014
Von diesem Werk bin ich auch ganz begeistert. So klar, so einfach zu verstehen. Man findet sich sofort wieder.
Nur, wenn man es mit einem waschechten Narzisten zu tun hat, kann man meinen intensiven Recherchen zufolge
keine wirkliche Liebesbeziehung haben, wenn man sich nach echten Gefühlen sehnt!
Aber es hat mir sehr geholfen mich und meinen Partner besser zu verstehen.
Gelesen habe ich dieses Buch, als ich mich schon getrennt habe. Die Trennung kann ich durch dieses Buch
viel besser verarbeiten. Danke Frau Wardetzki!
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am 10. Mai 2017
Eigentlich hatte ich nur über das Thema lesen wollen, aber nun habe ich nochmal etwas mehr über mich selbst erfahren.
Excellenter Schreibstil. Ausgewogen, verständlich geschrieben. Ich bin sehr froh, das ich dieses Buch zu dem Them gefunden habe. Bärbel Wardetzki weiss wovon sie schreibt. Es geht richtig in die Tiefe der Seele. Ich verstehe nun viel mehr über einige Menschen, ohne voreingenommen zu sein.
Beim Lesen ist es manchmal so, als schaue man ganz ganz tief in die Seele eines Menschen. Sehr empfehlenswertes Buch.
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am 2. Februar 2015
Dieser Ratgeber verlang schon ein gerüttelt Maß an Selbstreflexion und auch die Fähigkeit konstruktiv mir einer persönlichen Problematik umgehen zu wollen.Die Autorinnähert sich der Thematik kompetent, einfühlsam und sehr konstruktiv. Die Grenzen werden ebenso aufgezeigt wie die Chancen und ich habe mehr als einmal in einer Krisensituation guten Rat gefunden in der Lektüre. Das Buch ersetzt natürlich keinen Therapeuten, aber eröffnet eine gute Möglichkeit im eigenen Tempo immer wieder am Thema zu bleiben. Insgesamt hat mich dieses Buch sehr angesprochen.
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am 27. Januar 2010
... kühlt eine leidenschaftliche Verliebtheitsphase mit gesteigertem Hitzeempfinden sehr schnell wieder ab. Die Diplom-Psychologin Bärbel Wardetzki beschäftigt sich in ihrem neuesten Buch mit narzisstischen Beziehungsmustern und mit der Frage, wie und ob sie eine Chance haben. Zunächst einmal erklärt sie in aller Ausführlichkeit und vermutlich gebotenen Länge, was unter Narzissmus zu verstehen ist, nämlich selbstbezogenes Verhalten, das nicht ausschließlich negativ zu sehen ist. Es gibt auch den gesunden oder positiven Narzissmus im Sinne von Selbstwert und Eigenliebe, von dem jeder Mensch profitieren kann.

Die negative Seite des Narzissmus in der Liebe besteht darin, dass Begegnungen zum eigenen Nutzen gestaltet werden, oft auf Kosten des Gegenübers. Und genau das ist der springende Punkt. Denn das Gegenüber muss das auch mit sich machen lassen (man spricht in der Fachsprache vom "Komplementär-Narzissten"). Es sind oft Frauen, die sich kleiner machen als sie sind, um ihrem Partner zu "gefallen". Dieses "Gefallen-Wollen" kann bis zur Selbstaufgabe und zum Verlust der Persönlichkeit gehen. Darüber hinaus vereine die narzisstische Struktur eine unterlegene und eine überhebliche Seite in sich. In der Partnerschaft drücke sich dies im Spannungsfeld zwischen Unterwerfung und Dominanz aus. Ein Narzisst erniedrigt gerne den anderen, um sich selbst zu überhöhen - er findet sich nur gut, wenn er besser ist als andere.

Die zentrale Frage in Frau Wardetzkis Buch ist wohl, ob bei Narzissten eine Beziehung auf Augenhöhe überhaupt geht. Sie spricht von "eitler Liebe" im Gegensatz zu "reifer Liebe" bzw. von der Umwandlung von heißer Flamme in sanftes Glimmen. In den letzten Kapiteln ihres Buches bringt die Autorin konkrete Hilfestellung für Partnerschaften, die m.E. jetzt nicht nur für narzisstisch geprägte Beziehungen wichtig sein können: Dialogbereitschaft, Kommunikation, und immer wieder betont sie, wie wichtig es ist, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und mitzuteilen. Interessant fand ich auch ihre Unterscheidung zwischen Verführung und Beziehung, denn Beziehung bedeutet Geben und Nehmen und Verführung verfolgt immer ein eigennütziges Ziel.

Die Fachbegriffe im Buch sind für einen Laien verständlich erklärt. Bärbel Wardetzkis Ausführungen finde ich relativ breitgetreten und auch mit verschiedenen Wiederholungen bestückt. Ich frage mich, ob man das Ganze nicht hätte mehr komprimieren können. Auch missfällt mir, dass sie, obwohl es um das Thema "Beziehungen" geht, immer wieder auch andere Beispiele aus Beruf, Mutter-Kind-Beziehungen oder auch therapeutischen Beziehungen bringt, weshalb ich auch nur vier Punkte gebe. Hätte man dies nicht besser abgrenzen können? Die Beispiele aus der Literatur und Geschichte (siehe Titel oder die "Pygmalion-Dynamik") hingegen gefallen mir sehr gut. Professor Higgins will Eliza Doolittle nach seinem Bilde formen, nach ihren Bedürfnissen und Gefühlen fragt er nicht. Der Mann will nur brillieren, bei einem ebenbürtigen Gegenüber gelingt ihm das nicht (nur gut, dass ihn Eliza später verlässt!) Verstehe jetzt, warum ich den Film My Fair Lady (Special Edition) Die besten Filme aller Zeiten mit Audrey Hepburn nie gemocht habe).

Insgesamt halte ich "Eitle Liebe" für einen guten Ratgeber für Betroffene oder Interessierte. Abschließen möchte ich mit einem Zitat aus dem Buch: "Der liebende Blick verkörpert keine Wertigkeit, sondern Zugewandtheit ... Der liebevolle Blick geht über die eigene Person hinaus in die Zweiheit, zum anderen, den wir brauchen, um wir selbst zu werden, der uns aber auch erweitert."
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am 27. Oktober 2015
Buch, welches mir meine persönlichen Verletzungen sehr deutlich vermitteln konnte. Viele der Irrungen und Wirrungen, die von der Autorin beschrieben werden, habe ich auch so erlebt. Obwohl ich auch immer wusste, dass ich daran beteiligt war, ohne einen Ausweg zu finden, konnten mir die Fallgeschichten zeigen, wie oft ich auch vor einer Lösung stand, ohne zu wissen, wie nahe daran ich schon war. Vielleicht habe ich in den letzten Jahren etwas besser gelernt , 'zuzuhören', anstatt dem Anderen meine Sicht der Dinge aufzuzwingen. Besonders das Prinzip des Co-Narzissten, der sich in conclusion mit dem Narzissten begibt, ohne zu ahnen, dass er eigentlich nur die 'depressive' Karte spielt, wenn er sich einem Narzissten unterwirft, der auch nur den Macho spielen muss, damit er nicht gleich 'losheult'. Insgesamt habe ich aus diesem Buch sehr viel von dem entnommen, was Menschlichkeit ausmacht, nämlich zu verzeihen, sich selbst, weil man so ist 'wie man ist', und dem anderen, und sich eine Chance zu geben, indem man aus dem Spiel aussteigt, in dem sich beide verfangen haben. Im Prinzip bleibt es ein lebenslanges Ringen um ehrliches Bemühen, nicht mehr und nicht weniger. Danke für dieses Buch, Frau Wardetzki.
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am 1. Mai 2015
Mir hat das Buch insofern Anregung geboten, als dass die Hinweise, worauf im zwischenmenschlichen Kontakt zu achten ist, für mich als sinnvoll eingestuft habe, und ich tatsächlich Begegnungen sowohl mit dem weiblichen als auch mit dem männlichen Geschlecht entsprechend zuordnen konnte. Ich selbst habe bislang Gott sei Dank keine solche Partnerschafterfahrung machen müssen, wie im Buch geschildert, dennoch ist es einfach so, dass man einem bestimmten Menschenschlag tagtäglich ausgesetzt ist.
Nichtsdestotrotz muss man sich fragen, weshalb ein solcher Hype um das Thema Narzissmus gemacht wird. Offensichtlich lässt sich gutes Geld hiermit verdienen. Und last but not least: offensichtlich scheint jeder Mensch mehr oder weniger in eine Kategorie zu passen, nicht zuletzt auch Frau Dr. Wardetzki (wie wäre es mit der Athene?). Schließlich müssen wir alle irgendwie kompensieren...
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