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Einfach gut essen Gebundene Ausgabe – 22. September 2005

4.9 von 5 Sternen 10 Kundenrezensionen

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Käse, Mineralwasser, Olivenöl und Wein -- und zwar jeweils von der guten Sorte -- hat er immer im Haus. Salz bedeutet bei ihm Meersalz und als Zucker geht nur der goldene Rohrzucker aus Mauritius durch. Nigel Slater weiß genau, was er will: Einfach gut essen. Und wie das nach seinem Geschmack auszusehen hat, stellt er in seinem gleichnamigen Kochbuch vor. Dort hat der in England geborene Koch und Food-Redakteur die Kapitel einfach nach seinen Lieblingszutaten eingeteilt: Kartoffeln, Hähnchen&Huhn, Würste, Knoblauch, Käse, Eis und Schokolade.

Und so eigenwillig wie die Kapiteleinteilung, sind auch die darin enthaltenen Rezepte, die von ihm selbst stammen bzw. von Kochfreunden mit ähnlichen Kochfreuden: Püree aus gebackenem Knoblauch, Pilz- und Spinat-Korma oder Alastair Littles Hähnchen mit vierzig (40!) Knoblauchzehen. Die Rezepte sind auf eine exquisite Weise schlicht und raffiniert eindringlich, ohne dabei aufdringlich zu sein (wenn man mal von den Knoblauchexzessen absieht).

Wie sehr ihm am Gelingen der Speisen liegt, zeigt die Sorgfalt und Intensität, die er bei seinen Beschreibungen an den Tag legt. Da wird eine ganze Seite dem Zubereiten von Pommes gewidmet: Vom Trick, wie man auch ohne Fetthermometer erkennen kann, ob das Öl heiß genug ist, bis hin zur Erinnerung, vor dem Salzen der fertigen Pommes das heiße Öl vom Herd zu nehmen. Und wer sich nicht gleich ans Ausprobieren machen kann, der kann sich zumindest schon mal am ganzseitigen knusprigen Farbfoto satt sehen.

Slater stellt nicht einfach die Zutaten zusammen und erläutert knapp ihre Zubereitung. Er nimmt sich Zeit. Erklärt, schweift ab, schafft immer neue Bilder, um seine Koch- und Essleidenschaft zu veranschaulichen und zwischendurch plaudert er über das vollkommene Dessert oder die perfekte Bratwurst. Mal sind die Rezepte und ihre Beschreibung ganz einfach (Nigella Lawsons Feigeneis, Peter Gordons Tamrindeneis) und doch ungewöhnlich lecker. Mal sind sie aufwändiger, aber im Geschmack nicht weniger faszinierend, wie das Schweinefleisch mit Cashews, Limetten und Minze.

Kein Zweifel, dieser Koch, weiß genau, was er will. Und wie köstlich das ist, davon kann man sich in Einfach gut essen überzeugen.--Anne Hauschild


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Format: Gebundene Ausgabe
eins vorweg: ich kenne jamie olivier nicht. angeblich ist es der bekannteste koch englands. der autor dieses bandes ist der angeblich zweitbekannteste koch englands. vom ersteren wird er als "genie" bezeichnet. diese art von gegenseitiger lobhudelei in verbindung mit meiner in langen jahren gewachsenen abneigung gegen unzählige lieblose rezeptsammlungen, welche sich als "Kochbücher" bezeichnen, müssten mich eigentlich abgeschreckt haben.
Zum Glück aber nicht. Slater ist tatsächlich, wie auf dem Einband behauptet, ein Philosoph am Herd. Man möchte nach der Lektüre insbesondere der Einführungen z. B. zu Ofenkartoffel, Fritten oder Sandwiches alle anderen Kochbücher wegwerfen und dem Manne bedingungslos vertrauen.
Nigel Slater predigt nicht verbissen den Kampf gegen Ernährungsdiktate wie andere Ernährungsforscher oder vermeintliche Genießer, sondern er lässt den Leser an seinen Sinneserfahrungen in einer Weise teilhaben, dass man inmitten alles Diätwahns und Gesundheitshysterie tatsächlich wieder auf den Gedanken kommen könnte, Essen sei ein Genuss. Allein der Grundgedanke, nicht Essen zu wollen, um gesund zu leben, sondern um zu genießen, macht den erfrischend dünnen Mann sympathisch.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wo soll denn das noch hinführen? Durch den ganzen Trend zur jungen Küche gibt es mittlerweile so viel gute Kochbücher, dass man mit dem Kochen gar nicht mehr hinterherkommt.
Auch der englische Starkoch Nigel Slater (in England fast auf einer Stufe mit Jamie Oliver angesiedelt, was den Beliebtheitsgrad angeht) zeigt in seinem ersten in Deutschland erschienenen Kochbuch, dass man mit einfachen Zutaten schnell, frisch und lecker kochen kann. Überwiegend Gerichte, die auch noch nach Feierabend schnell von der Hand gehen.
Wer Jamies Bücher mag, kann hier wirklich blind zugreifen. Sowohl die hochwertige Optik des Buches (altbekannte DK-Verlags-Qualität) wie auch die Rezepte werden sicher jeden Freund der modernen und jungen Küche begeistern.
Es ist doch schön, dass man auch noch mit einfachen Mitteln tolle Gerichte zaubern kann. Jamie, Tim Mälzer und nun eben auch Nigel Slater sei hierfür gedankt. Mahlzeit!
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Von alisette am 30. Dezember 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Zugegebenermaßen habe ich das Buch gekauft, weil eine Empfehlung von Jamie Oliver draufstand. Ich kannte Nigel Slater bis dato nicht. Welch ein Versäumnis! Dieser Mann kocht zwar auf den ersten Blick ähnlich wie Jamie Oliver, bei genauerem Hinsehen aber doch ganz anders.
Er schwärmt hemmungslos für - in den meisten Augen eher ungesunde - Genüsse wie Pommes und plädiert dafür, lieber mit richtig viel Freude zu essen und auch mal zu sündigen, als nur Kalorien zu zählen und dabei schlechte Laune zu bekommen. Viele seine Kreationen sind wirklich sündhaft. Man kann sie mit allen Sinnen genießen, am besten mit geschlossenen Augen, und muss dafür weder viel Zeit haben noch ein Kochprofi sein - perfekt.
Kaum zu glauben, aber es gibt nicht ein einziges Rezept in diesem Buch, das mir nicht gefällt. Und das hat bisher nicht mal Jamie Oliver geschafft.
Kaufen, genießen, glücklich sein!
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Von Vik am 10. Februar 2015
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Schade, dass das Buch nicht mehr gedruckt wird. Ich mußte es für viel Geld gebraucht kaufen. Aber es macht Spass drin zu lesen, die Rezepte nachzukochen. Meist braucht man wenig Zutaten und die Rezepte sind nicht abgehoben.

Die Bücher von Nigel Slater sind einfacht toll.
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Von Ein Kunde am 26. Februar 2006
Format: Gebundene Ausgabe
Halle liebe Kochfreunde, ich bin auch ein Anhänger von Jamie Oliver und über ihn auf Nigel Slater gestoßen. Es kommen mir Zweifel, ob Ihr die Rezepte auch wirklich nachgekocht habt. Denn - anders als bei J.O. - stimmen oft die Mengen- und Größenangaben nicht. Liegt es an der Übersetzung und dem englischen Maßsystem oder an der Genialität des Autors? Prüft die Rezeptangaben auf ihre Schlüssigkeit, dann gibts keine bösen Überraschungen.
Ansonsten ziemlich genial und erfrischend anders. Wegen dieser Einwände Abstriche bei der Vergabe der Sterne.
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