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Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends Taschenbuch – 1. Dezember 2008

4.2 von 5 Sternen 29 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Josef H. Reichholf ist Evolutionsbiologe, Naturforscher und Bestsellerautor. Bis 2010 war er Leiter der Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung München und lehrte an beiden Münchner Universitäten. Zahlreiche Bücher, Fachpublikationen und Fernsehauftritte machten ihn einem breiten Publikum bekannt. 2007 wurde Josef H. Reichholf mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet, nach dem Cicero-Ranking 2009 gehört er zu den 40 wichtigsten Naturwissenschaftlern Deutschlands. Bei S. Fischer erschien von ihm: ›Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends‹ , ›Warum die Menschen sesshaft wurden‹ und ›Einhorn Phönix Drache. Woher unsere Fabelwesen kommen‹.

»Wer seine Bücher liest, versteht, dass wir in einer wahrhaft aufregenden naturgeschichtlichen Epoche leben.«
Eckhard Fuhr, Die Welt

»So aufregend, unheimlich oder wunderlich ist das große Reich des Organischen selten erfasst worden wie in [Reichholfs] fast drei Dutzend Büchern«
Julia Voss, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Literaturpreise:

Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2007


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Josef Reichholf, Professor für Zoologie, bringt mit dem vorliegenden Buch völlig neue Aspekte in die Klimadiskussion: das Mikroklima von Ökosystemen und historische Verbreitung von Indikatorlebewesen (v.a. Vögel).

Dabei werden die anderswo publizierten abstrusen Blüten der gängigen Klima-Apokalypsen ("die Biosphäre wird sich nicht anpassen können") gründlich widerlegt:
Wenn es überhaupt zu einem Niedergang der Biodiversität kommt, dann vor allem durch eines: direkte Rodung zur Schaffung von intensiver landwirtschaftlicher Nutzfläche. Denn nirgendwo ist die Artenvielfalt so gering wie in Feld & Flur. Die natürlichsten Verhältnisse findet man demnach dort, wo Landwirtschaft viel zu gefährlich ist:
- auf Truppenübungsplätzen (in Mitteleuropa)
- im Tsetse-Gürtel (in den Tropen)

Ausserdem: Der direkte Einfluss eines noch so großen globalen Temperaturanstiegs hinkt deutlich hinter den Einflüssen des Mikroklimas hinterher. Wieder einmal zwei Beispiele aus der Landwirtschaft:
1) nach Rodung großer Flächen im Amazonasgebiet steigen die lokalen Tageshöchsttemperaturen um bis zu zehn Grad an, da der durch den Regenwald zuvor zurückgehaltene regulierende Feuchtigkeitsmantel verschwunden ist.
2) umgekehrt verhält es sich durch die Intensivierung der Landwirtschaft in Mitteleuropa: durch dichteren Bodenbewuchs sinken direkt an der Erdoberfläche die Temperaturen, so dass sich u.a wieder Arten ansiedeln, die man eher mit einer Abkühlung (und nicht Erwärmung!) assoziieren würde.

Und bei allem gilt: Veränderung ist der Biosphäre gleichgültig.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Reichholf gelingt es, in einer sehr gut verständlichen Sprache und Gedankenführung einen Streifzug durch die Naturgeschichte des letzen Jahrtausends vorzulegen. Sein Schwerpunkt liegt auf Europa, aber er wendet den Blick auch immer wieder auf die gesamte "globalisierte" Welt. Die Fakten und Entwicklungen, die er aufzeigt und ausführlich darlegt und begründet, sind immer wieder überraschend: das mediterrane Mittelalter, der von Lachsen überquellende Rhein, die schmelzenden und sich wieder aufbauenden Gletscher der Alpen - alles zeigt deutlich, wie sehr die Natur, das Klima, die Erde insgesamt in einer andauernden Veränderung begriffen sind. Es gibt keinen festen Normal-Status, keinen Stillstand, sondern nur eine ständige Änderung, Anpassung der Lebenswelten, Zunehmen, Abnehmen, Weichen und Wachsen.

Reichholfs Blick zurück lehrt die Gegenwart besser zu verstehen und auch die Zukunft gelassener einzuschätzen. Statt der verbreiteten Katastrophen-Hysterie ("Klimakatastrophe") ist der Blick zurück in die Vergangenheit der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende sehr lehrreich. Er zeigt, welche Veränderungen unsere Erde und der Lebensraum in Mitteleuropa durchgemacht haben, welchen Herausforderungen Pflanzen, Tiere und Menschen immer wieder gegenüberstanden und wie die Kulturgeschichte nicht ohne die Naturgeschichte verständlich ist.

Das Buch ist sehr lesenswert, wirklich bedenkenswert und äußerst empfehlenswert!
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Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch EINE KURZE NATURGESCHICHTE DES LETZTEN JAHRTAUSENDS von Josef H. Reichholf gibt einen interessanten und spannenden Überblick und Einblick in die letzten 1.000 Jahre europäischer Geschichte mit allen Auswirkungen und Ausläufern nach WEST und OST. Spannend, informativ und teils mit sehr feinen Spitzen versehen, lässt sich das Buch gut lesen und erweitert den Horizont.

Eine echte Naturgeschichte ist das vorliegende Buch nicht, auch das Cover weicht ein wenig von dem ab, was man dann im Buch an Informationen vorfinden wird. Sicherlich informiert es eines Teils auf ökologischer Basis und mittels Untersuchungen, doch andern Teils ist dieses Buch auch gespickt mit politischen Aussagen zu Abläufen und historischen Begebenheiten - es ist also mehr als nur eine NATURGESCHICHTE.

Trotzdem spannend, informativ und durchaus lesenswert. Viele der kleinen Anmerkungen und Hinweise kannte ich persönlich gar nicht, deshalb machte es mir viel Spaß darin zu lesen.

Auf das wir alle auch noch die nächsten 1.000 Jahre erleben mögen, obwohl diese Zeitspanne für die Natur nur ein Augenzwinkern ist.

Der Mensch sollte sich nicht immer so wichtig nehmen im Ökosystem, denn wir müssen auf dieser Erde leben, nicht die Erde mit uns...

Empfehlenswert!
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Format: Gebundene Ausgabe
Klimaveränderungen entwickeln sich nicht in zeitlichen Dimensionen von Menschenleben. So kommt es, dass wir Menschen der Illusion erliegen, das Klima sei eine Konstante. Mit dem Klima verhält es sich in Bezug auf die menschliche Wahrnehmung also so wie mit der biologischen Evolution allen Lebens oder der Relativität von Zeit und Raum. Darwin und Einstein haben beides nur gegen massiven Widerstand der Menschheit aus der Illusion der Absolutheit herausreißen können. Wir Menschen tun uns halt schwer mit allem, was gegen unsere direkte, individuelle Wahrnehmung wahr sein soll - aus gutem Grund: Im Laufe unserer menschlichen Evolution war es ein wesentlicher Selektionsvorteil, wenn wir uns auf unsere direkte Wahrnehmung verlassen konnten.
Reichholf gelingt es eindrucksvoll, die wechselhafte Klimageschichte der vergangenen tausend Jahre in kausalen Bezug zur menschlichen Kulturgeschichte von Mittelalter und Neuzeit zu setzen. Wir müssen erkennen, dass die Natur mit ihrem wechselvollem Klima, uns Menschen die Rahmenbedingungen für unser Walten auf Erden setzt; in der Gegenwart genau wie in der Geschichte - und in Zukunft!
Vor dem Hintergrund der (notwendigen) Klimawandel-Diskussion unserer Zeit ist dieses Buch ein wesentlicher Beitrag, um diese Diskussion zu versachlichen und so vom apokalyptischen Mythos zu befreien, der die Menschen auch schon beim letzten großen Klimawandel im ausgehenden Mittelalter in den religiösen Extremismus trieb. Dabei stellt Reichholf an keiner Stelle die anthropogene, globale Erwärmung und ihre möglichen, unabsehbaren Folgen für die Menschheit in Frage. Ganz im Gegenteil: dieses Buch bringt dem Leser auf sachliche Art und Weise den nötigen, aber adäquaten Respekt vor dem Klima bei.
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