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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
48
4,5 von 5 Sternen
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am 13. Januar 2012
Die vom Inselverlag 2007 (Taschenbuch) herausgebrachte Reihe kürzt nicht auf Jungendbuch herunter sondern versucht, dem Original zu entsprechen. Nur noch als Taschenbuch erhältlich und optisch erkennbar am weißen Einband mit schwarzen Zeichnungen. Das bedeutet, man trifft einen Helden mit Ecken und Kanten. Der Verfärbungen an seinen Händen von den vielen chemischen Experimenten hat. Der Kokain nimmt und "nur" Wissensbereiche kultiviert hat die für seine Recherchen nützlich sind. Im Gegensatz zu den gerade kursierenden Kinofilmen ist er zwar des Nahkampfs fähig aber kein Actionheld, und das ist auch gut so! Wer das Original will, muss es lesen!

Sir Arthur Conan Doyle entführt uns ins atmosphärische London um 1900. Vom Regen glänzendes Kopfsteinpflaster im Dämmerlicht. Pferdegetrappel von fahrenden Kutschen hallt durch die Gassen. In der Nacht zwielichtige Beleuchtung durch die viktorianischen Straßenlaternen. Das London dieser Zeit hat eine besondere Stimmung die eine perfekte Kulisse für spannende Geschichten bildet.

Doktor Watson schreibt die Fälle auf, welche Sherlock Holmes mit einem unglaublichem Scharfsinn und der Deduktion (wird im Buch erklärt) löst. Die Geschichten sind kurzweilig und selbst die Romane nicht besonders dick. Dass es viele Kurzgeschichten gibt liegt daran, dass sie früher in Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Inselreihe versucht dabei alles zu erfassen was veröffentlicht wurde. Diese Rezension bewertet das Gesamtwerk.
Eine gute Übersetzung der Reihe erkennt man übrigens daran, dass es richtig "Der Hund der Baskervilles" heißt. Die Macken von Sherlock Holmes nehmen im Laufe der Geschichten immer weiter ab, was wohl mit den Anforderungen des Publikums an einen möglichst perfekten Helden zusammenhängt. Auch lässt Doyle Sherlock Holmes einmal sterben, belebt ihn später aber wieder, um den Hunger nach neuen Geschichten zu stillen. Wenn man anfängt Holmes zu lesen, ist es für den optimalen Genuss wichtig vorne anzufangen und die richtige Reihenfolge einzuhalten. Da es leider keine komplette offizielle Reihenfolge gibt, habe ich die Bände entsprechend geordnet:

1. Eine Studie in Scharlachrot - Roman (Erstes Zusammentreffen von Watson und Holmes)
2. Das Zeichen der Vier - Roman
3. Die Abenteuer des Sherlock Holmes - Kurzgeschichten
4. Der Hund der Baskervilles - Roman
5. Die Memoiren des Sherlock Holmes - Kurzgeschichten (Auftritt Professor Moriarty und Holmes "stirbt")
6. Die Rückkehr des Sherlock Holmes - Kurzgeschichten
7. Das Tal der Angst - Roman (Moriarty hat wieder seine Hände im Spiel)
8. Seine Abschiedsvorstellung - Kurzgeschichten (Spektakulär in den Ruhestand)
9. Sherlock Holmes' Buch der Fälle - Kurzgeschichten (Die wirklich letzten Geschichten)

Auch für Leser geeignet die eigentlich nicht mit normalen Krimis warm werden. Das liegt neben der Zeit und der Kulisse natürlich an den außergewöhnlichen Ermittlungsmethoden des Protagonisten. Ideal in der dunklen Jahreszeit mit einer Tasse Earl Grey auf der Couch zu genießen.
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TOP 500 REZENSENTam 26. September 2012
Inhalt:
Im Jahre 1878 kehrt Dr. Watson verwundet und an Typhus erkrankt aus dem Krieg zurück, quartiert sich in London ein und ist bald auf der Suche nach einer billigeren Unterkunft. Da trifft er den beratenden Detektiv Sherlock Holmes und zieht kurzerhand mit ihm zusammen in die 221B Baker Street.

Dr. Watson ist fasziniert von Holmes, seiner Beobachtungsgabe und seiner Deduktionsfähigkeit und begleitet ihn schließlich zu einem spannenden Tatort: in einem leer stehenden Haus wurde die anscheinend unversehrte Leiche eines Amerikaners gefunden, an der Wand steht das mit Blut geschriebene deutsche Wort 'Rache'.

Mein Eindruck:
'Eine Studie in Scharlachrot' behandelt das erste Treffen von Holmes und Dr. Watson sowie den ersten gemeinsamen Fall. Das Buch ist sehr schnell und flüssig lesbar, die Einführung der Charaktere und die Beschreibung der Umgebung hat Conan Doyle sehr gut gemeistert, der Fall ist von Anfang an spannend.

Conan Doyle ist zudem eine stimmungsvolle Schilderung Londons im 19. Jahrhundert gelungen, obwohl ich 'Der Hund von Baskerville' deutlich atmosphärischer und unheimlicher fand.

Mein Resümee:
Ich habe von Conan Doyle bisher nur 'Der Hund von Baskerville' gelesen, bin mir aber sicher, dass ich nach und nach auch die anderen Bücher des Autors kaufen und lesen werde.

Sehr empfehlenswert!
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am 30. November 2011
Inhalt:

Dr. Watson kommt gerade verwundet aus Afghanistan und sucht eine Wohnung. Ein alter Studienkollege weist ihn auf einen Bekannten hin, der einen Mitbewohner sucht. So treffen sich Dr. John Watson und Sherlock Holmes zum ersten Mal.
Kurz darauf kommt die Londoner Polizei auf Sherlock Holmes zu und bittet ihn bei einem schwierigen Fall um Hilfe.
Eine Leiche ist in einem verlassenen Haus aufgetaucht. Es ist keine Wunde zu sehen aber Blut. Der Mann wurde offensichtlich ermordet, aber eine Ursache kann die Polizei nicht sehen. Mit Blut wurde das Wort "Rache" an die Wand gemalt. Offensichtlich vom Mörder.
Es ist an Mr. Holmes und Dr. Watson, dieses Rätsel zu lösen.

Meinung:

Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten wird die Geschichte aus Watsons Sicht beschrieben, wie es auch in den Kurzgeschichten und in den anderen Romanen meines Wissens der Fall ist. Der Schreibstil ist dabei leicht verständlich und versetzt einen gedanklich gut in die passende Zeit. Man kann die Droschken fömlich hören. Etwas nervig fand ich zugegebenermaßen Watsons Ehrerbietung von Holmes. Natürlich sind diese Fähigkeiten außergewöhnlich und ich lese diese Bücher ja auch, weil ich ein großer Fan bin, aber ich fand es mitunter etwas übertrieben.
Sehr irritierend fand ich, dass der erste Teil vor der Auflösung endet. Der Mörder soll noch seine Geschichte erzählen um auch ganz sicher alle Details geklärt zu haben, da endet dieser Teil plötzlich.
Da ich das zwar irritierend fand, aber auf einen zweiten Fall gehofft hatte, las ich weiter. Doch auch hier wurde ich enttäuscht. Es gab keinen zweiten Fall. Plötzlich fand ich mich in Amerika wieder, bei einem Mann und einem Mädchen, die mitten in den Salt Lake Bergen kurz vor dem Tod standen.
Ich beschloss dennoch weiterzulesen in der Hoffnung auf eine weitere gute Geschichte, wenn auch nicht über meinen Lieblings-Detektiv. Und hier muss ich jetzt SPOILERN.

Lest weiter. Der zweite Teil ist nämlich eine ausgesprochen ausführliche Aufklärung des Falles aus dem ersten Teil. Legt das Buch nicht deshalb zur Seite.

Spoiler Ende.

Fazit:

Ein gelungener Start, mit einigen Hindernissen, die überwunden aber dennoch eine tolle Geschichte ergeben.

P.S.: Ich war überrascht darüber, was sie in der neuen Serie ("Sherlock") bei der ja zumindest die Pilot-Folge auf diesem Buch beruht, alles geändert haben. Nicht nur Anpassungen an die Neuzeit. War interessant. ;-)

Merlinsdaughter von Mexxbooks
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am 12. August 2015
Die Ouvertüre zur famosen Sherlock-Homes-Reihe teilt sich in zwei Handlungsebenen, das unmittelbare Mord-Verbrechen in London und dessen Hintergrund in Utah, dem frühen Mormonenstaat in den USA.

Eingangs die Begegnung zwischen dem geschwächt aus dem Afghanistan-Krieg heimgekehrten Dr. Watson mit dem Detektiv-Genie, das seiner Passion nachgeht: ein naturwissenschaftlicher Enthusiast, offenbar Autodidakt und quasi Freiberufler, und - ganz positivistischer Zeitgeist des 19. Jahrhunderts - ein Analytiker und Logiker, dessen Credo die Deduktion kausaler Abläufe ist. Passend dazu lebt Holmes dicht an der Gefühllosigkeit und verfährt seinen Interessen, Neigungen und Handlungen nach konsequent selekttiv und systematisch. Im psychologischen Vorgehen wohl nahezu Behaviorist, offenbart Holmes' Persönlichkeit selbst manisch-depressive Züge. Einerseits geradezu entfacht von den Kriminalfällen, die ihm zum Existenzial des eigenen Lebens wurden, fällt er aufgabenlos in dumpfes Schweigen und grüblerische Lähmung oder kratzt an seiner Geige. Dabei tritt er distinguiert in einer Weise auf, die es so wohl nur in England gaben mag.

Neben der kriminalistischen Handlung finden sich durchweg schöne aphoristische Sätze: "Das wahre Forschungsgebiet des Menschen ist der Mensch." Und dergleichen mehr, durchweg gedankenvoll und pointiert.

Der hier zu lösende Fall beginnt klassisch: Mord in einem leerstehenden Haus der Brixon-Street, keinerlei Kontexte, nur die Indizien, die Holmes dann mit dem ihm eigenen wachen Sensorium und seiner Kombinationsfähigkeit aufschließt. Dabei deklassiert er die parallel zu ihm arbeitenden mediokren Detektive von Scotland Yard zu Dilettanten. Der Unterschied zwischen freiem Genius und verbeamtetem Stumpfsinn.

Wir als Leser wissen nach ein paar Seiten, dass Homes schon mal im Bilde ist, sind also beruhigt, bevor uns in einer Binnenhandlung, einer veritablen Novelle, das Vorfeld dieses Verbrechens erzählt wird - als ein anderes Verbrechen, das die Londoner Ereignisse nach sie zog, in eben der Zwangsläufigkeit, die Holmes bereits für sich zu rekonstruieren wusste. - Diese Binnennovelle führt in die USA, ins ferne Utah, also zu den Mormonen, die - allein dies sein verraten - hier nicht allzu gut wegkommen, wird ihre Gemeinschaft doch als gruselige Theokratie erweckter Fanatiker und Polygamisten beschrieben, die von ihrem obskuren Glauben nicht daran gehindert werden, selbst kaltherzig und egoistisch zu handeln. In dieser fernen Welt nimmt das Ungemach seinen Ausgang und führt zum Mord in der Brixon-Street.

Der Rest ist Plädoyer. Homes resümiert seinem Partner Watson, wie er alles eruierte und innerhalb weniger Stunden aus den ihm zur Verfügung stehenden wenigen Daten zusammensetzte.

Die Story ist gut erzählt, klingt selbst in der stimmigen Übersetzung noch very british und ist - gerade was die Binnenhandlung betrifft - auch zeitlos spannend und dramatisch, denn es handelt sich, wie ja vielfach bei Verbrechen, um eine Leidenschaftsgeschichte. Die mich passagenweise übrigens an den leider, leider nahezu vergessenen Friedrich von Gagern und dessen Geschichte "Am Marterpfahl" erinnerte, die hier nebenher allen Freunden von großen Rache-Dramen mal raunend empfohlen sei.

Obwohl man den nassen Tweed und die Tabaklast der Raumluft förmlich riechen kann, wirkt die erste Holmes-Geschichte nicht antiquiert oder gar behäbig, sondern durchaus modern, ja gewitzt erzählt. Sie macht mit dem Grundton alles Folgenden vertraut und stellt den Leser fest an die Seite des intellektuellen Extremisten Homes und seines doch stets skeptischen Partners Dr. Watson.
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am 16. Mai 2012
Ich habe mir das Buch zugegebenermaßen erst gekauft, nachdem ich die Serie dazu (Sherlock, mit Benedikt Cumberbatch) schon gesehen hatte. Erst dort sind mir die vielen Parallelen zum Buch aufgefallen. Ich hatte erst ein wenig bedenken, von der "neuen" Interpretation wieder in das altmodische zurückzufallen, aber diese Sorge war unnötig.

Der Schreibstil des Buches ist absolut zeitlos, auch über 100 Jahre nach seinem erscheinen kann man es noch lesen und keinerlei Probleme damit es zu verstehen. In Sherlock Holmes manier wird viel Spannung aufgebaut. Oft rätselt man, wie Sherlock Holmes auf eine Eingebung gekommen ist und ist von mal zu mal beeindruck, wenn man die Lösung erfährt.
Zur Geschichte selbst wurde schon mehr als genug gesagt.

Ich gebe eine klare Kaufempfehlung für alle Sherlock Holmes Fans und Interessierten ab.
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In einem leerstehenden Haus wird ein Toter gefunden. Obwohl die Leiche des Mannes keine Wunden aufweist, deutet vieles auf ein Verbrechen hin. Während die Polizei noch im Dunkeln tappt, verfolgt Sherlock Holmes schon bald eine heiße Spur...

"Eine Studie in Scharlachrot" schildert die erste Begegnung von Dr. Watson und Sherlock Holmes. Kaum sind beide Herren zusammengezogen, haben sie schon bald Gelegenheit, ihren ersten Fall gemeinsam zu bearbeiten. Ich fand die Geschichte, wie die Charaktere sich kennen lernen, interessanter als den Kriminalfall. Sherlock Holmes kommt dem Täter zwar sehr schnell durch minimale Hinweise auf die Spur, allerdings finde ich, dass Arthur Conan Doyle seine beiden Protagonisten schon in den nächsten Bänden in wesentlich spannendere Abenteuer schickt. Trotzdem ist diese Geschichte sehr lesenswert - schon allein um den Beginn der Freundschaft zwischen Watson und Holmes mitzuverfolgen.

1. Eine Studie in Scharlachrot
2. Das Zeichen der Vier
3. Der Hund der Baskervilles
4. Das Tal der Angst
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Als er mit einer Kriegsverletzung aus dem Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg nach London zurückkehrt um diese dort auszukurieren, beschließt der Arzt Dr. John Watson aus finanziellen Gründen mit dem leicht verschrobenen Sherlock Holmes in ein gemeinsames Appartement zu ziehen. Holmes verblüfft Watson mit seiner perfektionierten Kunst der Deduktion (quasi das Finden von Schlussfolgerungen, die in eindeutigen logischen Konsequenzen enden...aber Holmes erklärt das besser ;) ) und schnell werden die beiden mit einem Mord konfrontiert, dessen Tatort die Räumlichkeiten eines leerstehenden Gebäudes sind und an welchem an der Wand mit Blut das Wort "Rache" geschrieben steht.

"Eine Studie in Scharlachrot" ist der insgesamt recht gelungene Auftakt der Roman- bzw. Kurzgeschichtenreihe rund um einen der wohl beliebtesten Detektive und seinen nicht minder beliebten Assistenten. Die Figuren werden ausreichend intensiv eingeführt und dürfen sich auch gleich in vielerlei Hinsicht beweisen, so wie man es auch von einem aktuelleren Kriminalroman erwarten könnte. In diesem Zusammenhang erscheint mir auch die, meines Gefühls nach, sehr gelungene Übersetzung aus dem Englischen von Gisbert Haefs erwähnenswert, der man die knapp über 125 Jahre, die der Roman auf dem Buckel hat, kaum anmerkt.

Zum Handwerklichen: Die Bindung ist ausreichend stabil, die Umschlaggestaltung recht ansprechend (es soll ja Leute geben, die darauf Wert legen) und da, sicher damit das Flair des Originals besser eingefangen wird, einige fremdsprachige Begriffe, Redensarten und Sprichwörter auftauchen, ist auch ein äußerst brauchbares Glossar im Anhang zu finden. Für 7 Euro gibt es also überhaupt nichts zu meckern, auch wenn man locker nach einem Tag durch ist, was ja aber letztlich auch für den vernünftigen Spannungsbogen der "Studie" spricht. Wer also in das Mysterium "Holmes" eintauchen möchte, sollte zu dieser gelungenen Ausgabe greifen.
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am 9. Juni 2015
Klappentext:
Eine Studie in Scharlachrot erzählt von der ersten Begegnung zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson sowie ihrem ersten gemeinsamen Fall. Auf der Suche nach einer Unterkunft in London trifft Dr. Watson den „beratenden Detektiv“ Sherlock Holmes, und sie beziehen gemeinsam eine Wohnung. Holmes‘ exzentrische Art und seine geheimnisvolle Tätigkeit wecken Watsons Neugier. Kein Wunder also, dass er seinen neuen Freund bei dessen nächsten Auftrag begleitet. In einem verlassenen Haus wurde die unversehrte Leiche eines Amerikaners gefunden. An der Wand des Zimmers steht, mit Blut geschrieben, das deutsche Wort „Rache“. Trotz vieler Ungereimtheiten kommt Sherlock Holmes dem Mörder schon bald auf die Schliche.

Rezension:
Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht, da zunächst Dr. John H. Watsons Vergangenheit bei der Armee dargestellt wird. Seine Rückkehr nach London verdankt er einer Typhus-Erkrankung, die ihn kurz nach seiner Genesung von einer Schusswunde erlitten hat. Derart geschwächt versinkt er zunächst in Melancholie, bevor er neuen Lebensmut fasst und beschließt, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben und nicht länger über seinen Möglichkeiten zu leben. In diesem Zustand trifft er auf einen alten Freund, Stamford, der einen jungen Mann kennt, der ebenfalls auf der Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft ist – Mr. Sherlock Holmes.

Bei seinem ersten Auftritt ist Sherlock gerade außer sich vor Freude, weil er eine eindeutige Möglichkeit entwickelt hat, sowohl alte als auch frische Blutflecke als solche zu identifizieren. Schon das zeugt von der ungewöhnlichen Intelligenz des Studenten, denn eine solche Methode ist ein großer wissenschaftlicher Fortschritt im Jahre 1880, besonders für die Kriminologie. Auch im weiteren Verlauf stellt John Watson, über dessen Journal der Leser das Geschehen verfolgt, immer wieder Sherlocks umfassende Kenntnisse in bestimmten Bereichen dar, während deutliche Lücken in andern Gebieten auftreten. So verfügt er beispielsweise über keinerlei Wissen bezüglich des Aufbaus des Sonnensystems.

Besonders die Begründung für diese Lücken in seiner Allgemeinbildung hat mir gefallen. Er beschreibt das Gehirn als eine Dachkammer, die jeder Mensch mit Möbeln versehen muss. Die meisten, gewöhnlichen Menschen nehmen alles mit hinein und finden das notwendige Wissen zwischen all den überflüssigen Sachen nicht wieder. Sie sind dem Irrglauben verfallen, die Kammer hätte elastische Wände. Dagegen selektiert Sherlock sein Wissen sehr sorgfältig und speichert nur diejenigen Informationen, die ihm bei seiner Arbeit helfen.

Ein Großteil der ersten Kapitel dreht sich um Johns Versuche, Sherlock zu enträtseln. Er beobachtet ihn genau und erstellt sogar eine Liste mit Sherlocks Fähigkeiten und Kenntnissen, um seinen Beruf zu erraten, da seine Studien im chemischen Labor offenbar rein der Befriedigung der eigenen Neugierde dienen. Obwohl natürlich bekannt ist, dass Sherlock Holmes ein Detektiv ist, ist es dennoch spannend, mehr über seinen Charakter zu erfahren. Er ist sehr von sich eingenommen und auf eine gewisse Weise schon überaus arrogant, doch seine manchmal fast kindliche Freude macht ihn trotz allem sympathisch. Mehr als einmal musste ich mit ihm lachen, wenn die Polizeidetektive Lestrade und Gregson zu intelligenten Schlussfolgerungen gelangt sind, Sherlock diese jedoch unter taktlosem Gelächter vollständig auseinander nimmt.

Die Deduktionen, die Sherlock im Laufe des Falls macht, sind wirklich faszinierend. Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass immer zunächst die Erkenntnisse benannt werden und die Ergebnisse, zu denen er gekommen ist. Während man sich als Leser noch überlegt, wie er zu dieser Schlussfolgerung gekommen ist, klärt er den ebenso ahnungslosen Dr. Watson in einem mehrere Seiten langen Monolog über die einzelnen Schritte auf, die dadurch plötzlich erstaunlich nachvollziehbar erscheinen.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass in Teil II die komplette Hintergrundgeschichte des Mordes erzählt wird. Anfangs war ich sehr verwirrt, worum es geht, da das Setting gewechselt hat, die Zeit offenbar auch und auch keine bekannten Namen mehr auftauchten. Im Laufe der Erzählung wurde dann aber deutlich, worum es geht. So artet das Geständnis nicht in einen langen Monolog aus, sondern ist interaktiver gestaltet.

Fazit:
Sherlock Holmes ist wirklich ein außergewöhnlicher Detektiv, der deutlich beweist, wie nah Genie und Wahnsinn beieinander liegen. Der erste Fall, den er zusammen mit John löst, ist nicht nur interessant, sondern auch in allen Einzelheiten beschrieben. Obwohl er ziemlich egozentrisch ist, ist mir Sherlock sofort ans Herz gewachsen. Seine Ausführungen zum Gedächtnis faszinieren mich ebenso wie seine Deduktionen. Daher bekommt „Sherlock Holmes: Eine Studie in Scharlachrot“ von mir fünf Schreibfedern.
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am 12. April 2012
Zumindest aus diversen Verfilmungen. Ich habe mich jetzt an den Klassiker von Arthur Conan Doyle gewagt und bin in vielerlei Hinsicht überrascht worden. In den Filmen hat es der Zuschauer mit einem luperschwingenden Superdetektiv - mit der typischen Deerstalkermütze - zu tun. An seiner Seite der immer etwas streberhaft wirkende Dr. Watson. Am Ende kombiniert Sherlock Holmes und löst den Fall.
Im literarischen Original ist der Gegensatz der beiden Charaktere Holmes und Watson der eigentliche Reiz der Geschichten. Gerade da die Begebenheiten aus der Sicht des Arztes erzählt werden, wird Dr. Watson deutlich aufgewertet. Interessant ist vor allem das Eintauchen in die Atmosphäre des viktorianischen England.

Zum vorliegenden Band "Eine Studie in Scharlachrot":
Dr. Watson beginnt die Geschichte mit der Beschreibung seiner Zeit als Militärarzt und seiner Verwundung in Afghanistan (Schlacht von Maiwand 1880). Halbwegs genesen - aber für den Militärdienst untauglich - sucht sich der Arzt eine Bleibe in London. Da seine finanziellen Mittel erschöpft sind, erhält er über einen Bekannten das Angebot zusammen mit einem "Chemiker" die später berühmteste Wohngemeinschaft der Literaturgeschichte zu gründen.
Dieser Chemiker stellt sich als Sherlock Holmes vor. Was Holmes genau studiert ist unklar, da seine Interessen auffällig vielfältig sind. Andererseits gibt es weite Bereiche in denen es Holmes an Grundkenntnissen fehlt ("Die Erde dreht sich um die Sonne?").
Dr. Watson ist fasziniert von seinem Mitbewohner, vor allem, da er nicht weiß worauf Holmes Studien hinauslaufen und womit er seinen Lebensunterhalt bestreitet. Neben der Chemie interessiert sich Holmes für das Sezieren von Leichen, diverse Kampfkünste, er kennt jeden Kriminalfall der letzten Jahrzehnte, testet im Selbstversuch diverse Mittelchen,... Dann wieder macht er Wochenlang wieder gar nichts, bis ihn zuweilen sehr obskure Menschen besuchen und Holmes zu großem Arbeitseifer inspirieren.
Bei der Lektüre der Morgenzeiitung stößt Dr. Watson auf einen Artikel über die Wissenschaft der Deduktion. Nachdem sich Watson über den Titel lustig machte, erfährt er, dass der Artikel von seinem Mitbewohner stammt. Sherlock Holmes erläutert wie er aus Kleinigkeiten Schlüsse auf die Person ziehen könne. Dies alles sei reine Logik. Jetzt erfährt Watson, dass Holmes beratender Detektiv ist und schon bald werden beide in einen Mordfall verwickelt...

Fazit: Die Detetkivgeschichten leben vor allem vom Gegensatz des bodenständigen Dr. Watson und dem exzentrischen Sherlock Holmes (Stichwort: Drogen). Was mir an der Geschichte missfiel war das viel zu lange Abschweifen nach Nordamerika.

Offizieller Werkkanon:

- Eine Studie in Scharlachrot
- Das Zeichen der Vier
- Die Abenteuer des Sherlock Holmes
- Die Memoiren des Sherlock Holmes
- Der Hund der Baskervilles
- Die Rückkehr des Sherlock Holmes
- Das Tal der Angst
- Seine Abschiedsvorstellung
- Sherlock Holmes: Buch der Fälle
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am 3. Dezember 2013
Ursprünlich kam ich eher durch bekannte Serien und Filme über Sherlock Holmes zu der Buchreihe. Allerdings muss ich sagen, dass mich dieses Buch wirklich begeistert hat und mich dazu gebracht hat, auch weitere Teile der Sherlock Holmes Romane zu kaufen.

Zu Anfang möchte ich einmal erwähnen, dass mir die Ausdrucksweise gefällt die hier verwendet wird. Auch wenn es nur eine Übersetzung aus der Originalsprache ist, so merkt man doch, dass hier eine ältere und für mich angenehmere Form der Deutschen Sprache verwendet wird. Für mich ist dies schon der erste Grund für eine Empfehlung zum Kauf dieses Buches.

Die Geschichte an sich hat mich zunächst etwas irritiert, weil sie nicht in chronologischer Reihenfolge der Geschehenisse erzählt wird, jedoch fällt das kaum ins Gewicht, da einem dann doch recht schnell bewusst wird, was es mit diesem zeitlichen Sprung auf sich hat. Für echte Hobby Detektive mag dieser erste Fall vielleicht etwas zu einfach gewesen sein, für mich jedoch hat es Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen. Auch die Charaktere wirken für mich authentisch ohne zu viel verraten zu wollen.

Für meinen persönlichen Gebrauch war ebenfalls die handliche Größe des Buches von Vorteil, da man es problemlos auch in einer Jackentasche mit sich führen und damit auch unterwegs lesen kann, ohne einen dicken Brocken mit sich tragen zu müssen.

Mein Fazit lautet also ganz klar 5 Sterne für dieses Buch, da es, einmal angefangen, nurnoch schwer aus der Hand zu legen ist und trotz kleiner Rechtschreibfehler sehr gut zu lesen ist.
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