EUR 10,99
Nur noch 4 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Eine Königin zieht das Sc... ist in Ihrem Einkaufwagen hinzugefügt worden
Andere Verkäufer auf Amazon
In den Einkaufswagen
EUR 10,99
+ kostenlose Lieferung
Verkauft von: Thalia Bücher GmbH
In den Einkaufswagen
EUR 10,99
+ kostenlose Lieferung
Verkauft von: Books on Demand GmbH
In den Einkaufswagen
EUR 10,99
+ EUR 0,99 Versandkosten
Verkauft von: averdo24
Möchten Sie verkaufen? Bei Amazon verkaufen
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Alle 3 Bilder anzeigen

Eine Königin zieht das Schwert: Der zweite Fall Taschenbuch – 10. November 2018


Alle 2 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle
Taschenbuch
EUR 10,99
EUR 10,99 EUR 10,99
 

eBooks bis zu 50% reduziert eBooks bis zu 50% reduziert


Beliebte Taschenbuch-Empfehlungen des Monats
Stöbern Sie jetzt durch unsere Auswahl beliebter Bücher aus verschiedenen Genres wie Frauenromane, historische Romane, Liebesromane, Krimi, Thriller, SciFi und Fantasy. Hier stöbern
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
    Apple
  • Android
    Android
  • Windows Phone
    Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

kcpAppSendButton
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Der neue Roman von Bestsellerautorin Mina Baites
"Der weiße Ahorn": Der Auftakt einer fulminanten Familiensaga hier entdecken.

Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kirsten Voosen-Reinhardt wurde 1965 geboren und wuchs in Wuppertal-Vohwinkel auf. Nach einer abwechslungsreichen Karriere absolvierte sie einen wirtschaftswissenschaftlichen(B.Sc.) Abschluss
Kirsten ist seit 2017 Teilzeitautorin, als ihr erstes Buch "Ausgelebt" veröffentlicht wurde. Seitdem hat sie einen weiteren Kriminalroman geschrieben.
Kirsten lebt und schreibt in Haan, Deutschland NRW, zusammen mit ihrem Ehemann.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Schon während er kichernd und verwirrt durch das Zimmer schritt, löste sich etwas von ihrem lauernden Druck. Mit dem inneren Jubel eines Kindes, das sich ein Stück Freiheit ertrotzt hatte und auf die Einschränkungen und Konsequenzen, die sich daran anknüpfen könnten pfiff, lehnte sie locker am Türrahmen und genoss seine Verwirrtheit. Pfarrer Meier hatte schon immer sehr innig an ihr gehangen und war seinerseits nicht die stärkste Natur. Sein Geist war verstört und beschämt, seitdem er die Brücke zwischen seinem Glauben und seiner Leibeslust überschritten hatte. Sie, die Ungeliebte, besaß hingegen eine schwer zu Fall bringende, im Leben stark verwurzelte Urkraft. Der Pfarrer besuchte sie in ihrem Heim. Das Haus war im Stil des nordischen Klassizismus auf einem sehr großen Grundstück erbaut. Ihm gefiel das in fröhlichen Wetterfarben gestrichene Haus mit den Halbsäulen zu beiden Seiten der Eingangstür von Beginn an. Er hatte sich schon gefreut, an die alten Zeiten anknüpfen zu können. Bei seiner Ankunft schielte er über den um fünf Stufen erhobenen Eingangsbereich hinweg auf das obere Stockwerk. Die bodentiefen Fenster waren leicht geöffnet und ein weißer Vorhang strich sachte über das kunstvoll geschwungene Eisengitter des kleinen Balkons. Dort lag bestimmt ihr Schlafgemach.

Nun stand er hier im hell eingerichteten, mit Stuck verzierten Esszimmer. Durch drei transparente, rosafarbene Vorhänge schaute auf den rückwärtigen Garten. Irgendwie war ihm heute nicht wohl. Sein Kopf glühte und seine Schläfen pochten rasend. Er schwitzte, seine Pupillen waren geweitet und sein Blick stark verlangsamt. Mühevoll versuchte er, die knappen und gepflegten Bewegungen ihrer schönen, schlanken Hände zu verfolgen. Sie hatte extra für ihn gekocht und alles sehr nett und geschmackvoll angerichtet. Eigentlich wollte er nach dem Essen zum gemütlichen Teil übergehen. Stattdessen schaute er auf seine eigenen ungeschickten Hände und verstand nicht, warum ausgerechnet heute sein Körper enteignet zu sein schien. Bereits seit einer Viertelstunde durchlebte er eine sehr starke Erregung. Aber sie hielt ihn mit der Geschicklichkeit einer Agentin gekonnt hin, bis ihn ein schlimmes Kratzen in Mund und Rachen störte. Bereitwillig reichte sie ihm ein Glas Wasser. Sein rückwärts gebürstetes Haar war am Scheitel bereits gelichtet und an den Schläfen fast vollständig ergraut. Seine hohe und von Falten zerklüftete Stirn bebte vor Erregung und starker Euphorie, bevor seine große Heiterkeit plötzlich von Weinkrämpfen abgelöst wurde. Der Bügel seiner Hornbrille drückte sich in den aufgedunsenen Nasenrücken, als er wie ein Tiger durchs Zimmer lief. Er rieb sich sein rasiertes Kinn und sprach in scherzender Weise plattdeutsch:

>>Komm, jank mech fott!<< (Das mag ich nicht!), gab der Pfarrer scherzend von sich.

>>Watte nit sähs!<< (Was du nicht sagst!), lächelte sie zurück. >>Dat make mer henge eröm mem Höhnerkläuke!<< (Wir gehen fein diplomatisch vor!), erklärte der Pfarrer.

>>Wellste mech för et Läppke halde?<< (Willst du mich auf den Arm nehmen?), fragte sie lachend.

>>Nit met mech! Doför mosste dech e anger Tutedöppe söhke!<< (Nicht mit mir! Such dir einen anderen Dummkopf!), sagte der Pfarrer und bewegte seinen rechten erhobenen Zeigefinger hin und her.

>>Wenn dat nit fluppt, dann weeß ech et nit!<< (Das klappt schon!), neckte sie ihn.

>>Du kanns mech emol dr Nache deue!<< (Rutsch mir doch den Buckel runter!) Völlig unerwartet sprach er dann hektisch und vollkommen frei von humoristischen Zügen in aller Sachlichkeit mit einem imaginären Postboten und einem Kutscher. Sein Redeschwall steigerte sich in irres Schreien. Sein Mund war groß, dann schlaff und dann plötzlich schmal und gespannt. Sein Kopf hämmerte, er zitterte, schwankte und würgte vor Übelkeit, erbrach sich aber nicht. Schleichend setzten Halluzinationen ein. Die darauffolgenden Tobsuchtsanfälle wurden von Krämpfen durchzogen und endeten in einem epileptischen Anfall. Mittlerweile waren seine Pupillen maximal geweitet. Neckisch blendete sie den Pfarrer mit der Tischlampe. Lichtscheu schob der gehetzte Pfarrer seine Arme vor die empfindlichen Augen, die wehrlos durch die Gläser seiner Brille blickten und scheinbar das blutige Inferno der Lazarette des Krieges sahen.

>>Das Leben ist eine hohe Kunst<<, beglückte sie Pfarrer Meier und verzehrte sich an seinem Leiden. Selbst die klösterliche Stille des äußeren Daseins vermochte ihn nicht mehr zu retten. Sein Schicksal war besiegelt. Er konnte die Gegenstände in seiner Umgebung nicht mehr klar erkennen und alles doppelte sich vor seinen Augen. Etwas amtlich-erzieherisch pulsierten seine beiden Halsschlagadern heftig. Tief und schnell dröhnte die Atmung des alternden Pfaffen, als er zunehmend bewusstlos wurde und schließlich erschöpft in einen schlafartigen Zustand fiel.

Mittlerweile war es Abend geworden und die Nachtkühle kroch hervor. Sie genoss die Dunkelheit und die Stille. Genüsslich zog sie an ihrer Zigarette und inhalierte den Qualm bis tief in die Lunge. Sie schaute auf den bewusstlosen Pfaffen. Sie sah, wie sich die rote Farbe seines Gesichtes bläulich färbte und wartete, bis ihm die zentrale Atemlähmung den Rest gab. Jedes Mal freute Sie sich auf die Zigarette danach. Drei Täter hatte sie schon besiegt und nun auch den Pfarrer.

>>Check!<<, sagte sie laut vor sich hin und machte einen Haken hinter seinem Namen auf der Liste, die vor ihr lag. Sie zog wieder genüsslich an ihrer Zigarette. Dieses Rauchen war ihr Ritual, das das Erlebnis noch schöner machte. Sie liebte den bitteren Geschmack des Tabaks und das Gefühl, zu inhalieren. Sie liebte die daraus gewonnene Entspannung. Keine Atemübung beim Yoga, keine Gesprächsstunde beim Therapeuten kam auch nur ansatzweise an dieses Gefühl heran. Das hier war ihr Rückzug in sich selbst. Nur ihren Atem konnte sie hören. Befreit und gelassen saß sie nun in ihrem Sessel. Genüsslich streckte sie sich aus und pumpte das Blut in ihre Arme und Beine. Sie saß allein und absolut ruhig in ihrem Lieblingssessel. Nunmehr verteilte sich die lang ersehnte Balance gleichmäßig in ihrem Körper. Endlich, endlich wiegten sich ihr Geist und ihre Seele wieder im Einklang.

Nachdem sie einige Jahre in verschiedenen Orten unruhig verbracht hatte, wurde sie am Rande einer Großstadt sesshaft. Hier führte sie ein ruhiges und beschauliches Leben. Die kinderlose Ehe, die sie einst voreilig eingegangen war, wurde nach kurzem Glück durch den Tod getrennt. Während dieser Zeit hatte sie ihr unheimliches Verlangen ins Unterbewusstsein verdrängt. Sobald sie aber allein war, begann es, sich langsam, aber effektvoll wieder einen Weg in ihr Bewusstsein zu bahnen. Diesem Verlangen musste und wollte sie von Zeit zu Zeit nachgeben.

Nun aber war sie völlig frei, frei von dem gewaltigen Druck. Jegliche Anspannung war aus ihrem Körper gewichen. Sie hatte die tyrannische Begrenztheit besiegt. Die einst so diktatorischen Beklemmungen krochen nun, wie ein geschundener Wurm über den Boden von ihr weg. Sie, die Ungeliebte, hatte gesiegt.
Genussvoll zog sie wieder an der Zigarette und schaute zufrieden auf die Leiche, die vor ihr auf dem Boden lag. Mit der rechten Hand strich sie sich die langen blonden Haare aus dem Gesicht. Ihre Beine waren lässig übereinander geschlagen. Sie zog den bittersüßen Qualm ihrer Zigarette noch tiefer in die Lunge. Beim Ausatmen öffnete sie ihren Mund groß und rund. Sinnlich ließ sie große, dicke Rauchringe durch den Raum wandern. Nach dem letzten lustvollen Zug an ihrer Zigarette drückte sie die Kippe auf der Brust der Leiche aus. Genüsssüchtig kuschelte sie sich in ihren Ohrensessel und lauschte in sich hinein. Dank der angenehmen Entspannung erwachte ihre Aufmerksamkeit wieder zum Leben.

>>Nur ein toter Mann ist ein guter Mann!<<, lachte sie zufrieden und trocken. Sie sah sich den leblosen...


Keine Kundenrezensionen


Dieses Produkt bewerten

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel