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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
4

am 24. Februar 2017
Ich würde diese umfassende (668 Seiten Text) Darstellung der Geschichte der Oper knapp als sehr gut bezeichnen. Die Autoren wagen viel, indem sie die komplette Entwicklung dieser faszinierenden Gattung übersichtlich darstellen wollen. Ich finde das ihnen dieses Unterfangen gelingt. Ich kann einen klaren roten Faden erkennen, der dank Querverweisen und Bezügen auch dann nicht abreißt, wenn parallele Entwicklungen logischerweise nacheinander abgehandelt werden müssen: Der Weg der Oper vom Dramma per Musica über die Opera Seria und Opera Buffa und parallel der Tragédie lyrique, dem Singspiel, der reformierten Oper, dem Belcanto, der Grand Opera, dem Musikdrama und schließlich der modernen Oper wird schlüssig und meist ausführlich dargestellt. Die Sprache ist dabei größtenteils zugänglich, auch wenn komplette Musik-Laien gelegentlich Probleme bekommen könnten. Die parallelen Entwicklungen in den Ländern (hauptsächlich Italien, Frankreich, Deutschland) werden immer wieder in Bezug zueinander gesetzt und man versteht, warum sich welche Linien wie entwickelt haben. Der größte Fokus liegt der Operngeschichte entsprechend auf Monteverdi, Händel, Mozart, Rossini, Verdi und Wagner. Aber auch die anderen Belcantisten, Puccini und modernere Vertreter kommen nicht zu kurz. Kritikpunkt hier ist lediglich die mMn zu knappe Darstellung der Franzosen Lully und Rameau, von denen auch keine einzige Oper näher dargestellt wird (nicht einmal Armide oder Platee oder Les Indes). Die frühe Tragédie Lyrique ist folglich die einzige Stelle des Buches, wo mir die Darstellung deutlich zu knapp ist.
Das Gesamtkonzept überzeugt mich, da es abwechsllungsreich ist: In größerem Oberkapiteln (etwa "Das erste Jahrhundert", "Opera Seria", "Rossini und der Übergang" oder "Der junge Verdi" resp. "Der junge Wagner") werden die größeren Zusammenhänge, also auch Zeitgeschehen, Kultur- und Ästetikverständnis, Geographische Situation oder Gattungsentwicklung dargestellt. In diese fast immer überzeugenden Darstellungen sind die wichtigsten Komponisten mit ihrem Wirken, Opernverständnis und Hintergründen eingebunden. In diese Ebene mischen sich wiederum schlüssig Betrachtungen bzw. je nach dem kürzere Bemerkungen zu einzelnen Werken dieser Komponisten. Fast alle "wichtigen" Opern werden also zumindest kurz (z.B. "Don Carlos" von Verdi) oder ausführlich (z.B. "L'Orfeo" und "L'incoronazione di Poppea" von Monteverdi) bis sehr ausführlich (z.B. "Tristan" oder "Otello") betrachtet. Selbstverständlich könnte und müsste zu nahezu jedem dieser Werke in Einzeldarstellungen noch wesentlich mehr gesagt werden, für eine Gesamtdarstellung ist der Umfang aber allemal ausreichend.
Relativ lang (evtl. zu lang) ist die Einleitung geraten. Allerdings werden in ihr sehr viele grunsdätzliche Themen (Text und Musik, Libretti, Werktreue, Aufführungspraxis, Popularität, Werkkanon) besprochen. Häufig wird im Verlauf des Buches auf diese Themen Bezug genommen. Angereichert ist das Ganze mit drei unterhaltsamen Bilderserien von Aufführungsplakaten, Künstlern, Inszenierungen, Opernhäusern etc. Für alle Freunde der Oper - sowohl Kenner, als auch interessierte Neulinge - gilt hier: Klare Kaufempfehlung.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 4. Februar 2014
Es sind die - ersten - 400 Jahre der Kunstform Oper, und nicht die "letzten 400 Jahre", die Carolyn Abbate und Roger Parker in ihrem sehr ausführlichen und gut lesbaren, gewaltigen Buch schildern. Die Einteilung des Buchs erfolgt zuerst in Zeiten, dann aber, ab Mozart, in Komponisten: Rossini, Verdi, Wagner wobei bei Verdi und Wagner noch eine Einteilung in alt und jung erfolgt. Mozart, Rossini, Verdi und Wagner sind auch die Hauptkomponisten (vom textlichen Umfang her!) dieses Buchs. Die Ebene darunter nehmen Meyerbeer oder Richard Strauss ein. Die Komponisten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden nur völlig am Rande behandelt, manchmal nur in einem Absatz, z.B. Hans Werner Henze. Es werden auch Aufführungsstatistiken aufgeführt, und dabei schneiden diese Komponisten erwartungsgemäß schlecht ab. Der Focus des Buchs liegt eindeutig auf dem Bereich der Oper, der die heutigen Spielpläne dominiert. Lediglich auf das seit einigen Jahren eingesetzte Revival von Oliver Messiaens SAINT FRANCOIS D` ASSISE wird deutlich hingewiesen, auch auf den Erfolg des amerikanischen Komponisten John Adams.

Durch die gut erkennbaren Abgrenzungen in der Operngeschichte kann der interessierte Leser genau dort einsteigen, wo er möchte, ja, er kann dieses Buch auch als Nachschlagewerk benutzen. Das Buch als Ganzes ist jedoch kein Opernführer - es richtet sich primär an Menschen, die schon Wissen besitzen und dieses Buch zum Ausbau ihres Wissens nutzen möchten.

Aufgelockert werden die knapp 740 Seiten durch mehrere Bildteile, die Opernfotos, Plakate, Bühnenbilder, Sängerportraits, in Farbe und Schwarz-weiß, zeigen.

Am Ende schreiben die beiden Autoren: "Oper war immer schon eine besondere Form des Schauspiels, und das wird auch so bleiben", S. 667. Dem ist nichts hinzuzufügen.

( J. Fromholzer )
15 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 4. September 2016
Ich habe mit dem Buch 3x begonnen und bin immer stecken geblieben. Es liest sich extrem mühsam. Vor allem fehlt der rote Faden. Inhaltlich verliert es sich hin und wieder in unnötigen Details, dann biegt es inhaltlich in andere langweilige Bereiche ab und kommt nicht zum Punkt. Man erkennt nicht, was das Buch will...Schade!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 28. November 2014
Als absoluter Opernfan hatte ich mir viel von diesem Buch erwartet: Hintergrundwissen zur Geschichte der Oper. Leider ist das Buch derartig umständlich, unübersichtlich und hochtrabend geschrieben, daß ich damit nichts anfangen kann. Dieses Buch könnte mir die Oper glatt vermiesen.
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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