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Ein ganzer Kerl Hardcover – 1 Jan. 1999
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Tom Wolfe
(Autor)
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LanguageGerman
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PublisherKindler Verlag GmbH
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Publication date1 Jan. 1999
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ISBN-103463401282
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ISBN-13978-3463401287
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Product details
- Publisher : Kindler Verlag GmbH (1 Jan. 1999)
- Language : German
- ISBN-10 : 3463401282
- ISBN-13 : 978-3463401287
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In vielerlei Hinsicht müßte die Antwort "Ja" lauten. Wie sein Vorgänger ist Ein ganzer Kerleine Großleinwand-Arbeit, in der eine Vielzahl von Figuren an der gefetteten Stange des gesellschaftlichen Lebens hoch- beziehungsweise (rasch) an ihr herunterklettern. "In einem Zeitalter wie diesem", erinnert uns eine der Figuren, "im ausgehenden 20. Jahrhundert, war gesellschaftliche Stellung alles, und sie zu erringen, war das Schwierigste, was es gab". Wolfe hat ganz gewiß den Schauplatz geändert. Statt auf New York konzentriert er sich hier auf Atlanta, Georgia, wo der Kampf um Revier und Macht durch Südstaatenanstand zumindest leicht patiniert ist. Die Handlung dreht sich um Charlie Croker, einen egomanischen Südstaatler mit einem im Zerfall befindlichen Immobilienimperium am Hals. Aber Wolfes Aufmerksamkeit konzentriert sich genauso stark auf zwei Nebendarsteller: einen im sozialen Abstieg begriffenen Familienvater, Conrad Hensley, und Roger White II, afroamerikanischer Anwalt bei einer renommierten Kanzlei. Was diese Nebenhandlungen letztendlich zusammenführt -- und einen Feuersturm des Rassenhasses in Atlanta auszulösen droht --, ist die angebliche Vergewaltigung einer Debütantin durch Georgia Tech Football-Star Fareek "The Cannon" Fanon.
Eine detaillierte Inhaltsangabe der Handlung wäre natürlich in etwa so lang wie ein durchschnittlicher minimalistischer Roman. Nur soviel sei gesagt -- Ein ganzer Kerl ist voll von der Sorte hervorragender klassischer dramaturgischer Elemente, wie wir sie von Wolfe inzwischen erwarten. Eine Wachteljagd auf Charlies 29.000-Morgen-Plantage, ein Wichtigtuer-Abend im Sinfoniekonzert, eine politisch geladene Pressekonferenz -- der Autor setzt diese Szenen zusammen mit einer Freude, die sich rasch auf den Leser überträgt. Das Buch ist darüber hinaus sehr, sehr komisch. Die Anwaltskanzleien, wie die vornehme, erfolgreiche Fogg Nackers Rendering & Lean, könnten direkt von Dickens stammen, und Wolfe läßt sogar seinen Nebenfiguren, wie den Berufshinterwäldler Opey McCorkle, lebendig werden: In wahrer Opey-McCorkle-Manier erschien er zum Abendessen mit kariertem Hemd, karierter Krawatte, roten Filzhosenträgern und um seinen Schmerbauch einen großen, alten Ledergürtel, der aussah wie etwas, mit dem man ein Maultier anspannen könnte. Aber hier hatte er seinen sonst üblichen Schwall von schwülstiger Rhetorik gemischt mit Baker-County-Ismen abgelegt. Leser auf der Suche nach einem netteren, sanfteren Wolfe werden möglicherweise enttäuscht sein. Während er die (notwendige) Überlegenheit des Satirikers gegenüber seinem Sujet bewahrt, neigt er dazu, genau dann seine Überlegenheit zu verlieren, wenn er versucht, uns zu bewegen. Trotzdem, wenn es um die maximalistische Porträtierung der amerikanischen Szene geht -- und um reine Satz-für-Satz-Unterhaltung -- dann sieht es so aus, als ob 1998 tatsächlich das Jahr des Wolfes werden kann. --James Marcus
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Der Schluß schien mir allerdings etwas hastig und unaufgelöst.
Was ich eigentlich erwartete, ist mir im Nachhinein auch nicht mehr ganz klar, aber unbestreitbar fesselte mich die Lektüre über ihre fast 1000 Seiten hinweg - wenn auch das Ende des Romans mich vor manche Sinnfrage stellte. Genau das lag vermutlich in Tom Wolfes Absicht.
Gewisse Figuren sind sehr tief und exakt beschrieben, andere wie halt in jedem Wälzer rund um die tausend Seiten eher spärlich. Das gibt der Story aber nie einen Abbruch oder Langeweile, vielleicht hätte es gewissen Kapitel weniger lang geben können da sie mit dem eigentlichen Plot nicht gross in Verbindung standen. Wer eine amüsante Geschichte mit viel groteskem Humor und Ironie präferiert, ist hier genau richtig. Wer jedoch nicht gerne Wiederholungen und komische Einfälle liebt, wird hier nicht glücklich.
Entweder mag man die überzeichnete Art eines Tom Wolfes oder man liest etwas weniger aussergewöhnliches wie dieses Buch in jedem Fall ist.





