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Ein akzeptabler Mann?: Brecht und die Frauen Taschenbuch – 1. Januar 2002

4,4 4,4 von 5 Sternen 7 Sternebewertungen

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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Meine Freundin kommt entsetzt aus dem Theater. Sie hat den Baal gesehen. "Brecht war auch nur ein Mann!" schimpft sie. Dann zerrt sie einen Band Gedichte über die Liebe hervor und hält ihn mir unter die Nase. "Einer der übelsten sogar!" Wütend setzt sie noch hinzu, daß der Dichter nicht nur schlechthin ein Weiberheld gewesen sei, sondern - schlimmer als Baal - seine Geliebten in sexuelle Hörigkeit verbannt und als Arbeitstiere ausgebeutet habe. Brecht - Liebling der Frauen und lebenverschlingender Baal? In der Tat, wenn sich Ruth Berlau in einem Interview nicht ohne Stolz erinnert, wie sie den Frühaufsteher Brecht im finnischen Exil mit dem zur Kreativität nun einmal unabdingbaren Morgenkaffee versorgte, kann es einer nach Emanzipation strebenden Frau schon einmal kalt über den Rücken laufen. Kaffee war in Finnland damals Mangelware. Aber in der nicht weit vom Hause der Brecht-Familie liegenden Pension, in die sich Ruth Berlau eingemietet hatte, wurde zum Frühstück etwas serviert, "was entfernte Ähnlichkeit mit Kaffee hatte". Von den anderen Pensionsgästen unbemerkt, füllte sie den Trunk in eine eigene Kanne um und trug ihn dem Meister dann zu. Dieser erwartete ihn gegen sieben Uhr morgens, an seinem Fenster stehend. Ob sich Ruth Berlau selbst einen Tropfen der kostbaren Flüssigkeit gegönnt hat, ist nicht bekannt. (Bunge 1975,89) Das Überreichen der Morgengabe erfolgte angeblich ohne Wortwechsel. Gesprochen wurde zwischen Brecht und Berlau erst nachmittags gegen drei Uhr, wenn er zu ihr kam, um ("nur mit mir") das zu diskutieren, was er vormittags geschrieben hatte. Margarete Steffin, die ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Brecht-Familie lebte, hat angeblich am Puntila "nicht so viel mitgearbeitet, sie war da nicht so gut gelaunt". Eine Andeutung des Eifersuchtsdramas, das beide Frauen damals gerade durchzustehen hatten. In demselben Interview teilt Ruth Berlau noch weitere Einzelheiten über die lückenlos scheinende weibliche Fürsorge gegenüber Brecht mit. Diesmal handelt es sich um die Zeit in Hollywood. Während Helene Weigel die Brecht-Manuskripte eigenhändig in Leder band, das Haus und die Kinder versorgte, hat der Dichter "allerdings in der Zeit, wo ich in Hollywood war, immer bei mir Mittag gegessen". (Bunge 1975,83-91) Es ist schon seltsam. Sogar noch erhebliche Zeit nach seinem Tode konnte er sich merkwürdigster weiblicher Aufmerksamkeiten erfreuen! Einer ehemaligen Putzfrau des Berliner Ensembles kam einmal die Idee, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beim Grabe Brechts vorbeizuschauen. Sie war empört, als sie feststellen mußte, daß es nur geringer Pflege teilhaftig zu werden schien. Es wuchsen vor allem frugale Gräser darauf. Kurz entschlossen suchte sie einen Blumenladen und erwarb ein paar Primel- und Stiefmütterchenstrünke. Als sie begonnen hatte, das Gras zu roden und die Blumen zu pflanzen, kam aufgeregt fuchtelnd ein Wächter dahergelaufen und gebot dem guten Werk Einhalt: Um Himmels willen nur keine Gräser ausrupfen! Deren Samen hatte Helene Weigel doch aus sämtlichen Exilländern herbeikommen lassen! Die weibliche Rivalität und Fürsorge um Brecht, in der Mitarbeit und in der Liebe, kannte scheinbar keine Grenzen. Eine der ehemaligen Freundinnen hatte durch äußere Anpassung an Lebensgewohnheiten der Ehefrau - in diesem Falle leidenschaftliches Pilzesammeln - zeigen wollen, welchem Clan sie angehörte (zu dessen grundlegenden Eigenschaften - seit den bitter-seligen Zeiten der ersten großen Liebe, Paula Banholzer - bekanntermaßen das ewige "Theetrinken" zählte). Eine andere behauptete, nur in einem ehemals Brecht als Ruhestatt dienenden Bett, das sie käuflich erworben hatte, noch Schlaf finden zu können. Eine dritte schließlich drohte offen, den Platz im Paradies neben Brecht einnehmen zu wollen, und zwar in der Hoffnung, daß "Helli" dort nicht mehr dazwischenfunken könne. Aber das sind die Abgründe der Gerüchteküche, deren Dämpfen wir bis zu einem gewissen Grade zwar Glauben schenken können. Je tiefer wir darin herumgraben, desto größer wird unser Unbehagen gegenüber dem Dichter, der eine ziemlich unverschämte Menge weiblicher Hörigkeit und weiblichen Masochismus eingefordert zu haben scheint! Ungünstig fällt auch ein erster Blick auf die Augsburger Jugendjahre Brechts aus. "Brecht fraß viel Leben", schrieb sogar sein Freund Lion Feuchtwanger über diese Zeit (Feuchtwanger 1957, 103 ff.), die auch nach Ansicht anderer damaliger Weggefährten Brechts von "Baalischem Weltgefühl" (Münsterer 1966, 130) erfüllt gewesen sei. An skandalösen Belegen für diese These fehlt es nicht. [...] Der im finnischen Morgengrauen von Ruth Berlau mit Kaffee versorgte Brecht scheute zu dieser Zeit auch selbst keine Mühe, um für die tuberkulosekranke Margarete Steffin eine Orange oder ein Ei zu "erobern". (BFA 27,91) Einmal waren es auch Trauben. Kein Reich vermochten sie mit so viel Spaß zu rauben In vierzehn Monden unablässigen Mordens Als ich für dich die arme Hand voll Trauben Erbeutete im Schnee des allzu hohen Nordens. (BFA 15,14)

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau TB; 4. Edition (1. Januar 2002)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 232 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 374668028X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746680286
  • Kundenrezensionen:
    4,4 4,4 von 5 Sternen 7 Sternebewertungen

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Sabine Kebir
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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
4,4 von 5
7 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertung aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 25. Juli 2018
Ein nicht uninteressantes Buch, weil man die durchaus niveauvollen Verrenkungen einer recht klugen Brecht-Apologetin beobachten kann bei der Erörterung des Fragenkomplexes: Was darf sich ein männliches "Genie" (mittlerweile hat sich das etwas relativiert) bei der Arbeit und dem gleichzeitigen Zusammenleben mit seinen v.a. weiblichen Mitarbeitern alles so leisten, um als fortschrittlicher Künstler noch vor Linken und Emanzen bestehen zu können? Für Brecht selbst lautete die Antwort seinerzeit wohl "so ziemlich alles", für eine fortschrittliche Autorin hingegen ist sie 1987 schon etwas delikat und heikel, mit gelernter Dialektik aber durchaus noch in den Griff zu kriegen.
Lebte Brecht mit seinen Mitarbeiterinnen und Angewohnheiten jedoch heute, dann hülfe weder Dialektik noch Promifaktor nicht mehr. In Zeiten von "Metoo" und "Aufschrei" wäre er schon längst geteert und gefedert und der gesellschaftlichen Ächtung preisgegeben.
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Spitzenrezensionen aus anderen Ländern

Richard J. Rundell
4,0 von 5 Sternen Mitarbeiterinnen ueber alles
Rezension aus den Vereinigten Staaten vom 15. September 2015
Kompliziertes Thema, schwer ohne des Lesers eigene Meinung fuer oder gegen Brecht zu beurteilen. Aber eine wertvolle Behandlung von den unueberschaetzbaren Beitraegen von vielen Frauen zu Brechts Theaterwerken.