Herbst/Winter-Fashion Hier klicken Duplo studentsignup Cloud Drive Photos Learn More Hier klicken Learn More Fire Shop Kindle PrimeMusic GC HW16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
17
4,2 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:9,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

*

UM WAS ES GEHT:

Das niederländische Mädchen Laura Dekker, 1995 auf Neuseeland geboren, entfacht 2009 einen Sturm der Entrüstung in Holland, als sie mit ihren zarten 14 Jahren zu einer Weltumsegelung aufbrechen will. Es folgten unzählige Gerichtsauftritte, Verhaftungen, das Jugendamt mischt sich ein, ja sogar der Ministerpräsident Balkenende nahm sich persönlich des Vorfalles an! Trotz aller Schwierigkeiten konnte sie im August 2010 aufbrechen und bis zum 21. Januar 2012 die Welt solo umsegeln. Somit geht sie in die Geschichte der Seefahrt als die jüngste Weltumseglerin aller Zeiten ein!

KONTEXT:

Laura hatte die ADN der Weltumseglerin bereits von ihren Eltern mitbekommen, ist auf einem Segelschiff groß geworden und kann sich kein anderes Leben vorstellen. Auch als sich ihre Eltern (Mutter Deutsch, Vater Niederländisch) 2002 scheiden ließen, drängte es die sechsjährige Laura wieder auf die See. Sie wohnte zusammen mit ihrem Vater auf einem Boot im Hafen, segelte Optimist und nahm an vielen Regatten teil. Mit 13 Jahren segelte sie alleine auf einer Hurley 700 von Holland nach England. Das Segeln war ihr Leben und die Schulpflicht, die sie bis zu ihrem 16. Lebensjahr auf Land festhielt, war für sie eine enorme Bürde.

In dieser Zeit (2008 - 2009) waren jedoch schon mehrere Jugendliche als Einhandsegler "auf großer Fahrt" , darunter der 17 jährige Zac Sutherland, Mike Perham aus England (17), Mark-Anton Wilke (16) aus Deutschland und Jesse Martin (18) aus Australien. Von der australischen Draufgängerin Jessica Watson (damals 16) gar nicht erst zu sprechen. Es war also damals ein richtiger Hype nach dem jüngsten Kandidaten für diesen Rekord! Und was hörte man damals alles nicht: "Wahnsinnig, grob fahrlässig, unverantwortlich, Verhöhnung guter Seemannschaft". Diese Stimmen verstummten nach und nach, als die ersten Jugendlichen "cool" diese Weltumsegelung hinter sich gebracht hatten. Laura war dabei diejenige, die die Medien am meisten beschäftigt hatte. Von allen Seiten wurde sie angegriffen: es ging um ihre Schulpflicht, um die unverantwortlichen Eltern, den angeblich rekordsüchtigen Vater oder aber um das zarte Mädchen, das eine solche Fahrt nie überstehen würde!

PLANUNG:

Ihr Vater, Weltumsegler und begeisterter Segler, bereitete zusammen mit Laura und mit bescheidenen Mitteln eine Gin Fizz - eine 12 Meter Ketsch - vor, um ihre Weltumsegelung anzugehen. Die Schulbehörde informierte die Medien über diesen Plan und der Skandal war nicht mehr aufzuhalten. Viele Sponsoren fielen von ihren Zusagen ab, Laura trug daraufhin Zeitungen aus, putzte Wohnungen und arbeitete in einem Wassersportgeschäft, um ihren Plan finanzieren zu können. Trotz elterlichen und gerichtlichen Verbotes flog sie mit ihrem Ersparten nach Sint Maarten (Karibik), um dort eine Dufour Arpège zu kaufen. Von der Polizei aufgegriffen, wurde sie wieder nach den Niederlanden zurückgebracht. Endlich fand ihr Vater die Gin Fizz und Laura taufte das knallrote Schiff "Guppy".

Die juristischen Auflagen, die sich Schulbeamte, Jugendamt und Richter einfallen ließen, belustigten Laura, denn sie sah, wie wenig die bestellten Gutachter von der Hochseeseglerei verstanden! Die Auflagen, die ihr gemacht worden sind, waren geradezu grotesk und unrealistisch, denn es entstand die Meinung, dass "dem Kindeswohl" geschadet werden könne. Das war so, als ob man einem Schäferjungen den einsamen Aufenthalt auf den Wiesen verbieten würde, weil es dort feucht und gefährlich sei! Laura war ein Kind des Meeres, in Whangarei/Neuseeland geboren, und beherrschte das Leben auf See sicher mehr als das Landleben.

BUCH:

Das vorliegende Buch ist die Übersetzung der niederländischen Originalausgabe und beginnt mit einem 5-seitigem "Foreword" von Tania Aebi, eine Schweizerin, die als 18-jährige vor 25 Jahren die Welt umsegelte. Schade, dass die Schweizerin, die heute in den USA lebt, dieses Vorwort in englischer Sprache schreiben musste!
Dann folgen 300 Seiten "Laura" und ich würde nur allen empfehlen, die ersten Seiten des juristischen Scharmützels schnell zu überlesen, um sich den Geist für die nachfolgenden Seiten offen zu halten! Weg von den Widrigkeiten des Landes, den, wie Laura sagt, "korrupten, niederländischen Behörden", den müden, ungläubigen Spießbürgern, den neidischen Seglern und hinein in das große Abenteuer! Lauras Leben beginnt am 21.8.2010, als sie von Gibraltar aus zu ihrer Einhand-Weltumrundung startet. Mit vielen Landaufenthalten segelt sie über Sint Maarten nach Panama, weiter nach Tahiti, Südafrika und wieder in die Karibik. Nach Holland möchte sie dahingegen nie wieder!

Die Sprache von Laura ist die eines 14 jährigen Mädchens - cool, beschwingt und irgendwie macht sie alles mit Links! Ihr Buch liest sich als Tagebuch und man folgt Laura durch lange Ozeanpassagen, nette Begegnungen in Häfen, großen Empfängen von Inselbewohnern und ihrem täglichen Allerlei. Glitschige fliegende Fische findet sie ekelig, Schokolade und Bonbons halten nie lange an Bord vor, das aufgesammelte Regenwasser dient ihr als Dusche, ab und zu kriecht sie in den Motor, um Kabel zu löten oder Filter zu wechseln. Das Schiff ist ihre beste Freundin und oft kann man nicht so recht herausfinden, wer eigentlich das Schiff führt. Ist es der Autopilot oder gar Guppy selbst? Denn Laura legt derweil bei Windstärke 6 in der Kajüte eine Patience und redet mit ihrem Schiff eher beiläufig. An einem anderen Tag sitzt sie wieder im Cockpit mit einem Buch in der Hand und, trotz aller Vorsichtsmassnahmen, wird der Zweimaster von einer Riesenwelle völlig überrollt. Laura schüttelt das Wasser ab, trocknet das Buch und... liest weiter. Nichts scheint sie aus der Ruhe zu bringen: 20 Meter Wellen vor ihrem Bug, Unwetter, Regenschauer, Haie, defekte Geräte, leere Batterien, man spürt, dass diese Kleinigkeiten für sie der ganz normale Alltag sind und sie es nie anders gekannt hatte. Guppy spricht mit ihr und weint sogar, wenn sie zu sehr kränken muss: "Befreie mich von den Segeln!" ruft sie dann ihrer Freundin Laura zu! Und Laura rollt brav die Fock ein und refft das Groß. Manchmal "reguliert" sie stündlich, wenn die Windrichtungen sich ändern oder der Kurs schlecht gehalten werden kann. Dann wieder dichtet sie ein Leck ab und freut sich diebisch, wenn ihre Guppy rasende Fahrt aufnimmt und die Delphine vor dem Bug kaum mithalten können!

Das Buch ist einfach schön geschrieben und man freut sich über die angenehme, freundliche Sprache von Laura. Sie erlebt die Dinge um sie herum wie ein Engel, geht in ihrem Element auf und segelt in Perfektion. Genau das Segeln ist bei ihr eigentlich zweitrangig, denn sie hat es im Blut und muss nichts darüber sagen. Ihre Guppy übernimmt diesen Part, während Laura Schokomilch trinkt, Bücher liest, jeden Monat die Algen vom Rumpf kratzt und viele Reparaturen selbst durchführt. Hier ist überall eine unverhohlene Freude zu spüren, Freude am Leben und an der See!

Es gibt einige Pläne ihrer Route im Buch, 3 schöne Grundrisse ihres Zweimasters mit Erklärungen und an die hundert wunderschöne Farbfotos ihrer Kindheit und ihrer Reise!

FAZIT:

Wenn auch die Reise mit vielen dicken Knüppeln zwischen die Beine begonnen hat, so ist die Attitüde der niederländischen Behörden auch mitunter verständlich, denn es sollen ja keine Flotten von ehrgeizigen 13-jährigen über den Atlantik in den sicheren Untergang geschickt werden! Laura ist ein Naturtalent und für dieses Segeln geboren, das ist für Gerichte immer schwer einzuschätzen und zu behandeln. Dazu kam noch der Rosenkrieg der Eltern hinzu, die geringen finanziellen Mittel und die negative Presse. Trotz allen Widrigkeiten hat Laura doch ihren Kopf durchgesetzt und ging mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit auf große Fahrt. Ihre Vorbilder sind ihr Vater, Tania Aebi und Bernard Moitessier (1925 - 1994). Im Gegensatz zur Hardcoreseglerin Jessica Watson (210 Tage auf See), hatte sich Laura Zeit genommen. Viel Zeit. Zeit, ihr Schiff zu genießen, auszuspannen (!) und zu sich selbst zu finden. Neue Leute kennenzulernen, Inseln und Länder zu besichtigen, ihr Schiff instand zu halten und Familienbesuche zu machen. Man spürt in jeder ihrer Zeilen, wie sehr sie das Leben - ob auf See oder auf kleinen Inseln - genießt!

Ich habe den größten Respekt vor der Leistung dieses Mädchens! Denn eine echte Weltumsegelung heißt Stürmen trotzen, Flauten durchhalten und seelische Strapazen auf sich nehmen, vor denen schon die härtesten Kerle kapituliert hatten! Ich denke aber auch, dass Kinder, die in diesem Milieu des Blauwassersegelns aufgewachsen sind (Laura, Jessica, Finn) mehr Schwierigkeiten an Land haben, als mit Taifunen, Wassereinbrüchen oder Mastbrüchen (Jessica) fertig zu werden! Viele junge Leute leben heute wie in einem Käfig und halten sich mit iPad und iPhone ruhig. Keiner erwartet Großes von ihnen, dabei hätten sie es vielleicht wirklich drauf..., oder!?

Laura feiert heute endlich ihren 18. Geburtstag in Neuseeland, zusammen mit ihrem 30 jährigen, deutschen Freund Daniel. Der Schule hat sie den Rücken gekehrt und sieht ihre weitere Zukunft ausschließlich auf der See. Nur ein ganzes Jahr in ihrem Leben hatte sie in einem Haus gewohnt - "nie wieder", meint sie, "das ist ja ein Gefängnis!" Auf dem Wasser fühle sie sich am wohlsten. An Land fehlten ihr vor allem die Ruhe und die Natur. Hoffen wir, dass sie den richtigen Weg gefunden hat und damit glücklich wird!

Dieses Buch ist der große, hart erkämpfte Traum eines jungen Mädchens, die das große Glück hatte, sich bereits das ultimative Lebensziel mit nur 14 Jahren erfüllen zu können! Es zeigt die gute Seemann(frau)schaft von Laura, führt uns in die Einsamkeit der Seglerin, in die lästigen Quereleien der Landbewohner, die sie nicht verstanden hatten, und erzählt von ihrem neuen Leben an Bord von ihrer Yacht Guppy! Ein Buch voller Freude, voller Wind und mit einer traumhaften Salzkruste!

EMPFEHLUNG:

Ich lege es wirklich allen Seglern ans Herz! Ein wunderschönes, eindrucksvolles Buch, ein wunderschönes Geschenk!

.
11 Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2013
In einer Zeit in der sich die Jugend nur noch im Netz trifft und uns die Natur immer fremder wird, bricht ein 14 jähriges Mädchen zu einem Abenteuer auf das ihr Leben verändert. Ich bin seit dem ich dieses Buch gelesen habe ein absoluter Laura "Fan" geworden und kann nur allen Elter die Kinder haben empfehlen dieses Buch zu lesen. Es zeigt deutlich das Kinder bzw. Jugendliche was anderes brauchen als immer nur Schule, Lernen, Eltern die immer aufpassen, Facebook usw. Wenn man Jugendliche begleitet und ihnen Träume ermöglicht sowie das Lauras Papa getan hat dann können sie sich selbst begegnen und vom Leben lernen. Das Buch ist in Form eines Tagebuchs verfasst und zeigt auf was Laura jeden Tag auf ihrer langen Reise um die Welt erlebt hat. Zum Schluss ist sie ein gefestigter junger Mensch mit Plänen für ihre Zukunft und einem positiven Blick nach vorne. Danke Laura für dieses Buch und das du gezeigt hast das Mut belohnt wird. Ich hoffe das sich viel Jugendliche in deinem Alter ein Beispiel nehmen und wieder an sich Glauben
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2014
Ohne der Autorenkollegin zu nahe treten wollen, ist das einmalige Erlebnis dieser Reise zu langatmig beschrieben. Natürlich ist der Tagesablauf auf so einer Einhand-Umseglung immer der gleiche und deshalb kann man natürlich nicht immer spannende und prickelnde Anekdoten bringen, aber man hätte den banalen Tagesablauf nicht permanent beschreiben müssen um das Buch mit Seiten aufzublasen. Eigentlich nur zwei Sterne, aber in Anbetracht der Leistung gibt es drei Sterne.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2015
Es war ein harter Kampf für Laura Dekker und ihren Vater, die Solofahrt der 14-Jährigen rund um den Globus durchzusetzen. Noch bis kurz vor dem Start war nicht klar, ob sie es schaffen würde, loszuziehen. Beim Lesen des Berichtes versteht man mit der Zeit, warum manche Menschen der Ansicht waren, Laura sei noch zu jung für diese Einhandtour. Sie schätzt manche Gefahren nicht richtig ein und bringt sich dadurch in brenzlige Situationen, so z. B. beim Durchfahren eines Strudels, beim Einlaufen eines riesigen Frachters in den Hafen oder durch Fehleinschätzungen des Wetters. Des öfteren lässt sie ihr Boot „Guppy“ offensichtlich schneller segeln, als es gut ist, weil sie die Geschwindigkeit liebt. Immerhin erwähnt sie einsichtig, dass sie aus bestimmten Situationen gelernt hat.

Es ist bemerkenswert, wie selbständig sie ist, wobei sie darin schon von frühester Kindheit an von ihrem Vater unterstützt wurde. Die Reise um die Welt war nicht ihr erster Solotrip, allerdings bedeutend länger und schwieriger als die anderen Fahrten vorher. Ihre Schulbildung läuft parallel zur Reise weiter. Laura arbeitet konsequent am Computer mit einem besonderen Lernprogramm und kann auf diese Weise auch Tests schreiben. Ihre Route bestimmt sie selbst, ebenso die Dauer der Aufenthalte auf den angelaufenen Inseln. Segler sind eine Gemeinschaft, egal aus welcher Nation sie kommen, helfen sich gegenseitig und treffen sich in kleineren oder größeren Gruppen. Wer so gesellig ist wie Laura, hat keine Probleme, Anschluss zu finden, wobei in ihrem Fall auch der Bekanntheitsgrad und ihre Jugend eine Rolle spielen. Deshalb fällt es ihr oft schwer, den nächsten Abschnitt ihrer Fahrt in Angriff zu nehmen. Doch wenn sie erst einmal unterwegs ist, gefällt ihr das Segeln genauso gut, besonders wenn das Tempo stimmt.

Laura erzählt sehr anschaulich und humorvoll von ihren Erlebnissen und lässt wenig Langeweile aufkommen. Die Zeit auf dem Wasser und an Land halten sich rein vom Gefühl her in etwa die Waage. Was mir in dem Bericht fehlt, sind Ereignisse negativer Art, denn im Grund liest es sich über mehr als die Hälfte der Reise, als wäre solch ein Trip ein Kinderspiel. Laura kann sämtliche Schäden am Material und Maschinen nahezu alleine beheben oder zumindest provisorisch intakt halten, bis sie anderweitig Hilfe bekommt. Alle Leute, mit denen sie zu tun hat (abgesehen von manchen Hafen- und Zollbehörden), sind ihr freundlich gesinnt, großzügig und wollen nur ihr Bestes. Abgesehen von ihren oben erwähnten Fehleinschätzungen gibt es nicht einen Vorfall, bei dem man die Stirn runzeln müsste. Dass aber nicht alle Insulaner der Seglern positiv gegenüber stehen, hat Heike Dorsch in ihrem Buch „Blauwasserleben“ beschrieben. Mir erscheint es, als wolle Laura alles außen vor lassen, wodurch die Behörden sich in ihrer Ansicht bestätigt fühlen, dass sie zu jung war, um alleine zu segeln und mit allen Mitteln versuchten, sie von der Fahrt abzuhalten. Im Gegenzug bringt sie ihre Meinung über ihr Vaterland und dessen Ämter bei mehreren Gelegenheiten unverblümt zum Ausdruck. Wenn auch interessant zu lesen, verstärkt sich das zum Ende hin so sehr, dass es schon ermüdend ist. Und obwohl erwähnt wird (das kann auch in einem Interview gewesen sein), dass es ihr nicht in erster Linie um den Rekord als jüngste Einhand-Weltumseglerin geht, spricht sie es immer wieder an und lässt einige Inseln auf ihrer Route aus, um „in der Zeit zu bleiben“.

Sprachlich sollte man keine hohen Erwartungen an das Buch haben. Der Delius Klasing Verlag hat das Buch sicherlich von einem Lektor überarbeiten lassen, aber hier befindet man sich eindeutig auf dem Niveau einer 14-/15-Jährigen. „S***“, „cool“, „echt“ (i. S. v. wirklich) und ähnliches finden häufige Anwendung. Lauras Stil gibt dem ganzen eine persönliche Note und verleiht ihm Authentizität, was grundsätzlich zu begrüßen ist, aber bei Sätzen wie „Arghh, nee he, NEIN!“ könnte ich schon auf den so eigenen Stil verzichten. Zur Entwarnung sei gesagt, dass man sich mit der Zeit an den jugendlichen Jargon gewöhnt und auch weitaus bessere Passagen enthalten sind.

Ich weiß nicht, ob das Buch erst komplett nach dem Ende der Reise entstand oder ob Laura tägliche Notizen machte, die sie für ein Buch verwendete. Auf jeden Fall ist stilistisch eine Entwicklung vom kindlichen Erzählen über müßiges Seglerleben hin zum ernsthaften Berichten auszumachen. Selbst wenn es dann hauptsächlich über die Stellung der Segel und die Windrichtung geht, ist es doch spannender, als immer nur gesellig im Hafen zu liegen. Zwischendurch sinniert sie über das Segeln und ihre Zukunft und beschreibt die Schönheit und das Ungestüme der Elemente und lässt die erwachsene Laura durchblitzen.

Gemessen an Berichten anderer Segler fehlt hier noch einiges, um das Buch aus dem Durchschnitt herauszuheben. Die seglerische Leistung ist aller Ehren wert, aber für den Rest gibt es Abstriche.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Februar 2016
Ein Mädchen, ein Traum: Solo um die Welt ... Laura Dekker, ist sehr einfach und leicht geschrieben, vielleicht sogar etwas zu leicht. Viele Details darf man sich nicht erwarten - ist mehr eine Tagebuch der Weltumsegelung. Aber guter Bericht von der jungen Laura Dekker.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2015
Sehr lebendig geschriebenes Buch, sehr unterhaltsam und vermittelt gut das Erleben der Autorin und Seglerin. Stylistischen Feinschliff sucht man vergebens, das spielte für mich auch keine Rolle, da mich mehr der Mensch interessiert, der diese Fahrt unternommen hat und Laura bringt sich wirklich sehr authentisch rüber.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Dezember 2014
Ich habe in den letzten Jahren einige Segelbücher gelesen, darunter auch die Werke der anderen Teeny Weltumsegler wie Jessica Watson, Michael Perham, Aby Sunderland, Jesse Marten und Tania Aebi. Im Vergleich muss ich sagen, ist dieses Buch nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut.

Die kontroverse Vorgeschichte der Reise wird zwar erwähnt, ist aber recht kurz zusammen gefasst. Auch an anderen Stellen des Buches ist der Inhalt recht ausgedünnt. Wenn man wie ich die Reise damals auf ihrem Blog im Internet verfolgt hat, konnte man dort oft mehr lesen als nun im Buch abgedruckt ist. Wenn man außerdem den Blog noch nach Ende der Reise verfolgt hat, kann man die Entstehungsgeschickte des Buches im Inhalt erkennen. Die erste Hälfe entstand vermutlich im Frühjahr 2012 während sie sich in der Karibik aufhilt um auf die Weiterreise nach Neuseeland zu warten und sich auf die Arbeit am Buch konzentriert hat. Danach war sie mit allen möglichen anderen Aktivitäten beschäftig und hat das Buch vermutlich schleifen lassen. Deswegen wurde der Erscheinungstermin auch drei Mal verschoben, woraufhin ich schon dachte, dass das Buch gar nicht mehr veröffentlich werden würde. Die letzten Ettapen der Reise hat sie dann schnell zusammengefasst, um fertig zu werden. Besonders merkt man das bei den jeweils vier wöchigen Zwischenstops in Australien und Afrika die nur recht wenige Seiten füllen.

Stören tun mich außerdem die ständigen Haßtiraden und Verschwörungstheorien über die niederländischen Behörden. Es gibt nun mal aus gutem Grund Altersbeschränkungen, etwa für die Vergabe von Führerscheinen und es gibt auch gute Gründe für eine Führerscheinpflicht. Sicherlich war Laura Decker qualifiziert ihr Boot zu segeln und man hätte eventuell eine Ausnahme machen sollen und ihr den Führerschein ausstellen, obwohl sie noch nicht 16 war, aber das ändert nichts daran, dass sich jeder an die Gesetze halten muss.

Möchte man eine Weltumseglung als Buch nacherleben, kann ich nur empfehlen statt zu diesem, lieber zum Buch von Jessica Watson (Solo mit Pink Lady: Mit 16 die Welt erobert) zu greifen. Ihre Geschichte ist deutlich besser und ausführlicher erzählt.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. März 2015
Ein wirklich schön zu lesendes Buch.
Als Segler und Vater einer 11 jährigen Tochter wünsche ich mir allerdings sehr, dass
es nicht allzuviel Nahahmung erfährt.
Zudem mir die Tourplanung und einige Situationen, wenig durchdacht erscheinen und
Laura sehr viel Glück hat, dass sie diese Reise überlebt hat.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2014
Das Thema Segeln ist zwar sonst nicht so meins, aber dieses Buch ist anders. Als ich es das erste mal gesehen habe, dachte ich, dass dieses Buch voll ist mit Fachbegriffen und Segellatein und es dadurch nicht so spannend ist, aber so ist es überhaupt nicht: Es ist viel mehr eine Erzählung in Form des Tagebuchstils, die auch Leser, die nicht segeln und/oder sich nicht wirklich dafür interessieren, so wie mich, fesselt und fasziniert. Es geht in dem Buch um die fünfzehnjährige Laura Dekker, die alleine um die Welt segelt und dabei ihre Gedanken und Erlebnisse schildert. Sie erzählt von den guten Zeiten und den Tiefpunkten ihrer Weltumseglung. Es ist sehr spannend, zu erfahren, was sie alles erlebt hat und nach einer Zeit fiebert man auch mit ihr mit.
Ich finde es sehr mutig von ihr, so eine große Sache mit fünfzehn Jahren durchzuziehen, denn ich bin auch fünfzehn und ich weiß nicht, ob ich sowas je könnte. Ich finde es sehr gut, dass sie für ihren Traum kämpft und so viele Sachen auf sich nimmt, um ihn zu verwirklichen. Es macht einem Mut und inspiriert einen, von ihr und ihren Abenteuern zu lesen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2013
da ich selber ein alter Segler bin ist es für mich faszinierend dieses Buch zu lesen. Was Laura geleistet hat ist unvorstellbar!!!!
Hut ab !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Gesponserte Links

  (Was ist das?)