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am 4. Juni 2006
...lasse ich mich durch Ian McEwans Erzählstil gefangen nehmen. Wie kein anderer schafft er es, mit wenigen unverschnörkelten Sätzen eine Atmosphäre zu erzeugen, die so dicht verwoben scheint, dass man als Leser nur rein theoretisch noch einen Ausgang findet, praktisch ist man gefangen in der Geschichte. "Ein Kind zur Zeit" erzählt vom Verlust eines Menschen, in dem Fall der Tochter des Protagonisten Stephen, dem sein kleines Mädchen beim Besuch eines Supermarktes einfach abhanden kommt. So beginnt die Geschichte, in deren Verlauf Stephens Leben den Bach runtergeht. Der erfolgreiche Kinderbuchautor steht vor den Trümmern seiner Existenz und droht als Trinker, von Ehefrau und Freunden verlassen, stetig auf die Rückkehr der Tochter wartend und hoffend, dem Irrsinn zu verfallen.

Bei Ian McEwan hat man als Leser immer das Gefühl, dem Protagonisten einen Schritt voraus zu sein, immer ahnt man schon das drohende Fiasko und will nur eines, denjenigen zu warnen, in sein eigenes Unglück zu laufen. "Ein Kind zur Zeit" ist ein unsentimentaler und dennoch feinsinniger Roman, der viel Raum für eigene Gedanken lässt.
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am 8. Juni 2003
"Ein Kind zur Zeit" ist ein Roman über ein Ehepaar dem Ihre einzige Tochter in einem Bruchteil von Unaufmerksamkeit "gestohlen" wird.
Dies geschieht bereits auf den ersten Seiten des Buches und es wurde so eindrucksvoll inszeniert das ich fast vergas zu atmen.Nach diesem Abschnitt musste ich erstmal das Buch zur Seite legen und mich beruhigen.Alles was danach kommt hält zwar nicht mehr diese enorme Spannung aber nun muss man ja unbedingt wissen wie es weitergeht.
Wortgewaltig wird der Vater des Kindes zur Hauptperson und durch die Geschichte begleitet.
Mehr kann man zur Story nicht sagen das sonst zuviel verraten wird.
Ein absolutes muss!!!
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am 1. April 2002
Meiner Meinung nach, neben "der Zementgarten" der beste McEwan (nicht zur vergessen: "Erste Liebe-letzte Riten"/Erzählungen).
Obwohl man eigentlich gleich zu Beginn des Romans weiss, dass die kleine Tochter Kate verschollen bleibt, hofft der Leser trotzdem inständig auf die unerwartete Wendung, nämlich dass das Mädchen unversehrt zurückkehrt und die in ihrer Abwesenheit in der Ehe des Protagonisten entstandenen Risse durch ihre Rückkehr wieder kittet. Denn ansonsten war alles perfekt: ein sich liebendes Ehepaar mit einem ebenso reizendem Kind. Und ein einfacher Einkauf im Supermarkt vermag eben dies innerhalb von wenigen Minuten zu zerstören: Kate wird entführt und bleibt unauffindbar. Und sie hat alles mit sich genommen: Liebe, Wärme und jeglichen Existenzsinn. Sie hinterlässt statt dessen ein ausgedientes Elternpaar, das nicht einmal mehr Ängste und Hoffnungen miteinander teilen kann und doch versucht, Verlorenes wieder zu gewinnen- ein ständiges Resignieren und Hoffnungschöpfen.
Trotz der Aktualität der Kindesentführung, verzichtet McEwan auf jegliche Gefühlsduselei, seine Schilderung ist, das was sie immer ist: treffend, präzise und sachlich.
Kaum jemand sonst wie McEwan vermag es, traurige, dramatische Geschehnisse mit einer derart trockenen Erzählkunst traurig und dramatisch zu gestalten.
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am 28. Januar 2013
Die geschichte beginnt eigentlich wie ein ganz normaler krimi. In gewohnt nüchterner sprache schildert McEwan wie dem protagonisten Stephen die kleine tochter abhanden kommt. Doch es wäre nicht McEwan, wenn nicht im weiteren verlauf des geschehens mehr und mehr absurditäten auftauchen würden. Bettler brauchen eine Lizenz, ein Spitzenpolitiker baut sich ein Kinder-Baumhaus und lebt darin, Stephen findet sich plötzlich im Zeichenunterricht einer Schule wieder und wird von der Lehrerin zurechtgewiesen,... Die unaufgeregte art der schilderung lässt einen manche groteske im ersten moment gar nicht wirklich wahrnehmen - nochmal einen absatz zurück, wie war das eben? – und dann scheint McEwans welt doch nur eine ironische übertreibung, eine persiflage der unsrigen zu sein. In dieser welt voller grotesken versucht Stephen den Verlust seines kindes zu überwinden, sucht erst ruhelos, manisch die ganze stadt ab, verliert auch noch seine beziehung und wird dann ein gelangweilter, antriebsloser tagträumer. letztlich kommt die geschichte von Stephen und Julie dann zu einem zugleich überraschenden wie erwartbaren ende.
wahrscheinlich nicht unbedingt das beste buch von Ian McEwan, aber jedenfalls zu empfehlen!
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am 10. Juli 2015
Ich muss gestehen, ich bin ein McEwan - Fan. Jedes Buch ist eine Offenbahrung. Immer abwechslungsreich, immer voller Überraschungen, kein Buch wie das andere und ein Schreibstil, der mich immer wieder auf's Neue ergreift... Wann kommt endlich ein neues Buch von ihm?!
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am 12. Juli 2009
Originaltitel: The Child in Time
Roman. Diogenes 1987
336 Seiten, ISBN: 3257219296

Während des Samstagseinkaufs passiert es - der schlimmste Alptraum aller Eltern wird Wirklichkeit. Während Stephen die Einkäufe in eine Tüte packt, wird seine Tochter entführt. Spurlos verschwunden, durch nichts wieder auffindbar.

Für ihn beginnt eine Zeit der Ruhelosigkeit - jeden Tag verbringt er auf der Straße, forscht nach dem verlorengegangenen Kind, während seine Frau Julie apathisch zu Hause sitzt, sprachlos um das Kind trauert. Eine gemeinsame Sprache, ein gemeinsames Trauern ist ihnen nicht möglich. Und irgendwann ist Julie weg, fortgezogen, um wieder zu sich zu finden.

Thelma, die Frau seines Freundes und Verlegers Charles nimmt ihn in ihr Haus auf, hilft ihm aus dieser absoluten Erstarrung wieder aufzuwachen - zumindest soweit, dass er wieder am normalen Leben teilnehmen kann, in seinem Fall an den Sitzungen eines Unterausschusses der Kommission für Kindererziehung. Doch ansonsten macht er absolut nichts.

Eines Tages fährt er Julie besuchen. Auf dem Weg dorthin passiert ihm etwas seltsames: er meint, in einem Pub seine Eltern zu sehen, vor vielen vielen Jahren, noch vor seiner Geburt.

Der Verlust hat auch seine Eltern hart getroffen. Immer wieder nimmt er sich vor, ihnen die Fragen zu stellen, die ihm in letzter Zeit in den Sinn kommen - und nach jenem Pub zu fragen. Seine Mutter erzählt ihm dann auch, was damals war - ein Riss in der Zeit?

Kates Geburtstag naht, und Stephen will zumindest symbolisch ein Geschenk kaufen. Aus diesem einen werden unzählbar viele - dabei weiß er noch nicht mal wirklich, wie sie nun wirklich wäre, 3 Jahre nach ihrer Entführung.

Er glaubt sie auch zu sehen, am Spielplatz einer Schule - und die Tatsache, dass er sich in dieser Angelegenheit täuschen konnte, löst endlich einen Knoten...

Kein leichtverdauliches Buch zum Zwischendurchlesen - dafür steckt viel zu viel in diesen Seiten.

Nicht nur, daß hier eine Ehe, ein Mensch beinahe daran zerbricht, dass etwas so Unfassbares passiert wie eine Kindesentführung; beklemmend ist auch die politische Situation, die geschildert wird. Ein Land, in dem Bettler eine Lizenz haben, in dem Kindsein eine Krankheit ist - wem kann man in so einem Land noch trauen?

Es war schon viele Jahre her, als ich das Buch zum erstenmal gelesen hatte. Ich konnte mich jetzt nur noch grob an den Inhalt erinnern und daran, dass ich damals schwer beeindruckt war.

Es spricht absolut für dieses Buch, dass ich auch nun, beinahe 10 Jahre später, nach erneutem Lesen immer noch begeistert sagen kann: Ein wunderbares Buch
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am 17. Mai 2012
Als ich dieses Buch las, war meine Tochter in genau dem selben Alter wie die verschwundene Tochter - ich konnte einfach nicht mehr weiterlesen und brauchte sehr lange, um wieder unbekümmert mit ihr in ein Kaufhaus zu gehen. Das Buch ist sicher super, aber an sensible Eltern würde ich es nicht weiterempfehlen!
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