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Ein Gefreiter gegen Hitler: Auf der Suche nach meinem Vater Hardcover – 17 Feb. 2012
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Bernd Ziesemer erzählt von der langen Suche nach dem Schicksal seines Vaters - und enthüllt damit zugleich ein unbekanntes Stück Widerstandsgeschichte. Es ist die Geschichte eines ganz normalen Gefreiten, der niemals ein Held sein wollte, aber auf seinem Militärmotorrad geheime Papiere der Widerständler quer durch ganz Europa befördert. Der im Juli 1944 in die Hände der Militärpolizei fällt, von einem Kriegsgericht in Breslau zum Tode verurteilt wird, sich im Militärzuchthaus von Torgau einer illegalen Häftlingsgruppe anschließt, kurz vor Ende des Krieges aus seinem Strafbataillon desertiert und überlebt.
Der aber auch nach dem Krieg selbst in seiner Familie niemals über all die Schrecken seiner Odyssee spricht.
- Print length288 pages
- LanguageGerman
- PublisherHOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
- Publication date17 Feb. 2012
- Dimensions13.3 x 2.7 x 20.8 cm
- ISBN-103455502547
- ISBN-13978-3455502541
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Review
»… eine dramatische und authentische Lebensgeschichte …« -- Rolf Potthoff ― Westfälische Rundschau Published On: 2012-03-27
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Product details
- Publisher : HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH; 1st edition (17 Feb. 2012)
- Language : German
- Hardcover : 288 pages
- ISBN-10 : 3455502547
- ISBN-13 : 978-3455502541
- Dimensions : 13.3 x 2.7 x 20.8 cm
- Best Sellers Rank: 1,228,486 in Books (See Top 100 in Books)
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Jugend verheizt worden ist.
Der dann verhaftet, zum Tode verurteilt, zu Zuchthaus begnadigt wird und in den letzten Wochen des Krieges eine Odysse der Flucht noch erlebt, bis er wieder zu Hause anlangt.
Es ist vor allem die Geschichte des Vaters von Bernd Ziesemer. Einige Seiten Erinnerungen an diese Ereignisse vom Vater nur verblieben nach dessen Tod, mit großen Lücken, ohne konkrete Angaben. Erinnerungen, die Bernd Ziesemer nun, Jahrzehnte nach dem Tod seines Vaters, auf den Weg seiner sehr persönlichen Recherche gebracht haben.
Er selbst betont deutlich, dass nicht nur die paar Seiten der Erinnerungen seines Vaters, sondern die Quellenlage der Heeresjustiz und des Ergehens der Einheiten, in denen sein Vater diente, oft äußerst schmal sind. Über die entscheidenden Jahre 44 und 45, die Kernfrage, was seinen Vater dazu innerlich gebracht hat, sich für die hochriskante Widerstandsaktion zur Verfügung zu stellen und über das Ergehen des 'Obergefreiten Ziesemer' nach seiner Verhaftung, über all dieses kann Bernd Ziesemer trotz erkennbar hervorragender und gründlicher Recherche nur (realistische) Mutmaßungen anstellen. Weniger aus direkten Quellen heraus, eher aus einer aus vielen Teilen zusammengetragenen 'Atmosphäre' der Ereignisse, in die sein Vater direkt eingegliedert war.
Als gelernter Journalist mit spürbarer, persönlicher Beteiligung gelingt Ziesemer auf jeden Fall die Gratwanderung zwischen sachlichem Bericht und persönlich innerer Beteiligung. Ruhig und sachlich legt er seinen Bericht vor, verarbeitet die persönlichen Notizen seines Vaters, die er durch andere Quellen anreichert und so den gesamten Weg seines Vaters durch den Krieg, beginnend bereits mit dem Überfall auf Polen 1939 minutiös nachvollzieht. Durchaus aber lässt er auch die Emotionen der Soldaten jener Tage spüren, spricht von den Grausamkeiten, Härten des Krieges ('Gefangene wurden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gemacht'), der Angst, der mehrfachen Aufreibung der Einheiten seines Vaters. Das alles liest sich gut und flüssig, detailliert und durchaus mit den notwendigen emotionalen und atmosphärischen Hintergründen versehen.
Soweit es irgend möglich war, das erkennt man bei der Lektüre, hat Bernd Ziesemer den Weg seines Vaters nachvollzogen. Leider, und daran kommt auch Ziesemer nicht vorbei, für die entscheidenden Momente der inneren Entwicklung seines Vaters finden sich keine belegbaren Antworten. Selbst für die späteren Etappen im Angesicht eines Todesurteils und dann in Haft bleibt es bei indirekten Quellen, die zwar hervorragend ausgewertet und verarbeitet wurden, dennoch aber eigentliche Antworten nicht zu geben vermögen.
Was dennoch mit dem Buch hervorragend gelingt und vieles an Vagem wettmacht, ist die eindrucksvolle Schilderung des Krieges, der Umstände, der inneren Entwicklungen des 'normalen' Soldaten bis hin zur völligen auch inneren Erschöpfung, die Bernd Ziesemer akribisch zusammenträgt und die indirekt zumindest erahnen lassen, wie ein einfacher Gefreiter innerlich bereit wurde, sich dem Widerstand anzuschließen.
Im Gesamten bietet das Buch zwar bei wesentlichen Fragen (aufgrund der äußerst dürftigen Quellenlage) keine letztendlich befriedigenden und klaren Antworten, durch den hochwertigen sprachlichen Stil und die an sich umfassende und tief reichende Recherche gelingt es Bernd Ziesemer aber dennoch, ein hautnahes und realistisches Bild des Krieges aus der Sicht eines einfachen Soldaten, der Bedrängungen und der möglichen inneren Entwicklungen aufzuzeigen, welche das Lesen durchaus lohnen.
"Aber die Chance, etwas aus erster Hand von meinem Vater über sein eigenes Schicksal in der nationalsozialistischen Diktatur zu erfahren, wurde von mir verspielt. Ich fragte auch damals nicht nach."
Heute hat Bernd Ziesemer einen israelischen Schwiegersohn und der ermutigte ihn zu diesem Buch. Karlheinz Ziesemer ist 1939 als Gefreiter durch Polen marschiert, hat 1940 an der Maas gekämpft und ist 1943 der Katastrophe von Stalingrad entkommen. Weil er Unterlagen eines Offiziers aus dem Verschwörungskreis gegen Hitler transportierte, wird der 28-Jährige 1944 zum Tode verurteilt und zu 15 Jahren Militärzuchthaus begnadigt. Sein Sohn hat Archive bemüht, Orte besucht an denen sein Vater gewesen war und ist ihm tatsächlich näher gekommen. Dabei konnte er sich auch auf wenige Gedichte und andere Aufzeichnungen seines Vaters stützen.
Was anfangs so aussah, als wäre es wichtig, um ein Bild vom Vater zu bekommen, erscheint mir mindestens genau so wichtig für den Sohn zu sein, um sich selbst zu finden!
Nach dessen Tod findet der Autor aber heraus, dass sein Vater immerhin einige Erlebnisse auf einer Vielzahl von Zetteln aufgeschrieben hatte. Diese paar Seiten Material nimmt Bernd Ziesemer zum Ausgangspunkt, um die Geschichte seines Vaters zu rekonstruieren, ergänzt um Dokumente aus Archiven, Forschungsergebnisse und Recherchen auf eigenen Reisen.
Karlheinz Ziesemer wurde 1939 als Gefreiter eingezogen und hat gleich zu Beginn in Polen miterlebt, dass der so genannte Blitzkrieg in Wirklichkeit keiner war, sondern erhebliche Verluste forderte und zwei Wochen länger dauerte, als angegeben. Auch die ersten Gräuel wurden schon hier verübt.
In Stalingrad musste Ziesemer erleben, wie um ihn herum ständig Kameraden starben, die von neuen Rekruten ersetzt wurden, die kurz darauf ebenfalls tot waren. Fatal war, dass die Generation Hitlerjugend in das Offizierskorps drängte, Fanatiker ohne Lebens- und Fronterfahrung. Aus Stalingrad ist Ziesemer 1943 gerade eben noch entkommen.
Seine Einstellung zum Krieg macht Karlheinz Ziesemer in einem seiner Gedichte deutlich:
„Das ist der Krieg, vergesst es nie,
wer Unrecht sät, ruft nur den Tod,
kein Wort ist wahr vom Heldenmut –
der Frieden ist das höchste Gut.“
Ziesemers Entscheidung, der Bitte seines Majors zu entsprechen und sich am Widerstand zu beteiligen, war eine einsame, wie bei allen. Denn politischer Widerstand, Befehlsverweigerung und Desertation waren Einzelentscheidungen, ein gemeinschaftlicher Widerstand kam nicht auf. „Die äußere Uniformität führte stets zur inneren Uniformität.“
Karlheinz Ziesemer transportierte Papiere, aber es ist unklar, welcher Art und für wen diese Papiere waren. Die zeitliche Nähe zum 20. Juli 1944 lassen jedoch vermuten, dass sie mit dem Attentat auf Hitler in Zusammenhang standen.
Wie auch immer, Ziesemer wird in Nordfrankreich verhaftet und nach Breslau gebracht, höchstwahrscheinlich gefoltert, zunächst zum Tode verurteilt und schließlich zu einer Zuchthausstrafe begnadigt. In den letzten Kriegswochen gelingt ihm die Flucht und es beginnt eine abenteuerliche Odyssee, die ein bisschen an die Geschichte von Schwejk erinnert, denn auch der Gefreite Ziesemer kann sich aus fast jeder gefährlichen Situation herausreden. Mit viel Glück und mit Hilfe einiger Zufälle schafft er es nach Hause. Anerkennung erfährt er, wie die Mehrheit der Widerständler, jedoch nie, allzu schnell sind die Altnazis wieder in Amt und Würden.
Dieses sehr persönliche, aber dennoch gründlich recherchierte Buch liest sich flüssig und spannend. Aufzuzeigen, dass es neben der Gruppe des Grafen von Stauffenberg auch noch ganz normale, namentlich nie genannte, Menschen gab, die Widerstand geleistet haben, ist ein großer Verdienst dieses empfehlenswerten Buches.