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am 16. Juli 2013
Diese Übersetzung aus dem Bertelsmann-Verlag (erschienen 1952) hat den Roman um mehr als ein Drittel gekürzt. Das vollständige Werk gliedert sich in fünf Teile mit je fünf Kapiteln. Zu den stilistischen Highlights gehörten die stimmungsvollen Schilderungen der jahreszeitlich verschiedenen Silhouette von Paris im Schlusskapitel jedes Teils. Leider ist in dieser Fassung nichts davon übrig geblieben.

"Ein Blatt Liebe" ist kein großer sozialkritischer Roman in Zolas Zyklus "Die Rougon-Macquart", aber einer seiner psychologisch einfühlsamsten. Es empfiehlt sich in jedem Falle, die vollständige Ausgabe zu lesen. Zum Beispiel in der Veröffentlichung des Verlages Rütten & Loening (Hrsg. von Rita Schober, übersetzt von Elisabeth Eichholtz, 3. Aufl. 1976, 376 Seiten)
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am 3. August 2013
In ein Blatt Liebe begegnen wir Helené Mouret, die nach Ihrer Heirat mit Grandjean nach Paris gekommen war, und ihrer Tochter Jeanne. Grandjean war früh gestorben und Helené allein mit ihrer kränklichen Tochter zurückgeblieben in einem Haus in Passy mit Blick vom Trocadéro auf die Stadt Paris.
Das kränkliche Kind war ständig von Krämpfen geplagt und erinnert darin an ihre Urgroßmutter Tante Dide (Adeléide Fouques aus "2Das Glück der Familie Rougon"). Doch erholte sich das Mädchane im Garten des freundlichen Nachbars Doktor Deberle, der ihr kurz nach der Ankunft in Paris das Leben gerettet hatte. Helené verliebt sich in den verheirateten Arzt und erliegt seinem Charme zum Leiden der Tochter, die sich von der Mutter zurückgestoßen fühlt und in ihre Krankheit flüchtet, an der sie schließlich auch stirbt.

Der achte Band Emile Zola's Rougon Macquart Reihe ist in seiner Handlung sehr viel leichter und vorhersehbarer als andere Romane der Reihe. Zentrales Thema ist der Ehebruch mit seinen Leidenschaften, Empfindungen und Verletzungen, die Emile Zola mit den Wetterkapriolen der Jahreszeiten fabelhaft untermalt. So blühen die Fliederbüsche im sprossenden Frühling oder glüht Paris im Sommer unter blutigen Wolken.

Die kostenlose urheberrechtlich freie Kindle Ausgabe ist im Vergleich zu anderen Übersetzungen sehr stark gekürzt und spart bedauerlicherweise vor allem an jenen bewegenden Beschreibungen von Sommerstürmen und anderen Befindlichkeiten.

Erich Marx bezeichnet den Roman im Nachwort zu Nana (Insel Taschenbuchverlag, 2004) als "Kampfpause im gewaltigen Ringen mit den Mächten der sozialen Finsternis".

Der Roman wartet mit Romantik und dem Reiz des Verbotenen auf und lässt dabei das bedrängende zweite Kaiserreich gänzlich unbeachtet. Für mich der bislang leichteste, gefühlsbetonteste aber auch langweiligste Roman der Reihe.
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am 25. Oktober 2015
Zola war für seine drastische Schilderung sozialer Umstände in dem Roman 'Der Totschläger' scharf kritisiert worden. Als Antwort darauf schrieb er noch im gleichen Jahr' Ein Blatt Liebe'.
Die Geschichte beginnt wie ein zartes Aquarell. Es gibt gar keine schlechten Menschen in diesem Buch und die zarte Liebe, die sich rein zufällig zwischen einer jungen hübschen Witwe und einem Arzt entwickelt trägt nur wenig Leidenschaft in sich. Die Tochter der Witwe ist ein munteres, etwas altkluges Kind, welches mehr Herz auf der Zunge trägt als die gesamte vornehme Gesellschaft, die in dem Roman geschildert wird.
Wohl einer der Höhepunkte des Romans ist ein Kostümfest für Kinder, das Zola so lebhaft schildert, dass man das Gesc
chnatter der Kinder zuhören vermeint Nach diesem Kinderfest beginnt die Tragödie. Die Schwindsucht des Kindes verschlimmert sich und im krankhaften Delirium mischt sich das Kind immer mehr in die Beziehung ihrer Mutter zu dem Arzt.
Das alles klingt ein wenig banal, aber stilistisch ist es dennoch ein lesenswertes Meisterwerk.
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am 17. Januar 2015
Die diesem Hörbuch zu Grunde liegende Übersetzung ist auch als Kindle eBook erhältlich und ist in mehrfacher Hinsicht ein Ärgernis.
Zum einen ist der Ton dieser Übersetzung ( deren Urheberschaft übrigens nirgends genannt wird - eine weitverbreitete Unsitte bei eBooks! ) nicht anders als altbacken und schwülstig zu bezeichnen. Weiterhin ist festzustellen, daß diese Übersetzung den Roman um fast ein Drittel kürzt, was besonders auf Kosten der Beschreibung der Stadt Paris und anderer Landschaftsbetrachtungen geht. Dadurch wird der für Zola typische epische Erzählton empfindlich unterbrochen und gestört.
Und, unabhängig von der Übersetzung, ist der Text auch sonderbar widersprüchlich vorgetragen und schwankt zwischen schnarchiger Litanei und übertrieben und fast schmerzhaft laut ins sich fast überschlagende Mikrofon gekreischten Ausbrüchen.
Warum erbarmt sich nicht einmal ein Hörbuchverlag und macht den Versuch einer professionellen Komplettlesung des Rougon-Macquart-Zyklus, der, meiner Meinung nach, zwischen den beiden Monumentalwerken der "Menschlichen Komödie" Balzacs und Prousts "Suche nach der verlorenen Zeit", eines der imposantesten Werke nicht nur der französischen, sondern der Weltliteratur überhaupt darstellt.
Als Textgrundlage empfiehlt sich die im Rütten & Loening Verlag erschienene Gesamtausgabe, die sich nicht scheut, den manchmal
recht derben Ton, den Zola dem Volk ins Maul legt, beizubehalten.
Zolas Rougon-Macquart lesen heißt, in eine Zeitmaschine zu steigen, um nach dieser Reise das Gefühl zu haben, man sei dabei
gewesen und habe die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts persönlich besucht und mit allen Sinnen erfahren!
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Endlich mal wiederuch mit kultivierter Sprache gelesen. Bildreich, ausdrucksstark, dabei niemals langatmig. Das Gegenteil von den heutigen, hauptsächlich aktions- und handlungsorientierten Texten!
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