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Eiland: Roman Taschenbuch – 1. Februar 1984

4.3 von 5 Sternen 23 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Aldous Leonard Huxley, geboren 1894 in Godalming/Surrey, in Eton erzogen, studierte nach einer schweren Augenkrankheit englische Literatur in Oxford und war ab 1919 zunächst als Journalist und Theaterkritiker tätig. 1921 begann er mit der Veröffentlichung seines ersten Romans »Die Gesellschaft auf dem Lande« seine literarische Laufbahn. Von 1938 an lebte er in Kalifornien. Huxley starb 1963 in Hollywood.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Grundsätzlich muss man Huxleys letztes Buch "Eiland" als einen Gegenpart von seiner negativen Utopie "Schöne Neue Welt" verstehen.
Huxley erschafft in "Eiland" auf einer abgelegenen tropischen Insel eine perfekte Gesellschaft glücklicher Menschen, die durch Meditation, Gestalt-Therapie und psychodelische Selbsterfahrung einem Idealzustand nahe kommen.
Durch die Augen eines anfänglich skeptischen schiffbrüchigen Journalisten wird einem ein augenscheinliches Paradies gezeigt. Als er sich letztendlich von der technisierten westlichen Welt verabschiedet hat und in die neue Gesellschaft einzutauchen bereit ist scheint alles zu einem 'runden' Ende zu kommen. z Huxleys geradezu fatalistische Enttäuschung über die zivilisierte Welt ist deutlich zu spüren: die Illusion der perfekten Gesellschaft wird durch den 'Fortschritt' in Person erdölgieriger Industrienationen und sein Eindringen in das Paradies zerstört. Dieser letztendlich vorprogrammierte Bruch hat einen wesentlich desillusionierenden Effekt als "Schöne Neue Welt", welches von Beginn an wesentlich bedrückender ist. Eiland ist ein faszinierendes Buch welches viele Fragen in einem aufwirft und den Horizont erweitert. Sehr empfehlenswert!
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Format: Taschenbuch
Gigantisch: Das beste Buch, das ich je gelesen habe! Huxley schafft ein Land, in dem das Beste aus Westen und Osten nicht nur nebeneinander steht, sonder sich gegenseitig befruchtet. Das ist der ultimative Inselroman. Nicht deshalb, weil Urlaubsstimmung aufkommt (obwohl man es durchaus im Urlaub lesen kann), sondern weil er eine abgeschlossene ideale Welt entwirft, bei der man sich fragt, warum sie nicht schon lange Realität geworden ist. Die Frage wird aber gleich mitbeantwortet: Weil es nur in einer abgeschlossenen Welt funktioniert. Die böse Nachbarinsel ist nicht weit genug entfernt - und so kommt es (ganz zum Schluss), wie es kommen muss. Komisch ist eigentlich bloss, dass man irgendwie trotzdem an dieser Vision hängenbleibt...
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Von Ein Kunde am 31. Januar 2001
Format: Taschenbuch
und im Gegensatz zur Utopie, sind Träume machbar. So war es auch von Huxley selbst gedacht. Er sah in dem von ihm entworfenen Gesellschaftsbild eine der Möglichkeiten (denn es ist sicher nicht die einzige) für ein Weiterbestehen der Menschheit. Und er legt, wie auch schon bei "Brave New World", eine nahezu visionäres Bild dar: wenn die Menschheit so weitermacht wie bisher, so wird sie sich selbst bzw. sich gegenseitig vernichten. Man kann nur hoffen, dass es Menschen gibt, die dieses Buch nicht als Utopie ansehen. PS: Wer ein kleinwenig mehr über die Entstehung erfahren will, der sollte mal in "Moksha" reinschauen, auch wenn es zum überwiegenden Teil von den Erfahrungen Huxleys mit Halluzinogenen handelt.
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Format: Taschenbuch
Dies ist der letzte Roman von Aldous Huxley, ca. 30 Jahre nach "Brave New World" erschienen.
Auch in diesem Roman handelt es sich vordergründig um eine positive Gesellschaftsutopie, die auf einer fiktiven Insel namens Pala, irgendwo im pazifischen Archipel gelegen, spielt. Auf dieser Insel herrschen archaische, ja urkommunistische Zustände ohne Armee, Polizei. Die Insel könnte reich sein, aber... das Staatsoberhaupt namens "Rani" und ihr beratender Stab weigern sich, die überaus reichlich vorkommenden Ölvorkommen an multiglobale Ölfördergesellschaften zur Ausbeutung zu verpachten/verkaufen. Hiermit sind vordergründig alle einverstanden. Hintergründig jedoch hat die "Rani" und ihr Sohn Prinz Murugan bereits Kontakte zu verschiedenen Käufern geknüpft - schließlich will man ja den Fortschritt nicht aufhalten!
Zu dieser Zeit schleust einer der Hauptinteressenten, Lord Aldehyde, einen als Reporter getarnten Spion namens Farnaby auf Pala ein.
Interessant dabei ist allein schon der Name Aldehyde. Aldehyde sind eine Sammelbezeichnung für eine Klasse organischer Verbindungen, die für die Herstellung von Kunststoff von großer Bedeutung sind. So gelingt es problemlos und preiswert, Ethylen auf katalytischem Weg partiell zu AcetALDEHYDE zu oxidieren. Etyhlen wiederum fällt in großen Mengen bei der Destilation von Erdöl an. Den meisten dürfte Polyethylen ein Begriff sein; dieser taucht meistens als Aufdruck auf Plastiktüten von Warenhandelsketten in Verbindung mit einem Hinweis auf die Umweltfreundlichkeit dieses Produktes auf.
Der Name der Insel bezieht sich auf ein bengalisches (Westindien) Herrschergeschlecht des 8. - 12. Jahrhunderts nach Christi.
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Von Kankin Gawain TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 7. August 2007
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich habe diesen Roman mit Genuss gelesen. Vorsichtshalber möchte ich aber darauf hinweisen, dass er praktisch keine Handlung enthält. Ein englischer Schiffbrüchiger ist zu Gast auf einer Insel, auf der es das höchste politische Gut ist, das Wohlergehen der Bürger zu sichern und zu mehren - und das kann natürlich nicht mit den Mitteln des materialistischen Westens und auch nicht des anti-spirituellen (marxistischen) Ostens verwirklicht werden. Vielmehr wird allen Menschen von Kindesbeinen an das Leben im Augenblick, der Gegenwärtigkeit, ans Herz gelegt. Glück, so Huxleys These, offenbart sich im Hier und Jetzt, in harmonischer Übereinstimmung mit dem, was gerade, eben jetzt, geschieht. Das hört sich nach Zen-Philosophie an und ist auch entsprechend gemeint. All das kann der Schiffbrüchige natürlich nicht innerhalb weniger Tage selbst ergründen - vielmehr bekommt er es von den verschiedensten Einwohnern Palas erklärt; Vielleicht macht das die Lektüre für einige etwas zu trocken. Außerdem webt Huxley in die Organisationsform des "Zen-Staates" Pala noch einige westliche Ideen ein, die nicht immer wirklich mit der Kultur des Ostens harmonieren. Aber immerhin, es gibt bereits einen Staat (in der realen Welt), dessen Herrscher sich die Mehrung des "Brutto-Glücks-Produktes" (Statt des Bruttoinlandsproduktes) zum Ziel gesetzt hat. Ich rede vom Königreich Bhutan, dass sich solchen Zielen verschrieben hat.

Am Ende bleibt natürlich alles reine Theorie. Ein Staat kann seinen Bürgern das Glück nicht als Bürgerpflicht auferelegen. Zur spirituellen Erkenntnis kommt man stets aus eigenem Antrieb. Eine utopische Gesellschaft könnte vermutlich erst dann gelingen, wenn es eine kritische Masse von Menschen gäbe, die sich ein neues Lebensziel jenseits des Materialismus gesteckt haben.
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