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Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen von [Arendt, Hannah]

Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen Kindle Edition

4.7 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

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Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen Schergen des NS-Regimes. Spätestens mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann auch eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen durch juristische Mechanismen. Hannah Arendt hat den Prozeß selbst miterlebt und seine Unterlagen dazu genutzt, ihr eigenes Resümee über den Holocaust und die Person Adolf Eichmann mit seiner Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Heraus kam dabei ein Buch, das bis zum heutigen Tag nichts an Gültigkeit oder Bedeutung verloren hat.

Eichmann steht prototypisch für viele der verbrecherischen Nazi-Gefolgsleute, die mit oder ohne ideologischer Verblendung, dafür aber immer mit voller Obrigkeitshörigkeit doch stets nur Befehle ausführten. Irgendeine Form der Reue geht ihm ab, denn "Reue ist etwas für kleine Kinder", so Eichmann in den Verhören. Dabei ist Reue und die daraus resultierende Selbsterkenntnis der vielleicht wichtigste Punkt einer sinnvollen Aufarbeitung. Hinter der Maske des vermeintlichen Normalos Eichmann verbirgt sich tausendfacher Schrecken -- ein Schrecken, den man auch heute noch an so manchen Stellen des Erdballs in den Personen scheinbar normaler Bürger wiederfinden kann.

Arendts Buch ist zudem eine über die persönliche Ebene hinausgehende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis hin zur fürchterlichen Endlösung, denn all dies war Gegenstand des Prozesses. Bei aller berechtigter Kritik -- so gibt es heute sicherlich ausführlichere Bücher über die Historie des Holocaust -- darf man ihr eigentliches Anliegen nicht übersehen. Es ging ihr gerade um die im Untertitel aufgeführte Banalität des Bösen, um die Betrachtung der Person, die das Töten verwaltet und plant. Und genau diese Betrachtungsweise packt den Leser, denn bei der Analyse der Ereignisse im Dritten Reich sollte man immer auch die einzelnen Täter berücksichtigen. Die Erkenntnis, daß normale Menschen zu Greueltaten solchen Ausmaßes fähig sind, darf nie in Vergessenheit geraten, und so behält dieses Buch auch in Zukunft seinen Stellenwert als Warnung wie auch als Mahnmal. --Joachim Hohwieler

Pressestimmen

»Hannah Arendt begnügte sich nicht mit einem bloßen Bericht über den Prozess und die an ihm Beteiligten, sondern nutzte die Gelegenheit zu einer ausführlichen Darstellung der deutschen Vernichtungspolitik.« Kurt Sontheimer

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 3878 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 448 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492962580
  • ISBN-13: 978-3492962582
  • ASIN: B00BFD10NM
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #14.502 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Es ist nun schon eine Weile her, dass ich Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" gelesen habe. Zwischen damals und heute liegt Quentin Tarantino's Meisterwerk "Inglourious Basterds", und dies will ich zum Einstieg in meine Rezension nutzen.
Ein Kernthema von "Ingourious Basterds" ist die Feststellung, dass man Nazis kaum erkennen kann, wenn sie keine Uniformen tragen. Genau das ist auch ein wichtiger Punkt für Hannah Arendt, denn auf Adolf Eichmann hätte im Adenauer-Deutschland ganz bestimmt eine solide Beamtenkarriere gewartet, wenn er sich nicht nach Südamerika abgesetzt hätte. Es ist faszinierend zu lesen, wie Arendt in gewohnter Klarheit den Eindruck beschreibt, den dieser Mann auf sie machte. Eichmann war für sie ein Hanswurst, und ähnlich wie Tarantino's Oberst Landa hätte man ihm den skrupellosen Massenmörder schlicht und einfach nicht zugetraut. Wo der von allabendlichen Kinderschreckspektakeln Marke "Hitlers linkes Auge - in Großaufnahme, unterlegt von schrillen Kreischtönen" vorgeprägte Leser einen furchteinflößenden Schlächter erwartet, findet sich ein Typ, wie man ihn auch heute noch in den unterschiedlichsten Varianten trifft und der für manche Kreise sogar eine Art Idealbild darstellt: nüchtern und strebsam, dienstbeflissen und engagiert.
Alles Weitere sollte man in diesem Buch nachlesen. Den 40 Seiten langen Eingangsmonolog von Hans Mommsen sollte man sich bis zum Ende aufheben und dann entscheiden, ob man sich diese trockenen Ausführungen wirklich geben möchte.
Hinzufügen möchte ich noch, dass auch Arendts Ausführungen zu den unterschiedlichen Abläufen des Holocausts in verschiedenen Regionen Europas eine echte Bereicherung sind.
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Format: Taschenbuch
1960 gelang es dem israelischen Geheimdienst den nach Ende des Zweiten Weltkrieges nach Argentinien geflohenen Adolf Eichmann festzunehmen und nach Israel zu verschleppen. Dort wurde der Bürokrat, der maßgeblich an der Organisation der Shoa beteiligt war, vor Gericht gestellt, nach achtmonatiger Verhandlung zum Tode verurteilt und am 31. Mai 1962 durch Erhängen hingerichtet. Hannah Arendt verfolgte für den "New Yorker" den Prozess. Ihre Aufzeichnungen sprengten schon bald den Rahmen einer Zeitungsreportage und wurden 1964 in Buchform unter dem Titel "Eichmann in Jerusalem - Ein Bericht von der Banalität des Bösen" veröffentlicht.

"Ich habe nie einen Juden getötet, aber ich habe auch keinen Nicht-Juden getötet. Ich habe auch nie einen Befehl zum Töten eines Juden gegeben, auch keinen Befehl zum Tötet eines Nichtjuden, auch das habe ich nicht" (326). Das besondere am Eichmannprozess war es, dass zum ersten Mal ein Tätertypus vor Gericht stand, der von sich behauptete (wohl zu Recht), niemals einen Menschen mit eigener Hand getötet zu haben, niemals aus eigener Initiative Maßnahmen zur Ermordung von Menschen getroffen zu haben und immer nur das ausführende Organ Befehle höherer Instanzen gewesen zu sein. Doch ist es gerade dieses permanente Abweisen von Verantwortung verbunden mit der zentralen Funktion, die Eichmann in diesem gigantischen "Verwaltungsmassenmord" (58) innegehabt hat, was nach Arendt das Bösartige am Täter nach dem Typ ausmacht.
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Von Ben am 18. Juli 2014
Format: Kindle Edition
Adolf Eichmann war als Leiter der Abteilung IV-B-4 des RSHA (Reichssicherheitshauptamt) der Hauptorganisator der „forcierten Aussiedlung“ und ab 1939 der Deportation von Juden in die Vernichtungsstätten. Für diese Verbrechen wurde ihm 1961 in Jerusalem der Prozess gemacht. Dieses Buch stellt einen Prozessbericht dar, verfasst von der politischen Journalistin und Philosophin Hannah Arendt.

Hannah Arendts Prozessbericht hat noch vor Erscheinen des Buches in Deutschland für weltweite Überraschung und auch Empörung gesorgt und eine vielschichtige Diskussion über Schuld und Gewissen in Gang gesetzt. Der Untertitel „Banalität des Bösen“ stellt eine Kernaussage des Buches dar und ist heute aus der Beschreibung des Lebenswerkes der H. Arndt nicht mehr wegzudenken. Mich hat das Buch in dreierlei Hinsicht komplett überrascht.
Zum einen war ich überrascht, dass es sich dem Verbrecher Adolf Eichmann um einen Menschen von ganz banalem Charakter handelt, der vielleicht etwas unterdurchschnittlich begabt und etwas überdurchschnittlich eitel war, aber im Wesentlichen doch mittelmäßig. Eichmann hatte den Realschulabschluss, trotz elterlicher Unterstützung, nicht geschafft, weil er eben „nicht der fleißigste Typ“ war, wie er von sich sagte. Sein geringer Bildungsgrad wurde vor Gericht offenbar, weil er Schwierigkeiten hatte richtig deutsch zu sprechen (Dativ/Akkusativ war schwierig, Syntax war ein Problem). Er hatte sich später als Handelsvertreter verdingt, war hier weitgehend zufrieden, aber leider wenig erfolgreich. Später trat er der SS bei und brachte es trotz kleinerer Disziplinlosigkeiten 1933 zum Unterscharführer.
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