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Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik Taschenbuch – 6. November 2010

3.8 von 5 Sternen 68 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Es dürfte in den letzten Jahren kaum ein Buch eines deutschen Philosophen gegeben haben, das auch international so viel diskutiert wie dieses. Thomas Metzingers ›Der Ego Tunnel‹ beinhaltet eine Menge Sprengstoff. In Sachen Bewusstseinsforschung ein Muss – und ein Vergnügen, es zu lesen!«, 3sat, 02.10.2014

»Phänomenal.«, Philosophie Magazin -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Der Verlag über das Buch

"Thomas Metzingers Perspektive ist erfrischend und enorm anregend." ANTONIO DAMASIO, AUTOR VON "DESCARTES' IRRTUM" -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Kindle Edition
Ich muss gestehen, dass mir diese Rezension schwerfällt. Nach einem ersten Lesen, bei dem ich praktisch durch das Buch getrieben wurde, bin ich bei einer zweiten Lektüre und breche alle drei Sätze ab, weil manchmal die Gedanken so dicht gewebt sind, dass es sich lohnt, dieses Buch auch Satz für Satz zu lesen.
Genau das macht für mich dieses Buch so faszinierend. Es ist spannend und eigentlich auch sehr schlicht von der Leseanforderung. Und auf der anderen Seite ist es so dicht geschrieben, dass es recht kompakt zahlreiche Teilgebiete dieses Themas vorstellt.

Wovon handelt dieses Buch?
Metzinger ist Philosoph, Bewusstseinsphilosoph, um genauer zu sein. Die Bewusstseinsphilosophie gehört auf der einen Seite zur Erkenntnistheorie und auf der anderen Seite zur Anthropologie. Der Autor arbeitet nun die neuesten Erkenntnisse der Neurophysiologie in sein Fachgebiet ein. Ab und zu liest man auch diesen Begriff Neurophilosophie. Und genau das bietet dieses Buch. Er befindet sich damit in einer guten Tradition. Seit Descartes wird der Geist, bzw. die Seele, direkt im Körper gesucht. Ab dem 19. Jahrhundert lokalisiert man auch die Vernunft in den Organen, allen voran natürlich dem Gehirn. Wichtige Autoren wie Schopenhauer und Nietzsche, die Neukantianer und die Phänomenologen gehören in diese Linie.

So wird zuerst die Frage nach dem Bewusstsein gestellt und nach den Leistungen des Bewusstseins. Von diesem aus untersucht der Autor Phänomene wie die außerkörperliche Erfahrung oder wo das Bewusstsein steckt, wenn ein Mensch eine Figur durch eine virtuelle Welt steuert, die Willensfreiheit und die Funktion von Träumen, die Empathie und wie der Mensch zu anderen Menschen in Kontakt tritt.
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Format: Gebundene Ausgabe
In den ersten beiden Teilen seines Buches gibt Thomas Metzinger einen fundierten und durch eine beeindruckende Zahl von Literaturhinweisen untermauerten Einblick in die moderne Hirn- und Bewusstseinsforschung sowie in sein Modell vom Ego-Tunnel. An der Qualität gibt es nichts zu rütteln. Schwachpunkt des Buches ist m.E. der dritte Teil mit dem Titel "Die Bewusstseinsrevolution". Hierzu vier Kritikpunkte:
1. Mit seiner Spekulation über künstliche Ego-Maschinen macht der Philosoph Metzinger den zweiten Schritt vor dem ersten, obwohl er in seinem Buch selber mehrfach betont, dass zunächst einmal eine philosophische Begleitung und Grundlegung der neuen Erkenntnisse der Hirn- und Bewusstseinsforschung vordringlich seien. Die verschiedenen Wissenschaften haben noch nicht einmal eine eindeutige, geschweige denn einmütige Definition von Selbst und Ich - da sind künstliche Ego-Maschinen kein akutes Problem.
2. Obwohl im Untertitel des Buches eine "Bewusstseinsethik" als thematisches Ziel genannt wird, bleibt Metzinger eben diese schuldig. Er stellt nur endlose Reihen von Fragen, die die Notwendigkeit einer solchen Ethik deutlich machen sollen, gepaart mit einigen einfachen Beispielen. Diese Fragen hat er vor wenigen Jahren wortgleich schon an anderer Stelle gestellt. Gibt es keine neuen Erkenntnisse? Seine Aussage "Ich habe meine Vorstellungen darüber, was ein wertvoller Bewusstseinszustand sein könnte, und Sie haben Ihre" (S. 333) ist banal. Natürlich kann er auch als Philosoph keine Vorgaben machen, aber wenn er nur "einige Grundideen skizziert" (ebd.), ist das für ein Buch mit diesem Untertitel zu wenig.
3.
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Format: Gebundene Ausgabe
Metzinger's Bücher wie das englische "Being no One" sind für Nichtexperten schwer verdaulich und einige kürzere Artikel sind zwar verständlich, lassen aber Fragen offen. Diese Lücke füllt "Der Ego-Tunnel".
Persönlich halte ich Metzinger für den interessantesten deutschen Philosophen der Gegenwart - obwohl seine sprachlichen Fähigkeiten mit denen eines Sloterdijk oder Habermas nicht mithalten können.
Metzinger's Selbstmodell-Theorie der Subjektivität stellt einen genialen Wurf dar, der viele Ergebnisse der neueren Hirnforschung in ein einziges Modell zu integrieren vermag.
Neben der Beschreibung der Theorie findet man 3 Gespräche mit hochrangigen Wissenschaftlern. Auch fehlt sein "Steckenpferd" nicht - Fragen der Neuroethik.
Durch seine Theorie hat sich "mein" Selbstbild unwiderruflich verändert. Mehr kann man von einem Philosophen nicht erwarten - daher 5 Sterne.
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Von Raumzeitreisender TOP 500 REZENSENT am 15. Oktober 2009
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Thomas Metzinger, weltweit anerkannter Philosoph des Geistes, vertritt die These, dass das erlebte Ich von unserem Gehirn erzeugt wird, und dass das, was wir wahrnehmen, nur ein virtuelles Selbst in einer virtuellen Realität ist.

Führen die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung nach den Lehren von Kopernikus (Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums), Darwin (Der Mensch entstammt dem Tierreich) und Freud (Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus) zu einer weiteren Kränkung der Menschheit?

Nach Metzinger besitzt der Mensch ein bewusstes Modell seines Organismus als Ganzem, ein so genanntes phänomenales Selbstmodell. Dieses wird vom Gehirn aktiviert und erlaubt einem biologischen Organismus, sich selbst bewusst als Ganzheit zu begreifen. Der Inhalt des phänomenalen Selbstmodells ist das Ego.

Für das bewusste Erleben verwendet Metzinger den Begriff Ego-Tunnel. Unser bewusstes Leben bewegt sich im Ego-Tunnel. Das Konzept des Ego-Tunnels basiert auf dem älteren Begriff des Realitätstunnels von Robert Anton Wilson, ist mit diesem aber nicht identisch.

Für Metzinger ist der kontinuierlich ablaufende Vorgang des bewussten Erlebens ein Tunnel durch die Wirklichkeit.

Unser Gehirn erzeugt eine Simulation der Welt, die so perfekt ist, dass wir sie nicht als Bild in unserem Gehirn erkennen können. Anschließend generiert es ein inneres Bild von uns selbst als einer Ganzheit, das phänomenale Selbstmodell. Dieses Bild umfasst nicht nur unseren Körper und unsere mentalen Zustände, sondern auch unsere Beziehung zu Vergangenheit und Zukunft sowie zu anderen Menschen. Durch die Einbettung des Selbstmodells in das Weltmodell wird ein Zentrum geschaffen, das Selbst oder Ego.
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