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Eclipse

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  • Audio CD (1. Juni 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nuclear Blast (Warner)
  • ASIN: B000E994KE
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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Also das hätte ich ja nicht gedacht: die letzten beiden Amorphis Alben ware gut, und ich mochte ihre solide und zuverlässige Art. Aber nach den beiden Überflieger "Elegy" und "Tuonela" in der zweiten Hälfte der 1990er, mit denen Amorphis zwei wirkliche Meisterwerke des psychodelic-folk-Metals präsentierten, waren die besagten Nachfolger ("Am Universum" und "Far From The Sun") eher einfach nette und seriöse Weiterentwicklungen.
Und dann bekomm ich per Zufall das Promo der neuen Scheibe "Eclipse" um die Ohren geknallt: Holla, da hat sich aber einiges getan bei den Finnen! Ein neuer Sänger, Tomi Joutsen, hat da zum Beispiel ziemlich frischen Wind reingebracht, brüllt an der richtigen Stelle wieder mal anständig, und lässt neben dem vollen und guten Gesang auch wieder mal die amtlichen Bärengrowls röhren. Richtig so!
Aber auch sonst haben sich Amorphis voll auf ihre Stärken rückbesonnen: So sind die typischen Amorphis Riffs zur Vollendung ausgearbeite worden. Nur gibts diesmal keine Hänger mehr, das Songwriting hat den richtigen Zug und Druck, lässt aber das Psychodelische nicht ganz weg. Wie vor zehn Jahren mischt sich die Hammondorgel gekonnt mit treibenden Drumbeats, verfeinert mit gekonnten Delays in den Gitarren, und abgerundet Harmonien, wie sie nur von den Finnen kommen können.
Anspieltipps:
"Two Moons" (1) - Hier wird nach einem fetten Keyboard-intro gleich mächtig Dampf abgelassen. Treibend geht es dreieinhalb Minuten nach vorn, gleich mal das ganze Spektrum des Könnens präsentierend.
"House of Sleep" (2) - Eine solide Rocknummer im Midtempo, mit einem zwar nicht ganz neuartigen, aber sehr ergreifenden Riff. Tomis Gesang kann sich hier gut entfalten.
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Format: Audio CD
Was für ein geiles Album! Endlich geben Amorphis wieder Gas, denn genau das konnten sie früher am Besten. Spätestens nach '"Tuonela"' haben die Amorphisten mit '"Am Universum"' und "'Far From the Sun"' zwei ziemliche Durchhänger bzw. im Falle von "'Far From the Sun"' sogar einen Totalausfall produziert. V.a. der ehemalige Sänger Pasi Koskinen nahm durch seine unmögliche Stimme vieles von Amorphis'''' Kompaktheit, da er permanent schief sang und dennoch neun lange Jahre die Stimme von Amorphis war. Da kam es auch keineswegs zu früh, dass er seinen Dienst quittiert hat und ein neuer Vokalist engagiert wurde. Und dieser passt sich dem neuen Soundgewandt mehr als hervorragend an. Obwohl seine Stimme mit Sicherheit nicht die markanteste ist, hat er Charisma und keine Scheu auch mal etwas aggressiver zu singen. Die kompositorische Stärke von Amorphis war allerdings auch auf dem Totalausfall "'Far From the Sun"' nicht zu überhören. Die Band wandelte ihren Stil sehr geschickt von einer brutalo Death Metal Band (v.a. die Alben "The Karelian Isthmus" Und "Tales From the Thousand Lakes") zur fast schon Pop-Rock-Band ('"Tuonela'" und Späteres), verwendete Hammondorgel, Saxophon oder Flötensounds in ihren Songs.

Der Opener '"Two Moons"' weißt die Richtung des Albums. Nach einem kurzen, präzisen Keyboardintro setzten die Gitarren wuchtig ein, dass selbst die besten Boxen mit den Bässen überfordert sind und mächtig übersteuern. Bis zur Chorus prügeln sich Amorphis mit sehr melodischer, neuer Stärke und ordentlichem Tempo. Der Chorus wird als kurze Verschnaufpause genommen, danach wird wieder Gas gegeben. Sänger Joutsen darf auch gleich mal ordentlich aggressiv losbrüllen.
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Von Ein Kunde am 15. März 2006
Format: Audio CD
Eines vorweg... Wie oft verfallen wir eigentlich in die in Metal-Kreisen ach so langweilige Lethargie, dass früher alles besser war, als heute! Klar haben Bands a la Paradise Lost, Anathema und die bekannten Jungs von Metallica in vergangenen Jahren anders geklungen als heute! Die Musik entwickelt sich eben weiter und genau jetzt komme ich zu Eclipse: aus längst vergessenen Death Metal Growls und neuzeitlichen Goth-Rock Elementen, sowie einigen ultra-coolen Space-Elementen von den letzten Alben, findet sich bei dem aktuellen Longplayer alles wieder, was zumindest ich mir wünsche. Es knarzt an allen Ecken und Enden, die Hammond-Orgel dröhnt und Amorphis klingen besser denn je. Ein Schuss Rock da, eine Brise Seventies dort, gepaart mit hammergeilen Melodien und den ein oder anderen Shouts (der an alte Zeiten erinnert)! Das macht eben diese Band aus. Mit HIM hat der neue Sänger nicht viel zu tun und kann durch seine Stimme jedem Song seine perfekte Stimmung geben. Hut ab! Welch ein Brett von den Nordmännern... *Daumen hoch*
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Von Doktor von Pain TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 1. September 2016
Format: Audio CD
Mit "Am Universum" (2001) und "Far from the Sun" (2003) waren Amorphis leider im kreativen Niemandsland angekommen. Einst startete die Band in den 90ern mit rohem Death Metal (nachzuhören auf "The Karelian Isthmus" von 1992), packte dann Folk und Prog hinzu, wodurch die großartigen Alben "Tales from the Thousand Lakes" (1994) und "Elegy" (1996) entstanden. Danach wurde die Truppe in musikalischer Hnsicht immer orientierungsloser. Ja, "Tuonela" (1999) war noch ein ganz gutes Rockalbum mir orientalischen (!) Einflüssen, doch spätestens dann wurde es wirklich immer belangloser. Sänger Pasi Koskinen widmete sich lieber seinen anderen musikalischen Projekten sowie dem Saufen und entwickelte sich mehr und mehr zu einem echten Kotzbrocken, was vielleicht auch ein Grund für die lustlos klingende Band war.

Aber dann: 2005 stieß Sänger Tomi Joutsen zu Amorphis, was für die Band die reinste Frischzellenkur war. Die Finnen besannen sich nicht nur auf ihre alten Stärken, sie entwickelten sich gleichzeitig absolut positiv weiter. Nachzuhören ist das erste Ergebnis der neuen Zusammenarbeit auf "Eclipse" (2006), auf dem Amorphis Psychedelic und Gothic Rock mit nordischen Folk-Klängen und Death Metal kombinieren. Tomi Joutsen beherrscht sowohl Klargesang als auch Death-Growls (unglaublich, was für eine stimmliche Power in dem kleinen, dünnen Kerl steckt), was er an den jeweils richtigen Stellen einzusetzen weiß. Nahezu jeder Song von "Eclipse" ist ein echter Kracher, der mit dem gelungenen Stilmix und eingängigen Melodien überzeugen kann.
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