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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
33
4,3 von 5 Sternen
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Preis:7,99 €


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am 15. April 2014
Was so leicht zu lesen ist und so harmlos daher kommt, daß man es geradezu auf einmal verschlingen könnte, ist das Ergebnis (so denke ich mir) eines hundertmal gebrochenen und sehr reifen Charakters.

Am Schluß des Buches heulte ich Rotz und Wasser. Dies ist nicht einer sentimentalen Berichterstattung zu verdanken (die ja eher zu Sarkasmas verleitet), sondern einer äußersten Zurückhaltung des Autors in der Bewertung seiner Figuren. Er beschreibt treffend und klar, was diese erleben. Aber er enthält sich jeder Wertung, blickt klar wie der Vollmond auf seine Menschen.

Auch wie Lebenswege gehen und wozu sie gut sind oder nicht, welches Ende das bessere ist, welcher Lebensweg der bessere ist..., dies wird nicht beantwortet und nicht bewertet.

Die Erzählung wird von einer profunden Melancholie begleitet, die sehr friedlich und nachsichtig mit ihren Figuren ist, obwohl vieles vorgezeichnet zu sein scheint.

Es gibt keine Schuldzuweisung. Und der Kommentar von Elke Heidenreich, daß der Roman schildert, wie Männer und Frauen aneinander zerbrechen, ist echter Mumpitz.

Es geht in dem Buch nicht um Männer. Es gibt nur das Dreigestirn Mutter und Töchter. Es geht um Emanzipation, in der letzten Jahrhundertmitte. Die Männer sind hier größtenteils Staffage und Enttäuschung pur.

Seitdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, gefällt mir leider keine anderes mehr.
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am 14. November 2015
"Keine der Grimes-Schwestern sollte glücklich werden", der erste Satz in diesem Buch.

Zwei völlig verschiedene Lebensentwürfe und doch beide zum Scheitern verurteilt. Sarahs und Emilys Lebenslinien berühren sich auf den ersten Blick nicht, zu unterschiedlich entwickeln sich die Frauen. Während Sarah mit Tony auf's Land zieht und Jahr für Jahr ein Kind zur Welt bringt, (insgesamt 3), erhält Emily ein Collegestipendium und arbeitet als Journalistin und Werbetexterin. Sie hat viele Liebschaften, lässt sich jedoch in keiner Weise von diesen Männern einengen. Nach unzähligen Affären verliebt sie sich richtig....und scheitert.

Sarahs Ehe scheint zunächst glücklich; erst sehr viel später erzählt sie Emily, dass sie von ihrem Mann regelmäßig verprügelt wird und ein Alkoholproblem hat. Ihr Gedanke, den Ort der Demütigungen zu verlassen und auf eigenen Füßen zu stehen, wird rasch verworfen - zu groß ist die Angst, allein dazustehen und die Konventionen aufzubrechen. Auch Sarahs Lebenstraum vom Schreiben scheitert.

Ein Roman der Illusionen und des Scheiterns.

Ich hätte mir ein bißchen mehr Tiefe gewünscht, vor allem bei Sarah. Emilys Liebschaften lesen sich stellenweise etwas ermüdend. Andererseits finde ich Yates Sprache großartig, vor allem, wenn er nuancierte Einzelbeobachtungen liefert. Er schafft es mit präzisen Dialogen ein intensives Panorama zu entwerfen. Sind auf jeden Fall 3,8 Sterne.:)
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am 30. Mai 2013
Good writer of situation...depressing but well written. would not have read it without recommendations from other writers. why do I have to write more?
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am 18. Januar 2015
ein unfassbar trauriges, aber herzzerreißend schönes und wahres buch. große literatur. absolute leseempfehlung. ein bisschen wie ein weiblicher stoner. nur von einem mann geschrieben, was einen umso mehr verblüfft und fasziniert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. Februar 2010
Richard Yates beschreibt das Leben zweier Schwestern, Sarah und Emily, geboren in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Nach der Scheidung der Eltern wachsen die beiden bei der unsteten, verantwortungslosen, wenig verlässlichen Mutter auf. Kindheit und Jugend sind geprägt von zahlreichen Umzügen in immer neue Vororte, ein Leben, das Kontinuität und dauerhafte Freundschaften unmöglich macht.

Sarah, die Ältere, heiratet früh einen viel versprechenden jungen Mann, mit dem sie ein heruntergekommenes Familienanwesen auf Long Island bewohnt, bekommt schnell drei Söhne und ist lange Zeit scheinbar glücklich. Doch die Idylle trügt, ihr Mann schlägt sie über Jahrzehnte, sie verfällt dem Alkohol und wird depressiv. Dennoch verlässt sie die Familie nicht, sondern hält die Fassade der glücklichen Familie aufrecht.

Emiliy, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, führt ein unstetes Leben, für das sie kein Konzept hat. Nach ihrem Studium begnügt sie sich mit mittelmäßigen Anstellungen, deren Anforderungen sie unmotiviert erfüllt. Sie hat zahlreiche Männerbekanntschaften, mehrere Beziehungen, eine kurze Ehe, ist jedoch völlig gleichgültig in der Wahl ihrer Partner. Auf der lebenslangen Suche nach Liebe bestimmt die Angst vor dem Alleinsein ihr Verhalten. Sie trifft keine zielgerichteten Entscheidungen für ihr Leben, sondern lässt sich treiben. Sie vertritt keine Meinung, kämpft nicht für ein Ziel, bleibt immer oberflächlich und auf Distanz. Emiliy hat keine hervorstechende positive Eigenschaft. Mit Sarah empfindet man Mitleid. Emily kann man nur Unverständnis entgegenbringen, da sie aus keiner ihrer Erfahrungen im Leben etwas lernt.

Zwischen den Charakteren des Romans und dem Leser bleibt immer eine Kluft. Mit keiner der Figuren möchte man sich identifizieren. Easter Parade ist kein Buch, in das man eintaucht und dabei lesend seine Umgebung vergisst. Es stellt sich kein Glücksgefühl ein. Der Leser bleibt immer außen stehender Beobachter.

Sprachlich ist das Buch einfach strukturiert. Der Autor verwendet eine stets gleich bleibende Sprache, die fast sachlich zu nennen ist. Die Erzählperspektive ist zunächst die eines allwissenden Erzählers und dann die Emiliys aus personaler Sicht. Die Handlung wird, vom ersten Satz abgesehen, der das Ende vorweg nimmt, chronologisch erzählt. Ein klassischer Spannungsbogen wird nicht aufgebaut. Der Autor wertet nicht, und er interpretiert auch nicht. Er beschreibt lediglich.

Der Zeitrahmen der Handlung umfasst gut vier Dekaden, beginnend 1930 bis in die 70er Jahre. Durch die gelegentliche beiläufige Erwähnung geschichtlicher Ereignisse lässt sich die Handlung zeitlich einordnen.

Der Titel Easter Parade bezieht sich auf die traditionelle Osterparade in New York City, ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem sich die Menschen herausgeputzt in schönen Kleidern präsentieren. Dieser Titel steht für die Fassade, welche die Protagonisten stets aufrecht erhalten.

Easter Parade ist stark autobiografisch geprägt und zugleich ein zeitloses Buch. Es erzählt, was das Leben aus Menschen machen kann und was Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aus ihrem Leben machen - oder eben nicht.
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am 19. Oktober 2012
Easter Parade ist m.E. das Schwächere Machwerk im Vergleich zu "Revolutionary Road" und hat mich - besonders im Mittelteil - im Vergleich zu "Revolutionary Road" nicht so wirklich packen können. Während "Easter Parade" einen rührenden Beginn hat und auch das Ende emotional aufwühlt, ist der Mittelteil zeitweilig beinahe ein wenig "platt" und unspektakulär und man könnte fast vergessen, dass man es hier mit einem Yates zu tun hat. Den nüchternen Erzählstil empfand ich ebenfalls nicht sehr überzeugend, ein wenig mehr Freude an Erläuterungen von Details hätte ich mir gewünscht.

Letztlich muss ich aber doch sagen, dass mich das Ende mit dem Buch sehr versöhnt hat, einfach weil es mich emotional berührt hat und insoweit die Geschichte doch länger nachklingt, als ich es erwartet hätte. Thematisch bleibt sich Yates - ggü. "Revolutionary Road" treu - und zeigt, wie wichtig es im Leben letztlich ist, beherzt durchaus unbequeme Entscheidungen für das eigene Lebensglück zu treffen und sich nicht ständig aus Bequemlichkeit etwas vorzumachen und sich mit allem zu arrangieren.

M.E. handelt es sich weniger um einen Roman über die "Emanzipation von Emily" oder die "Nicht-Emanzipation von Sarah" und es geht m.E. auch nicht um unterschiedliche Lebensweisen ("Single vs. Mutter"), sondern vielmehr generell um die Frage, wie wichtig man seine eigenen Gefühle und Träume wirklich nehmen möchte und was man bereit ist, dafür auf sich zu nehmen. Ein kurzzeitiges Aufbäumen und Halbheiten reichen da weder im beruflichen noch im privaten Bereich aus; das müssen beide Schwestern schmerzlich lernen. Für mich persönlich ein weiteres Plädoyer von Yates, für das eigene Glück auch einmal beherzt und mit voller Leidenschaft alles auf eine Karte zu setzen.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. September 2015
Diesen Roman hab ich vor langer Zeit gekauft und er musste viele Jahre in meinem Stapel ungelesener Bücher verbringen bis ich ihn zur Hand genommen und gelesen habe. Und heute frage ich mich, warum gute Bücher so lange ungelesen bleiben und ich mich teilweise mit mittelmässiger literarischer Kost herumschlage ... Das ist wohl oder übel das Los eines Viellesers.

Wenn es ein Schriftsteller schafft, das Leben von zwei Schwestern über mehrere Jahrzehnte hinweg in nur knapp 300 Seiten Buchseiten so zu erzählen, dass am Schluss nicht das Gefühl bleibt etwas verpasst zu haben, dann darf man dem Verfasser ein grosses Talent und eine grosse Gabe fürs Erzählen attestieren. (Oder die beiden Schwester führten ein langweiliges Leben aus dem es nichts zu erzählen gibt aber das ist hier nicht der Fall) Richard Yates beschreibt zwei Suchende nach dem Glück, nach den Idealvorstellungen die so viele in uns tragen und der Zerbechlichkeit des menschlichen Seins wenn die Träume in der Realität nicht das sind was sie sein sollten. Sich den traurigen Momenten hingeben aber dann gegen das Schicksal ankämpfen wenn es sich gegen einem stemmt und weiter anstreben wonach man sich sehnt. Bis man irgendwann erkennen muss, dass der eingeschlagene Lebensweg in eine Sackgasse führt ...

Das Buch gehört für mich in Kategorie der melancholischen Belletristik. Richard Yates schreibt sehr realistisch und verwendet einen knappen, nüchternen Erzählstil. Aber Inhalt und Stil passen zueinander und bilden eine Einheit. Dabei geht der Autor ziemlich unzimperlich mit seinen Hauptfiguren um und er schafft es, dass man Leser mitfühlt und mitleidet ohne das es ins weinerliche abdriftet.

Ich habe das Gefühl, die Zeit rast in windeseile an mir vorbei und die Gesellschaft ist in einem nie enden wollenden Wandel. Dann lese ich ein Buch, dass im Original im Jahre 1976 veröffentlicht wurde, dessen Handlung bereits damals zwischen 10 bis 40 Jahre zurück in der Verangenheit angesiedelt ist und dann kann ich den Inhalt promlemlos vierzig Jahre in Zukunft, also in die heutige Zeit, verlegen und es funktioniert immer noch. Wenn ein Schriftsteller mit seinen Worten sowas schafft, dann ist das für mich zeitlose Literatur.
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am 14. Oktober 2011
Als das Buch im Jahr 1930 begann, dachte ich nicht, dass ich nach 344 Seiten schon Anfang der 1970er sein würde. Ich war überrascht, wie schnell sich das Leben von Emily Grimes lesen ließ. Die sympathische Erzählerin des Romans hat aufregende Zeiten erlebt, einige Rückschläge hinnehmen müssen, sich aber niemals unterkriegen lassen. Yates hat hier das Leben zweier unterschiedlicher Schwestern erzählt, die in New York und Umgebung ihren Weg gehen.

Emily oder Emmy, wie sie auch genannt wird, kennzeichnet sich durch viele Männergeschichten aus, durch ihre forsche Art und die Wahrheiten, die sie oft ausspricht, wenn auch meist ein wenig zu spät. Es ist ein Buch von verpassten Möglichkeiten, von Entscheidungen und ihren Konsequenzen, von Familie und von Liebe wie auch Hass. Der Roman zeichnet sich auch durch seine gesellschaftskritischen Blickwinkel aus, die beide Schwestern in Ansätzen versuchen zu verschriftlichen.

Alle Figuren des Romans, selbst die, die nur kurz Erwähnung finden, sind durch Yates' markante Beschreibungen für den Leser greifbar. In den Momentaufnahmen spielen viele Details eine große Rolle und dennoch lässt das Buch Raum für viel Interpretation über die Entwicklungen, die die Charaktere machen. Obwohl ich am Ende des Buches keinerlei Fragen hatte, war mir unwohl dabei, Emmy und ihre Ideale zu verlassen. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie sehr ich ihre Art zu schätzen gelernt hatte. Allein diese Tatsachen machen Easter Parade zu einem besonderen Buch, dass sich immer wieder lesen lässt. Aber auch die Beiträge zur Gesellschaft in Amerika, ihrer Eigenheiten und die verschiedensten Alltagssituationen der Figuren machen das Buch zu einer lohnenswerten Reise in die Vergangenheit.
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am 7. Juli 2007
... ist dieses großartige Buch, in dem es um viel mehr geht als nur um das Leben zweier Schwestern.

Eigentlich mag ich keine Bücher, in denen gleich zu Beginn verkündet wird, daß die beiden Hauptpersonen unglücklich werden. Aber Richard Yates schaffte es, daß ich Seite um Seite las und Anteil nahm an den Schicksalen von Sarah und Emily, die auf verschiedenen Wegen aus ihrer unglücklichen Familie zu entkommen suchen, und denen es doch beiden am Ende nicht gelingt.

Yates schreibt großartig - sein Buch ist etwas für den Leserausch - und er reißt wesentliche menschliche Probleme an: Eines davon ist die verheerende Wirkung von Alkoholismus im Elternhaus. Beide Kinder aus der zerrütteten von Alkohol durchtränkten Ehe lernen nicht, wie echte Liebe aussieht und daß sie in der Not ein Recht auf Zuspruch und Loyalität von ihren Partnern haben. Ein anderes Problem beschreibt einen Schriftsteller mit Schreibhemmung. Wieder ein anderes die Unfähigkeit einer Frau, zu erkennen, wann sie ihrer Schwester konkret helfen muß, indem sie sofort handelt.

Yates hat seine Romanfiguren so bunt und lebendig gestaltet und sie psychologisch so stimmig ausgearbeitet, daß das Buch sehr dicht ist und tiefe innere Wahrheit hat. Und das alles voller Mitgefühl und ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Man kommt als Leser selbst zu Erkenntnis, während man gespannt die Handlung verfolgt.

Der Roman wirkt lange nach und es hat über ihn in meinem Freundeskreis interessanten Gesprächsstoff geboten.
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am 28. Mai 2007
Der amerikanische Autor Richard Yates (1926-1992), lange vergessen und verkannt, wird nun endlich vom grossen Publikum wiederentdeckt. "Easter Parade", sein vierter von sieben Romane, wurde bereits 1976 geschrieben. Der Titel bezieht sich auf einen New Yorker Osterbrauch, bei dem sich die Leute auf der Fifth Avenue präsentieren, und weist auf die Kernproblematik des Romans hin: Der Konflikt zwischen Schein und Sein. Hinter der Fassade sieht die Wirklichkeit häufig anders aus. Das Buch hat übrigens einen autobiographischen Hintergrund und spiegelt Yates' eigene Familiengeschichte. Die Figur des Dichters Jack Flanders ist zudem offensichtlich ein Selbstporträt des Autors.
"Easter Parade" beschreibt über einen Zeitraum von vierzig Jahren das Leben von zwei ungleichen Schwestern aus der amerikanischen Mittelschicht. Die Eltern sind geschieden, die Mutter ist Alkoholikerin, findet keinen festen Halt im Leben und zieht mit den Töchtern Sarah und Emily ständig herum. Sarah sucht als Erwachsene den sicheren Hafen im Eheglück, aber wie sich später ergibt, ist es mit dem "Trauten Heim, Glück allein" auch nicht weit her. Einsamkeit in der Ehe, Gewalt und Alkohol. Emily, die intelligentere und emanzipiertere der Schwestern, erkämpft sich ihren Platz in der Berufswelt, bleibt aber auch einsam und sucht ihr Glück mit schnellen Affären. Das Leben beider Schwestern ist am Schluss nichts weiteres als ein grosses Scheitern, da die eigenen Ansprüche ans Leben nicht erfüllt werden. Spannend fand ich, wie Yates die Sexualisierung der Gesellschaft in einer Zeit zeigt, in der Sexualität noch ein Tabuthema war.
Richard Yates zeichnet sich durch einen ausgezeichneten, sehr knappen und unsentimentalen Stil aus. Yates beschreibt sehr realistisch, aber auch etwas distanziert das öde und traurige Leben der Protagonistinnen, ohne jedoch ins Depressive oder Weinerliche zu verfallen. Das Buch ist episodisch, fast filmisch gestaltet. Yates reiht Schnappschuss an Schnappschuss aus dem Leben der Schwestern. Darum ist es ihm auch möglich, auf nur 300 Seiten einen Zeitraum von 40 Jahren abzudecken.
"Easter Parade" ist zwar ein starker Roman, allerdings ist er noch lange nicht so grandios wie "Zeiten des Aufruhrs" ("Revolutionary Road"), weshalb 5 Sterne meines Erachtens etwas übertrieben sind. Letzteres Buch wird übrigens gerade von Sam Mendes ("American Beauty") mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio verfilmt. Auch "Easter Parade" ist ein idealer Filmstoff.
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