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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
46
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am 28. September 2001
Dieses Buch war uns als deutsch-iranischem Ehepaar bei einer Reise (2001) auf eigene Faust sehr hilfreich, da es wie alle Dumont-Kunstreiseführer sehr ausführlich auf die kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten eingeht und auch gute Anfahrtsbeschreibungen für diejenigen bietet, die nicht mit dem üblichen Reisebus, sondern mit dem eigenen Auto anreisen. Leider ist es etwas zu "europäisch" gemacht, d. h. viele, nur Moslems zugängliche Sehenswürdigkeiten (Mashad, Ghom etc.) werden nicht oder nur sehr oberflächlich behandelt. Ansonsten hat es sehr viel Spaß gemacht, mit diesem informativen Buch zu reisen. Wir empfehlen es in Kombination mit dem Lonely Planet "Iran" (wegen der Hoteltips etc. und der Iran-Karte des RV Verlages, dann ist man für eine Reise perfekt gerüstet.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich konnte die 2. Auflage dieses Buches (jetzt 6. Auflage 2011) bei einer vierwöchigen individuellen Iranreise vor zehn Jahren testen. Unter den zur Reisevorbereitung benutzten Büchern war es sicher eines der besten, um sich mit Kunst und Kultur dieses faszinierenden, den Europäern weitgehend unbekannten Landes vertraut zu machen - eine alte Kulturnation und ein Reich, das uns aus dem Schulunterricht allenfalls als (geschlagener) Gegner der Griechen in Erinnerung ist.
Nachdem die ersten 100 Seiten über Geschichte, Natur und Kultur informieren, werden anschließend nach Provinzen gegliedert die Sehenswürdigkeiten beschrieben, bewertet und z.T. mit Stadtplänen und Fotos vorgestellt. Meiner Erfahrung nach ist die getroffene Auswahl sinnvoll, umfassend und bietet weit mehr, als man vor Ort bewältigen kann. Erfreulicherweise wurden einige damals noch vorhandene Lücken inzwischen gefüllt - so z.B. die überaus sehenswerte Tekiyeh Moaven al Molk in Kermanshah. Zusätzlich sind jetzt verstärkt Hotels und Restaurants, ebenso wie Öffnungszeiten der Museen angegeben. So weit, so gut.
Nicht dem Anspruch des DuMont-Verlags gerecht werden allerdings die geschichtlichen Informationen, die fehlerhaft und teilweise lückenhaft anmuten. Einige Beispiele (ausführlich dargestellt, damit die nächste Auflage besser werden kann):
S. 35: Unsinn ist die Behauptung, Mithras sei 307 n. Chr. zum "obersten römischen Reichsgott erhoben" worden. Der Mithraskult war immer ein persönlicher, auf Geheimhaltung ausgelegter Erlösungskult nur für Männer; M. Clauss stellt das in "Mithras - Kult und Mysterien" klar: "Der Mithraskult ist nie staatlich geförderter Kult geworden" (S. 36), sondern sei "weder offiziell noch öffentlich" gewesen (S. 37).

Die auf S. 61 zu findende Feststellung, bei den römisch-parthischen Kriegen seien "die Römer meist den Parthern unterlegen" ist ebenso falsch; von den dort als besiegt erwähnten Kaisern haben z.B. sowohl Traian wie auch Septimius Severus die parthische Hauptstadt Ktesiphon erobert; es gelang ihnen nur nicht, das Zweistromland dauerhaft dem Imperium einzugliedern.

Gravierender ist aber in meinen Augen der im Buch zu findende Mangel an fundierter Kenntnis der islamischen Geschichte. So konnte Abu al-Abbas um 750 n. Chr. wohl kaum in Bagdad zum Kalifen ausgerufen werden, da diese Stadt erst 762 gegründet wurde (S. 67). Wirklich unverzeihlich ist in diesem Abschnitt aber das völlige Übergehen der Kämpfe zwischen der ersten Kalifendynastie, den Umayaden (661-750 n.Chr.) und den Nachkommen Alis (Schwiegersohn von Mohammed), die die heute noch existierende Abspaltung der Schiiten auslöste - ein entscheidender Faktor für den religiösen und politischen Sonderweg Irans.
Ein letztes Beispiel: Die auf S. 283 zu findende Falschaussage, Isfahan sei "vom 7. bis 10. Jh. Unter umayadischer Herrschaft" gestanden, hätten der Autor oder das Lektorat nur mit der korrekten Zeittafel auf S. 90 vergleichen müssen, um den Fehler auszumerzen.

Genug der Beispiele - so etwas würde ich in einem auf praktische Reisetipps angelegten Buch (z.B. Lonely Planet) achselzuckend übergehen, hier wird es dem Anspruch der Leserschaft leider nicht gerecht, weshalb ich nur vier Sterne vergebe.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. August 2011
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Bei dem Dumont Reiseführer Iran handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Reiseführer, wie man ihn sich als Laie vorstellen mag, sondern ich hatte beizeiten eher das Gefühl, ein Geschichtsbuch in der Hand zu haben (zumeist im positiven Sinne).

Nun muss ich vorweg sagen, daß ich (zumindest im Moment) nicht vorhabe, zu verreisen, sondern mir das Buch des reinen Interesses halber zugelegt habe. Auch habe ich das Buch nicht akribisch von vorn bis hinten studiert, oder versucht aufgrund der Angaben einen Reiseplan zu erstellen (obwohl dies sicherlich möglich wäre). Vielmehr habe ich das Buch zum stöbern, zum hin- und herblättern und als erste Informationsquelle genutzt, über ein Land, über das ich vorher nicht allzuviel gewusst habe.

Und hierzu ist das Buch auch ganz wunderbar geeignet. Die übersichtliche Gliederung ist hilfreich und die Informationen üppig. Das Buch ist nicht übermässig, aber doch sehr vielfältig bebildert und man kann durch die bildhafte Sprache sehr gut in die verschiedenen Orte eintauchen und in Gedanken reisen.

Das Buch enthält zudem auch viel über die Geschichte des Landes, und von der Kultur, über das Klima, bis hin zur Religion wird kein Thema ausgelassen, so daß man sich hier wirklich rundum ins Bilde setzen kann. Dieser Teil des Buches ist zwar informativ, aber für meinen Geschmack etwas zu lang und trocken. Dafür haben mich die vielen Sehenswürdigkeiten, die den Hauptteil des Buches einnehmen, aber umso mehr begeistert und fasziniert.
Abschliessend macht ein kleiner Teil mit verschiedenen Reiseinformationen, Tipps, Landkarten und einem Mini-Sprachführer das Buch komplett.

Nun kommt es schlussendlich darauf an, wie und wofür man das Buch letztenendes nutzen möchte.
- Zum stöbern und als Informationsquelle? Grossartig, auch wenn es hier- und dort gern noch ein paar Bebilderungen mehr hätten sein können - aber es will ja schliesslich auch kein Bildband sein und für einen Reiseführer sind es dann eigentlich doch reichlich.
- Um seine Reise zu planen? Ja, man kann sich hier viele Anregungen holen, aber für eine exakte Planung, müsste man das Buch doch sehr gründlich studieren und dazu hat es dann (für mich zumindest) doch einen zu grossen Geschichtsbuch-Charakter und die Reiseinformationen nehmen letztendlich auch nur knapp 20 der ca. 400 Seiten ein. Das wäre mir dann im Verhältnis zu wenig.
- Als Reiseführer vor Ort? Ja, definitiv. Wenn ich mich an einem der traumhaft schönen Orte, oder Sehenswürdigkeiten vor Ort befinden würde und mir dann direkt die wichtigsten Hintergrundinformationen holen möchte, ist dieses Buch perfekt.
- Um nach dem Urlaub noch einmal alles revue passieren zu lassen? Hm...eher nicht, dann würde ich einen schönen, grossen Bildband empfehlen.

Unterm Strich bleibt ein überdurchschnittlich gutes Buch, das mir - nicht nur als Reiseführer, sondern auch zum einfachen stöbern, sehr gut gefällt. Zum komplettlesen ist es mir zu trocken, aber zum hin- und herblättern, überfliegen und anlesen, sowie immer mal wieder zur Hand nehmen, ist es einfach wunderbar.
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 7. September 2011
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Ich war noch nie im Iran und werde in der nahen Zukunft vermutlich auch nicht hinreisen. Trotzdem interessiere ich mich sehr für das Land und seine Kultur und deshalb habe ich mich auf dieses Buch auch sehr gefreut.
Und ich habe es wirklich mit Gewinn gelesen! Der Autor schreibt fundiert und man merkt dem Text an, dass er nicht einfach so "weggeschrieben" worden ist, sondern dass sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat und dem Ganzen eine sinnvolle Struktur verliehen hat.
Wenn man in das Land reist, sollte man sich dessen bewusst sein, dass dieses Buch kein herkömmlicher Reiseführer ist, in dem z.B. Hotels, Restaurants etc. empfohlen werden, sondern eben ein Kunst- und Kulturführer (deshalb kann man das Buch auch als Mensch, der nicht in den Iran reist, mit großem Gewinn lesen!).
Ich mag die Dumont-Kunstreiseführer sehr gerne und nutze sie auch regelmäßig - natürlich v.a. für Gegenden, in die ich selbst reise oder in denen ich selbst war.
Der vorliegende Band gliedert sich in einen umfangreichen Einführungsteil, in dem man als Leser etwas über Natur, Kultur und Geschichte des Landes erfährt. Hier kann man wirklich viel lernen und ich war fasziniert vom Facettenreichtum des Irans - leider weiß man hierzulande ja meist nur das, was in den Medien über die aktuelle politische Situation berichtet wird (und das auch nur aus einem bestimmten Blickwinkel). Wer also etwas über Persien wissen möchte (und nicht nur einen oberflächlichen wikipedia-Artikel zu Rate ziehen möchte), ist hier goldrichtig. Ich fand v.a. die Abschnitte über die Volks- und Sprachgruppen und über die Religionen spannend. Aber auch die Geografie (hätte auch hier nicht diese Vielfalt erwartet!) und Geschichte sind sehr interessant.
Im zweiten Teil werden verschiedene Reiserouten vorgestellt:
Die Provinzen beiderseits des Elbruz-Gebirges (Teheran, Provinz Teheran, Qom, Provinz Markazi, Provinz Qazwin, in den Provinzen am Kaspischen Meer)
Zwischen Kaspi und Urmia-See (Provinz Ardabil, Provinz Ostazarbeidjan, Westazarbaidjan)
Die Zagrosprovinzen (Kurdistan, Provinz Hamadan, Kermanshahan, die Provinzen Ilam und Luristan)
Die Provinzen am Persischen Golf (Khuzistan, Die Provinzen Bushehr und Hormozgan, Fars)
Die Wüstenrandgebiete (Provinz Isfahan, Provinz Yazd, Provinz Kerman, Doppelprovinz Sistan-Baluchistan)
Entlang der Seidenstraße (Provinz Khorasan, Provinz Semnan)
Ein Glossar kunst- und kulturgeschichtlicher Begriffe und eine Liste mit Literatur über Persien rundet das Ganze sinnvoll ab.
Im dritten Teil findet man dann Reiseinformationen von A-Z, schließlich noch einen kleinen Sprachführer, ein Karten- und Grundrissverzeichnis und ein Register. Im vorderen und hinteren (ausklappbaren) Buchdeckel findet man eine übersichtliche Karte des Landes.
Besonders hervorheben muss man die gelungene Bebilderung des Buches. Man findet zahlreiche hervorragende Farbfotografien, die einen sehr lebendigen Eindruck von Land und Leuten vermitteln.

Fazit: Interessiert man sich für Persien oder hat man vor, in den Iran zu reisen (oder war schon da), ist dieses Buch genau richtig. Man erfährt mehr als nur Grundlagen und hat nach der Lektüre das Gefühl wirlich etwas über ein Land erfahren zu haben. So kann man sein durch die Medienberichterstattung geprägtes Bild vom Iran auch enorm erweitern! Ich kann das Buch nur empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. August 2011
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Ausführlich und gut geschrieben werden auf den ersten 90 Seiten Details zu Natur, Kultur und Geschichte des spannenden, kulturell reichen Landes beschrieben. Zu jeder Phase gibt es einen kurzen Abschnitt mit Fakten zu Personen, Bauwerken und Kunst. Am Ende nochmals eine Tabelle zur Übersicht der historischen Geschehnnisse. Bevor der Einstieg in die Reiserouten beginnt, wird in einer "Galerie der Persönlichkeiten" nochmals alles von Rang und Namen in der Kultur vorgestellt. Danach weiß man wirklich Bescheid.

Beginnend mit der Region zu beiden Seiten des Elburz Gebirges (auf dem man ganz kulturfern auch Skifahren und Wandern kann!) arbeitet sich der Führer durch den gesamten Iran, natürlich mit Schwerpunkten auf den großen Städten. Dabei werden aber die kleinen Provinzen am Meer oder die entfernten wie in den Wüstenrandgebieten oder die kulturell weniger interessanten am Golf ebenfalls umfassend vorgestellt.

Am Rand gibt es dazu Hinweise zu Öffnungszeiten, Telefonnummern oder Verweise auf Karten. Eingefügt in Extra-Kästchen REISEN & GENIESSEN findet man auch Hotels und Restaurants mit allen wichtigen Daten. Ausserdem Informationen oder Detailkarten von Stadtteilen oder kleineren Städten mit den Sehenswürdigkeiten. Sehr übersichtlich, sehr genau. Ebenso für Architekturfreunde gibt es Grundrisse bedeutender Gebäude oder Zeichnungen zu Figuren an Gebäuden wie in Persepolils, die diese genau erläutern. In einem Glossar am Ende, werden Begriffe erläutert und das Buch schliesst mit einem kurzen Teil REISEINFORMATIONEN VON A-Z.

Natürlich kann ein Prachtband wie dieser nicht nur als Textwüste daherkommen: darum sind über das ganze Buch zahlreiche Fotos eingefügt, die tatsächlich Lust machen, vor den Palästen, Moscheen, Stadttoren oder inmitten der grandiosen Landschaften zu stehen.

Der Schwerpunkt dieses Buches liegt wie der Name sagt in Kunst/Kultur des Landes und stellt sie auf beeindruckend klare und nahezu erschöpfende Weise vor. Wer allerdings auf etwas weniger betretenen Pfaden reisen will, wer Preisvergleiche von Hotels, Restaurants haben möchte, wer "off the beaten track" wandern möchte oder die Natur erkunden will, der sollte einen anderen Führer wählen. Als Zweitführer und zum Verständnis der Kultur ist dieses Buch aber wohl das beste auf dem Markt erhältliche. Für Infos über Buspläne, Reisezeiten, Preise, versteckte Orte, Bademöglichkeiten, Sportangebote, Popkultur und Jugend oder Skurrilitäten muss man aber ein anderes kaufen.
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am 31. Oktober 2011
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Mahmoud Rashad erstellt mit seinem Kunstreiseführer einen faszinierenden und in seiner Art fantastischen Einblick auf den Iran. Geschichtlicher Wandel, lebendige Traditionen- und antike Stätten und islamische Kunst in Persien lautet der Untertitel. Unter diesem Dach werden detailgenau die historischen Stränge des Vielvölkerstaats dargestellt. Das Bildmaterial ist sehr gut. Die Karten großzügig, detailliert und reduziert auf das Wesentliche. Man erfährt wie stark der Iran von Relgionen geprägt ist, und welchen Stellenwert die Religion in diesem Land hat. Ein Blick auf die Wüstenrandgebiete und die Seidenstrasse runden den Reiseführer ab. Die Einzelseiten Reisen & Geniessen verweisen auf meist hochwertige Hotels und Restaurants. Die Öffnungszeiten sind neben jeder Sehenswürdigkeit gelistet und im Anhang findet man Reiseinfos A-Z. Was mich am meisten fasziniert ist der Blick auf die Vielfältigkeit des Landes und der Einblick in die Stätten islamischer Geschichte. Dieser Reiseführer ist kulturgeschichtlicher Begleiter und Reiseführer in Einem. Gutes Material um Kulturen zwischen Ost und West, Christentum und Islam zu vermitteln.
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Die Reiseführer von Dumont stehen für historischen Schwerpunkt mit ausgezeichneten Bildern und teils detaillierten Lageplänen zu Sehenswürdigkeiten.
Dabei sind sie stets gut lesbar auch für Nicht-Historiker und bieten somit einen guten Überblick, wenn man sich - z.B. zur Reisevorbereitung - für die Themen Kultur und Geschichte interessiert.
Das gilt auch wieder für den Band zum Iran.
Die aktuelle Politik ist immer ein grenzwertiges Thema und hier ganz besonders.
Einige Fachleute haben schon angemerkt, dass es auch Fehler bei historischen Angaben gibt. Das würde mich als "interessierte Reisende" jetzt nur bedingt erschüttern.

Was auch im Kunstführer Iran nur Randthema am Schluss ist, sind die praktischen Reisehinweise.
Hier beschränkt sich Dumont auf wenige allgemeine Informationen und Links zu weiterführenden Informationen.
Selbst den Gruppenreisenden dürfte es durchaus ein wenig mehr sein um den Blick abzurunden und ein Gefühl für das Land zu bekommen, aber dafür gibt es ja die "üblichen" Lonely Planet und das Internet.

FAZIT: Es ist eben, wie der Name schon sagt, ein "Kunstreiseführer" und das macht er gewohnt gut und mit tollen Bildern.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. August 2011
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Bevor ich näher auf die inhaltlichen Aspekte dieses Kunst-Reiseführers eingehe, möchte ich vorausschicken, dass ich leider bislang noch nicht im Iran gewesen bin und deshalb nicht beurteilen kann, ob das Buch auf alle bedeutenden persischen Kunstschätze und architektonischen Gegebenheiten eingeht. Ich nehme ausschließlich auf das Bezug, was ich durchs Lesen vermittelt bekommen habe.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Reiseführern - die der Verlag auch anbietet - liegt der Fokus bei den Kunst-Reiseführern von DuMont hauptsächlich auf der Kultur und Geschichte des jeweiligen Landes. In diesem Fall ist es der Iran, dessen kulturellen Reichtum der interessierte Leser durch eine Vielzahl von Farbfotografien, Grundrissen von Bauwerken und Rundgängen durch Paläste, Moscheen und Museen kennenlernen kann. Die Beschreibungen der einzelnen Kunstwerke und Gebäude sind sehr detailliert und geben Auskunft über geschichtliche und kunsthistorische Besonderheiten. Die ausgewählten Fotos sind qualitativ hochwertig, wenngleich ich sie mir teilweise größer gewünscht hätte, was das Format der Reihe aber wohl nicht zulässt.

Im Inneren der Klappbroschur befinden sich Karten des Landes und im Anhang bilden ein Glossar und wichtige Reiseinformationen von A bis Z (was muss man beispielsweise bei einem Moscheebesuch beachten und welche islamischen Festtage gibt es im Islam) den Abschluss des Buches. Besonders gut gefallen hat mir allerdings der kleine Sprachführer mit Aussprachehinweisen. Die Öffnungszeiten der einzelnen Sehenswürdigkeiten befinden sich zwecks besserer Übersichtlichkeit am Rand, ebenso wie kurze Informationsblöcke zu bestimmten Themen, wie z.B. der Schatzkammer im Nationalmuseum in Teheran. Immer mal wieder wird der Text durch die Rubrik "Reisen und Genießen" aufgelockert, unter der der Leser nützliche Tipps für Hotels und Restaurants findet.

Neben jeweils mehrseitigen Informationen zu Geografie, Bevölkerung und Religionen werden die verschiedenen Herrscherdynastien (u.a. die von Shah Mohammad Reza Pahlavi gegründete) vorgestellt und bedeutende Personen hervorgehoben. Dann folgen geeignete Reiserouten durch die Provinzen des Landes. Ich führe hier mal nur die Obergruppen auf:

- Die Provinzen beiderseits des Elburz-Gebirges
- Zwischen Kaspi und Urmia-See
- Die Zagros-Provinzen
- Die Provinzen am Persischen Golf (mit Persepolis)
- Die Wüstenrandgebiete (mit Isfahan)
- Entlang der Seidenstraße

Fazit: Der Autor Mahmoud Rashad erwähnt in seinem Vorwort, dass es ihm wichtig war, sein Heimatland dem europäischen Reisenden näher zu bringen und ihm zu zeigen, dass der Iran sowohl landschaftlich als auch kulturell sehr viel mehr zu bieten hat, als unsere Medien in ihren Berichten vermitteln. Bei mir hat Rashad sein Ziel erreicht: Ich finde den Kunst-Reiseführer Iran sehr informativ, ansprechend gestaltet und so aufbereitet, dass der geneigte Leser schnell seine Berührungsängste mit der fremd anmutenden Kultur ablegt. Als alleinigen Reiseführer würde ich ihn jedoch nicht empfehlen, da er sich für diesen Zweck aufgrund seiner Spezialisierung auf kulturelle Themenfelder weniger eignet, worauf aber schon der Untertitel "Geschichte, Kultur und lebendige Traditionen - antike Stätten und islamische Kunst in Persien" auf der Vorderseite hinweist. Für Kunstinteressierte dürfte sich dieser Band der Reihe auch ohne konkrete Reisepläne als lohnende Lektüre erweisen. Das mir vorliegende Buch ist übrigens erst vor Kurzem (Mai 2011) aktualisiert worden und liegt somit als 6. Auflage vor. Also bitte nicht wundern, wenn das Titelbild ein anderes als abgebildet ist!
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. August 2011
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Offensichtlich bieten die Dumont- Reiseführer sowas wie ein garantiertes Qualitätssiegel. Zumindest bin ich jedesmal, wenn ich einen Reiseführer von Dumont in den Händen halte, ganz erstaunt über die Fülle an Informationen, die hier in diesem Fall auf 408 Seiten wiedergegeben wurden.
Nett finde ich die Idee, gleich auf der ersten Seite die wichtigsten Orte aufzulisten mit anschließender Seitenangabe ( mit einem Sternchen versehen heißt "Umweg lohnt", 2 Sternchen bedeuten " keinesfalls versäumen". So kann man schon vor Reisebeginn quer lesen und bekommt Lust, sofort loszufahren und das Land selbst zu erkunden.
Wie der Name sagt, bietet dieser Reiseführer hauptsächlich Kultur, also Informationen zu Bauwerken, antiken Städten und islamische Kunst. Ideal also um sich mit dem Land vorab vertraut zu machen. Vor Ort würde ich auf alle Fälle zusätzlich einen praktischen Reiseführer wie z.B. Lonely planet mitnehmen , der mir Auskunft gibt über Busverbindungen, tolle Cafes und sonstige praktische Dinge.
Wer wirklich etwas über die Kultur des Landes erfahren will, kommt allerdings um diesen schön bebilderten ausführlichen Reiseführer keinesfalls herum. Kaufempfehlung!
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am 19. Dezember 2001
In unserer Reisegruppe im November 2001 hatten wir insgesamt zwei Exemplare von Rashads Reiseführer dabei, die von Hand zu Hand gingen. Das Buch bietet wesentlich detailliertere historische und kunsthistorische Informationen zu den Sehenswürdigkeiten als die anderen Reiseführer für den Iran. Infos über Unterkünfte oder Teehäuser, etc. finden sich nicht, da muß man dann mit dem Lonely Planet ergänzen (oder noch besser den einheimischen Reiseleiter fragen, so man einen hat), aber das ist ja auch nicht das Ziel dieses Reiseführers. Tip: Vorher lesen (zum Appetit machen), mitnehmen (um alles richtig zu genießen) und hinterher noch mal lesen (und Fernweh kriegen).
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