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Drei Sieben Fünf Gebundene Ausgabe – Februar 2008

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

e noch lange nicht fertig sind. Er zeigt, dass man seiner Vergangenheit nicht entfliehen kann, sondern sich ihr stellen muß. So schmerzhaft das auch sein mag." (NDR Info, 20. Februar 2008) "Buhl wechselt gekonnt Zeitebenen und Perspektiven, es gelingt ihm ein intelligenter Unterhaltungsroman über ein wichtiges Thema der Deutschen Geschichte, über Erinnern und Vergessen." (WirtschaftsWoche, 11. Februar 2008)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marc Buhl, geboren 1967, studierte nach ausgedehnten Reisen durch Asien und Afrika Betriebswirtschaft, Politikwissenschaft, Germanistik und Anglistik und lebt heute in Freiburg im Breisgau. Im Frühjahr 2005 veröffentlichte er im Eichborn Verlag seinen Roman Rashida oder Der Lauf zu den Quellen des Nils, danach folgten Das Billardzimmer (2006) und zuletzt Drei Sieben Fünf (2008).

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Um es gleich zu sagen: Ein großartiger Roman um einen modernen Helden. Keinen, der mal spontan Mut beweist, keinen Actionthriller-Hero, sondern einen durchschnittlichen Mann, der sich erschießt, gerettet wird, nach drei Monaten im Koma wieder aufwacht und mitgeteilt bekommt: Ihnen fehlen 20 Jahren Erinnerungen. Er wird zum Helden unserer Zeit, weil er den Kampf gegen den Gedächtnisverlust aufnimmt, sich durch alle Scheußlichkeiten der Vergangenheit durcharbeitet zum echten Ich.

Der Verlag verkauft dieses stilistisch glänzende wie philosophische Buch als "eine leise Geschichte der Opfer" ... "über den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit und die Trennung eines gesamten Landes".

Darum geht es auch. Paul Cremer, der Held, wird eines Tages von der Stasi auf der Straße verhaftet und acht Monate lange einer grauenvollen Psychofolter ausgesetzt. Frei kommt er nur, weil die Mauer, der Staat, der ihn foltern ließ, zusammenbricht,

Noch wichtiger ist aber Cremers Kampf gegen alles, was ihm geschieht - gegen die Stasi-Folterer, gegen die er eisern anschweigt. Und gegen den Verlust seiner Erinnerungen nach dem missglückten Selbstmord. In der Schilderung von beidem zeigt der Autor Marc Buhl:

Cremer ist kein "Opfer", sondern ein Vorbild. Er beweist, wie viel reicher das Leben wird - und glücklicher -, wenn wir uns der Vergangenheit stellen, unsere Erinnerungen wach halten statt sie zu verdrängen.

Ein wirklich lesenswerter, erstaunlich spannender, aufklärerischer, ein großer Roman.
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Von Anna Belen am 10. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
für mich war es das erste buch über erinnerungen an die ddr-vergangenheit und ihre grausigen details. ich war zu der zeit zu jung, um von diesen umständen betroffen zu sein.
die geschichte paul cremers zeigt einen teil der vergangenhet, der für viele wendekinder ostseits der mauer heute noch im halbdunkel liegt. eine geschichte die keiner spezialeffekte bedarf. hier bleibt kein raum für ostalgie, den trabi, die frösi und den subbotnik, hier wird es ernst!
ein buch das zum nachdenken anregt und mich auf die spuren der damaligen geschehnisse schickt.
"erschreckend" lesenswert!!!
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Format: Gebundene Ausgabe
Drei Sieben Fünf" - drei Zahlen, die für Haft, Isolierung und Verhör stehen. Hierbei handelt es sich um die Nummer des Haftraumes, in dem der Protagonist des vorliegenden Romans inhaftiert war. Erschreckend nüchtern und ohne unnötige Dramatisierung schildert der Autor das Leben des jungen Paul vor und während der Haft, aber auch das Leben zwei Jahrzehnte später. Als das Land, in dem Paul Cremer geboren wurde, dem er als Wehrpflichtiger gedient und dessen System ihn bis zum Winter 1989 inhaftiert hatte, nicht mehr existiert.
Gespannt wartet man auf weitere Enthüllungen auf der einen Erzählebene oder fiebert auf der anderen mit dem Protagonisten mit. Hierbei fallen die packenden und trotzdem distanzierten Beschreibungen von psychisch kranken Menschen und den menschenverachtenden Methoden im Stasi-Knast auf. Im Verlauf der Handlung nähern sich beide Erzählebenen einander an, bis der Autor schließlich in einem emotionalen und tief bewegenden Finale die Vergangenheitsbewältigung Cremers abschließt.
Sprachlich bewegt sich Marc Buhl in seichten Gewässern und verstößt nie gegen die Regeln des guten Geschmacks, lässt vieles ungesagt und regt die Fantasie des Lesers an. Seine atmosphärisch dichte Erzählweise, die besonders in Verhörsituationen oder bei Gesprächen des Vaters mit dem Sohn auffällt, lockert Buhl durch einige liebenswerte Einwürfe auf. Es macht viel Spaß an den Dialogen des Mittvierzigers und seiner Umwelt teilzuhaben oder seine Sicht der Dinge geschildert zu bekommen.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich einzulesen. Doch dann ließ es mich nicht mehr los. Für mich war es außerdem eine Erfahrung, denn von der Stasi Zeit wusste ich nicht viel. Am Ende des Buches musste ich weinen. Gut, dass es solche Bücher und auch Filme, wie "Das Leben der Anderen" gibt, damit dieses Unrecht nicht vergessen wird.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein Buch, dessen Inhalt unter die Haut geht. Zeitebenen vermischen sich, der Er-Erzähler verliert sich im Labyrinth von Vergangenheit und Vor-Vergangenheit. Die Zeit als politischer Häftling in einem Stasi-Gefängnis mit Dunkelhaft und nichtendenwollenden Schikanen vermischt sich nach einem tragischen Geschehen mit seinem neuen Leben im Westen. Ost-Freundin und West-Ehefrau lassen sich für ihn nicht mehr klar zuordnen, mühsam kämpft er sich wieder frei aus einem Zeitstrudel... - eine Lektüre, die nachwirkt, eine Lektüre, die Augen und Bewusstsein öffnet für den "real existierenden Sozialismus" und was das in letzter Konsequenz bedeutet hat.
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Von Linkerhand am 15. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Buhls Roman über Erinnerung, Verlust, Angst und Hoffnung schildert nicht nur die Reise seines Protagonisten in seine Vergangenheit und in seine Zukunft, sondern ist zugleich eine erschütternde Rückschau auf einen Teil der Machenschaften des Stasi-Apparates in seinen "geheimen" Gefängnissen. Unbedingt lesenswert!
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