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Der Dreißigjährige Krieg: Eine europäische Tragödie Gebundene Ausgabe – 9. Oktober 2017
Dieses Buch gibt es in einer neuen Auflage:
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe1168 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberTheiss, Konrad
- Erscheinungstermin9. Oktober 2017
- Abmessungen16.9 x 6 x 23.5 cm
- ISBN-103806236283
- ISBN-13978-3806236286
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Theiss, Konrad; 1. Edition (9. Oktober 2017)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 1168 Seiten
- ISBN-10 : 3806236283
- ISBN-13 : 978-3806236286
- Originaltitel : Europe's Tragedy
- Abmessungen : 16.9 x 6 x 23.5 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 466.410 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 82 in Dreißigjähriger Krieg (Bücher)
- Nr. 1.605 in Kriege & Krisen Allgemein (Bücher)
- Nr. 3.413 in Militärgeschichte (Bücher)
- Kundenrezensionen:
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Mit fast 1000 Seiten ist Wilson ein monumentales Werk gelungen; aufgrund der Komplexität der Thematik wäre weniger zu wenig gewesen. Zunächst einmal bemüht sich der Autor detailiert und akribisch aufzuzeigen, wie es trotz des Augsburger Religionsfriedens zum Krieg kommen konnte resp. musste. Es gelingt Wilson außerdem sehr gut, die unterschiedlichen Phasen des Kriegs und auch die Protagonisten herauszuarbeiten. Sicher kann man an allem mäkeln, wenn man es darauf anlegt: zu ausführliche Schilderungen von Schlachten, zu wenige Hintergründe zu Beweggründen etc. pp. Das ändert für nichts an meinem Urteil, dass das vorliegende Werk dem Leser einen glänzenden Überblick und einen formidablen Einstieg ins Thema verschafft
Es gelingt Wilson, den Dreißigjährigen Krieg als ein gewaltiges europäisches Panorama darzustellen, mit zahlreichen Verwerfungen und opportunistischen Aktionen an den Rändern wie etwa in Siebenbürgen, England, Spanien und den vielen kleinen politischen Gebilden südlich und südöstlich der Alpen. Dass die Konfessionen letztlich fast nur noch ein Vorwand für territoriale und dynastische Konflikte waren, erschließt sich dem Leser rasch.
Da der Autor nicht nur auf die einzelnen Kämpfe, Befehlshaber, Strategien, Herrscher und Ambitionen, sondern ebenso die Auswirkungen auf die Bevölkerung in den einzelnen Landstrichen eingeht und ein differenziertes Bild vom Leben, Überleben und Sterben in den drei Jahrzehnten von 1618 bis 1648 entwirft, können sich Leser gut in die damaligen Verhältnisse einfühlen und diese, wie es im Untertitel treffend heißt, europäische Tragödie beinahe hautnah miterleben. Die Skizzen und Karten wie auch die verschiedenen Übersichten im Anhang tragen hierzu mit bei.
Allerdings dürfte es den meisten fachfremden Lesern schwerfallen, angesichts der Fülle an Informationen, Personen mit vielfältigen Motivationen, Schauplätzen und politischen Schachzügen den Überblick zu behalten. Es fehlt eine Tabelle mit den wesentlichen Ereignissen, an denen sich der Leser - vor allem nach einer längeren Unterbrechung der Lektüre - "entlanghangeln" kann.
Insgesamt also ein sehr lesenswertes, durchdacht konzipiertes Buch, das die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts mitsamt den vorangegangenen Krisen und dem "Danach" detailliert und gut nachvollziehbar schildert, jedoch den Laien womöglich auch ein Stück weit mit seiner Fülle an Informationen "erschlägt".
Keine Literatur, die lesbar bleiben soll, kann die Bedingungen der Möglichkeiten die zu Ursachen führen determinieren, das ist für überschaubare geschichtliche Prozesse mit Monographien schwer bewältigbar, für größere Prozesse im Rahmen umfangreicher Studien, tw. in Reihenwerken, für den Dreißigjährigen Krieg ist die Absicht des Unterfangens schlicht lächerlich, dennoch stemmt sich immer wieder eine Historikergeneration gegen diesen Abyss von Parametern, die es zu beachten und zu beurteilen gibt, um zum Ereignis "Dreißigjähriger Krieg" zu kommen, um dann diesen selbst erläutern zu können, der an sich wiederum kaum oder sogar un-überschaubar ist: Soziale, politische, ökonomische, militärische Determinanten die zueinander in Wechselwirkung stehen, und die wiederum von (sogut wie) unbeeinflußbaren geographischen und ökologischen Rahmenbedingungen bestimmt werden, das über einen beträchtlichen Zeitraum beurteilt in einem hauptsächlich von (mehr oder weniger) autonomen, aber nicht autarken Territorien fragmentierten geographischen Raum von Skandinavien bis Gibraltar, vom Ärmelkanal bis zum Donaudelta, von der Ostsee bis zur Adria, von den Gründen der Gründe zu den Gründen des Kriegs, bis zu den sozialen, politischen, ökonomischen und militärischen Konsequenzen der jahrzehntelangen Auseinandersetzungen in jahrzehntelanger Fortwirkung.
Was soll man tun? Ausblenden aus der Ereignisgeschichte kann man den Konflikt auch nicht: Noch komplizierter wäre die Materie, würde man Unterlassungen und Nicht-Handlungen von möglichen und tatsächlichen Protagonisten miteinbeziehen, die einen geschichtlichen Prozeß ebenfalls beeinflussen (deren Konsequenzen aber meist nur spekulativ beurteilbar sind, - Konsequenzen aus Handlungen sind offensichtlich und damit leichter zu beurteilen).
Die Geschichtsschreibung bemüht sich um Begrenzung: Begrenzung des Konflikts im wahrsten Sinne des Worts, um dieses "Mehrzellen-Gewitter" erfaßbar und beschreibbar zu machen, herabgebrochen zu einer mit Daten vollgestopften Wetterkarte. Das gelingt sehr einfach, da jeder Historiker im subjektiven Bemühen um Objektivität seine eigene Subjektivität (mit gezielt gefilterten Daten) transportiert, - die immer nur von kontroversen Subjektivitäten wahrgenommen wird, nicht von affirmativen Subjektivitäten -, die deren Objektivität bestätigt, da immer die jeweils eigene Subjektivität als objektiv beurteilt wird. In der Geschichtsschreibung ist alles eine Frage jener Perspektive, von der man den Überblick behält, da aber der beste Ausblick keine umfassende, gar globale Betrachtung zuläßt, bietet jede geschichtsbeschreibende Perspektive nur einen einzigen Blickwinkel, abhängig von der Orientierung, dem Blickwinkel des Historikers, je nachdem, wo der in persönlicher und fachlicher Orientierung steht: In Frankreich oder Italien, Österreich oder Schweden, Spanien oder Deutschland, katholisch oder protestantisch, konservativ oder progressiv, sozial oder liberal, fachspezifisch ökonomisch oder politisch, militär- oder sozialwissenschaftlich ausgebildet und/oder orientiert.
Wilson ist Historiker in Oxford, spezialisiert auf Kriegsgeschichte. Er versucht die Rhizome am tiefen und weiten Wurzelgeflecht, aus dem der Dreißigjährige Krieg gesprossen ist, verständlich zu erläutern. Das gelingt auf atemberaubende Weise. So mager war die Literatur zu diesem Konflikt in der Vergangenheit nicht, jedoch stets eher umfangsschmal und, um die Übersicht nicht zu verlieren, ereignisgeschichtlich auf hot-spots konzentriert. Wilson hat mit großem Anspruch die Herausforderung des Themas ergriffen, und wird ihm gerecht. Bewundernswert der Mut den Krieg erst nach mehr als einem Drittel des Buchs überhaupt die geschichtliche Bühne betreten zu lassen. Der Dreißigjährige Krieg als "Moskenstraumen": Ökonomische Interessen, vermengt mit nebulosen und irrationalen Antipathien und/oder Phobien, mit Propaganda des sich lawinenartig verbreitenden Buchdrucks als Begleitmusik, liefern Brennstoff und Brandlast, der mit zielgerichteten Eigeninteressen periphere Auslöser als Zündquelle liefert jenes notwendige Potential um das energetische Niveau der Gewaltbereitschaft zur tatsächlichen Auseinandersetzung zu überschreiten, in Phasen unterschiedlicher Vehemenz werden Chancen zum Frieden verpaßt, Frieden tritt nach allgemeiner sozialer und/oder ökonomischer Erschöpfung oder mit militärischem Kollaps ein. Manche kaum assoziierten Nebenschauplätze, die dennoch eine Rolle spielen, einmal mehr, einmal weniger, und teilweise Wilson in seiner Betrachtung einbezieht, manchmal aber auch nur erwähnt, werden beendet, andere beginnen, manche flankieren, umkränzen geographisch und/oder zeitlich den Raum und Zeitraum des Dreißigjährigen Kriegs. Sie alle weben ein dichtes und äußerst gespanntes Konfliktnetz, das sich gegenseitig beeinflussend in Schwebe hält, ein martialisches Gleichgewicht erzeugt: Schwächen der einen sind Stärken der anderen, die wieder zu Schwächen werden, was andere (absolut und/oder relativ) stärkt.
Wilson säubert detailliert und kenntnisreich, stilistisch durchaus spannend, das politische, konfessionelle, ideologische und militärische Terrain von gängigen Clichés, mythologischen Topoi, bequemen Versatzstücken, Biographien von Panegyriken und Diffamierungen, erläutert Möglichkeiten und Bedingungen, Fallen und Barrieren, fortschrittliche und reaktionäre Entwicklungen der Reichsverfassung. Wilson erfindet den Dreißigjährigen Krieg nicht neu, aber er denkt ihn etwas gegen jenen Strich gebürstet, der in der üblichen zentraleuropäischen Historiographie in tief ausgetretene Pfade mündete und noch immer mündet. Wilson war nicht nur nicht dabei, sondern man merkt seiner eher analytisch orientierten Studie an, daß seine Kultur, die britische, ein nur peripherer und unaufgeregter Mitwirker am Konflikt war, "Objektivität" ist nicht das richtige Wort, das diese Art (aber auch diese charakteristische und typische kulturelle Tradition) der Geschichtsschreibung beschreibt, - ich glaube nicht wirklich an objektive Geschichtsschreibung -, als Beschreibung trifft eher die syntaktische Einheit "nüchterne Distanz", vulgo "sine ira et studio".
Das Buch ist voluminös, sodaß man auch haptisch den Eindruck eines Buchs über einen dreißigjährigen Krieg hat, es gibt am Anfang einen Stammbaum der Habsburger, im Text verstreut finden sich 2 Karten, 25 (toll skizzierte) Schlachtenpläne und 8 Tabellen, ein farbiger Abbildungsteil in der Buchmitte ergänzt den Text, im Anhang befinden sich die Anmerkungen (hauptsächlich Quellen- und Literaturangaben: die Spuren einer exorbitanten Quellenarbeit), ein Quellen- und Literaturverzeichnis, ein Personenregister, und eine kleine Tabelle zu Währungsangaben.
In der Fülle der "Dreißigjähriger Krieg"-Literatur bildet Wilson derzeit vermutlich (da ich nicht die Gesamtheit aller "Dreißigjähriger Krieg"-Literatur kenne) die analytischste, korrigierendste, umfassendste, und ausgewogendste Darstellung.

