Hier klicken Amazon-Fashion Amazon-Fashion Amazon-Fashion Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More WAR Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip GC HW16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
14
4,2 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. April 2009
Während mich "Literarisches Schreiben" von Lajos Egri aufgrund seiner Bedeutung für die Figurenentwicklung beeindruckt hat, hinterläßt "Dramatisches Schreiben" nicht dieselbe Begeisterung.

Auch wenn Egri zum besseren des Creative Writing Business gehört, aber:
- da das Buch aus dem Jahre 1949 stammt, treffen seine Beispiele nicht mehr den Zeitgeist
- seine Literaturauswahl, abseits der Klassiker, ist für deutsche Leser zum Teil uninteressant, weil unbekannt
- er wiederholt sich so häufig und langgezogen, dass man viele Seiten einfach überspringen muss, um sich nicht zu langweilen
- Egri schreibt in diesem Buch eher für das Format "Theater"

Sol Stein, McKee und von Egri: "Literarisches Schreiben", mehr Dramatik braucht es nicht.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2004
Ich glaube schon, dass die anderen, die übers Schreiben geschrieben haben, alle ihren Egri auf dem Schreibtisch liegen hatten. Manche erwähnen und zitieren ihn ja ganz offen, wie zum Beispiel James Frey und bei anderen kommen einem manchmal die Beispiele so bekannt vor ...
Aber das ist ja nicht wichtig. Die Frage ist, ob das Buch uns heute noch etwas geben kann.
Ja, das kann es, ich glaube sogar, dass kein anderer Autor es verstanden hat, so systematisch den kreativen Prozess darzustellen (und ihn auch zu entmystifizieren!). Ich möchte behaupten, dass es keinen Autor gibt, der so anschaulich die Figurenbildung beschreibt und die Entwicklung eines Charakters Schritt für Schritt aufzeigt. Es ist wie ein Seminar, hinterher hat man es verinnerlicht und man versteht, warum es das Entscheidende ist, warum es gelingen muss, glaubhafte Charaktere zu schaffen - ohne die gibt es keine vernünftige Handlung, keine Geschichte letzten Endes. Zumindest keine, die gelesen wird oder verfilmt werden könnte.
Es ist wirklich gut, dass das Buch übersetzt worden ist - und damit auch deutschen Autoren zur Verfügung steht. Es war bisher doch eine Art Geheimtipp von Drehbuchautoren. Insofern stimme ich mit meinen Kollegen vom Drehbuchverband überein, es ist gut, dass dieser Klassiker auf Deutsch vorliegt.
Allerdings wäre mir ein cellophanierter Umschlag lieber gewesen, man nimmt das Buch doch auch später immer mal wieder zur Hand.
0Kommentar| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. November 2014
Ein Roman, ein Theaterstück oder jedes andere dramatische Werk besteht im Grunde genommen von Anfang bis Ende aus einer Krise, die zu einer logischen Auflösung führt." Logisch, oder? Ohne einen handfesten Konflikt gibt es keine spannende Geschichte. Die Frage ist nur, ob Sie schon einmal wirklich darüber nachgedacht haben, dass dieser Konflikt auch eine logische(!) Auflösung haben muss, denn darin liegt die Kunst. Der wichtige Satz findet sich auf dem rückseitigen Cover von "Dramatisches Schreiben". Das als Standardwerk anerkannte und in 18 Sprachen übersetzte Buch von Lajos Egri erschien erstmals 1946; die aktuelle deutsche Ausgabe kam 2011 auf den Markt.

Lejos teilt sein Buch in vier Kapitel auf:

Prämisse - ohne die eigentlich gar nichts geht
Charakter - der stark sein muss, weil er die Geschichte trägt
Konflikt - der geradewegs in die Krise führt und nach dem ulimativen Höhepunkt endlich die Auflösung bringt
Allgemeines - von Abgang bis Zeitlosigkeit

Hier ein paar weitere wichtige Erkenntnisse, die sich dem Buch entnehmen lassen und Fragen beantworten, die sich so mancher Anfänger längst gestellt und mancher Fortgeschrittene noch immer nicht in letzter Konsequenz für sich beantwortet haben mag:

Was unterscheidet schwache von starken Charakteren? - Der schwache Charakter, hat nicht die Kraft, den Kampf aufzunehmen.
Was ist eine der Hauptgefahren beim sprunghaften Konflikt? - Er ist unvermittelt und damit unlogisch. Kein normaler Mensch wird beispielsweise über Nacht zum Dieb, auch wenn sich eine solche Wendung vielleicht gerade ganz prächtig in die Handlung fügen würde.
Warum ist es so wichtig, eine Figur nicht irgendetwas Beliebiges tun zu lassen, was vielleicht gerade irgendwie nett oder unterhaltsam wirkt? - Was immer eine Figur tut oder bleiben lässt, sagt oder nicht sagt, es sagt etwas über sie aus. WEnn der Charakter aber aufhört zu wachsen, dann versandet das Stück.

Von vorn bis hinten ist der Schreibratgeber gespickt mit Fragen und Antworten. Sehr hilfreich sind auch einige Listen, die bei der Charakterisierung von Figuren helfen und zum Beispiel zeigen, was einen tüchtigen Menschen ausmacht und was einen selbstgerechten Menschen kennzeichnet.

Die Bücher von Lajos Egri gehören an vielen Universitäten zum Lehrstoff. Dass das vorliegende Werk bereits 1946 erstmals erschien, wird an der Auswahl der Beispiele deutlich, die teilweise nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. September 2004
Das ist die Trinity der Schriftsteller-Bücher - Aristoteles haben Sie bestimmt schon gelesen, in Auszügen oder von anderen, die sich inspirieren liessen ... Freytags "Technik des Dramas" ist dankenswerterweise jetzt wieder lieferbar und das ist die Vollendung: Egris Dramatisches Schreiben!
Ich habe bereits "Literarisches Schreiben" von Egri gelesen, (nein, verschlungen und dann erst mit Bewusstsein und dem Willen, davon zu lernen, gelesen), deshalb war ich vorbereitet. Tatsächlich versteht es wohl kaum ein anderer, seriöser Autor sein Fachbuch für Autoren so spannend zu schreiben wie einen Krimi.
Ich empfehle dieses Buch vor allen anderen, lesen Sie es - es verändert Ihr Denken, Ihre Einstellungen und Ihr Schreiben!
0Kommentar| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. November 2011
Dieses Buch ist mir zu dogmatisch. Der Autor walzt gängige Begriffe platt, um dann einen Begriff einführen zu wollen, den ich eher unangemessen finde (im ersten Kapitel der Begriff der "Prämisse"). Außerdem kommt er mir zu sehr von oben herab und verkauft sich, als sei alles mehr oder weniger sein Einfall.

Liest man aber zufällig in die "Critische Dichtkunst" von Gottsched hinein, so wird man schnell feststellen, dass alle Theorien schon einmal da waren und zwar in reflektierterer Form.

Ansonsten recht interessant zu lesen und mit Sicherheit auch nützlich, sofern man dies Büchlein als Anregung und Reflexionsmedium sieht und nicht versucht, eins zu eins die Regeln zu befolgen.

Ich könnte wetten, dass Frau J. K. Rowling solche Regeln nicht benutzt oder benötigt hat. Ansonsten wäre Harry Potter nicht das, was er jetzt ist.

Fazit: Man muss nicht, aber man kann.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2015
Im Mittelpunkt des in seiner deutschen Übersetzung vorliegenden Buches von Lajos Egri, das James Frey zu den Standard-Werken zählt, stehen die Themen Charakter und Konflikt. Hinter allem steht die Prämisse als die treibende Kraft, die alles zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügt. Wir lernen die Dreidimensionalität des Charakters kennen, auch anhand zahlreicher Bsple.

Ein Charakter ist einer permanenten Veränderung unterworfen, Widersprüche inklusive. Die Charaktere entwickeln sich Zug um Zug wie beim Schachspiel, mal in die richtige und mal in die falsche Richtung. Aus dem Charakter selbst entstehen die notwendigen Konflikte, die die Handlung voran treiben (Protagonist und Antagonist). Einer der Charaktere wird dabei zur Schlüsselfigur, zur treibenden Kraft gemäss dem Prinzip von Ursache und Wirkung. Hierbei spielen die sogenannten Gegensatz-Paare (wie z.B. naiv - erfahren, ruhig - aufbrausend) eine Rolle. Alle Charaktere haben ein klares Ziel vor Augen usw.

Ein wirklich hilfreiches Buch, dessen Inhalt sich sowohl auf den Film- und Theaterbereich, als auch auf den Roman anwenden lässt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Februar 2015
Egri hat mit seinen Werken „Dramatisches Schreiben“ und „Literarisches Schreiben“ zwei profunde und Detail für Detail den Schaffungsprozess veranschaulichende Ratgeber geschaffen, die auf verständliche Weise beschreiben, wie man scheitert oder brilliert. Im vorliegenden „Dramatischen Schreiben“ liegt der Fokus primär auf der Dramaturgie des Theaters, was sich aber in keiner Weise auf die Nutzung für viktorianische Bühnenmonologe beschränkt. Im Gegenteil eröffnen sich für artverwandte Drehbücher und auch Belletristik neue Perspektiven. Bei Literatur lassen sich die Ratschläge besonders bei der Dialog- und Charaktererstellung, Wahl der Erzählgeschwindigkeit, Aufbau, Auswirkungen von nachträglichen Änderungen, Prämisse und Konfliktkonzipierung hilfreich einsetzen.
Denn im Gegensatz zu reinen Schreibratgebern birgt Egris Werk den Vorteil in sich, ohne Erklärungen zu spezifisch literarischen Problemstellungen und Techniken auskommen zu können und sich gänzlich auf Sprache und Charaktere fokussieren zu können. Dadurch wird die Personenentwicklung in einer Detailliertheit und anhand zahlreicher, gut nachvollziehbarer Beispiele vollzogen, die man in breiter gestreuter Ratgeberliteratur selten findet.
Den Darstellern eher nachrangig und nebensächlich werden auch Prämisse und Konflikte behandelt. Da diese aber unaufkündbar mit den Menschen eines Werks verbunden sind und sich deren Charakter und Motiven anpassen müssen, um Spannung, Glaubwürdigkeit und Lesefluss zu gewährleisten, spielen sie laut Egri eher die zweite Geige. Es steht und fällt alles mit bis zur Perfektion realistisch dargestellten Persönlichkeiten, bei deren Fehlen auch kein noch so gewitzter Plot und mitreißende Konflikte über die Defizite in den leeren Hülsen, die durch diese Ereignisse führen, hinweg täuschen können.
Die Ratschläge Egris sind weniger unumstößliche Regeln, sondern eher praktische Beispiele, wie man es richtig machen kann, aber nicht muss. Bei allzu rigider Befolgung droht im Gegenteil eher eine Tendenz zu klischeehaften Figuren und vorhersehbaren Handlungssträngen, sofern man nicht der Meisterschaft nahe oder zumindest schon sehr versiert ist. Und wer ist das schon.
Viele nachträglich leichter als die Dramatis Personae zu ändernde Aspekte wie Umgebungen, Plotfeinheiten und Szenenabfolgen werden nur am Rand oder gar nicht erwähnt. Im Kern sind die Essenz und das Lebenselixier eines jeden halbwegs glaubwürdig unterhaltenden Mediums real und nachvollziehbar agierende Persönlichkeiten, die dreidimensional und akkurat ihrer Mentalität entsprechend handeln. Entstehen Risse und Lücken, die sich zu Logikfehlern und unglaubwürdigen, oberflächlichen Dialogen und abstrusen, nicht zu der Charakterisierung passenden Handlungen steigern, droht das Schwinden von Publikumsinteresse bis hin zum resignativen Abbruch des Lesevorgangs.
Zu den wenigen Mankos des Werks gehört die Tendenz des Autors, sich lang und ausschweifend mittels Vergleichen, Metaphern und Bezügen zu Naturwissenschaften zu artikulieren und sich auch in den praktischen Hinweisen lang und breit zu wiederholen. Zweiteres ist nachvollziehbar, da für das Verständnis notwendig, die langen und vor allem nach Jahrzehnten nicht mehr aktuellen und richtigen Exkurse in themenfremde Bereiche wären jedoch nicht notwendig gewesen. Dem ursprünglichen Zweck der bildlichen Darstellung zur besseren Veranschaulichung wurde durch das Übermaß Schaden angetan. Eine intellektuelle Selbstbeweihräucherung, die dem Werk eher abträglich ist und es unnötig in die Länge zieht. Es empfiehlt sich das Prinzip des Überlesens.
Auch bei manchen der längeren Ausschnitte aus, im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannten, Werken wäre weniger mehr gewesen. Das diese nicht mehr zeitgemäß sind, kann man dem Autor im Gegensatz zu anderen Kritikpunkten nicht vorhalten. Der Nachteil liegt in der schlechteren und umständlicheren Anwendbarkeit in der Praxis, da dieser Schreibstil antiquiert ist und sich viele Beispiele dadurch schwerer auf Gegenwartsliteratur umsetzen lassen.
Resümierend betrachtet haben die Ratschläge Egris Generationen von Autoren und Schriftstellern beeinflusst und gerade in der Weiterentwicklung seiner Konzepte hin zur besseren Nutzbarmachung für die Gegenwartsliteratur wird eine Herausforderung für zukünftige Lehrkörper des kreativen Schreibens liegen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2014
Das Buch ist nicht schlecht, wirft mich aber nicht vom Hocker. Egri beschreibt eigentlich auch nichts wesentlich Neues. Er hat einige gute Tipps im Gepäck, aber wer Gustav Freytags Werk oder Martinez/Scheffel kennt, wird hier nicht mehr überrascht.
Schön zu lesen, aber wenn ich es nicht gekauft hätte, wäre mir auch nichts verloren gegangen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. März 2014
Wer an einem Roman, Film, Theaterstück oder Drama schreibt, aber noch nicht die strategische Organisation fürs Vollenden dieses Plans hat, findet hier einen perfekten Zugang dazu. Selbst schreibe ich auch an einer Tragödie und wusste lange Zeit nicht, wie ich die vielen Fragmente zueinander fügen sollte.

Als ich anfing Lajos Egris "Dramatisches Schreiben" zu lesen, wurde mir bewusst, dass das "wie" gar nicht so wichtig ist - es erübrigt sich von selbst. Das "Was" vor dem Schreiben ist viel wichtiger, um überhaupt zum "wie" zu finden:
Wer dieses Buch liest findet den richtigen Weg zum Schreiben und das ganz von selbst.

"Dramatisches Schreiben" ist keine Anleitung zum Schreiben, sondern ein Hilfsmittel den richtigen Weg zum Schreiben zu finden. Doch wenn man diesen gefunden hat, klappt es auch mit dem Schreiben.
Lajos Egri führt in "Dramatisches Schreiben" auf sehr anschauliche und nachvollziehbare Weise auf, welche Vorraussetzungen erfüllt sein müssen, um ein wirklich gutes Endresultat zu erzielen.

Einfach nur sehr empfehlenswert!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. April 2011
Trotz der Jahrzehnte, die das Buch auf dem Buckel hat finden sich darin wertvolle Tipps, die zu beherzigen jedem Autor von dialogischen Texten ebenso nützlich sein können wie Romanautoren. Sicher, das eine und andere hat sich mittlerweile getan, am Markt der Worte, dennoch sind einige Grundsätzlichkeiten immer noch fundamental. Gleichzeitig ist das auch der einzige Kritikpunkt: es ist eben etwas in die Jahre gekommen (und naturgemäß findet man darin keine Tipps, die auf modernere dramatische Schreibweisen eingehen). Wer aber ein paar grundlegende Fragen beantwortet haben möchte ist mit Egri sehr gut beraten. Und: alt bedeutet nicht gleichzeitig überholt. Nicht umsonst hält sich ein Shakespeare so hartnäckig auf den Spielplänen...
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden