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Drachensaat Audio-CD – Audiobook, 5. Februar 2010

4.3 von 5 Sternen 46 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wenn aber zugleich mit einem Roman ein Hörspiel herauskommt, das sogar besser ist als die Vorlage, sollte man aufhorchen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Den bizarren Witz des Buches hat Koppelmann perfekt ins Hörspiel übertragen." (Die Welt)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, arbeitete zunächst als Texter in der Werbung. Er absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München und war viele Jahre Chefredakteur des Süddeutsche Zeitung Magazins. Jan Weiler lebt mit seiner Familie südlich von München. 2003 erschien sein erster Roman "Maria, ihm schmeckt's nicht!", mit dem er über Nacht zum Bestsellerautor wurde. Mit "Antonio im Wunderland" (2005), "Gibt es einen Fußballgott?" (2006), "In meinem kleinen Land" (2006), "Drachensaat" (2008), "Mein Leben als Mensch" (2009), "Mein neues Leben als Mensch" sowie "Das Buch der 39 Kostbarkeiten"(beide 2011) und "Das Pubertier" (2014) folgten weitere Bestsellertitel, die alle auch im Hörverlag erschienen sind. 2015 folgte der Roman "Kühn hat zu tun". Außerdem hat Jan Weiler vier Originalhörspiele verfasst: "Liebe Sabine", "MS Romantik", "Uwes letzte Chance" und "Das Babyprojekt". 2010 erschien nach "Hier kommt Max!" sein zweiter Titel für Kinder "Max im Schnee".

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, arbeitete zunächst als Texter in der Werbung. Er absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München und war viele Jahre Chefredakteur des Süddeutsche Zeitung Magazins. Jan Weiler lebt mit seiner Familie südlich von München. 2003 erschien sein erster Roman "Maria, ihm schmeckt's nicht!", mit dem er über Nacht zum Bestsellerautor wurde. Mit "Antonio im Wunderland" (2005), "Gibt es einen Fußballgott?" (2006), "In meinem kleinen Land" (2006), "Drachensaat" (2008), "Mein Leben als Mensch" (2009), "Mein neues Leben als Mensch" sowie "Das Buch der 39 Kostbarkeiten"(beide 2011) und "Das Pubertier" (2014) folgten weitere Bestsellertitel, die alle auch im Hörverlag erschienen sind. 2015 folgte der Roman "Kühn hat zu tun". Außerdem hat Jan Weiler vier Originalhörspiele verfasst: "Liebe Sabine", "MS Romantik", "Uwes letzte Chance" und "Das Babyprojekt". 2010 erschien nach "Hier kommt Max!" sein zweiter Titel für Kinder "Max im Schnee".

Annette Frier, 1974 in Köln geboren, begann ihre Karriere als Theaterschauspielerin. Einem breiten Publikum wurde sie durch ihre Rolle der Vivi Andrascheck in der TV Serie "Hinter Gittern - Der Frauenknast" und durch die Darstellung der Jenny in der Krimiserie "SK Kölsch" bekannt. 1998 startete sie ihre Comedy-Karriere in der Sendung "Switch". Von 2000 bis 2002 trat sie als Comoderatorin der Comedy-Sendung "Wochenshow" auf. Seit 2004 ist sie häufig in der Impro-Show "Schillerstraße" zu sehen. Seit 2005 spielt sie regelmäßig die Figur der Minza in der TV-Serie" Alles außer Sex". Zudem moderierte sie 2004 die von Stefan Raab ins Leben gerufenen Shows "SSDSGPS" sowie den Bundesvision Song Contest im Jahr 2005. Annette Frier ist verheiratet und lebt in Köln.

Matthias Haase, Jahrgang 1957, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Nach drei Monaten Straßentheater in Deutschland, der Schweiz und Italien war er von 1984 bis 1990 am Schauspielhaus in Köln engagiert, wo er u. a. in Stücken von Lessing, Schiller und Thomas Bernhard spielte. Matthias Haase ist in zahlreichen Produktionen für Film und Fernsehen zu sehen und hat in über 200 Hörspielen bei allen deutschen Rundfunkanstalten mitgewirkt.

Baki Davrak wurde 1971 in Bad Säckingen im Schwarzwald geboren. Er absolvierte seine Ausbildung an der Commedia futura Hannover und an der Studiobühne Berlin. Neben seiner erfolgreichen Theaterarbeit ist der Schauspieler seit dem Debütfilm 1999 "Lola + Bilidikid" auch vor der Kamera aktiv. Im Kino konnte man ihn u.a. in "Dealer", "Scardanelli", "Planet Alex" oder "Null Uhr Zwölf" sehen. Im Fernsehen machte er mit Gastrollen in diversen TV-Serien wie "Blond: Eva Blond! - Der Zwerg im Schließfach" oder in "Kommissarin Lucas - Skizze einer Toten" auf sich aufmerksam. 2006 stand er für den Kinofilm "Brinkmanns Zorn" von Harald Bergmann vor der Kamera. Zuletzt war Baki Davrak in Fatih Akins "Auf der anderen Seite" in den Kinos zu sehen. Der Film war für die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes nominiert und erhielt die Auszeichnung für das "Beste Drehbuch" und den Preis der Ökumenischen Jury. Der Film wurde außerdem als deutscher Beitrag für den Oscar als "Bester nichtenglischsprachiger Film" nominiert. Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Baki Davrak auch als Autor tätig. In den WDR-Radio-Tatorten spricht er die Rolle des Kriminalhauptkommissar Nadir Taraki.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
... damit ist klar: Es handelt sich um eine fiktive Geschichte. Und doch wieder nicht, denn die Protagonisten, die wir in diesem Roman kennenlernen, sind uns aus den Medien bestens bekannt. Menschen, deren Handlungsweisen wir nicht nachvollziehen können, die wir für "bekloppt, irre oder kriminell" halten - eben die Drachensaat.
In Jan Weilers Roman erfahren wir über sie, was uns Presse und Fernsehen vorenthalten, und entwickeln sogar Sympathien oder wenigstens Empathie.

Jan Weiler spielt geschickt mit den Perspektiven. Und mit seinen Lesern. Denn wer sich gefreut hat, dass der altbekannte Benno Tiggelkamp das Szenario betritt und sich sicher wähnt, dass es schon bald den Schenkelklopfer gibt, wird enttäuscht. Nicht dass sich Benno geändert hätte - wir lernen nur einfach eine andere Seite von ihm kennen.

Das soll nicht heißen, dass es in diesem Buch nichts zu lachen gibt. Doch hier ist Weilers Humor feiner als in den vorangegangenen Werken und verlangt vom Leser eine Portion Selbstironie.

Im letzten Drittel des Romans stellt Jan Weiler sein herausragendes journalistisches Können unter Beweis, indem er die Story quer durch alle einschlägigen Medien interpretiert. Spätestens hier wird dem Leser klar, wie er tagtäglich in seiner Meinungsbildung manipuliert wird.

Die "Drachensaat" empfehle ich uneingeschränkt jedem weiter, der sich beim Lesen nicht nur hemmungslos amüsieren will, sondern auch etwas über unser Kommunikationsverhalten und unsere Urteilsbildung erfahren möchte.
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Von nw am 5. September 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Drachensaat ist das neue Buch von Jan Weiler, der bekannt wurde durch die Bücher "Maria, ihm schmeckt's nicht" und "Antonio im Wunderland".

Mit seinem neuen Buch geht er in eine etwas andere Richtung. Wer ähnliches erwartet wie die beiden ersten Bücher, wird nicht auf seine Kosten kommen. Wer aber Jan Weilers Stil schätzt und wer bereit ist, sich auf etwas ganz anderes einzulassen, dem könnte Drachensaat gefallen. Bei mir war es so.

Bernhard Schade erzählt im ersten Teil des Buches über sein Leben. Als Architekturstudent hat er seine Frau kennengelernt und wurde früh Vater eines behinderten Sohnes, Udo. Der Junge leidet an Trisomie 21, womit Schade nicht zurecht kommt. Er betrügt jahrelang seine Frau und kümmert sich notgedrungen um seinen Sohn, bis seine Welt gänzlich zerbricht und er als Säufer endet und von Hartz IV leben muss.
Auf tragische Weise will er seinem Leben ein Ende setzen, das funktioniert nicht wie geplant und somit landet Schade in der Psychiatrie. Aus dem Landeskrankenhaus führt ihn sein Weg in eine Villa, in der ein Arzt Forschungen betreiben will zum sog. Zens-Syndrom.

Für diese Studien hat er fünf psychisch kranke Personen ausgewählt, die nach und nach zu ihm stoßen.
Alle sind gescheiterte Existenzen, die Schuld soll aber lt. Zens nicht bei ihnen liegen sondern in der Gesellschaft zu finden sein. Durch Respektlosigkeit und Unhöflichkeit wurden die Leute dahin getrieben, wo sie sich jetzt befinden.

Neben Schade findet sich im Haus "Unruh" Rita Bauernfeind ein, die im Internet bekannt ist als "fette Frau, die Luft isst", sie hat in den vergangenen Monaten über 200 Kilo Körpergewicht verloren.
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Format: Gebundene Ausgabe
Nichts anderes macht Jan Weiler in diesem angenehm unkonventionellen Roman. Obgleich alles frei erfunden ist, erkennt man an vielen Stellen tatsächliche Ereignisse und Gegebenheiten. Es finden sich zahlreiche Parallelen zwischen realen Personen, Fernsehsendern und Programmen sowie aktuellen Problemen. In vielerlei Hinsicht reflektiert das Buch Ereignisse aus den Jahren 2007 und 2008.

Der Aufbau des Romans ist sehr untypisch aber fesselnd - nicht zuletzt wegen des gut struktureierten Perspektivenwechsels. Die Ereignisse werden chronologisch zunächst von der Romanfigur Bernhard Schade (Mitglied der Drachensaat-Gruppe), dann von Martin Barghausen ("Opfer" der Drachensaat) und im dritten Kapitel in Form einer Presse- und Medienschau erzählt.
Jan Weiler regt mit diesem Buch zum Nachdenken an; über die vermeintlich moderne Gesellschaft und über Menschen, die scheinbar keinen Platz darin haben. Er skizziert viele bekannte Positionen und wiegt diese gegeneinander auf indem er sie durch seine Figuren personifiziert und diskutieren lässt. Er erzählt im Grunde genommen nichts Neues und das ist auch gar nicht nötig, denn gerade weil er es auf so eindrucksvolle Weise schafft, dieses scheinbar zur genüge Bekannte in einen direkten Zusammenhang zu setzen, ist "Drachensaat" ein außerordentlicher Roman.

Hinzu kommt der aus "Maria ihm schmeckt's nicht" und "Antonio im Wunderland" amüsante Schreibstil. Tatsächlich findet sich sogar ein "alter Bekannter" wieder.

Insgesamt ist "Drachensaat" ein wirklich lesenswerter und anregender Roman, den man getrost immer wieder zu Hand nehmen kann, um sich vor Augen zu führen, in was für einer Gesellschaft wir heute leben.
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