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Kommentar: Vollst. Ausg., 10. Aufl. kart. München : Dt. Taschenbuch-Verl., 1997. 1166 S. : Ill. ; 19 cm in gutem Zustand A3703 ISBN 3423123516 Ein Rechnungsbeleg mit ausgewiesener MwSt. liegt der Sendung bei.
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Don Quijote: Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha Roman Taschenbuch – 1. August 1997

4.4 von 5 Sternen 25 Kundenrezensionen

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"Wohl ist's ersichtlich", schnauzt der erregte Junker seinen Knappen an, "daß du in Sachen der Abenteuer nicht kundig bist; es sind Riesen, und wenn du Furcht hast, mach dich fort von hier und verrichte dein Gebet, während ich zu einem grimmen und ungleichen Kampf mit ihnen schreite".

Lesen kann verhängnisvoll sein. Wer wüßte nicht, mit wem es der "Ritter von der traurigen Gestalt" (wie Ludwig Tieck ihn genannt hat) hier tatsächlich zu tun hat. Don Quijote ist ausgeritten, "um sich nach dem zu richten, was er in seinen Büchern gelesen". Da kann der kluge Knappe Sancho Pansa sagen, was er will. Was weiß das Gesindel schon von den hohen Versprechungen der Literatur!

Don Quijote hat zu viele Ritterromane gelesen, Cervantes variiert das Motiv eines Irrtums. In allen möglichen niederen Gestalten sieht der glücklose Abenteurer hohe Herren und Damen, denen er seine Wehr- und Ehrhaftigkeit beweisen muß -- eben so, wie er es aus den Büchern kennt.

Eigentliches Thema ist also der Unterschied von Leben und Lesen. Cervantes' Jahrtausendwerk, 1605-15 erschienen und laut Kindlers Literatur-Lexikon leicht "das wirkungsmächtigste Werk nach der Bibel", markiert damit eine Schwelle in der europäischen Mentalitätsgeschichte: Buch und Welt, diese noch in der vorangehenden Renaissance innige Einheit, fällt in zwei grundsätzlich verschiedene Erfahrungsbereiche auseinander.

Die Konsequenzen sind bekannt: Quijote wird verhöhnt, verprügelt, vertrieben. Wie später an Werther-Lesern zeigt die Disziplinierungsgeschichte des Geistes schon hier, wie wichtig die Umschaltkompetenz von Leben und Lesen ist. Eine Fähigkeit, die sich an der Schwelle zum 3. Jahrtausend möglicherweise als ebenso nützlich herausstellen könnte, da erneut ein grundlegender Wandel der Medien und zugleich unserer Wirklichkeitserfahrungen in vollem Gange ist. --Nikolaus Stemmer

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Miguel de Cervantes Saavedra wurde am 29. September 1547 in Alcalá geboren und starb am 23. April 1616 in Madrid. Im Laufe seines abenteuerlichen Lebens war er u.a. Soldat, Proviantkommissar der Armada und Steuereinnehmer, wurde bei Lepanto an der linken Hand verstümmelt, fiel algerischen Piraten in die Hände, aus deren Gefangenschaft er erst fünf Jahre später losgekauft wurde, und war mehrmals wegen Schulden im Gefängnis. Heute gilt er als einer der genialsten Erzähler aller Zeiten. Weitere Werke: ›Galatea‹ (1585); Exemplarische Novellen (1613); ›Persiles und Sigismunda‹ (1617).


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Dies ist der Original-Don-Quijote-Roman. Keine zerstückelte, gekürzte oder Kinder-Fassung, sondern der ursprüngliche Roman aus den Jahren 1605 und 1615 (damals in zwei Teilen erschienen) mit dichtbedruckten 1103 Seiten Geschichte und einem 20-Seiten Nachwort. Ich habe mehrere Wochen daran gelesen. Interessant ist immer wieder wie Don Quijote zwischen Gescheitheit und Narrheit tendiert. Er ist wohl durchaus intelligent, aber durch das unzählige Lesen von Ritterromanen verrückt geworden, so dass er nun glaubt selbst ein fahrender Ritter zu sein, auf Abenteuer auszieht und den treuen Sprücheklopfer Sancho Pansa, der eigentlich von Don Quijotes Geisteskrankheit weiß, als Schildknappen mitnimmt und das alles in einer Zeit in der es schon gar keine Ritter mehr gibt. Es geht in dieser Geschichte ebenso darum was Don Quijote sich einbildet und was er phantasiert. So glaubt er zB, dass seine imaginäre große Liebe, die unvergleichlich schöne Dulcinea von Toboso, die gar nicht existiert, in eine schmutzige, hässliche Bäuerin verzaubert wurde, die sie unterwegs treffen. Die Menschen die von Don Quijotes Zustand wissen führen ihn an der Nase herum und treiben ihr Spiel mit ihm, was ihn nur dazu bringt erst recht davon überzeugt zu sein, dass es überall mit Zauberei zu geht. Immer wieder schmunzelt man über Don Quijotes Euphorie und beinahe schon Sturheit, mit der er sich in den Kampf gegen seine "Gegner" (die oft garkeine feindlichen Absichten haben) stürzt und tragikomisch ist meist der Ausgang.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Taschenbuch
Wie soll man den Inhalt eines ueber 1000 Seiten starken Meisterwerkes wuerdigen? Nicht wirklich einfach. Der Roman ist vordergruendig die Geschichte von Don Quichote und seinem Diener Sanscho Pancha. Don Quichote hat eine Vielzahl von Ritterromanen gelesen, aus denen er seine Inspiration bezieht und nicht mehr zwischen Realitaet und Phantasie zu unterscheiden weiss. Sein sprichwoertlicher Kampf gegen Windmuehlen hat sich bis in die heutige Zeit gehalten und ist ein Synonym fuer wenig Erfolg versprechende Unterfangen. Obwohl die beiden Hauptakteure eine Vielzahl von Abenteuern zu bestehen haben, ist das mittlerweile mehr als 400 Jahre alte Werk mehr als nur ein Abenteuerroman. Es ist voller Lebensweisheiten und inspiriert zum Nachdenekn, nicht nur die Jungen. Man sollte sie literarisch kennengelernt haben, den Don Quichote und Sancho Pansa.
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Format: Taschenbuch
"Der geneigten Leserschaft tue ich hiemit zu wissen:" Es handelt sich beim Don Quijote zwar um einen Ziegel mit gut tausend klein und dicht beschriebenen Seiten, und das mag fürs Erste vielleicht abschreckend wirken. Dennoch: Mich hat dieses Buch etwa ein dreiviertel Jahr begleitet, und ich habe es genossen. Der Quijote ist kein literarisches Junk food, das man in zwei Wochen durchliest. Man kann die mehr oder weniger in sich geschlossenen, auf eine ganz wunderbare Weise komischen und berührenden Episoden vom Ritter Don Quijote und seinem unbedarften Schildknappen Sancho Pansa durchaus langsam auf sich wirken lassen. Die Ausdauer lohnt sich - vor allem in der hervorragenden deutschen Übersetzung dieser Ausgabe (Ludwig Braunfels).
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Es ist eben ein Klassiker, und dies nicht zu unrecht.
Nett geschrieben, zu jeder Tag- und Nachtzeit zu lesen und manchmal möchte man es einfach nicht mehr auf die Seite legen. Richtig langweilig wurde das Buch eigentlich nie, auch wenn es sich an manchen Stellen etwas hinzog.

Definitiv ein Muss - den Klassiker mal zu lesen.
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Von Ein Kunde am 22. April 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Ein armer, aber sinnreicher Junker steckt seine Nase zu tief in Bücher: Ritterromane, der Dreigroschenschund um 1600 in Spanien. Und darüber, so gibt der Erzähler kund, trocknete dem Manne das Hirn ein, und fortan wird "Don Quijote" von der fixen Idee beherrscht, ein FAHRENDER RITTER zu sein, und mit seinem starken Arm (ähm, tja, denkt *er*! ;-) die Welt von allem Unbill befreien zu müssen. Ein edles Ansinnen! Doch Don Quijote sitzt der Irrsinn ebenso im Kopf wie in den Augen, und so sieht er in einer Kneipe ein Schloss, in Huren Burgfräuleins, im Wirt den Burgvoigt, in Mönchen teuflische Lügenbolde... und nicht zuletzt in Windmühlen arglistige Riesen. Und er greift an. Nicht immer mit Erfolg, aber immer irgendwie heldenhaft. Abgefahren.
Miguel de Cervantes Saavedra schrieb vor 400 Jahren eine Parodie auf die Ritterromane seiner Zeit. Seitdem ist das Buch erfolgreich, und Weltliteratur. Trotz dieses unangenehmen Wortes "Weltliteratur" sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, und einfach drauflos lesen. Es lohnt sich :-)
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Format: Taschenbuch
Miguel de Cervantes (1547-1616) hinterließ der Weltliteratur mit seinem "Don Quijote" ein unvergessliches Meisterwerk, das die Leser erheitert wie auch bewegt.

Die Geschichte des Landadligen Alonso Quijano, der als Ritter Don Quijote große Abenteuer erleben möchte, fasziniert die Leser ungemein. Ein Mann, der sich in seine liebsten Rittergeschichten und -romane verliert und somit mit großem Idealismus durch die Lande zieht und den Sanso Pansa als treuen Begleiter und Schildknappen hat.
Vor allem macht er sich auf das Herz seiner eingebildeten Geliebten Dulcinea von Toboso zu gewinnen.
Die Abenteuer und Missgeschicke erheitern und bewegen ungemein, vor allem Don Quijotes geradezu legendärer Kampf gegen die Windmühlen als Allegorie auf den Konflikt zwischen Träume und der allzu harten Realität.

Ich glaube, dass in jedem von uns ein Don Quijote steckt, der sich wünscht Abenteuer zu erleben und Ruhm und Ehre zu ernten.

Die Übersetzung von Ludwig Braunfels lässt sich problemlos lesen und vor allem gefallen mir die Illustrationen von Grandville (1803-1847).

Wer sich mit Klassikern der Weltliteratur befasst, der kommt an Don Quijote nicht vorbei.
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