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Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke Sondereinband – 1. November 1988

4.8 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Schon der Text ist weitgehend zeitlos und aktuell. Das Ganze eine wunderschöne bibliografische Kostbarkeit. Und Recht hat er meistens, der alte Kästner.« (nds - Die Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft, 6/12) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und nicht zuletzt Autor der berühmten Kinderklassiker ›Das doppelte Lottchen‹, ›Das fliegende Klassenzimmer‹, ›Pünktchen und Anton‹, ›Emil und die Detektive‹ und ›Die Konferenz der Tiere‹ wurde mit zahlreichen Preisen bedacht (u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian Andersen-Medaille).

»Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug.« Marcel Reich-Ranicki

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Diese Ausgabe ist eine ganz besondere: Eine Auswahl der schönsten Gedichte aus Kästners berühmtem Gedichtband, liebevoll und persönlich gestaltet von Tosia (Teofila) Reich-Ranicki. In diesem Buch findet man unter anderem die "Sachliche Romanze", "Ein Mann gibt Auskunft" und die "Eisenbahnfahrt". Kästner in seiner besten Form, die den Ausdruck "Gebrauchslyrik" geprägt hat. Kästners Gedichte sind lebensnah, gedankennah und so überhaupt nicht veraltet. Sie wirken immer noch in all ihrer Prägnanz und Aktualität.
Die Entstehungsgeschichte dieser Ausgabe ist ebenfalls einzigartig und wird am Ende des Buches von Marcel Reich-Ranicki selbst geschildert, in einem Auszug seiner Autobiographie. Seine spätere Ehefrau Tosia hat die Gedichte abgeschrieben, illustriert und mit Vignetten versehen und ihm zum 21. Geburtstag geschenkt - im Warschauer Ghetto. Diesen Band retteten sie aus der schlimmsten Periode der Geschichte in die neue Zeit.
Das Buch wurde im letzten Jahr in der Originalform veröffentlicht und es ist mehr als ein historisches Dokument. Die Form unterstreicht die Melancholie, die Angst und die Entbehrungen seiner Zeit und unterstützt die Wirkung der Worte durch seine Optik. Es ist ein wunderschöner Band, der durchaus seine eigene Geschichte besitzt. Nach Reich-Ranickis Erzählung hatte Kästner Tränen in den Augen, als er diesen Band in den Händen hielt. Glaubhaft, wenn man diese Ausgabe sieht.
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Format: Taschenbuch
"Ich hatte einen Bekannten besucht, von dem ich irgend etwas brauchte. Bei ihm fand ich, womit ich nicht gerechnet hatte: deutsche Bücher. Plötzlich fiel mir ein kleiner, schmucker Band auf: Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke, 1936 in Zürich veröffentlicht. Sofort las ich das Gedicht, das die Sammlung eröffnet: das "Eisenbahngleichnis". Es beginnt: "Wir sitzen alle im gleichen Zug / und reisen quer durch die Zeit." Und es endet: "Wir sitzen alle im gleichen Zug. / Und viele im falschen Coupé." (Aus: Marcel Reich-Ranicki: "Mein Leben") Kurze Zeit nach diesem Ereignis lernte Marcel Reich-Ranicki seine Frau Teofila kennen, die später 56 wundervolle Gedichte von Kästner im Warschauer Ghetto aufschrieb und illustrierte. Diese Ausgabe ist wohl die schönste aller erschienenen Kästner-Ausgaben. Die Auswahl, die Originalabschrift sowie persönliche Anstreichungen von Teofila Reich-Ranicki "lassen erahnen, in welchem seelischen Zustand sie sich nach dem Inferno des Erlebten befunden haben muß." (Salomon Korn) Kästners Lyrik ist manchmal traurig, manchmal lustig, meistens ironisch. Lyrik, die einen lächeln läßt. Immer aber spürt man , wofür Kästner schrieb: Um die Welt zu verbessern. Er war ein Moralist. Die, die Moral gebraucht hätten, ließen seine Literatur 1933 verbrennen. Dieses Buch ist, wegen seines Inhalts,wegen seiner großartigen Illustration, aber auch wegen seiner Geschichte, die eng mit der des Ehepaars Reich-Ranicki zusammenhängt, ein Muß!
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Von Ein Kunde am 5. Januar 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Wem es schlecht geht, muß nicht unbedingt zum Arzneischrank gehen - es gibt auch andere Mittel. Ich empfehle Dr. Erich Kästner: Er hat mir in der Tat schon des öfteren geholfen mit seiner wundersamen Apotheke der Lyrik. Seine Gedicht sind vom feinsten, für jede Lebenslage, für jede Stimmung geeignet. Verliebt, verlobt, verheiratet, am Boden zerstört, euphorisch oder traurig, wissend oder orientierungslos, spottheischend oder spöttisch - allesamt findet sich hier in einem gelungenen Reim zusammengefügt, meist mit einer Schlußpointe versehen, so daß man am Ende doch noch oder wieder darüber lachen kann und es einem besser geht. Liebe Leser, vergeßt Aspirin, vergeßt die leckeren Bonbons von Bayer, BASF und Höchst - die wirklich besten und verträglichsten Hilfsmittel (garantiert ohne Nebenwirkung) liefert Dr. Erich Kästner. Das Buch ist übrigens auch hervorragend zum Verschenken geeignet. <font size="-1" face="geneva, arial, helvetica">(Dies ist eine <b>Amazon.de an der Uni</b>-Studentenrezension.)</font>
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nahezu jeder, so kann vermutet werden, kennt Gereimtes aus des Dichters Mund - vermutlich nicht allzu selten ohne zu wissen, von wem diese ganz und gar nicht zu Unrecht beinahe zu Allgemeingut gewordenen Gedanken in Reimform stammen. Fast ein Jahrhundert alt haben diese nichts von ihrer Aktualität verloren und ergreifen auf seltsam intensive Weise, wie es nur Alltagssituationen in verdichteter - d.h. auf den Punkt gebrachter - Art vermögen. Genau diese Kunst ist es, die Erich Kästner wie kein anderer mir bekannter Literat beherrschte und zur Meisterschaft brachte.

Hier schrieb/schreibt ein Mann, der das Leben kennt: Die skurrilen Situationen, die Vergnügungen, das Auf und das Ab menschlicher Existenz, die Sorgen, Nöte, das Leid, die Melancholie wie auch den Witz der täglichen Situationskomik. Und hier schreibt ein Mann, der die Gabe hatte, all jenes in prägnantester lyrischer Form zu transportieren, die wohl jeden erreicht, berührt oder sogar zuweilen tief ergreift.
So liegt hier ein lyrischer Band vor, der so ganz und gar nicht abgehoben und "akademisch" anmutend daherkommt, sondern pure Leselust garantiert - mal amüsiert, mal konfrontiert, zum Schmunzeln bringt oder ein "genau so ist es" in den Kopf schießen lässt, einfach alles mögliche an Assoziationen hervorruft, nur eines nicht: kalt lässt.

Mehr kann die Gattung Lyrik nicht leisten. Chapeau, lieber Erich Kästner!
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