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Auf dem ersten Blick ist das Buch "Divus Augustus - Der erste römische Kaiser und seine Welt" eine weitere der vielen Augustus-Biographien. Doch der Leser merkt schnell, dass die Autoren hier mal einen seltenen Ansatz gewählt haben, der durchaus interessant sein könnte.

Da jeder Abschnitt denselben Aufbau aus einem historischen, archäologischen und literaturgeschichtlichen Teil hat, bekommt der Leser für jeden Lebensabschnitt von Augustus einen Eindruck von seinem Lebensumfeld. Das ist durchaus spannend und ermöglicht viele Assoziationen. Durch Querverweise zwischen den Unterkapiteln werden auch auf Zusammenhänge hingewiesen. Dennoch bleiben die Unterkapitel aber doch für sich alleinstehende Aufsätze. Welche Aspekte auf welche Weise auf Augustus eingewirkt haben oder ihn individuell von anderen römischen Politikern abheben, wird letztlich nicht deutlich. Oftmals können die Autoren nicht mal vermuten, ob Augustus dieses oder jenes Werk wirklich bekannt war. So werden dem Leser letztlich drei kleine Bücher in einem geboten, deren Zusammenhang größtenteils auf einer assoziativen Ebene verbleibt.

Dennoch sind alle Kapitel des Buches gut lesbar und bieten einen fundierten Einblick in die Geschichte des Zeitalters Augustus. Der Schreibstil der Autoren ist zwar stellenweise etwas pathetisch und nicht unbedingt modern, aber das tut der Informationsfülle keinen Abbruch.

So lohnt sich der Kauf dieses Buches für Interessierte und Historiker in jedem Fall. Es bietet einen fundierten Einstieg in die behandelte Zeit, nur hätten die Unterkapitel enger miteinander verknüpft werden können.
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TOP 500 REZENSENTam 23. August 2014
Traditionell beginnen die meisten Biographien mit der Einordnung der familiären Verhältnisse der Hauptfigur. Dem schließt sich die Geburt an, und nun folgt der Leser dem "Protagonisten". Dessen Leben wird im Schwerpunkt mal chronologisch und mal eher thematisch strukturiert betrachtet. Das Geschehen ringsherum wird je nach Bedarf ergänzt. So verfahren traditionelle Biographien. Doch "Divus Augustus" ist keine traditionelle Biographie, das Buch macht einiges anders.

Zunächst wird die römische Welt dargestellt. Und auch wenn die Kapitel sich ganz konventionell chronologisch an Augustus orientieren und stets gleich unterteilt sind, so findet der Kaiser oft nur als herausgehobene Figur Erwähnung. Natürlich steht er als treibende Kraft auch im Mittelpunkt. Aber gelegentlich verschwindet er wie eine "graue Eminenz" im Hintergrund, wohlweißlich, daß er doch da ist und einwirkt.

Grobe Struktur: Die Kapitel

Aus Octavius wird Caesar – Die Jahre 63 bis 44 v. Chr.,
Eine blutige Karriere – Die Jahre 44 bis 27 v. Chr.,
Herrscher von Rom – Die Jahre 27 bis 17 v. Chr.,
Herr der Welt – Die Jahre 17 bis 2 v. Chr.,
Glanz und Elend der Monarchie – Die Jahre 2 v. Chr. bis 14 n. Chr.,
Abschied von einem Gott – Ausblick
(und Anhang)

Feine Struktur: Untergliederung der Kapitel

Die Autoren, Ralf von den Hoff (Professor für Klassische Archäologie), Wilfried Stroh (emeritierter Professor für Lateinische Philologie) und Martin Zimmermann (Professor für Alte Geschichte), widmen sich im ersten Teil eines jeden Kapitels dem politischen Geschehen. Dem schließt sich eine Betrachtung der bildlich-architektonischen Programme an. Ein Abschnitt zur Literatur der Zeit komplettiert als dritter Teil das sich kapitelweise wiederholende Vorgehen.

1+1=1 ...wenn Rom und sein Herrscher verschmelzen

Das Buch bietet faszinierende Einsichten in die Lebenswelt des alten Roms, und mit Rück- und Ausblicken wird ein noch umfangreicheres Bild konstruiert. In diesen Rahmen wird die Hauptfigur eingepaßt. Ihr zunehmender Einfluß auf die römische Welt wird in beeindruckender Weise mit dem Geschehen verwoben. Hier bricht das Buch mit traditionellen Darstellungen und der Untertitel "Der erste römische Kaiser und seine Welt" wäre umgestellt sicherlich ein treffenderer Buchtitel: Die römische Welt und ihr erster Kaiser.

Die Autoren beschreiben Augustus als einen wandlungsfähigen Mann. Er ändert seinen Namen, paktiert auf dem Weg zur Macht mit seinen Konkurrenten, greift bei Bedarf brutal durch und "endet" als Vorbild für seine Nachfolger und vergöttlichter Herrscher, als "Divus Augustus". Die Mittel seiner Machtfestigung und damit seiner Politik stehen im Vordergrund. Augustus war ein Meister des politischen Manövrierens und der Selbststilisierung. Mit Vorsicht begegnen die Autoren dem Begriff der Propaganda, aber allgemein liegt man sicherlich nicht falsch, wenn man den Kaiser einen Meister der Beeinflussung nennt.

Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die zahlreichen hochwertigen Abbildungen von Münzen, Statuen, Gebäuden, Modellen, Grundrissen, Wandbemalungen etc. Sie runden die Informationen des Fließtextes nichts nur ab, nein. Sie ergänzen ihn in vorbildlicher Weise. Den Autoren ist es gelungen, jede Abbildung in die Argumentation einzubinden und weitergehend zu erläutern.

Augustus als herausgehobene Figur

Am Ende der Lektüre steht ein adäquates Bild vom Leben und Wirken des Augustus, der 2014 seinen 2000. Todestag hat. Es ist eine ausgewogene Darstellung, die mehr Aufmerksamkeit auf den Rahmen (die römische Welt) als auf das Bild (Augustus) selbst richtet. Mir waren besonders die Erörterungen zur Literatur gelegentlich ein wenig zu tiefgehend, zu speziell. An diesen Punkten hat das Buch den an sich schon herausfordernden, wissenschaftlichen Anspruch, mit dem es den allgemein interessierten Leser fordert, hin und wieder stark strapaziert.

Daß es zum ersten römischen Kaiser deutlich biographisch-orientiertere Werke gibt, steht wohl außer Zweifel. Daß sie zugleich allerdings ebensoviel Verständnis für seine Zeit vermitteln – unterstützt von einem mustergültigen "Bildprogramm" –, vermag ich nicht zu sagen. Aber das ist die tatsächliche Stärke des Werks. Gewissermaßen wird dieses Buch mit seiner Schwerpunktsetzung dem Anspruch des großen Herrschers, erster Bürger Roms (Princeps) zu sein, besonders gerecht: Augustus ist hier erstes Objekt der Betrachtung unter vielen, aber längst nicht das einzige.
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am 18. August 2014
Sehr gute wissenschaftliche Information, etwas trocken, könnte noch flüssiger zum lesen sein. Könnte Stoff abgeben für einen Polit-Thriller mit Hauptfiguren Augustus, Antonius und Kleopatra.
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