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Kundenrezensionen

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Ich will "Distant satellites" hier nicht in die Pfanne hauen, aber den vierten Stern gibt es nur, weil sie zum Schluss den Sound etwas elektronischer und differenzierter darstellen. Bis zum 7. Lied passiert (ausser beim Song Anathema) leider nicht viel.....immer dieselben Klangmuster wie bereits auf den letzten Alben, viele (zuviele) Streicher und arm an Ideen. Jede Songstruktur wird breit und auch sehr lang ausgewalzt, bis das Ganze im Pathos versinkt.

Die letzten Songs zeigen dann, wie es vielleicht in Zukunft gehen kann: modern, zielorientiert, schnell zum Hauptthema kommend. Also das genaue Gegenteil der ersten Songs. Dabei haben sie (vielleicht weil sie das selbe Label haben, KScope) bei Bruce Soord (Chef von Pineapple Thief) aber Unterricht genommen, was den Einsatz der Elektronik betrifft. Wer das nicht glaubt, soll sich bitte mal "Wisdom Crowds" von Bruce Soord & Jonas Renkse anhören. Nachtigall........

Wie gesagt werden die "richtigen" Fans vielleicht mit den letzten Songs nichts anfangen können. Für mich sind sie der Lichtblick, dass es nächstes Mal wieder zu 5 Sternen reicht, ohne Wenn und Aber. Aber bis dahin vergehen wohl wieder 2 Jahre. Dieses Alben ist nicht soooo schlecht, aber auch keine Offenbarung. Weniger Streicher, weniger Pathos, weniger unendliche Schleifen mit nur einer Kompositionsidee, dann klappt es wieder.
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am 27. Januar 2015
Distant Satellites ist ein gutes Album, das New Art Rock-, Psychedelic Rock- aber durchaus auch Progressiv Rock-Freunde bedient. Das stilistische Hauptmerkmal ist, wie schon beschrieben, ein Thema zu wiederholen, im Sound zu variieren und dabei zunehmend dicht zu arrangieren. Ich selbst kann mit den innovativen Titeln 7-10 weniger anfangen; wenn ich elektronisches Geblubber hören will, greife ich nach wie vor zu den High Llamas.

Lost Song, Part I
Getragener Beginn mit Synth Strings geht über in einen synkopischen Rythmus (es ist wohl tatsächlich 4/4 Takt, obwohl es nach irgendwas anderem klingt.) Der Duettgesang ist hingegen langsam und ebenfalls getragen. Das Arrangement wird dann durch eine ostinate Pianofigur etwas aufgestackt, der Titel nimmt Fahrt auf und an Intensität zu. Nach einem Mittelteil kommen nun endlich die E-Gitarren, alles wird noch etwas lauter abgemischt und somit druckvoller, der Schlagzeuger gibt alles und zerkloppt seine Becken, dem Bombast-Faktor wird volle Rechnung getragen. Am dramaturgischen Höhepunkt übernehmen wieder die Strings vom Beginn, der Titel kommt zur Ruhe. Ein perfekter Spannungsbogen. Der Gesang von Vince Cavanagh im letzten Drittel erinnert mich an den charismatischen Midge Ure von Ultravox (Vienna)! Spätestens beim dritten Hören (hintereinander!) setzt dann die suggestive Kraft vollends ein. 5/5

Lost Song, Part II
Ein ruhiger Beginn, dann die fortschreitende Steigerung. Hier zeigt sich wieder, dass Lee Douglas eine hervorragende Sängerin ist, die Anathema Alben mit ihr sind klar besser als der Rest. Pop-Hasser verschmähen diesen Song wegen der schwülstigen Strings, aber es ist eben eine Ballade. Erinnert in der Atmosphäre stark an Untouchable Pt II von Weather System, auch dieser Titel besitzt eine sehr schöne Melodie. 5/5

Dusk (Dark is Descending)
Wieder ein schönes Duett mit viel Atmosphäre und einem interessanten Rythmus. New Artrock, der ein wenig in Richtung Popmusik geht. 4/5

Ariel
Beginnt wie eine US Piano Ballade, man erwartet jeden Moment, die Stimme von Barry Manilow zu hören, aber dann ist es die von Lee Douglas. Hier zeigen Anathema erneut, dass sie meister im Abfassen von schönen und eingängigen Melodien sind. Der dramaturgische Spannungsbogen und das Arrangement mit fetten String-Layer und Gitarren ist wie gehabt. Freunde von Schwulst und Pathos, zu denen ich mich unbedingt zähle, kommen voll auf ihre Kosten. 5/5

Lost Song, Part II
Vince Cavanagh singt zunächst diesen Song mit dem vertrackten Rhythmus. Später steigt Lee ein. Ich kann mir nicht helfen - irgendetwas erinnert mich im ersten Drittel an Fleetwood Mac, obwohl die typische Anathema-Magie allgegenwärtig ist. Dann wird wieder zugelangt und alles steigert sich bis hin zum gewaltigen Schlussakkord. 5/5

Anathema
Eine etwas unentschlossene Pianospielerei zu Beginn - der self-titled (wie es so schön heißt) Track 6 fällt etwas ab, aber "The lost song" hat in allen drei Teilen die Messlatte ja auch ganz schön hochgelegt . Was bleibt, sind Bombast und Schwermut. 3/5

You're Not Nlone
Kein Cover des SAGA-Titels (der ist unerreicht). Ein paar luftige Piano-Akkorde, dann sprechen eine Stimme und die Becken. Im Anschluss wird der herangeschaffte Restbestand an Roland TR 707-Drum-Computern angeschlossen und gleichzeitig abgefahren. Ganz innovativ, aber nicht mein Regal. 2,5/5

Firelight
Das ist mal sakral! Das höre ich mir am 3. Advent nochmal bei Kerzenlicht an, woraufhin ich in eine sonambule vorweihnachtliche Stimmung hinabtauchen werde. 3/5

Distant Satellites
Der längste Titel auf der CD. Getragen und irgendwie "distant", trotz der ganzen unterschätzten Roland Drumcomputer, die definitiv abwummern. Eine Spazierfahrt mit dem Raumgleiter. Erinnert mehr an Ultravox' New Wave als an New Art Rock. 3,5/5

Take Shelter
Yo! Ein Titel geht noch. Es bleibt feierlich und getragen. Und der CD-Spieler ist nicht kaputt! Auch der MP3-Player nicht. Allenfalls der altersschwache TR-707 der Produktionsgenies. Ich vermute aber, das soll so. Diesen Titel, der sich nach ca. 3 Minuten etwas erholt, braucht aber eigentlich niemand, wir wissen auch so, wie Streicher klingen. 2/5

Fazit: Für Freunde von Weather Systems lohnt sich der Kauf schon allein wegen der genialen Lost Song Trilogie.
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am 26. September 2014
Voller rauschhafter Begeisterung hörte ich das Album gleichzweimal hintereinander, und um dieser Begeisterung Ausdruck zu verleihen, wollte ich gleich eine Lobeshymne in Form einer Fünf-Sterne-Rezension verfassen. Dabei war ich dann etwas ernüchtert, als ich feststellte, dass die Gesamtmeinung und auch eine Vielzahl von Einzelbewertungen offenbar einen völlig anderen Eindruck hatten. Muss ich mich nun hinterfragen?
Ich denke, man muss einfach festhalten, dass bei diesem Album aufgrund seiner Emotionalität und Homogenität die unterschiedlichen Geschmäcker der Hörer besonders stark zum Tragen kommen. Gut, man kann festhalten, dass es kein Metal-Album ist - und Metalliebhaber also schon mal besser ihre Finger davon lassen. Man kann auch konstatieren, dass es den beiden Vorgängern sehr ähnlich ist - wer sich jetzt was völlig anderes gewünscht hat, klickt auch besser nicht den Einkaufswagen an. Ebenso lässt sich unzweifelhaft behaupten, dass es keine große Stilvielfalt gibt, von minimalen Ausreißern mal abgesehen: Wer also nicht die ganze Zeit nur schöne Melodien, schöne Stimmen, satte Streicherarrangements und sich aus der Stille heraus zu sinfonischem Bombast steigernde Stücke hören möchte - der ist hier definitiv nicht gut bedient.
Und selbst wer all das mag, könnte das Pech haben, einfach nicht von den Melodien und von der Gesamtatmosphäre ergriffen zu werden: zu persönlich, zu intim ist dieses Album. ABER: WENN man von dieser Welle aus Leidenschaft, Tiefe und Melancholie ergriffen wird, gibt es kein Halten mehr. Beide Vorgängeralben ernteten meine Sympathie, ja, ich hörte sie gern, aber irgendetwas fehlte mir dennoch. Um ein Haar hätte ich "Distant Satellites" ignoriert. Zum Glück tat ich es nicht. Hier passt alles. Dies ist der große Wurf. Dass das nicht alle so sehen, ist diesmal nicht nur selbstredend, sondern in besonderem Maße der Fall; man kann sich eigentlich nur subjektiv zu diesem Album äußern.
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am 6. Juli 2014
aber eine gelungene Fortsetzung von Anathemas Reise in Alternative-Rock-Gefilden.
Nach "We're Here Because We're Here" und dem für mich genilaen "Weather Systems" wirkt "Distant Satellites" zuweilen tanzbar, da sich der Drummer John Douglas erstmalig am Songwriting beteiligt ist und stilprägend Einfluss hat.
Anathema geben selber zu, dass sie das Rad mit dem Album nicht neu erfunden haben, da sie es auch nicht wollten; vielmehr sollten alle Stärken der Band gebündelt werden. So werden auch verlorene Songs durch neue ersetzt, andere auf der zweiten Hälfte des Albums sind dagegen teilweise älter.
Schönes Werk, das wieder einmal sehr stimmungsvoll den Hörer einfängt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Juni 2014
Ich dachte nicht, dass ich jemals eine Rezi dieser Art über Anathema schreiben würde, aber dieses mal bin ich einfach nur enttäuscht. So sehr ich den Stilwandel vom düsteren Death-Doom der Anfangsjahre zum wesentlich ruhigeren und dramatischeren Dark Rock mochte, so sehr ärgert es mich, dass Anathema nun in einer Sackgasse gelandet sind. Das ist nun das dritte oder vierte Album in Folge, welches nach dem gleichen Muster gestrickt ist, das hört sich zwar alles wohlklingend an, ist aber völlig austauschbar.
Immer wieder die gleichen Taktfolgen gepaart mit mittlerweile langweiligen Gesangspassagen, Keyboard-Einlagen und der obligatorischen (Background-)Sängerin hauen mich leider nicht mehr um.
Dass es durchaus anders geht, zeigen seit Jahren Katatonia, die auch ruhiger geworden sind aber immer noch auf jeder neuen Platte für Überraschungsmomente sorgen und fernab jeder Seichtheit sind.
Das mittlerweile über zehn Jahre alte A Natural Disaster war für mich der Höhepunkt des Wandels und die Nachfolgealben haben mir auch gefallen, aber jetzt bin ich wohl durch mit diesem Drama-Rock.

Für Fans dieser Gangart ist das immer noch eine gute Platte, deshalb gibt es auch keinen Totalverriss von mir aber ich bleib dabei: Dieses Album hätte ich nicht kaufen müssen :(
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am 7. Juni 2014
Ich stehe noch ganz unter dem Eindruck dieses meiner Meinung nach wirklich gelungenen Albums. Ich verfolge die Entwicklung dieser Band nun schon seit 1999 und ich kann nicht behaupten, daß Anathema seither ein wirklich schlechtes Album veröffentlicht haben.

Die Struktur von "Distant Satellites" erinnert bis zur Album - Mitte sehr stark an den Vorgänger "Weather Systems": Treibender Opener mit anschließender, Piano - lastiger Ballade. Die Aufnahme von Lee Douglas als offizielles Band - Mitglied (die ja ohnehin schon seit 2000 mitmischt) war meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung, denn ich finde, Cavanaugh und Douglas ergänzen sich einfach hervorragend.

Ab dem 7. Titel "You're Not Alone" ändert sich der Stil des Albums schlagartig: Eben noch in einer pompösen Ballade schwelgend ("Anathema"), welche mir soeben das Herz zerrissen hat (ja... Leiden kann echt schön sein...), sieht sich der Hörer plötzlich mit einem Drumcomputer konfrontiert. Ich hatte zunächst einmal ein großes Fragezeichen auf dem Kopf, doch muß ich gestehen, daß ich - solcherlei Töne von Anathema überhaupt nicht gewohnt - den dort gebotenen Sound gar nicht so uninteressant fand. Im Titelstück, "Distant Satellites" sowie im letzten Song "Take Shelter" kommt es ebenfalls zu elektronisch bestimmten Sounds, die aber nicht mehr so hart und verstörend daher kommen wie in "You're Not Alone".

Diese Wendung ist es, die "Distant Satellites" für mich zu einem insgesamt überraschenden und abwechslungsreichen Album machen. Der ein oder andere Old-School-Anathema-Fan wird vielleicht so seine Schwierigkeiten mit dieser Entwicklung haben, doch ich fand es überaus gelungen, wie die Mannen um Vincent Cavanaugh da so rumexperimentiert haben.

Ehrlicherweise muß ich jedoch gestehen, daß es hoffentlich bei diesem einen Experiment bleibt, denn was mich stets an Anathema begeistert hat, waren ihre floydiesquen Töne und die klassische Instrumentierung. Es gibt nur wenige Bands, die mich so sehr mitreißen wie Anathema.

Meine bisherigen Lieblingsstücke sind ganz klar "Anathema" (herzzerreißende Ballade), "Aerial" und "Lost Song Part I & II" - in dieser Reihenfolge.

Fazit

Für 5 Sterne reicht es nicht. Dafür sind "Judgement" (mein Alltime Favourite) und "Weather Systems" einfach zu stark. Allerdings muß man einer Band ja wohl auch zugestehen, daß nicht jedes Album ein Meilenstein sein kann. Ich für meinen Teil finde "Distant Satellites" wirklich gut gelungen und werde es bestimmt sehr oft hören.

Danke fürs Lesen. Kommentare willkommen :-)
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am 25. September 2015
Ich höre mir gerade mal die aktuelle Anathema an. Seit "We're here" habe ich eigentlich überwiegend das Interesse an neuen Sachen verloren. Gehe demnächst aber mal wieder auf ein Konzert von Ihnen. Wie gesagt ich liebe die alten Sachen. Distant Satellites könnte locker auch als Rmx Album von Weather Systems durchgehen. Zumindest den Mut in eine experimentelle Richtung zu gehen muß man ihnen anrechnen, auch wenn das bei den meisten Kompositionen mehr oder weniger in die Hose geht. Vlt. sollte demnächst mal einen Trent Rezner oder so ranlassen. Distant Satellites gefällt mir trotzdem besser als WS, weil es mehr in Richtung Experimental/Avangarde geht. Allem in allem ist Distant Satellites zwar die bessere Weather Systems, dafür fehlt hier aber ein Hit wie Untouchable, welches m. E. das einzige richtig gute Stück auf WS ist (ist wenigstens konsequent eingängiger Pop, der stellenweise an alte Highlights erinnert).
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am 6. Juni 2014
Nur zwei Jahre nach ihrem letzten Langspieler, Weather Systems, legen Anathema schon das nächste Full Album in Form von Distant Satellites nach.

Dieses startet, wie auch der Vorgänger, mit einer in zwei Parts geteilten Nummer (einen dritten Part gibt es in der Albummitte)

Los geht es also mit The Lost Song und damit, dem, für mich stärksten Song, der Platte. Eine super Rocknummer die, von einem, fetten, Schlagzeugsound, nach vorne gepeitscht wird. Das ganze schwingt sich,unter Vincents fantastischem Gesang, zu der Hymne des Albums auf. Ganz, ganz, stark.

Direkt im Anschluss gibt es Part 2, dieser wird von Lee Douglas gesungen und ist der Gegenentwurf zum ersten Part, handelt es sich doch um eine ruhige, mit Piano und akkustischer Gitarre, untermalte Nummer. Über die gesanglichen Qualitäten Lees muß man nicht viel sagen, die Dame hat eine großartige Stimme.

Das stellt sie auch im folgenden Song, Dusk, im Duett mit Vincent, eindrucksvoll unter Beweis. Auch dieser Song überzeugt, nicht nur durch den Gesang, sondern durch seinen gesamten Aufbau. Die Mischung aus Rocksong, mit einem balladesken Mittelpart und einem rockigen Schluß ist Anathema pur und es macht einfach Spaß den beteiligten Musikern zuzuhören.

Das Album verliert auch in der Folge nicht an Qualität, lediglich das musikalische Grundgerüst ändert sich. Die Gitarren werde mehr und mehr zurückgefahren, dafür rücken elektronische Klänge mehr in den Vordergrund. Was sich erst einmal erschreckend anhört passt aber letztlich sehr gut in den Fluß des Albums und auch zur Band selbst.

Das erste mal gibt es diesen Sound beim, von Steven Wilson gemixten, You're not Alone und auch die Stimme Wilsons spielt eine tragende Rolle. Ein Song der sicher gemischte Reaktionen auslösen wird, zu den elektronischen Sound mischen sich dann doch noch elektrische Gitarren und könnten in dieser Form sicher auch von Porcupine Tree sein. Nach mehrfachen Hören kann ich aber auch mit dieser Nummer etwas anfangen.

Im Anschluss gibt es mit Firelight und dem Titelsong der Platte dann tatsächlich zwei Song komplett ohne Gitarre und gerade der Titeltrack wird den Proghörer und Fans der klassischen Instrumentierung Anathemas auf eine harte Probe stellen. Ambienttöne, Drumcomputer und ein, zum Schluss, etwas schnellerer Beat, das gab es bisher wirklich noch nie. Und das auch noch im, mit über acht Minuten, längsten Track der Scheibe.

Mir gefällt die Nummer, zum einen, weil ich elektronische Sounds mag, zum andern wegen Vincents Gesang, der wieder wahnsinnig gut ist.

Und auch das abschließende Take Shelter ist wieder eine getragene, mit Elektrobeats und Streichern ausgeschmückte Nummer die zu gefallen weiß und am Ende doch noch ein echtes Schlagzeug auspackt.

Anathema beschreiten also auf Distant Satellites einige, neue Wege und werden dadurch sicher auch auf ein geteiltes Echo treffen.

Nichtsdestotrotz legt die Band das, für mich, spannendste, abwechslungsreichste und wahrscheinlich auch mutigste Album ihrer Karriere vor. Progrock ist das natürlich nicht mehr, war es aber auf den Vorgängern ja auch schon nicht mehr.

Einen Song hab ich unterschlagen und empfehle ihn nun, am Ende der Rezi, als Anspieltipp. Dabei handelt es sich um Anathema, eine tolle Ballade mit einem sehr schönen Gitarrensolo gegen Ende des Songs.

Zu diesem Tipp gesellen sich dann noch der Opener The Lost Song und Distant Satellites. Diese Zeigen die verschiedenen Srilrichtungen der Platte am deutlichsten auf.

Also, fünf Sterne und Kaufempfehlung, es lohnt sich
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am 7. Juni 2014
Eines vorab: ich bin Anathema-Fan der ersten Stunde, sprich ich habe schon zu "Sleepless" aus dem Debut-Album "Serenades" (1993) meine damals noch langen Haare kreisen lassen.

Und sein wir uns mal ehrlich: wer möchte nicht, dass das neue Album seiner Lieblingsband klingt wie das vorangegangene oder zumindest ähnlich. Totale Fehlanzeige! Wenn Anathema eines ganz klar ausmacht, dann ist das konsequente Weiterentwicklung die seit den Anfangstagen betrieben wird.

Worauf will ich eigentlich hinaus. Während viele Fans der frühen Jahre spätestens seit "A Natural Disaster" bei jedem neuen Album der Engländer verächtlich ihre Nase rümpfen, bin ich mit Anathema einfach mitgewachsen.
Mit Verlaub gesagt: wer die Schönheit und Perfektion der Kompositionen dieser Band nicht (an)erkennt, der hat von Musik schlichtweg keine Ahnung!

Klar ist die Wandlung von Anathema seit den frühen Doom/Death-Metal Tagen radikal, aber Anathema haben sich zu einer Band entwickelt, die musikalisch bei weitem den Punkt überschritten haben, den ich mir in meinen kühnsten Träumen als Zenit des Schaffens dieser Band ausgemalt hatte.

Ihre Musik verkörpert Schmerz, Liebe, Hoffnung, Trauer, Schönheit, Verzweiflung - alles zugleich!

"Distant Satellites" berührt mich zutiefst und ist der absolute Höhepunkt des Schaffens einer begnadeten Band. Einzelne Musiker hervorzuheben würde Anathema nicht gerecht werden, aber Vincent Cavanagh als Sänger und seine kongeniale Sangespartnerin Lee Douglas gehören einfach erwähnt. Großartig!

Tja, jetzt habe ich eigentlich nichts über das neue Album selbst geschrieben - wollte ich auch nicht. Es wäre auch nicht richtig ein einzelnes Stück aus "Distant Satellites" herauszureissen und hervorzuheben, da das Album einfach in seiner Gesamtheit funktioniert.

Nur eines: mit "The Lost Song, Pt. 1" haben Anathema den besten Opener ihrer mehr als 20 jährigen Bandgeschichte geschrieben. Der Song ist einfach nur großartig. Problem: die anderen Songs sind um nichts schlechter!

Mit "Distant Satellites" haben sich Anathema selbst ein Denkmal gesetzt. Unangefochten das Album des Jahres 2014.
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am 18. Juni 2014
Anathema wollten die Musik "bewusst purer" halten und "die verschiedenen Elemente reduzieren und nur beizubehalten, wenn sie wirklich da sein mussten." - also wie beim Pop und Konsorten...

Meiner Meinung nach funktionieren Anathema nicht mit Musik wie auf "Distant Satellites". Die Band hat(te) ihre besten Momente in Liedern denen man gleich anhört und anfühlt, dass sie aus der Seele kommen und nicht ausgedacht, sondern gelebt sind. Es war(ist) gerade diese Eigenschaft der Musik von Anathema mit der eine Beziehung zur eigenen Seele hergestellt werden konnte(kann).

Mir hören sich die Lieder auf "Distant Satellites", besonders ab den dritten Lied, einfach zu künstlerisch, zu kalt an, was zum einen an den starken Einsatz von elektronischen Instrumenten und zum anderen an dem wilden Durcheinander in Aufbau, Struktur und Klang der Lieder liegt. Ich finde hier einfach keinen "roten Faden" an den ich mich festhalten, an dem ich mich in meine Seele herunterlassen kann. Ich muss Anathema hier auch ihrer eigenen Aussage entgegenhalten, dass sie nur dann ihre besten Momente ("The Lost Song") auf "Distant Satellites" haben, wenn sie sich in ihre intensiven (teilweise gewohnten, wiederholten ...) Melodien steigern, aber auch diese schaffen es nicht, mir einen "roten Faden" in diesem wilden Durcheinander zu spinnen, wird dieser doch auch immer wieder von diesem zerrissen.

Nachdem bei mir keine anhaltenen Gefühle zurückblieben sind, habe ich versucht mich anders den Liedern zu nähern. Ich habe hier in anderen Rezensionen schon den Vergleich zu Radiohead gelesen - Anathema schaffen es auf "Distant Satellites" leider nicht dieses sehr seltene Gemisch aus komplexen, spannenden und trotzdem abwechslungsreichen Liedern zu erschaffen, wie es Radiohead mit "Kid A" geschafft haben. Das wilde Durcheinander ist manchmal auch ein sehr simples Durcheinander, dass sich dann auch noch zu oft und zu lang zieht. Mir fehlt es an neuen und besonderen Ideen, die mir das Album besser als 2 Sterne machen.

Ich hoffe nicht, dass Anathema mit diesem Album einen Wandel vornehmen, den Coldplay schon lange genommen haben - damals mal offen, ehrlich und direkt - irgendwann nicht mehr ...
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