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am 26. Dezember 2004
Der Roman ist zweigeteilt, als hätten zwei verschiedene Autoren daran geschrieben. Die erste Hälfte ist voll von schwarzem Humor und skurrilen Einfällen. Die Figuren haben alle ihren eigenen Charakter, seien es die Hauptpersonen wie der Löwenmann, die Witwe, der Chirurg oder die Nebenpersonen wie Monika mit „k", der Getränkelieferant oder die Haushälterin. Freunde des alten Irwing kommen hier auf ihre Kosten.
Das ändert sich allmählich in der zweiten Hälfte: Die Zeichnung der Figuren wird immer schwächer wie z.B. die der neuen Chefin oder des eifersüchtigen Bruders, der Humor immer flacher. Was bleibt, ist eine schnulzige Liebesgeschichte. Das muß nicht schlecht sein. Romantisch veranlagte Leser/Innen werden die Geschichte sicher sehr mögen. Wer aber auf ein Ende hofft, daß genauso einfallsreich ist wie der Anfang, wird sicher enttäuscht sein.
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am 14. Februar 2002
Man sagt, John Irving wurde von einer Bemerkung seiner Ehefrau zu diesem Buch inspiriert.
Wäre es nicht eine interessante Geschichte, nach einer gelungenen Handtransplantation als Witwe des
Spenders ein Besuchsrecht beim neuen Empfänger zu verlangen ? Mr. Irving soll daraufhin die Arbeit
an seinem aktullen Manuskript unterbrochen haben, um diesen neuen Roman zu verfassen. Hätte
er das bloss nicht getan ! Noch nie war ein Roman von John Irving so blutleer und hat mich sowenig
berührt. Wo sind die wunderbaren Charaktere wie Homer Wells, Owen Meany oder Dr. Faruk Daruwalla ? All die skurilen Einfälle und Ideen, die sonst jeden seiner Romane auszeichnen ? Nichts oder nur sehr wenig davon vorhanden. So plätschert die Handlung um einen (unfreiwilligen) Frauenhelden, der durch die Liebe zu der Witwe seines "Handspenders" geläutert wird leider dahin. Schade, sein bisher schwächster Roman.
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am 19. Juni 2003
Als großer John-Irving-Fan konnte ich mir auch den neuen Roman nicht entgehen lassen. Zwar inszeniert der Autor auch diesmal wieder vor den Augen des Lesers ein Panoptikum an originellen Figuren, doch was mir leider fehlt, ist die Sympathie für diese Originale und Außenseiter. Vielmehr entsteht der Eindruck, Irving sei selbst zu seiner Hauptfigur auf Distanz gegangen, könne sie nicht leiden. Es fällt so schwer, Verständnis und Empathie für den "Löwenmann" aufzubringen, doch diese beiden Eigenschaften sind gerade das, was ich an John Irvings Büchern so schätze: Sie wecken Verständnis und Empathie für Ausgestoßene und Außenseiter, Leute, die nicht ganz der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Was dem Autor auch nicht zu liegen scheint, ist die "Kurzform" dieses Romans, denn im Gegensatz zu anderen Werken hat sich hier die Geschichte nach 400 Seiten erledigt. Das tut dem Buch nicht gut, da kommen wirklich manche Entwicklungen zu kurz im wahrsten Sinne des Wortes zu kurz (z. B. löst sich die Liebesgeschichte zwischen dem frustrierten Chrirugen und seiner Haushälterin doch recht schnell in Wohlgefallen auf).
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am 24. Februar 2003
Ich habe "Die vierte Hand" sofort nach dem Erscheinen des Buches im Original gelesen. Das ist zwar schon wieder etwas länger her, aber ich weiß noch sehr genau, wie enttäuscht ich war. Meiner Meinung nach ist "Die vierte Hand" Irvings schlechtestes Buch, für mich auch kein richtiger "Irving". Denn John Irving war für mich bis jetzt alles andere als reaktionär, intolerant und antifeministisch, alles Adjektive, die auf "Die vierte Hand" durchaus zutreffen. Außerdem ist die Story total an den Haaren herbeigezogen. An keiner Stelle des Buches leuchtete mir ein, warum die Witwe unbedingt ein Kind von jenem Mann will, dem die Hand ihres verstorbenen Gatten transplantiert wurde. Die Figur dieser Mrs. Dingsbums ist überhaupt total unglaubwürdig. Einen Typen wie Wallingford kann ich mir zwar vorstellen, aber seine Wandlung vom oberflächlichen Playboy zum tiefsinningen Frauenversteher ist geradezu lächerlich. Vom Autor von Garp, Gottes Werk und Teufels Beitrag, dem Wassertrinker und Owen Meany hätte ich wirklich mehr erwartet. Die drei Sterne gibt's nur um der alten Zeiten Willen, Mr. Irving.
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am 11. August 2002
Irving kann einfach gut schreiben. Seine Bücher sind unterhaltsam, sie zu lesen macht Spaß. Das tröstet dann auch über die - zumindest im zweiten Teil - etwas dünne Geschichte hinweg. Solange der Löwenmann mit seinem Schicksal und um seine Hand kämpft, hat das Buch Tiefe, sind die Charaktere schön gezeichnet, lässt die Vielschichtigkeit der Handlungsebenen (Wallingford, Zajac, Clausens) Spannung und Abwechslung aufkommen. Im zweiten Teil, wenn Wallingford ausschließlich um Doris Clausen kämpft, wird das Ende der Geschichte ausrechenbar, wenn auch nicht unbedingt plausibel. Schade. Aber der nächste Irving kommt bestimmt.
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am 11. Februar 2002
Ich bin ein großer Fan von Irvings Büchern und konnte es natürlich nicht erwarten endlich sein neuestes Werk zu lesen. Der Anfang schien vielversprechend doch je mehr ich las desto mehr schwand auch mein Interesse an der Geschichte. Die Story und die Charaktere lassen einen seltsam kalt und ich finde es sehr schade, dass es Irving nicht mehr möglich ist, jemanden mit seinen Geschichten so zu bewegen wie er es z.B. in 'Owen Meany' oder 'Gottes Werk und Teufels Beitrag' getan hat. Besonders stellt sich mir die Frage, warum er den Handlungsstrang mit Dr. Zajac einfach aufhört weiterzuführen obwohl wenigstens dieser ein bisschen an vergangene Skurilitäten erinnert und deswegen diese ganze hin und her zwischen Patrick Wallingford und Doris Clausen so in die Länge zieht. Trotzdem ist manchmal ganz unterhaltsam, aber das ist für einen Irving einfach nicht genug.
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am 12. Februar 2002
Irving hat Figuren wie Garp ("Garp und wie er die Welt sah"), Owen Meany
("Owen Meany"), Wilbur Larch ("Gottes Werk") und Fred "Bogus" Trumper
("Die wilde Geschichte vom Wassertrinker", mit großem Abstand mein
Irving-Favorit) geschaffen. Die neue heißt Patrick Wallingford, und sie
bleibt leider so belanglos, wie ihr Name. Nach dem Flop "Witwe für ein
Jahr" (2001) und dem Oscar für das Drehbuch zur wirklich *netten*
Verfilmung von "Gottes Werk" war eigentlich mal wieder Zeit für einen
"richtigen" Iriving. Aber vielleicht .. vielleicht ist die Zeit ja einfach
vorbei.
Patrick Wallingford ist der "Löwenmann", seitdem ihm der König der Tiere
vor laufender Kamera eine Hand abgefressen hat. Der überaus gutaussehende
Fernsehmoderator genießt als solcher einen zweifelhaften Ruhm, der auch
dadurch genährt wird, daß er einfach *alles* vögelt, was ihm vor die
Flinte kommt - bis er Doris Clausen trifft. Doris hat ihren Mann dazu
gebracht, Organe und Körperteile im Todesfall zu spenden; Patrick bekommt
Ottos Hand, nachdem sich dieser versehentlich im Bierlaster erschossen
hat, und er zeugt kurz vor der Operation das Wunschkind, nach dem sich
Doris und Otto jahrelang vergeblich gesehnt haben. Wallingford verliebt
sich in die werdende Mutter, aber Doris will nichts mehr von ihm wissen -
durchaus jedoch von der transplantierten Hand. Wallingford darf Doris
besuchen, bis Otto junior geboren wird, und dann fällt die Hand wieder ab.
Wallingford ändert sich durch die Begegnung, wird ehrlicher und
emotionaler, aber die Antwort auf die Frage nach dem "Warum" wird
höchstens angedeutet. Nicht nur an dieser Stelle.
Es gibt noch eine Nebenhandlung um den Handchirurgen, der Wallingford
operiert, und *eigentlich* sollte es auch irgendwie um Medien,
Berichterstattung, den Kontext von Nachrichten und die Ethik der Sender
gehen. Das jedoch passiert auf einem Niveau, über das jeder halbwegs
mentalkompetente Fernsehzuschauer auch verfügt; die Kritik ist
tautologisch und überflüssig, und außerdem nicht geeignet, die dürftige,
höhepunktfreie Handlung des Romans zu tragen. Auch Irvings beliebtes
Stilmittel der pausenlosen Wiederholung oder der maßlosen Übertreibung
sexueller Reize hilft hier nicht; "Die vierte Hand" bleibt flach und
*einige* Erklärungen schuldig. Insbesondere die letzten Kapitel erwecken
den Eindruck, good old John hätte einfach keinen Bock mehr gehabt; die
Handlung schlingert erklärungsarm, aber metaphernreich auf ein fades Ende
zu, das es leicht macht, den Roman ohne einen weiteren Blick ins Regal zu
schieben.
Irving war einmal ein Chronist; Romane wie "Garp", "Das Hotel New
Hampshire" und "Gottes Werk" sind Zeitdokumente, die zartfühlend und
ambitioniert, insbesondere aber *fundiert* Kritik übten und die bezogene
Position emotionsreich verdeutlichten. In "Die vierte Hand" ist er jedoch
zum Ana-Chronisten geworden; das Buch ist müde, der lahme Kontext
eigentlich keiner vordergründigen Kritik würdig, die außerdem andere wort-
und argumentreicher bereits vielfach formuliert haben. Es ist ein wenig
frustrierend, als ehemaliger Fan den deutlichen Verfall des Anspruchs
eines jener Autoren zu erleben, die nicht nur eine ganze Generation zum
Lesen, sondern auch zum *Schreiben* gebracht haben, andererseits ist es
nicht die Schuld des Kritikers, daß Irving die Kurve nicht gekriegt hat
und nur noch belang- und herzlose Bücher auf den Markt wirft.
Tonne.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Januar 2006
Patrick Wallingford, Frauenheld und Sensationsjournalist wider Willen, wird von einem Löwen die Hand abgebissen. Doris Claussen vermacht ihm die Hand ihres Mannes noch zu dessen Lebzeiten, und der sonderbare Handchirurg Dr. Zajac greift begeistert zu, als Doris' Mann stirbt; er möchte der erste sein, dem eine Handtransplantation gelingt. Doch Doris fordert für sich ein Besuchsrecht bei der Hand und von Patrick ein Kind.
Zwar hat das Buch seine schrägen, absurden Seiten, zwar ist Irvings Story auch hier wieder komisch, aber man bleibt beim Lesen distanziert und außen vor. Es ist nicht gelungen, den Protagonisten als originellen Schwächling oder als mitleiderregenden Charakter darzustellen; er ist einfach ein normales Weichei und ein dämliches obendrein - denn beispielweise der Umstand, der Angebeteten während des Heiratsantrages von den Einzelheiten kürzlich erlebter Liebschaften zu berichten, klingt in diesem Fall leider nicht wie Satire, sondern wie Dummheit.
Auch bei der kritischen Betrachtung der Nachrichtenmedien und ihrer Informationsbeschaffung hat Irving leider die Überzeichnung als Stilmittel so verhalten eingesetzt, dass sie wie ein Abbild der Realität wirkt.
Schade, wenn man sich auf einen herzhaften Irving-Lesegenuss freut, aber dann vergleichsweise fade bedient wird.
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am 1. August 2003
Natürlich ist auch diesmal wieder für Unterhaltung gesorgt. Einem nichtssagenden Adonis, Reporter von Beruf, wird von einem Löwen während eines Interviews die Hand abgebissen. Der Autor würzt diese Geschichte mit Personen wie dem Handchirurgen, der ein Faible für Hundekotentfernung hat, und einer Frau, die nicht nur die Hand ihres noch lebenden Mannes spenden will, sondern auch noch ein Kind von dem Protagonisten als Gegenleistung möchte. Sexuelle Eskapaden, berufliche Intermezzos und die große Liebe machen aus dem Werk noch eine runde Sache, einen typischen Irving eben.
Ich glaube jedoch, dass Irving in dieser Geschichte viel mehr den Sinn des Lebens hinterfrägt und scharfe Kritik am Way-of-life übt. Er zeichnet das Bild eines Mannes, den es an nichts mangelt, außer eben an der wahren Liebe. Der Stellenwert eines Menschen in der Gesellschaft läßt sich demnach nicht auf Dauer durch beruflichen Erfolg, familiäre Scharaden, One-night-stands und Bekanntheitsgrad aufrecht erhalten. Es höhlt einem aus und erst der Glaube an eine und die gegenseitige Zuneigung zu einer bestimmten Person läßt uns zu dem werden, was wir eigentlich sein sollten.
Nicht sein bester Wurf und trotzdem besser, als vieles andere...
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am 3. Februar 2002
Dieses Werk ist nur für Leser zumutbar die noch keinen Irving gelesen haben. In Relation zu anderen (New Hampshire, Witwe für ein Jahr) ist der Autor weit unter seinen Möglichkeiten geblieben.
Die Geschichte und damit die Idee, hat durchaus seinen Reiz, aber Irving nutzt diesen Reiz nicht in der gewohnten professionellen Manier. Die Frau des Handspenders spielt eine lächerliche (aber eben nicht komische!!) Hauptrolle. Der Spender steht am Rand, obwohl aus dieser Figur, im Hinblick darauf, was denn ausser der Hand sonst noch transplantiert worden ist, vieles denkbar ist.
Diese wunderbare, bezaubernde Art des Verwebens von vielen, in sich phantastischen, Geschichten zu einem funkelnden, blendendem Stoff hat in diesem Irving nicht stattgefunden. Wir sehen eine Näharbeit in der qualvoll ein Stück an das andere gereiht ist.
Ich hoffe auf den nächsten Irving und empfehle andere Werke!
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