Facebook Twitter Pinterest
  • Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Menge:1
Die verlorene Ehre der Ka... ist in Ihrem Einkaufwagen hinzugefügt worden
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Lagerware, sofort versandfertig.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Alle 2 Bilder anzeigen

Die verlorene Ehre der Katharina Blum Taschenbuch – 1. Januar 1976

4.2 von 5 Sternen 91 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 6,90
EUR 5,90 EUR 0,01
67 neu ab EUR 5,90 99 gebraucht ab EUR 0,01 4 Sammlerstück ab EUR 4,95

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen


Wird oft zusammen gekauft

  • Die verlorene Ehre der Katharina Blum
  • +
  • Die verlorene Ehre der Katharina Blum.Textanalyse und Interpretation zu Heinrich Böll: Alle erforderlichen Infos für Abitur, Matura, Klausur und Referat plus Prüfungsaufgaben mit Lösungen
  • +
  • Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum. Lektüreschlüssel
Gesamtpreis: EUR 18,40
Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die verlorene Ehre der Katharina Blum
OA 1974 Form Erzählung Epoche Moderne
Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann, lautet der Untertitel von Heinrich Bölls Erzählung. Bevor Die verlorene Ehre der Katharina Blum mit einer Startauflage von 100 000 Exemplaren auf den Markt kam, druckte Der Spiegel Bölls erfolgreichstes Werk in mehreren Folgen ab. Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt, für die Bühne dramatisiert und 1975 von Volker Schlöndorff verfilmt.
Entstehung: Anfang 1972 plädierte Böll in dem Spiegel-Artikel »Will Ulrike Gnade oder freies Geleit?« für eine sachliche Berichterstattung und gegen die Kampagnen der BILD-Zeitung über die Baader-Meinhof-Gruppe. Von diversen Medien wurde Böll als Sympathisant der Terroristen diffamiert, im Zuge einer Fahndung wurde sein Landhaus in der Eifel durchsucht. Vor diesem Hintergrund beauftragte Böll einen Mitarbeiter, sensationslüsterne Artikel von Boulevardblättern zu sammeln, die Menschen in Wort und Bild verleumden. Die kleinen skandalösen Geschichten von bekannten und unbekannten Personen bildeten das Material für Bölls Erzählung von einer unpolitischen Frau, die durch die Berichterstattung der Presse zur politischen Verbrecherin gemacht und dann zur Mörderin an einem Journalisten wird.
Inhalt: Die junge anständige Haushälterin Katharina Blum lernt beim Tanzen den Betrüger und Bundeswehrdeserteur Ludwig Götten kennen, verliebt sich, verbringt die Nacht mit ihm und verhilft ihm am nächsten Tag zur Flucht. In der Annahme, sie sei eine Komplizin des vermeintlichen Terroristen Götten, wird die unbescholtene, von Bekannten als prüde angesehene Blum am Morgen verhaftet und gerät sofort ins erbarmungslose Visier einer auflagenstarken Boulevardzeitung.
Nach der verleumderischen, verlogenen Berichterstattung und dem Tod von Katharinas Mutter, nach beruflicher und sozialer Degradierung durch ihren einstigen Arbeitgeber und unter wachsendem psychischem Druck entlädt sich Katharinas Verzweiflung in der Ermordung des skrupellosen Reporters Tötges.
Aufbau: Ein Erzähler berichtet in 58 Abschnitten Hintergründe des Mordes an dem Journalisten. Er stützt sich auf fiktive Quellen, insbesondere auf Vernehmungsprotokolle. Sein Bericht ist angereichert mit persönlichen, oft ironischen Kommentaren, die seine Sympathie mit Katharina und den anderen Opfern der Hetzkampagne widerspiegeln.
Bölls Kritik richtet sich nicht allein gegen die Bedrohung der persönlichen Freiheit durch die Gewalt des Sensationsjournalismus, sondern auch gegen Menschen, die Boulevardzeitungen mit ihren kriminellen Praktiken zur Meinungsmache lesen und deren Existenz finanzieren.
Wirkung: Der Springer-Verlag, den Böll u. a. im Visier hatte, ließ in seinen Zeitungen so lange keine Bestsellerlisten mehr veröffentlichen, wie Die verlorene Ehre der Katharina Blum an deren Spitze stand. In den 1970er Jahren wurde die Erzählung oft als Rechtfertigung von Gewalt gelesen und der Autor verurteilt. Mit zeitlichem Abstand zur damaligen restriktiven politischen Situation versachlichte sich die Rezeption. Die Forschung entdeckte literarische Vorbilder wie Verbrecher aus verlorener Ehre (1787, Friedrich RSchiller) und Michael Kohlhaas (1810, Heinrich von R Kleist), beschäftigte sich mit Form und Sprache der Erzählung und entkräftete teilweise den Vorwurf des stilistischen Mangels. M. Si.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).

Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).

Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

Alle Produktbeschreibungen

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Wollen wir doch mal versuchen dieses Buch abseits aller Diskussion die es in den 1970er Jahren dazu gab zu bewerten:

Eine junge Frau, 27 Jahre, hübsch, Haushälterin, führt ein geregeltes Leben. Sie ist nicht wohlhabend kann sich aber eine Eigentumswohnung und ein Auto leisten. Diese unbescholtene Bürgerin verliebt sich dann in einen gesuchten Verbrecher und verhilft ihm zur Flucht. Ab dann beginnt die Hetzjagd auf diese Frau. Indizien und vage Annahmen werden von der Presse schamlos aufgeblasen, Aussagen von Freunden und Nachbarn werden verfälscht oder so ausgelegt, dass Katharina Blum auf jeden Fall schlecht dabei wegkommt. Die Situation eskaliert völlig als dann auch noch ihre schwerkranke Mutter wegen eines Interviews, das vom Journalisten Werner Tötges geführt wurde, stirbt. Die Hauptfigut lädt dann eine Schuld auf sich, die die vorige, die Hilfe zur Flucht, bei weitem übersteigt.

Heinrich Böll zeigt hier deutlich die schmierigen, menschenverachtenden Vorgehensweisen der Presse. Die Maschinerie, die einen, einmal gefangen, nicht mehr loslässt. Dem Leser wird deutlich was für eine gefährliche Mischung Vorurteile, unbedachte Äußerungen und die Sensationsgier der Medienlandschaft darstellt.

Der Autor hat hier einen auktorialen Erzähler erwählt uns die Geschichte der K. Blum zu berichten. Dies vollbringt er in 58 kurzen Kapiteln, manchmal etwas trocken, dafür desöfteren aber auch mit trockenem Humor, welcher einem schon ganz vorsichtig mitteilt, auf wessen Seite Heinrich Böll in diesem Buch wohl gestanden haben mag und auch der Leser stehen wird ;-)

Definitv ein wichtiges, weil immernoch aktuelles, Buch.
Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Audio CD
Katharina Blum, eine bescheidene junge Frau, aus einfachen, aber stark zerrütteten familiären Verhältnissen stammend, führt ein einfaches Leben als Haushälterin. Als sie sich in einen von der Polizei gesuchten Mann verliebt, gerät sie ins Visier der Polizei. Aber nicht nur in ihr Visier, sondern auch in das DER ZEITUNG, zu deren Hauptopfer einer sensationslüsternen Hetzjagd sie wird. Als sie zudem der Polizei zu Protokoll gibt, einen Mann ermordet zu haben, ist der Verlust ihrer Ehre nicht mehr aufzuhalten.

Heinrich Böll inszeniert Katharina Blums Geschichte als eine Jagd durch den blühenden Sensationsjournalismus seiner Zeit, in der Menschen öffentlich zur Schau gestellt werden. DIE ZEITUNG entstellt und verfremdet ihre Aussagen und Handlungen derart, dass sie nicht wieder zu erkennen sind. Gerade heute, in einer Zeit, in der globale Kommunikation total gegeben ist, nimmt dieses Lehr- und Mahnstück Bölls einen unvergleichlich wichtigen Stellenwert ein. Er stellt boulevardjournalistische Arbeitsweisen anhand des Journalismus der frühen 1970er Jahre völlig bloß, so dass man sich nur fragen kann, wie Menschen bewusst verfälschen und eigentlich ohne mit der Wimper zu zucken lügen und somit die Leben ihrer Mitmenschen zerstören können.

In Herman Nabers Hörspieladaption kommen die Verzweiflung, die Ohnmacht und das Entsetzen aller Beteiligten sehr schön zur Geltung. Man spürt förmlich, wie für sie die journalistischen Machenschaften völlig unfassbar sind, wie sie nicht wissen, wie sie mit ihren verfälschten Aussagen und den ihnen gemachten Unterstellungen umgehen sollen.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Literatur vermag sich einzumischen. Es gibt Bücher, die verblassen, je weiter ihr Erscheinungsdatum zurückliegt. Wer sich an die Wirkung von Heinrich Bölls Roman bei der Veröffentlichung erinnert, an den Hass, der ihm entgegenschlug, sieht sich zurzeit vergeblich nach einer deutschen Literatur um, die eine ähnliche gesellschaftliche Aussprache findet. Die Geschichte der Katherina Blum, die ins Räderwerk bundesrepublikanischer Terroristenhatz, Bombenhysterie, Presse und Politik gerät, ist sicher aus der genauen Beobachtung des deutschen Herbstes, der Paranoia geschrieben worden. Die Striche darin sind grob gezeichnet. Böll nimmt Partei, klagt an, setzt sich gegen Vorverurteilung und den Verlust von Bürgerrechten ein. Die Erzählung erscheint aus heutiger Sicht, wie ein Rückblick, eine Erinnerung. Dies spricht nicht unbedingt gegen sie. Zumal wenn man die Wucht mit einbezieht, mit der darüber diskutiert wurde, was man darf und was man nicht darf. Böll hat sicher eindrucksvollere Erzählungen, sprachlich verfeinerte Momente geschrieben, doch er war ein Autor, der sich das Recht herausnahm, über das zu schreiben, was ihm auf der Seele lag. Das sollte man immer wieder mal hervorkramen und lesen.
Kommentar 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Von R Opelt TOP 1000 REZENSENT am 12. Mai 2016
Format: Taschenbuch
In Bölls bestem Buch wird die Gewalttätigkeit fehlverstandener Pressefreiheit angeprangert und das völlig zu recht. Mit einer Pressekampagne kann man jeden fertig machen, das weiß doch jedes Kind. Es gibt auch keine rechtlichen Mittel dagegen, denn jede Klage gießt nur Öl ins Feuer der Diffamierung, wird von der Presse aufs Neue ausgeschlachtet: Wenn der Beschuldigte sich so wehrt, ja dann muss doch etwas an den Gerüchten dran sein....
Ich habe als Psychologe oft mit der Presse zusammengearbeitet und dennoch allein in meinem bescheidenen Wirkungskreis jede Menge Falschmeldungen, Wortverdrehungen, unautorisierte Interviews und Aufbauschungen erlebt. Einmal stand ich mit den Worten "Psychotherapeut klagt an..." in der Lokalpresse, obwohl nie ein diesbezügliches Interview stattgefunden hatte. Ein bereits chronisch kranker Kollege wurde aufs schlimmste in den Zeitungen diffamiert, weil er als Bauernopfer im Kampf zwischen Politik und Lehrerschaft herhalten musste.
Von einer sogenannten Selbstkontrolle der Presse war da nichts zu merken.
Wie viele Katharina Blums muss es noch geben, bevor die Presse, die selbst so gerne kontrolliert, selbst einer Kontrolle zugeführt wird?
R Opelt, Autor von "Amors vergiftete Pfeile"
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden