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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen Taschenbuch – 2015

4.5 von 5 Sternen 194 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"... Sabine Bode hat viele von ihnen zum Sprechen gebracht, das ist ein großes Verdienst. Und sie hat Stellen aus der biografischen Literatur und aus Lebensberichten hinzugezogen, die die affektiven Leerstellen bei vielen Kriegskindern mit emotionalem Leben erfüllen. Sie macht zu Recht deutlich, dass das unverarbeitete Leid der ehemaligen Kriegskinder noch eine große gesellschaftliche Aufgabe darstellt, weil mit dem Beginn des Rentenalters die Überdeckung der Traumata durch Beruf und Arbeit endet. ..."
Tilmann Moser, Psychologie heute, 8/2004

"... Sabine Bode hat viele Kriegskinder in ihrem Buch zu Wort kommen lassen. Diese berichten nach häufigem Abwehren ("es ist doch damals allen schlecht gegangen" oder "sie werden mir doch jetzt kein Trauma einreden wollen"), voll Flucht, Verschüttung, Tieffliegern und Bombenhagel ziemlich distanziert und im Nachhinein wenig betroffen. Gleichzeitig aber kann man häufig besondere Unsicherheiten, Krankheiten, Schwankungen in deren Lebensweg beobachten."
Marianne Kerres, Pflegemagazin 4.8.2004

"So gelesen, ist Sabine Bodes Buch ein wichtiges und notwendiges Element im Mosaik der deutschen Geistesverfassung."
Gabriele von Arnim, Die Zeit, Literaturbeilage, 19.5.2004

"... Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete."
Welt am Sonntag, 21.3.2004

"... ein aufschlussreiches und oft anrührendes Buch zum Thema ...
Dass auch die deutsche Zivilbevölkerung unter dem von ihrer Führung begonnenen Krieg gelitten hat, ist zwar schon in den letzten Jahren ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten - vor allem durch die Bücher von Günter Grass und Jörg Friedich -, aber die längerfristigen seelischen Auswirkungen von Bombardierungen und Vertreibung sind bisher kaum erörtert worden. ...
Eine der ersten Publikationen überhaupt zum Thema"
Frank Gerbert, Focus, 1.3.2004

Werbetext

Die Menschen der Generation der Kriegskinder berichten erstmals über ihre Erlebnisse während des Krieges

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Einfühlsam und ohne jemals zu polarisieren, Anklagen zu erheben oder Vorwürfe in den Raum zu stellen, nähert sich die Autorin einem Thema, das bei allem Bemühen um Vergangenheitsbewältigung auf der Strecke geblieben ist: Wie haben die Deutschen, deren Kindheit durch den II. Weltkrieg überschattet war, ihre Erfahrungen verarbeitet? Haben sie das überhaupt? Welchen Einfluss hatten die bitteren Erfahrungen der Kriegskinder auf die Art und Weise, wie sie wiederum ihre Kinder erzogen haben?
Als Mitte der 60er Jahre geborenes Kind zweier Kriegskinder hat mich die Lektüre außerordentlich bewegt und Zusammenhänge aufgezeigt, die mir bis dahin nicht klar geworden waren. Sind wir eigentlich sicher, dass all die Verweise auf im deutschen Namen begangene Verbrechen, so notwendig und berechtigt sie auch sind, es diesen schon aufgrund ihres damaligen Alters unschuldigen Deutschen nicht faktisch unmöglich gemacht haben, über ihre Wunden und Verluste zu trauern?
Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung an die 60er Jahrgänge, dieses Buch zu lesen. Wer bei der Lektüre von "Generation Golf" zu Recht eine Menge zu lachen hatte, erfährt hier nun vieles Wichtiges über die Eltern jener Generation - und mag manches Mal sehr traurig werden.
Es ist für die heute längst im Rentenalter lebende Kriegskinder-Generation noch nicht zu spät, die oft zitierte "Unfähigkeit zu Trauern" abzulegen. Dieses Buch könnte dabei helfen.
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Von MyWay am 12. November 2007
Format: Taschenbuch
Ich, Jahrgang 1966, habe lange Jahre immer wieder vor den Mauern gestanden, die die Generationen wohl immer voneinander trennt.
Die Kriegsgeneration, die Kinder des Krieges, hatten nie ein Sprachrohr.

Sabine Bode gibt ihnen, wenn auch in einer sehr analytischen Form, endlich eine Stimme.
Ich habe endlich verstanden, warum manche dieser Mauern schwer oder gar nicht einzureißen sind. Unverarbeitete Traumata, Verdrängung und Schweigen - das ist geblieben von den teilweise sehr weit ins Unterbewußtsein verdrängten Erlebnissen. Es gab ja immer andere, denen es schlechter ging, die mehr im "Rampenlicht" standen. Die Kinder dieser Zeit, die in den Bunkern und Kellern angstvoll ausharrten und nichts erklärt bekamen (wie auch, wer konnte das schon erklären, was vor sich ging, wer konnte sagen, wann es enden würde und wie) durften nie leiden.
Ich habe bei der Lektüre sehr emotional reagiert, dieses Buch hat viele Ahnungen bestätigt und mir das Mitgefühl gegeben, mit dem ich heute diese Generation in einem ganz anderen Licht sehe.

Gut, dass dieses Thema endlich bearbeitet wurde.
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Format: Taschenbuch
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse verschlungen.
Großartig!
Selber ein Kind von Kriegskindern (-->im Buch geht es speziell um die Jahrgänge 1933-1945), hat es mir sehr viele Erkenntnisse gebracht, die mir vorher einfach nicht bewußt gewesen sind.
Man muss sich das mal vorstellen: ALLE Deutschen waren vom Krieg betroffen, Millionen haben traumatische Erlebnisse. Die Kinder haben damals mitgeholfen, Tote zu begraben, Brand, Hitze und Staub erlebt, Todesangst gehabt, Väter, Mütter, Geschwister und Freunde verloren. Und es wurde nie darüber gesprochen, ihre persönlichen Erlebnisse -die uns bis heute beeinflussen- wurden nie aufgearbeitet. Erst jetzt brechen sie ihr Schweigen.

Ein kleines Buch mit großer Wirkung. Danke.
Unbedingt lesen!
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ein Buch, das für Angehörige der Geburtsjahrgänge 1930 - 1950, aber auch für die später Geborenen, sehr interessant sein kann. Erstmals wird deutlich, wie Kinder durch die Erlebnisse des Krieges und der Nachkriegszeit, durch das Erleben extremer Angst, Hoffnungslosigkeit und Hunger traumatisiert worden sind und welchen Einfluss das auf das spätere Leben hatte, gerade deshalb, weil das Thema gesellschaftlich tabuisiert war. Man erkennt, dass sinnlos prügelnde Lehrer und Eltern nicht individuell erlebtes Schicksal, sondern gesellschaftliches Problem dieser Zeit waren, sieht den Einfluss dieses Erlebens auf die 68er Bewegung, auf Probleme in der eigenen Bindungsfähigkeit, die durch die Folgen der Nazipädagogik Schaden nahm. Der Beginn der Therapiewelle in den 70er Jahren erscheint plötzlich als logische Folge des Vorausgegangenen. Das Buch ist auch für diejenigen interessant, die in den 60er/70er Jahren geboren sind, um ihre Eltern besser zu verstehen.
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Format: Taschenbuch
Dieses Buch kann nur die aufrütteln, die dazu auch bereit sind, sich mit diesem Thema auseinander zusetzen.

Ich bin weder Kriegskind noch vertrieben worden, doch ist diese Thematik aktueller denn je, da besagte Generation nun endlich zur "Ruhe" kommt.Und mitten in diesen Ruhestand hinein, schlägt mit aller Wucht die Vergangenheit.

Es ist sehr mutig und wichtig, daß wir nachgeborenen erfahren, wie es der "vergessenen Generation" ergangen ist, warum sie sich verhalten wie sie sich verhalten(haben).Daß dies auch von wissenschaftlicher Seite betrachtet wird, halte ich für besonders wertvoll.Es gibt ja leider immer weiter Kriege und somit immer weiter Vertreibungen, und ein, zwei ....Generationen danach, die mit den Auswirkungen leben müssen.

Die Autorin hat ein, meiner Meinung nach, sehr "aufregendes"Buch geschrieben.Allerdings nur für die die sich auch auf - regen (!!!) wollen.Nicht wegsehen, weghören, ignorieren, sondern zuhören, hinschauen, teilhaben und verstehen(lernen)ist der Sinn dieses Buches.Damit es keine vergessenen Generationen mehr gibt.

Für mich ein bereicherndes Buch.

Ich bin manchmal immernoch erstaunt, daß es Menschen gibt, die zu diesem Thema einen "Schmöker" suchen.

Da gibt es wirklich mehr als genug.(z.B. "Ich war fünf und hatte das Leben noch vor mir"v. A.Panzner)

Genauso daneben sind hier"angebliche Korrekturleser".In erster Linie ist der INHALT wichtig, aber wer ein Haar in der Suppe sucht, wird eins finden und wenn es sein eignes ist.
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