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Die schwarze Legende: Roman Gebundene Ausgabe – 1. März 2012

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ist die "Schwarze Legende" zunächst einmal ein spannender und unterhaltsamer Kriminalroman, der den Leser bis zum Schluß in Atem hält. Dabei gefällt auch und vor allem die sprachlich differenzierte, sehr farbige Art der Schilderung von Geschehnissen, Personen und Charakteren. Es ist dies also ein auch aus handwerklichen Gründen lesenswertes Buch, von dessen Autor man sich mehr und Ähnliches wünscht.

Darüber hinaus ist der Roman aber eine gelungene literarische Auseinandersetzung mit einem modernen Mythos: "jeder weiß" ja, daß, hätte Papst Pius XII nur einen Ton gesagt, Hitler und seine Schergen sofort mit jeglicher Judenverfolgung aufgehört hätten - so oder so ähnlich lautet die Argumentation in einem auch noch heute gespielten, hundertfach zitierten und von einer breiten Öffentlichkeit für nach der reinen und absoluten Wahrheit verfaßten Theaterstück eines vielfach aufklärungsbeflissenen deutschsprachigen Autors.
Der Roman von J. Wintermanthel bietet eine -schlüssige und überzeugend belegte- Erklärung, wie dieser für das Angedenken Papst Pius XII verheerende Mythos in die Welt kam; und er hält so einer ganzen Generation von willentlich oder fahrlässig Bösgläubigen einen Spiegel vor. Jedem, der sich dafür wirklich interessierte und ein wenig mehr las als das Stück des oben erwähnten Autors, konnte schon immer ein sehr viel differenzierteres Bild gewinnen von den vielfältigen offiziellen Äußerungen des Papstes, die Judenverfolgung und -vernichtung im 3. Reich geißelten.
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Wohl selten ist es einer historischen Gestalt widerfahren, dass sie, veranlasst durch ein Theaterstück, Opfer eines totalen Rufmordes geworden ist, wie dies mit Pius XII. durch Rolf Hochhuths Theaterstück Der Stellvertreter" geschehen ist. Hochhuth schaffte es mit seinem christlichen Trauerspiel", das im Jahr 1963 uraufgeführt wurde (fast fünf Jahre nach dem Tod des Pontifex und über 20 Jahre nach den tragischen Ereignissen des II. Weltkrieges und der Schoah), dass das für Rom und die Welt so wichtige Wirken des Papstes vergessen und Pius XII. mit verleumderischem Schmutz beworfen wurde.

Dass Hochhuths Werk zu einer Propaganda gehörte, die es dem sowjetischen Regime mit seinen Geheimdiensten ermöglichen sollte, den Papst und damit die moralische Autorität der Kirche anzugreifen und zu zerstören, gehört zu einem anderen Kapitel dieser Geschichte: Der Stellvertreter" war in den 60ger Jahren Pflichtprogramm vieler Kolchosen und anderer sowjetischer Einrichtungen, mit dem Ziel, die katholische Kirche und das Christentum durch die Darstellung eines schwachen, dem nationalsozialistischen Regime ergebenen Pius XII. in ihren Grundfesten anzugreifen und zu zerstören.

Dieser Roman schafft Fakten! Ein must read für alle, die Manipulation hassen und gute Bücher lieben!
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Der Autor Julius Wintermanthel erzählt in seinem ersten Krimi eine spannende Geschichte: Der Berliner Drehbuchautor Adrian Friedhoven hat den Auftrag bekommen, aus einem Theaterbestseller über Papst Pius XII. ein drehfertiges Skript zu machen. Nach 40 Jahren will der mit dem 'Fels' weltbekannt gewordene Dramatiker und Vatikankritiker Flor Kapp endlich auch im Kino Kasse machen. Als Friedhoven jedoch beginnt, Kapps Stück auf seinen Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, geraten nicht nur Drehbuchautor und Dramatiker in einen Konflikt, der schnell eskaliert und tödliche Konsequenzen hat. Friedhovens Suche nach der historischen Wahrheit führt ihn ' gemeinsam mit seiner Dauerverlobten Margarete Rabenschlag - zunächst von Berlin nach Rom in die vatikanischen Geheimarchive, zu denen ihm ein befreundeter Prälat Zutritt verschafft. Kurze Zeit später stirbt der Prälat unter merkwürdigen Umständen - und nun überschlagen sich die Ereignisse. So wie es ausschaut, hat der Drehbuchautor mit seinen Nachforschungen in ein Wespennest gestochen. Im entscheidenden Augenblick bekommen Adrian und Margarete Unterstützung vom römischen Ex-Kommissar Antonio Farina. Ihre gemeinsame Flucht führt von Rom über Zürich und Hamburg bis nach Jerusalem und in die judäische Wüste. Eine sehr spannende und rasante Lektüre.

Die ersten Rezensionen über den Krimi weisen auf eine interessante zeit- und theatergeschichtliche Parallele hin, nämlich mit dem Drama "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth.
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