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Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche: Roman (KiWi) Taschenbuch – 19. April 2012

4.1 von 5 Sternen 52 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein aufregendes Buch, sehr empfehlenswertes Buch.« (Christine Westermann WDR, Frau TV, Christine Westermann)

»Bronskys Sinn für die kleinen zwischenmenschlichen Gesten, die häufig feinen Unterschiede zwischen den Kulturen und die Tragikomödie namens Leben ist schlicht bewundernswert.« (Der Tagesspiegel)

»[...] Das alles ist mit zynischer Nonchalance und großer Cleverness erzählt. [...] ein bewundernswerter Balanceakt zwischen Klamotte und Tragigkomödie, hervorragend klimatisiert durch kühle Ironie.« (Die Zeit, Literaturmagazin)

»Alina Bronsky [...] zählt zu einer Reihe heranwachsender junger Schriftstellerinnen, die sehr geradlinig, erdverbunden und grundsympathisch sich einen Namen machen werden.« (Welt am Sonntag)

»Eine aberwitzige coole Story. Die schärfsten Gerichte der tartarischen Küche ist kein Melodram, sondern ein emanzipatorisches Märchen.« (1LIVE)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, lebt seit Anfang der 90er-Jahre in Deutschland. Ihr Debütroman Scherbenpark wurde zum Bestseller, ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht und wurde fürs Kino verfilmt. Es folgten die Romane Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche und Nenn mich einfach Superheld. Die Rechte an Alina Bronskys Romanen wurden in 15 Länder verkauft. Sie lebt in Berlin.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Diese Grossmutter ist einfach nicht zu stoppen: Gnadenlos, eitel und herrschsüchtig setzt sie ihre Ziele um. Dabei geht sie notfalls über Leichen - und wenn es die der eigenen Kinder sind.

Alina Bronsky verfügt über eine Sprache, die mit chirurgenhafter Präzision das Leben der Protagonisten filetiert: Seite um Seite, Satz für Satz. Wer dabei nicht merkt, dass wir mit all diesen Witzchen nur gefüttert werden, damit sie uns im Halse stecken bleiben, hat nicht aufgepasst. Denn die scheinbare Sicherheit, eingebettet in die überall bereitliegenden Witz-Kisselchen, in denen es sich der Leser allmählich gemütlich gemacht hat, diese Sicherheit beginnt zu bröckeln - und zwar parallel zur monsterhaften Selbstsicherheit der Grossmutter. Nach und nach wird dem Leser klar, wovor Rosalind standhaft die Augen verschliesst: dass hier keine Witzchen, sondern sehr ernste Themen verhandelt werden. Man hätte diesen Einwandererroman, in dem es um Pädophilie, Abhängigkeit, Macht und emotionale Ausbeutung, um Emanzipation und um den ganz alltäglichen Wahnsinn unter weltpolitischen und familiären Ausnahmezuständen geht, auch völlig anders schreiben können: behutsam, anrührend und politisch korrekt. Dann wäre er zu einem dieser vielen Geschichtlein geworden, die der Durchschnitts-Gutmensch einfach ach-zu-gern liest. Der Roman wäre aber eines ganz sicher nicht geworden: ein Hammer.

Warum lesen? Weil Mutterliebe selten so schonunglos - und dabei so liebevoll - gezeigt wurde. Weil es nur wenige Bücher gibt, die sich trauen, einen unsympathischen Protagonisten zu beherbergen - noch dazu eine Frau! Und weil es noch weniger Autoren gibt, die es schaffen, dass einem diese moralisch völlig inakezptable Hauptfigur ganz fürchterlich ans Herz wächst.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Es ist ein sehr gutes Buch. Ist sehr gut geschrieben, man lernt auch sehr viel über die russische Gesellschaft und die Lebenssituation in Russland. Es war mein zweites Buch von Alina Bronsky. Ich werde noch weitere Bücher von ihr kaufen und lesen. Die Frau kann einfach schreiben. Es macht Spaß Ihre Bücher zu lesen und man hat auch dabei ein Gefühl wieder mal was tolles gelesen zu haben!!!!!
Das Buch ist sehr zu empfehlen!!!!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Es gibt schon ausgezeichnete Rezensionen. Also nur kurz: Die Autorin bedien sich präziser Sprache um die Protagonistin ihren Lebensweg beschreiben zu lassen, den sie skrupellos beschreitet und eigentlich mit ihren immer präsenten Stiefeln flachtritt. Der Humor ist fantastisch und schrecklich zugleich und lässt ein Gesellschaftsbild lebendig werden. Absolut lesenswert!
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Format: Gebundene Ausgabe
"Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" von Alina Bronsky kreist nicht um Küche, Herd und Kochrezepte sondern um die Tatarin Rosalinda, deren Tochter Sulfia und Enkelin Aminat, die trotz eines von ihrer Großmutter herbeigeführten Abtreibungsversuchs gesund zur Welt kommt und im Spannungsfeld zwischen Mutter und Großmutter zunächst in der Sowjetunion, später in Deutschland heranwächst. Rosalinda zwingt als Egomanin ihrem gesamten Umfeld, ob Ehemann, Tochter, Enkelin oder Schwiegersöhnen ihren Willen auf und greift despotisch in das Leben ihrer Familie ein - stets zu ihrem eigenen Vorteil, manchmal auch zum Vorteil des betroffenen Familienmitglieds. Mit Bauernschläue, Skrupellosigkeit und Hartnäckigkeit gelingt es ihr, auch schwierige Zeiten zu meistern. Lediglich zu ihrer Enkelin Aminat entwickelt sie von Anfang an eine uneingeschränkte Liebe, die sie dennoch nicht daran hindert, Aminats Entwicklung und Leben in die eigene Hand nehmen zu wollen. Aminat steht von Beginn an zwischen ihrer unglücklichen, nach Selbstvertrauen suchenden Mutter und der dominanten, selbstverliebten Großmutter, die trotz allem einiges an Herzenswärme in sich versteckt hält, deren Handeln aber dennoch das Leben und die Entwicklung ihrer Enkelin nachhaltig negativ beeinflusst.

Alina Bronsky lässt die Egomanin Rosalinda ihre Geschichte selbst erzählen, und konfrontiert den Leser so mit dem verzerrten Selbstbild , das Rosalinda von sich hat, der gestörten Wahrnehmung ihrer Umwelt, und skurrilen, komischen Szenen und ungeheuerlichen, teilweise hanebüchenen Ereignissen.
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Format: Gebundene Ausgabe
"Als meine Tochter Sulfia mir sagte, sie sei schwanger, wisse aber nicht von wem, habe ich verstärkt auf meine Haltung geachtet. Ich hielt meinen Rücken gerade und die Hände würdevoll im Schoß gefaltet."

Rosalinda hat alles im Griff. Ihren Mann, ihre hässliche Tochter und bald auch ihre Enkelin Aminat deren Geburt sie gerne verhindert hätte. Doch leider hat das nicht geklappt und mit den Jahren erkennt Rosalinda dass Aminat genauso ist wie sie. Rosalinda ist mit einem unglaublichen Selbstbewusstsein ausgestattet, räumt dabei alle Unahnnehmlichkeiten aus dem Weg intrigiert und manipuliert was das Zeug hält.
Sie führt einen beständigen Krieg gegen jeden und alles und ihr größtes Problem ist, dass sie sich zuviel für andere vornimmt. Aber die anderen kommen da nicht immer mit....

Mit ganz viel Ironie, politisch nicht immer korrekt und einem satirischen Blick auf die schönste, jugendlichste und durchsetzungskräftigste Großmutter der Welt hat Alina Bronsky einen sehr unterhaltsamen Roman vorgelegt.
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